Meldungen am Freitag Corona-Ticker: Sachsens Kommunen verlangen Abkehr von der 7-Tage-Inzidenz

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Mutierter Coronavirus, Symbolfoto Delta-Variante B.1.617.2
Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

19:50 Uhr | Tickerende mit Urlaubssehnsucht

An dieser Stelle beenden wir die Berichterstattung zur Corona-Lage in Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Falls Sie auch zu den Menschen gehören, die zwar liebend gern in den Urlaub starten möchten, bei der Buchung aber noch zögern, empfehlen wir die Info-Übersicht unserer Brisant-Kollegen. Sie haben zusammengetragen, welche Corona-Regeln in beliebten Urlaubsländern wo und wie gelten. Bleiben Sie informiert - und gesund!

18:15 Uhr | 19 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsämter haben am Freitag 19 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Davon wurden allein 14 in der Stadt Leipzig registriert. Weitere Neuinfektionen gab es in Dresden (1), im Landkreis Bautzen (1), im Landkreis Görlitz (2) und im Landkreis Leipzig (1). Im Zusammenhang mit Covid-19 hat es drei weitere Todesfälle gegeben. Damit sind im Freistaat seit Beginn der Pandemie 10.189 Menschen an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

17:35 Uhr | Sachsens Kommunen fordern Abkehr von der 7-Tage-Inzidenz

Die sächsischen Kommunen verlangen vom Land eine neue Corona-Strategie. Wie die Chemnitzer "Freie Presse" berichtete, wird Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) in einem Brief dazu aufgefordert, sich nicht mehr an der 7-Tage-Inzidenz zu orientieren.

Nicht nur Schulen und Kitas sollen "unter allen Umständen" offen bleiben. Selbst eine mögliche vierte Welle der Corona-Pandemie erfordert nach Ansicht des Städte- und Gemeindetages (SSG) keine massiven Einschränkungen mehr. Künftige Schutzmaßnahmen sollten sich in erster Linie an der "tatsächlichen Belastung der Normal- und Intensivstationen der Krankenhäuser" durch Covid-19-Patienten orientieren.

17:30 Uhr | Impfbescheinigung für Corona-Genesene in der Oberlausitz

Seit heute können Corona-Genesene mit nur einer Impfung in Apotheken der Oberlausitz eine EU-Impfbescheinigung erhalten. Das teilte das Bautzener Landratsamt mit. Die Bescheinigung kann auch in die Corona-Warn-App und die Covpass-App eingelesen werden. Wer eine solche Bescheinigung durch den Landkreis Bautzen über das Programm "Schnelltest.Click" erhalten hat, kann die als Nachweis in der Apotheke vorlegen.

15:50 Uhr | Bisher fünf Prozent der Impftermine in Sachsen verfallen

Nach aktuellen Schätzungen verfallen etwa fünf Prozent der gebuchten Impftermine in Sachsen. Wie das DRK mitteilte, untersucht der Verband derzeit detailliert, wie viele Termine nicht wahrgenommen wurden. Bisher könne das nicht valide beziffert werden, sagte ein Sprecher. Es gebe viele, die Termine umbuchten und sich dann zu einer anderen Zeit oder an anderem Ort impfen ließen.

Über Impfmuffel soll am 20. Juli beim sächsischen Impfgipfel gesprochen werden. Allerdings will die Landesregierung eher mit Anreizen und nicht mit Restriktionen arbeiten, teilte die Staatskanzlei mit.

15:17 Uhr | Vorverkauf für Sommer Grand Prix der Skispringer

Für den Sommer Grand Prix der Skispringer in der Vogtland Arena läuft der Vorverkauf. Das teilte der VSC Klingenthal am Freitag mit. Dank des genehmigten Hygienekonzepts dürfen 2.500 Zuschauer in die Arena. Alle Tickets sind personalisiert erhältlich und können nicht weiterverkauft werden. Der Sommer-GP startet am ersten Oktoberwochenende.

14:31 Uhr | Kinder und Jugendliche brauchen mehr psychologische Beratung

Die psychischen Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche könnten psychiatrische Kliniken in Sachsen stärker fordern als bisher. Erste Studien zeigten bundesweit mehr Bedarf an psychiatrischen und psychologischen Beratungen, sagte Wolfgang Liskowsky vom Sächsischen Krankenhaus in Rodewisch. Die Klinik und niedergelassene Kollegen stellten mehr akute Probleme fest - insbesondere seit Oktober 2020. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor.

13:59 Uhr | Mobile Impfteams kommen nach Kirchberg

Am Sonnabend und Sonntag sind wieder zwei mobile Impfteams des DRK in Kirchberg im Landkreis Zwickau unterwegs. Das Impfangebot im Festsaal des Rathauses richtet sich an alle Interessierten, informierte die Stadt. Insgesamt können an den zwei Tagen 700 Menschen geimpft werden. Verwendet wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Zweitimpfung erfolgt drei Wochen später. Die Anmeldung zur Impfaktion ist auf der Startseite der Stadt möglich.

12:47 Uhr | Nachhol-Schwimmkurse für 1.000 Leipziger Kinder

Die Leipziger Sportbäder bieten in den Sommerferien Nachholkurse zum Schwimmenlernen an. Wie die Stadt mitteilte, sollen davon 1.000 Kinder profitieren, die coronabedingt keinen oder nur verkürzten Schwimmunterricht hatten. Sportbäder-Geschäftsführer Martin Gräfe sagte, das sei möglich, weil ein großer Teil der sonst in den Sommerferien üblichen Wartungs- und Reparaturarbeiten schon während der Corona-Schließzeit durchgeführt werden konnten. Die außerplanmäßigen Schwimmkurse für Kinder finden in den Schwimmhallen Mitte, Süd und im Sportbad an der Elster statt.

11:20 Uhr | Kretschmer lässt sich zweite Astrazeneca-Spritze geben

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich zum zweiten Mal mit Astrazeneca impfen lassen. Imm Dresdner Impfzentrum bekam er am Freitagmorgen das Präparat gespritzt. "Nur die Zweitimpfung bringt Sicherheit", sagte der Regierungschef. Man komme nur gut durch den Herbst, wenn möglichst alle geimpft sind, appellierte Kretschmer mit Blick auf die nachlassende Impfbereitschaft im Land.

Der CDU-Politiker habe sich bewusst für Astrazeneca und gegen die von der Ständige Impfkommission empfohlene Kreuzimpfung mit Präparaten wie Biontech/Pfizer oder Moderna entschieden: "Ich fand die Diskussion mit dem Hin und Her nicht sonderlich überzeugend."

10:30 Uhr | Lebenserwartung der Sächsinnen und Sachsen gesunken

Die durchschnittliche Lebenserwartung für Menschen in Sachsen ist gesunken. Dem Statistischen Bundesamt zufolge beträgt sie für neugeborene Mädchen 83,8 und für Jungen 77,8 Jahre. Das sei ein Rückgang von 0,2 beziehungsweise 0,3 Jahre innerhalb eines Jahres.

In die aktuelle Berechnung ist rstmals das Sterbegeschehen durch die Corona-Pandemie eingeflossen, erklärten die Statistiker. In Sachsen habe es zum Jahresende 2020 eine besonders hohe Corona-Sterblichkeit gegeben. Bundesweit hat sich die Lebenserwartung dagegen kaum verändert.

09:05 Uhr | Evangelische Kirchenfunktionäre tagen digital

Die Synode der evangelischen Landeskirche holt an diesem Wochenende ihre wegen des Corona-Lockdowns verschobene Frühjahrstagung nach. Obwohl die Inzidenzwerte gesunken sind, trifft sich das Kirchenparlament ab heute bis Sonntag nicht in Präsenz. Die öffentlichen Sitzungen sind nach Angaben des Landeskirchenamtes digital und werden per Livestream übertragen.

Neben einer intensiven Ausschussarbeit beraten die Mitglieder insgesamt sechs Kirchengesetze im Plenum, unter anderem eines zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Damit soll der Prävention nach Angaben eines Sprechers mehr Gewicht gegeben werden, als mit einer Richtlinie möglich ist. Zudem wird unter anderem der Bericht des Diakonischen Werkes erwartet.

08:48 Uhr | Biontech/Pfizer wollen Auffrischungsimpfung genehmigen lassen

Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer wollen die Zulassung einer Auffrischungsdosis beantragen. Beide Unternehmen erklärten, man wolle in den nächsten Wochen die Daten bei der US-Behörde FDA und der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA einreichen. Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten begründete den Schritt mit der Verbreitung der Delta-Variante. Außerdem gebe es Hinweise auf ein größeres Risiko einer Neuinfektion sechs Monate nach Verimpfung der ersten beiden Dosen.

08:23 Uhr | Medienbericht: Ganz Spanien könnte wieder Risikogebiet werden

Die Bundesregierung will offenbar ganz Spanien wieder als Corona-Risikogebiet einstufen. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise. Grund ist demnach der drastische Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen. Für Flugreisende hat die Einstufung keine praktischen Folgen - sie müssen vor dem Abflug ohnehin ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Touristen genießen die Sonne an einem Strand auf der spanischen Insel Mallorca.
Urlaub in Mallorca: möglich, aber mit Einschränkungen. Bildrechte: dpa

Dem Bericht zufolge soll zudem Zypern zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden. Für Reiserückkehrer würde das eine Quarantänepflicht bedeuten, sofern sie nicht geimpft oder nachweislich genesen sind.

08:03 Uhr | Schuften in der Pandemie: Verkaufspersonal demonstriert für mehr Geld

Die Gewerkschaft Verdi hat Verkäuferinnen und Verkäufer in Mitteldeutschland zu einer zentralen Streikkundgebung am Vormittag in Leipzig aufgerufen. Grund sind die schleppenden Tarifverhandlungen für die 280.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gerade Verkaufspersonal und Beschäftigte im Versand hätten während der Corona-Pandemie an der Belastungsgrenze gearbeitet, sagte Gewerkschaftssekretär Torsten Furgol.

07:29 Uhr | Ohne Maske und Kontakterfassung: Theater auf der Waldbühne in Jonsdorf

Auf der Waldbühne in Jonsdorf starten am Abend die Freiluft-Theatervorstellungen. Bis Mitte August zeigt das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau auf der Waldbühne die Westernkomödie "Die rechte und die linke Hand des Teufels" - eine Bühnenadaption des Kultfilms mit Bud Spencer und Terence Hill. Maskenpflicht, Abstandsregelungen, Testpflicht sowie Kontakterfassung sind laut Theater nicht mehr nötig.

06:46 Uhr | Öffentliche Gelder sollen Oberlausitz-Tourismus auf die Sprünge helfen

Die Marketinggesellschaft Oberlausitz (MGO) und die Sächsisch-Oberlausitzer-Eisenbahngesellschaft (SOEG) bekommen Fördergeld, um den Tourismus in der Region wieder anzukurbeln. So erhält die MGO vom Landestourismusministerium 740.000 Euro. Mit dem Geld will die Marketinggesellschaft unter anderem Angebote für Mountainbike-Fahrer entwickeln, Online-Buchungssysteme ausbauen und die Radwege an Oder, Spree und Neiße stärker bewerben.

historische Schmalspurbahn
Auch die Zittauer Schmalspurbahn hat während des Lockdowns unter fehlenden Einnahmen gelitten. Bildrechte: imago/Arnulf Hettrich

Den Eisenbahnern der SOEG hilft das Geld nach der pandemiebedingten Pause ihre Mitarbeiter zu bezahlen sowie Messeauftritte, Broschüren und andere Werbung zu finanzieren.

06:16 Uhr | Ab heute neue Einreisebestimmungen in Tschechien

In Tschechien gelten ab heute neue Einreisebestimmungen. Hintergrund ist die schnelle Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist die Einreise nur mit negativem PCR- oder Antigen-Test möglich. Außerdem muss man seine Einreise über ein Online-Formular bei den tschechischen Behörden anmelden. Dieses ist in tschechischer und englischer Sprache verfügbar.

Sprudelkolonnade Karlsbad Tschechien Karlovy Vary
Wer zur Kur nach Karlsbad will, muss jetzt ein Einreiseformular ausfüllen und stets bei sich getragen werden. Bildrechte: IMAGO

Inhaber einer langfristigen oder Daueraufenthaltserlaubnis für die Tschechische Republik sowie Familienangehörige tschechischer Bürger müssen bei Einreise mit einem privaten Verkehrsmittel keinen Negativtest vorlegen, aber innerhalb von fünf Tagen nach Einreise einen PCR- oder Antigentest vornehmen lassen. Für Geimpfte, die über einen tschechischen oder in Tschechien anerkannten Impfnachweis verfügen, sind Einreisen ohne Testpflicht möglich. Bei Durchreise, die nicht länger als zwölf Stunden dauert, besteht laut Auswärtigem Amt in Berlin keine Test- und Anmeldepflicht. Damit ist der kleine Grenzverkehr nach Angaben der Bundespolizei ebenfalls von den Neuerungen nicht betroffen.

05:46 Uhr | Wocheninzidenz stagniert in Sachsen bei zwei

Die Corona-Lage in Sachsen stagniert. Das geht aus den in der Nacht veröffentlichten Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat weiter bei zwei - wie schon in den vergangenen Tagen. Den höchsten Wert melden die Gesundheitsbehörden aus dem Landkreis Zwickau mit einer Wocheninzidenz von unverändert vier.

05:32 Uhr | Leipziger Diakonissenkrankenhaus erinnert an Corona-Tote

Das Leipziger Diakonissenkrankenhaus möchte gemeinsam mit Angehörigen morgen an die Patientinnen und Patienten erinnern, die in der Klinik an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind. Neben dem Verlust eines geliebten Menschen würden viele Angehörige auch darunter leiden, dass sie keinen persönlichen Abschied nehmen oder keine Sterbebegleitung geben konnten. Um dem damit verbundenen Schmerz und der Trauer Raum zu geben, lädt das Krankenhaus am Sonnabend um 17 Uhr zu einer Gedenkandacht für die hier verstorbenen Corona-Patienten ein.

Die ökumenisch ausgestaltete Gedenkandacht richtet sich den Angaben zufolge sowohl an gläubige als auch an konfessionslose Menschen - vornehmlich Angehörige und Klinikpersonal.

Sicher ist es so, dass sich nichts von dem nachholen lässt, was an Abschiednehmen infektionsbedingt nicht möglich war. Eins aber wollen wir im Rahmen dieser gemeinsamen Stunde tun: der Verstorbenen noch einmal gedenken, allen Angehörigen unsere Anteilnahme an ihrem Schmerz bekunden und nach Trost, Hoffnung und Zukunft fragen.

Dr. Michael Kühne Theologischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses

05:14 Uhr | Leipziger Schüler testen digitale Lernplattform

Corona hat deutlich gezeigt, dass Deutschland beim Thema Digitalisierung noch Nachholebedarf hat. So hat Homeschooling nicht überall funktioniert. Dieser Rückstand soll nun aufgeholt werden. Und auf der Suche nach geeigneten digitalen Lern- und Unterrichtshilfen sind die Kultusministerien der Länder unter anderem in Leipzig fündig geworden. Dort testen Schülerinen und Schüler in einem Modellprojekt bereits eine entsprechende Software.

05:06 Uhr | Wenn die Tierliebe nach dem Lockdown endet

In den Monaten des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen haben sich auch in Sachsen viele Menschen ein Haustier zugelegt. Das hatte verschiedene Gründe: Für die einen war es ein Seelentröster gegen die Einsamkeit, für andere war es ein Grund, mal vor die Tür zu gehen. Allerdings hielt diese plötzlich entdeckte Tierliebe bei manchen nur bis zu den nächsten Lockerungen. Und so werden derzeit immer wieder Hunde oder Katzen in Tierheimen abgegeben.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 09. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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