Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 13.11.: Fußball-Länderspiel in Leipzig in Gefahr

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Fußball Corona
Bildrechte: imago images / Vitalii Kliuiev

20:34 Uhr | Tickerende

Damit verabschieden wir uns von Ihnen und beenden den heutigen Liveticker zu Corona-Themen in Sachsen. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und sind am Montag an gleicher Stelle für Sie da. Bleiben Sie gesund!

20:23 Uhr | Chemnitz präzisiert Vorgehen bei Schulschließungen

Für den Fall, dass Schulen in Chemnitz aufgrund von Corona-Infektionen schließen müssen, hat die Stadt am Freitag über das genaue Vorgehen informiert. Demnach können Einrichtungen grundsätzlich geschlossen werden, wenn das Infektionsgeschehen nicht mehr abgrenzbar ist, es übergreifenden Unterricht von Fachlehrern in verschiedenen Klassen gibt oder die Hygieneregeln nicht eingehalten werden können. Über die Schließung entscheidet demnach das Gesundheitsamt und informiert daraufhin den Schulleiter. Betroffene Eltern haben nach Angaben der Stadt Anspruch auf Entschädigung bei eventuellem Verdienstausfall. Eltern, die keinen Quarantänebescheid haben, aber von der Schließung der Einrichtung betroffen sind, werden gebeten, sich an die Einrichtungsleitung zu wenden.

20:11 Uhr | Länderspiel am Sonnabend in Leipzig in Gefahr

Nach fünf positiven Coronatests bei der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft ist die Austragung des Nations-League-Duells gegen Deutschland in Leipzig am Samstag gefährdet. Am Freitagabend gab der ukrainische Verband bekannt, dass vier Spieler sowie ein Teammanager aufgrund der Ergebnisse der Testung am Vormittag isoliert werden mussten. Am Sonnabendmorgen soll eine weitere Testreihe stattfinden. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen liege zunächst beim Gesundheitsamt, hieß es. Nach Vorgaben der UEFA werden Spiele plangemäß ausgetragen, solange einer Mannschaft 13 Spieler zur Verfügung stehen.

20:01 Uhr | Kein Einsatz von positiv getestetem Klinikpersonal geplant

In den Krankenhäusern der Regionen Dresden und Bautzen soll trotz angespannter Lage und Personalmangels vorerst kein positiv getestetes Klinikpersonal bei Corona-Patienten eingesetzt werden. "Es gibt klare Auflagen des Gesundheitsamts, wie damit umzugehen ist, und positive Mitarbeiter sind aktuell nicht im Patientenbetrieb", sagte der Leiter der Zentralen Corona-Krankenhausleitstelle Dresden-Ostsachsen, Christian Kleber, am Freitag dem MDR.

19:22 Uhr | Angespannte Lage auf Dresdner Intensivstation

Trotz Lockdown hat die Zahl der Neuinfektionen ein Rekordhoch erreicht. Die Frage ist, wie belastbar das Gesundheitssystem noch ist. Auch am Uniklinikum Dresden beobachten Experten die Entwicklung mit Sorge.

19:02 Uhr | Planungen zur Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen im Landkreis Bautzen

Der Landkreis Bautzen denkt über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nach. "Wir werden uns am Wochenende dazu mit Ministerpräsident Kretschmer und seinen Ministern abstimmen", sagte Landrat Michael Harig am Freitag. Im Raum stünden Ausgangsbeschränkungen oder auch ein stärkerer Schutz von Risikogruppen. Kindertagesstätten und Schulen sollen geöffnet bleiben, hieß es.

18:30 Uhr | 1.350 Neuinfektionen in Sachsen am Freitag

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Freitag insgesamt 1.350 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die meisten bestätigten Neuinfektionen gab es demnach im Landkreis Bautzen mit 191 neuen Fällen. Zurzeit gibt es mehr als 14.000 aktive Corona-Fälle im Freistaat. Insgesamt wurden am Freitag 26 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung bekannt gegeben, 17 davon allein im Landkreis Görlitz.

17:40 Uhr | Ab Montag: Tschechien verlangt Corona-Test von Einreisenden aus Deutschland

Tschechien hat Deutschland zum Corona-Risikogebiet erklärt. Von Montag an werde die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" des EU-Mitgliedstaats rot markiert sein, teilte der tschechische Außenminister Tomas Petříček am Freitag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test durchführen lassen müssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

17:31 Uhr | Leipziger Forscherteam untersucht Abwässer für Corona-Prognosen

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen sollen Mittel und Wege gefunden werden, der Pandemie beizukommen. Großes Ziel: Die Forscher wollen dem Virus auf der Spur sein, bevor es sich unkontrolliert ausbreiten kann. Ein Team aus Leipzig untersucht deshalb das Abwasser. Damit soll das Infektionsgeschehen vorab erkannt werden.

17:20 Uhr | Landesärztekammer schlägt neue Corona-Regeln vor

Die Sächsische Landesärztekammer (SLÄK) fordert eine Anpassung der Strategien zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Wie der Präsident der SLÄK, Erik Bodendieck, am Freitag sagte, sei zurzeit nicht davon auszugehen, dass sich die Erkrankungszahlen unter eine Inzidenz von 50 pro 100.000 innerhalb von sieben Tagen bewegen. Da die Behandlungsbedürftigkeit von infizierten Personen der Infektion bis zu 14 Tage hinterherlaufe, müsse man jetzt die Strategien anpassen.

16:35 Uhr | Landkreis Görlitz meldet 17 neue Corona-Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz hat am Freitag weitere 17 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bekanntgegeben. Demnach sind die Betroffenen zwischen dem 30. Oktober und dem 9. November verstorben. Es handele sich bei den Verstorbenen um zehn Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 53 und 94 Jahren, so das Gesundheitsamt. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Landkreis Görlitz auf insgesamt 58 Menschen.

16:14 Uhr | Bund und Länder beraten am Montag über Corona-Situation

Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Montag erneut über die Corona-Situation beraten. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mitteilte, kommen die Ministerpräsidenten und Merkel um 14 Uhr zu einer Videokonferenz zusammen. Bund und Länder hatten vor gut zwei Wochen erneut weitgehende Beschränkungen beschlossen, um die Virus-Ausbreitung einzudämmen, und dabei auch verabredet, nach zwei Wochen eine Zwischenbilanz zu ziehen.

16:08 Uhr | Drei Klassen an Grundschule in Annaberg-Buchholz in Quarantäne

In der Grundschule Friedrich Fröbel in Annaberg-Buchholz müssen drei Klassen in Quarantäne. Für die anderen Schüler geht der Unterricht nach MDR-Informationen aber im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen weiter.

Hinweis: Ursprünglich hieß es, die Schule müsse komplett geschlossen werden. Das trifft nicht zu. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

14:51 Uhr | Evangelische Landeskirche rechnet mit geringeren Kirchensteuer-Verlusten

Die Kirchensteuereinbußen für die sächsische Landeskirche fallen geringer aus, als zunächst befürchtet. Statt der prognostizierten 15 Prozent werde derzeit von etwa zehn Prozent weniger Einnahmen an Kirchensteuern wegen der Corona-Krise ausgegangen, sagte die Sprecherin der Landeskirche, Tabea Köbsch, am Freitag. Laut dem Haushaltsplan für 2021 erwartet die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens 109,4 Millionen Euro aus Kirchensteuern.

Der neue Haushalt sollte am Wochenende von der Synode beschlossen werden. Wegen der Corona-Pandemie ist die Tagung aber verschoben worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

14:40 Uhr | Was gilt nach einer überstandenen Corona-Infektion?

Während der Corona-Beschränkungen haben sich viele Menschen an die verschiedenen Hygieneauflagen schon etwas gewöhnt. Aber was gilt für Menschen, die eine Infektion mit dem Coronavirus oder gar eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben? Müssen sie überhaupt Maske tragen und wie lang dauert die Quarantäne?

14:28 Uhr | OVG Bautzen bestätigt Vorschriften der Corona-Schutzverordnung

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) hat einige Vorschriften der sächsischen Corona-Schutzverordnung bestätigt. In einem Normenkontrollverfahren habe es das Gericht abgelehnt, Teile der aktuellen Verordnung vorläufig außer Vollzug zu setzen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Das OVG bestätigte in einem Eilverfahren die Maskenpflicht, die Kontaktbeschränkungen sowie die Kontaktdatenerhebung. Der Beschluss wurde demnach bereits am Mittwoch gefasst, aber erst am Freitag veröffentlicht. Auch die vorübergehende Schließung von Kosmetik- und Nagel-Studios ist demzufolge rechtens. Der Eingriff sei für die betroffenen Gewerbetreibenden zwar gravierend, dem stehe aber das durch die Pandemie bedrohte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung entgegen, erklärte der Sprecher.

14:12 Uhr | Runder Geburtstag des Bach-Archivs Leipzig in diesem Jahr nur digital

Das Bach-Archiv Leipzig wird seinen 70. Geburtstag coronabedingt in diesem Jahr digital feiern. Anlässlich des Jubiläums soll es einen musikalischen Rekordversuch geben. Bachfest-Intendant Michael Maul wolle in Kooperation mit dem MDR am 22. November per Livestream die Premiere der bislang größten Fassung der Bach'schen h-Moll-Messe feiern, teilte das Archiv am Freitag mit. Es handele sich um eine ergänzte Version der ursprünglich für einen "Bach-Marathon" zum abgesagten Bachfest im Juni konzipierten Kammermusik-Fassung der Messe.

Anlässlich der diesjährigen Verleihung der Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird zudem am 17. November die kanadische Pianistin Angela Hewitt in einem live gestreamten Konzert in der Thomaskirche Bachs Goldberg-Variationen spielen. Zum Geburtstag schaltet das Bach-Archiv überdies ein Sammlungsportal frei, das Besuchern digital Zugang zu den historischen Beständen des Hauses ermöglichen soll. Zu sehen sind etwa Handschriften aus dem Besitz des Thomanerchores.

13:58 Uhr | Sachsen vor Milliarden-Steuerausfällen

Die Corona-Krise reißt in den kommenden Jahren tiefe Löcher in Sachsens Haushaltskasse. Das Land wird laut aktueller Steuerschätzung des Finanzministeriums zwischen 2020 und 2024 rund 5,5 Milliarden Euro weniger einnehmen, als noch vor der Pandemie angenommen. Im Vergleich zur Schätzung im September würden die Einnahmen für das Jahr 2020 nach Angaben des Ministeriums aber etwas höher ausfallen. Für das laufende Jahr rechne der Freistaat mit Steuereinnahmen in Höhe von knapp 15 Milliarden Euro, etwa 300 Millionen mehr als noch bei der Steuerschätzung im September. Grund seien vor allem die wieder anspringende Konjunktur und Ausgleichszahlungen des Bundes.

13:14 Uhr | GEW Sachsen sieht dringenden Handlungsbedarf in Kitas und Schulen

Angesichts steigender Corona-Zahlen sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen dringenden Handlungsbedarf. An die Staatsregierung und die Träger von Bildungseinrichtungen wurde ein Forderungskatalog gesandt. Gestern gab es ein Gespräch mit Kultusminister Christian Piwarz. GEW-Funktionärin Uschi Kruse sagte: "Personal sowie Kinder und Jugendliche müssen besser vor Infektionen geschützt werden."

Bildungseinrichtungen offen zu lassen bedeute nicht, den Regelbetrieb und den Präsenzunterricht an allen Orten und jederzeit unter allen Bedingungen aufrechtzuerhalten, so die Gewerkschaft. "In Schulen, Kitas und Horten werden die Infektionen nicht nur eingetragen, sie werden auch von dort weiter verbreitet." Es würden in den Einrichtungen größere Abstände, feste Gruppen, zusätzliches pädagogisches Personal und im Schülertransport mehr Platz benötigt, hieß es.

12:42 Uhr | Handballpartie Leipzig gegen Kirchhof abgesagt

Wegen eines positiven Corona-Tests ist das Heimspiel des HC Leipzig an diesem Sonntag abgesagt worden. Wie der Verein heute mitteilte, ist der Fall beim Gegner SG Kirchhof aufgetreten. Ein Ausweichtermin wurde noch nicht genannt.

11:50 Uhr | ARD-Deutschlandtrend: Impfstoff naht - Impfbereitschaft sinkt

Die Impfbereitschaft der Deutschen ist trotz steigender Corona-Erkrankungen leicht zurückgegangen. Laut ARD-Deutschlandtrend gaben 37 Prozent an, sich auf jeden Fall impfen lassen zu wollen, sobald ein Corona-Impfstoff vorliegt. Das sind sieben Prozentpunkte weniger als im August.
34 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen. 29 Prozent gaben dagegen an, dass sie sich nicht impfen lassen wollen.

11:38 Uhr | Landrat des Erzgebirgskreises kann sich nächtliche Ausgangssperre vorstellen

Angesichts weiter steigender Corona-Neuinfektionen hat sich der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, offen für nächtliche Ausgangssperren ab 21 Uhr gezeigt. Er habe kein Problem damit, sagte Vogel gestern in Annaberg-Buchholz. Die Maßnahme allein für den Erzgebirgskreis mache jedoch keinen Sinn. Wenn, dann sollte man das auch sachsenweit tun, so der CDU-Politiker. Das Thema soll am Wochenende mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in einer Telefonkonferenz besprochen werden.

11:26 Uhr | Fluggesellschaften sind mit Ticketrückerstattungen weiter im Verzug

Die Corona-Pandemie macht den Fluggesellschaften seit dem zeitigen Frühjahr zu schaffen. Viele Verbindungen wurden gestrichen, Geld aus Neubuchungen blieben aus. Dennoch haben Reisende, deren Flug storniert wurde, einen klar geregelten Anspruch auf umgehende Rückerstattung des vollen Ticketpreises. Doch damit lassen sich viele Unternehmen viel Zeit, was Verbraucherschützer auf die Barrikaden bringt. Sie kritisieren, dass Unternehmen mit Steuergeldern gerettet wurden und der Kunde diese Firmen zusätzlich stützt, weil sie dessen Geld für nicht erbrachte Leistungen illegal einbehalten.

11:12 Uhr | "Querdenken" will im Dezember in Dresden demonstrieren

Die Initiative "Querdenken" will in vier Wochen in Dresden demonstrieren. Angemeldet sei die Demonstration von "Querdenken 351" für den 12. Dezember auf der Cockerwiese, sagte ein Stadtsprecher. Angaben zur Teilnehmerzahl wurden nicht gemacht. Da die derzeitige Corona-Schutz-Verordnung bis Ende November gelte, sei auch keine Prognose möglich, so der Stadtsprecher.

Die Landesregierung hatte nach der aus dem Ruder gelaufenen "Querdenken"-Demonstration am Wochenende in Leipzig die Teilnehmerzahl bei Versammlung auf maximal 1.000 Menschen begrenzt. Bereits Ende Oktober hatten mehrere Tausend Menschen auf dem Dresdner Theaterplatz gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

10:46 Uhr | Gesundheitsministerin Köpping bittet Mediziner im Rubestand um Hilfe

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat im Kampf gegen Corona Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand um Mithilfe gebeten. "Die Gesundheitsämter benötigen unser aller Unterstützung, damit es gelingt, die Corona-Pandemie bekämpfen und überwinden zu können", heißt es in einem Brief, den die Sächsische Ärztekammer heute veröffentlichte. "Wir brauchen Ihre fachliche Hilfe, Ihre Berufserfahrung und Ihr Engagement", fügte die Ministerin mit Blick auf die Ruheständler hinzu. Das wäre "ein starkes Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft in solch einer Krisensituation zusammenhält".

Konkret geht es um eine mögliche Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung am Telefon oder per Hotline. Auch die fachliche Hilfe der erfahrenen Mediziner im Ruhestand sei willkommen, hieß es.

10:33 Uhr | Pegau und Groitzsch sagen Weihnachtsmärkte ab

Auch in Pegau und Groitzsch fallen dieses Jahr die Weihnachtsmärkte aus. Grund seien die steigenden Corona-Zahlen, hieß es aus den Rathäusern. Das Infektionsgeschehen sowie die Schutzauflagen machten es unmöglich, solche Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen. In Pegau war der Weihnachtsmarkt für den 29. November geplant, in Groitzsch am ersten Dezember-Wochenende. Auch sämtliche Seniorenweihnachtsfeiern sowie "Wichtels Weihnachtszauber" für Kinder fallen in den Kommunen aus.

10:04 Uhr | Impfexperte Mertens hat keine Vorbehalte gegen Biontech-Pfizer-Impfstoff

Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat keine Bedenken beim Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Mertens sagte dem MDR, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Wirkstoff die DNA der Menschen verändere. Nach bisherigen Erkenntnissen müsse man auch nicht mit Langzeitfolgen rechnen. Der Impfstoff basiere auf sogenannter Messenger-RNA, die den Bauplan von Antigenen enthält. Die Antigene werden nach der Verabreichung vom Körper selbst gebildet.

09:42 Uhr | Erzgebirgskreis startet Kampagne zum Schutz vor Corona

Der Erzgebirgskreis hat gestern eine Kampagne zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus gestartet. "Wenn es so weitergeht, ist im ERZ bald Schicht im Schacht." Weiter heißt es: "Erzgebirger, lasst es nicht soweit kommen! Haltet euch an die geltenden Corona-Regeln! Großeltern, Eltern, Freunde, Bekannte und Kinder werden es Euch danken." ERZ ist das Autokennzeichen des Erzgebirgskreises, der aktuell als einer der Hotspots bei den Corona-Infektionen gilt.

09:09 Uhr | Leipziger Schwimmer behalten Olympia 2021 trotz Corona fest im Blick

Der Leipziger Schwimm-Erfolgstrainer Frank Embacher hält seine Schützlinge auch in der Corona-Krise bei Laune. Leistungssportler und Sportygymnasiasten dürfen ins Schwimmbecken und für die Olympischen Spiele 2021 trainieren. Einschränkungen gibt es trotzdem: Embacher muss mit seinen Sportlern auf das bewährte Höhentraining derzeit verzichten.

09:01 Uhr | RBL-Kapitän Sabitzer gegen Fußball-Länderspiele während der Pandemie

RB Leipzig-Kapitän Marcel Sabitzer hat sich gegen Fußball-Länderspiele in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Er sagte, wenn man sich die gesellschaftliche Lage weltweit ansehe, sei es fragwürdig, wie man den Wettbewerb durchführe. Es sei zu hinterfragen, ob das in dieser Phase sinnvoll sei. Sabitzers Kritik richtet sich gegen die Europäische Fußball-Union UEFA als Organisator der Partien. Den Spielbetrieb in den nationalen Ligen klammerte er ausdrücklich aus. Bei den Vereinen herrsche eine andere Situation vor als bei der Nationalmannschaft, wo alle Spieler aus verschiedensten Richtungen anreisen.

08:45 Uhr | Hygienekonzepte für Wintersportgebiete im Erzgebirge stehen

Im Erzgebirge haben die Vorbereitungen für die Wintersaison begonnen. Die Technik der Lifte ist getestet und Hygienekonzepte sind ausgearbeitet. Es geht darum, Menschenansammlungen zu vermeiden. Das Erzgebirge ist allerdings derzeit Corona-Hotspot und so ist der Termin für den Start in die Saison in diesem Jahr nicht nur vom Wetter abhängig. Manja Kraus hat sich umgehört, wie die Wintersportbranche damit umgeht.

08:14 Uhr | Uniklinik Dresden sucht Blutplasma für immungeschwächte Patienten

Die Uniklinik Dresden und der DRK-Blutspendedienst suchen dringend Plasmaspender, die eine Corona-Infektion überstanden haben. Mit deren Plasma soll insbesondere geschwächten Patienten, etwa nach einer Krebstherapie geholfen werden. Bei Facebook erklären die Mediziner: "Das Ärzteteam des Dresdner Uniklinikums setzt bei Patienten, deren Immunsystem unter anderem als Folge von Transplantationen, Krebstherapien oder schwerer Erkrankungen geschwächt ist, auf die Gabe von Blutplasma genesener Covid-19-Patienten. Darin sind Antikörper gegen das Corona-Virus enthalten, mit denen sich akute Infektionen ergänzend zu Medikamenten eindämmen lassen."

Voraussetzungen für Spender und Ansprechpartner sind bei Facebook unter dem Link veröffentlicht:

08:00 Uhr | Chemnitzer Basketball-Profi kritisiert unterschiedliche Corona-Regeln

Malte Ziegenhagen
Malte Ziegenhagen Bildrechte: IMAGO

Kapitän Malte Ziegenhagen vom Basketball-Bundesligist Niners Chemnitz hat den unterschiedlichen Umgang mit Corona-Fällen in den Mannschaftssportarten kritisiert. "Was ich nicht verstehe: Wie macht der Fußball das? Bei Fußball-Bundesligisten wird der positiv Getestete isoliert und der Betrieb läuft weiter. Meine Teamkollegen wurden nach einem neuen Fall wieder komplett zurück in die Quarantäne geschickt", sagte Ziegenhagen der "Freien Presse".

Nachdem bei den Niners im Oktober fünf Corona-Erkrankungen festgestellt wurden, musste zunächst das gesamte Team in Quarantäne. Es folgten weitere Tests, woraufhin die dauerhaft negativ getesteten Spieler den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen durften. Nach einem weiteren positiven Befund erließ das Chemnitzer Gesundheitsamt vergangene Woche neue Quarantänebescheide für insgesamt 13 Spieler und einen Betreuer. Der 29 Jahre alte Ziegenhagen war vor drei Wochen selbst positiv auf das Coronavirus getestet worden, fühlt sich inzwischen aber wieder gesund.

07:30 Uhr | Handelsverband fordert möglichst viele verkaufsoffene Sonntage

Der Handelsverband Sachsen appelliert an die Politik, trotz der Corona-Pandemie möglichst viele verkaufsoffene Sonntage zuzulassen. Hauptgeschäftsführer René Glaser sagte dem MDR, gerade jetzt könne die Sonntagsöffnung Impulse setzen. Einzelhändler hätten so die Gelegenheit, verlorene Umsätze aufzuholen. Im Weihnachtsgeschäft würden bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet.

Wegen der Corona-Beschränkungen sind vielerorts die Weihnachtsmärkte abgesagt worden. Städte wie Chemnitz und Dresden wollen ihre Entscheidung zu Weihnachtsmärkten und verkaufsoffenen Sonntagen von der geltenden Rechtslage im Dezember abhängig machen.

07:24 Uhr | Kinos blicken in düstere Zukunft und hoffen auf weitere Hilfen

In Sachsen leiden die Kinos weiter unter der Corona-Krise. Filmfans dürfen aktuell nicht in die Kinosäle. Die finanziellen Hilfen sind nahezu aufgebraucht oder in Belüftungstechnik für Hygienekonzepte investiert worden. Der MDR SACHSENSPIEGEL hat sich im "Astoria" in Zwickau umgehört. Die Betreiber blicken in eine düstere Zukunft und hoffen auf weitere staatliche Hilfen.

06:44 Uhr | Linke-Sozialexpertin: Gut 5.600 Selbständige melden sich bei Arbeitsagentur

Die Corona-Krise macht vor allem Einzelkämpfern auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Laut Statistik haben sich von April bis September in Sachsen 5.667 Selbstständige arbeitssuchend gemeldet und Hartz IV beantragt. Das sind 5.128 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Zwickauer Bundestagsabgeordnete der Linke, Sabine Zimmermann, mitteilte. "Die Corona-Pandemie trifft kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige sehr hart, besonders im Kultur- und Gaststättenbereich. Auch Selbstständige in Gesundheitsberufen sind stark betroffen", so die Sozialexpertin.

Nach Meinung von Zimmermann reicht die Unterstützung durch Bund und Länder nicht aus. Nötig wäre vor allem ein fiktiver Unternehmerlohn in Höhe von 1.200 Euro, der den Lebensunterhalt sichert, ohne dass Betroffene Hartz IV beziehen müssen. "Manche Selbstständigen haben Hartz IV gar nicht beantragt, weil sie Stigmatisierung oder finanzielle Nachteile für sich und ihre Familie befürchten."

06:20 Uhr | Stadtrat Leipzig kippt Limitierung von Heizstrahlern

Leipziger Gastronomen dürfen wieder in unbegrenzter Zahl Heizstrahler aufstellen. Das hat laut einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" der Stadtrat gestern beschlossen. Die Freibeuter-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, Grüne und Linke stimmten dagegen. Zuletzt durften Gastronomen nur einen Heizstrahler je 20 Quadratmeter aufstellen. Die Wirte hoffen im Winter, trotz Corona-Pandemie einen Teil der Einnahmeausfälle durch Bewirtung im Freien kompensieren zu können. Bis zunächst Ende November ist gar keine Bewirtung zugelassen, Speisen dürfen nur zum Mitnehmen angeboten werden.

05:45 Uhr | Wieder Urlaubsflüge ab Dresden auf die Kanaren

Am Sonnabend sollen nach mehrtägiger Pause wieder Urlaubsflüge von Dresden aus starten. Wie aus dem Flugplan hervorgeht, plant die finanziell angeschlagene Sundair je einen Flug nach Gran Canaria und nach Fuerteventura. Von Leipzig/Halle aus fliegt die Gesellschaft Holiday Europe heute und am Sonntag nach Gran Canaria und morgen nach Fuerteventura. Holiday Europe hat ihren Sitz in Bulgarien und gehört zur türkischen Onur Air-Gruppe.

Das Robert Koch-Institut zählt die Kanarischen Inseln aktuell nicht zu Corona-Risikogebieten. Die Inselgruppe im Atlantik gilt mit ihren milden Temperaturen als beliebtes Winterreiseziel für Sonnenanbeter und Aktivurlauber.

05:15 Uhr | Kretschmer sieht in Corona-Krise Zerreißprobe für das Land

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht in der Corona-Krise eine drohende Zerreißprobe für Deutschland. Die Eskalation in der Gesellschaft dürfe nicht weiter zunehmen, denn das drohe das Land zu zerreißen, sagte der CDU-Politiker gestern Abend in der Talkshow von Maybrit Illner im ZDF. Er sehe die Bilder aus den USA und wolle Deutschland das ersparen.

Kretschmer ging auch auf die aus dem Ruder gelaufene "Querdenken"-Demo am vergangenen Wochenende in Leipzig ein. Man habe es mit einer großen Anzahl von Menschen zu tun, die wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen und gar nicht hören und sehen wollen, was in Krankenhäusern passiert. Diese Menschen seien auch in Gesprächen nicht zu erreichen - und trotzdem müsse man damit umgehen, so der Regierungschef. Kretschmer verteidigte die in Sachsen beschlossene Beschränkung von Demonstrationen, die im Regelfall nicht mehr als 1.000 Teilnehmer haben sollen. Man brauche für die Versammlungsbehörden, Polizei und Gerichte weitere Instrumente, um Demonstrationen wie in Leipzig zu verhindern.

05:07 Uhr | Krach zwischen Schwarz, Grün und Rot wegen Leipziger "Querdenken"-Demo

In Sachsens Regierungskoalition gibt es heftigen Streit wegen der Ereignisse rund um die "Querdenken"-Demonstration am vergangenen Sonnabend in Leipzig. Nach einer sechsstündigen Sondersitzung des Innen- und Rechtsausschusses im Landtag übten Vertreter von SPD und Grünen erneut Kritik an Innenminister Roland Wöller. Der CDU-Politiker hatte neben dem Oberverwaltungsgericht vor allem die Stadt Leipzig als Versammlungsbehörde kritisiert. Diese hätte die Kundgebung viel früher auflösen müssen.

SPD-Innenpolitiker Albrecht Pallas sprach von einseitiger Schuldzuweisung. Wenn Wöller so die Verantwortung von sich weise, müsse er sich fragen lassen, ob er diese Verantwortung noch wolle. Nach Ansicht des Grünen-Politikers Valentin Lippmann haben die Ereignisse in Leipzig die Koalition in eine schwere Vertrauenskrise geführt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 13.11.2020 | 19:00 Uhr

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