Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 26.02.: 346 Quarantänefälle in Dresdner Kitas

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Leere Garderobe in einer Kita
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21:44 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Am Sonnabend sind wir mit neuen Informationen wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Nacht. Bleiben Sie gesund.

21:26 Uhr | In Sachsen fehlt die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat an das Personal in Pflegeheimen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die bisherige Bereitschaft von sächsischen Pflegerinnen und Pflegern zum Impfen sei nicht zufriedenstellend, sagte Köpping am Freitag in Dresden. Der Anteil an Geimpften liege demnach in dieser Gruppe bei etwa 20 bis 25 Prozent. Dagegen sind laut Köpping rund 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen bereit, sich impfen zu lassen.

20:29 Uhr | Corona-Verstöße bringen Sachsens Großstädten 753.000 Euro ein

Im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz sind in den kreisfreien Städten nach Verstößen viele Verwarn- und Bußgelder verhängt worden. Wie die jeweiligen Stadtverwaltungen mitteilten, hat Leipzig seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 fast 313.000 Euro eingenommen, während es sowohl in Leipzig als auch in Chemnitz rund 220.000 Euro waren.

19:51 Uhr | Leipziger Polizei und Ordnungsamt spüren in Parks Coronasünder auf

Stadtordnungsdienst und Polizei haben am Donnerstag in Leipzig die Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung kontrolliert. Wie die Polizei mitteilte, begannen die Kontrollen um 15:30 Uhr im Bereich des Clara-Zetkin-Parks/Sachsenbrücke und im Lene-Voigt Park. Dabei gab es eine Arbeitsteilung. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sprachen Personen, die sich nicht an die Bestimmungen hielten, direkt an, während die Polizei Lautsprecherdurchsagen machte. Insgesamt wurden auf diese Weise 850 Kontrollen durchgeführt, welche zu 43 Anzeigen führten. Fehlender Abstand und Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen zählten laut Polizei zu den häufigsten Vergehen.

19:17 Uhr | Dulig will Lockerungen nicht mehr an Inzidenzwert knüpfen

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig will Lockerungen nicht mehr ausschließlich vom Corona-Inzidenzwert abhängig machen. Das geht aus einem Konzept hervor, das Dulig seinen Amtskollegen aus den Bundesländern vorgestellt hat. Es sieht unter anderem vor, negative Corona-Tests zur Voraussetzung für das Betreten von Geschäften, Kinos, Gaststätten, Museen und Fitnessstudios zu machen. Das soll auch für Personen gelten, die beide Corona-Schutzimpfungen erhalten haben. Sein Konzept will Dulig in der kommenden Woche im sächsischen Kabinett präsentieren.

19:04 Uhr | Weiter fünf Landkreise mit dreistelliger Corona-Inzidenz

Sachsens Großstädte und Landkreise haben am Freitag 601 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind elf weniger als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in den vier Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, dem Landkreis Nordsachsen, dem Landkreis Leipzig und dem Erzgebirgskreis über dem Wert 100. Im Vogtlandkreis steigt die Inzidenz erneut über 200. Die niedrigsten Werte melden Chemnitz und Leipzig mit 57 und 58. Der Inzidenz-Wert für Sachsen erhöht sich gegenüber dem Vortag um einen weiteren Punkt auf 90. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden 102 Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 7.774.

18:11 Uhr | 346 Quarantänefälle in Dresdner Kitas

In Dresden sind derzeit 15 Kitas und fünf Schulen vom Coronavirus betroffen. Wie die Stadt mitteilte, befinden sich 346 Personen aus Kitas sowie 149 Personen aus Schulen in Quarantäne. Die meisten Quarantänefälle gibt in der Kita "Pfiffikus" in Hellerau. Dort sind 49 Kinder und Erzieher in Quarantäne. Bei den Schulen verzeichnet die 82. Grundschule  "Am Königswald" in Klotzsche mit 51 Fällen den höchsten Wert. Im Vergleich zum Vortag gibt es damit bei den Kitas einen leichten Rückgang. Am Donnerstag waren in 17 Kitas 394 Fälle gezählt worden. Bei den Schulen ist die Lage unverändert.

17:28 Uhr | Kretschmer will Krisenmanagement mit Kommission aufarbeiten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will das Krisenmanagement in der Corona-Pandemie aufarbeiten. Wie der Landeschef am Freitag mitteilte, möchte er sich dabei am Vorbild der Kirchbach-Kommission orientieren. Die Expertenrunde unter der Leitung des früheren Bundeswehrgenerals Hans-Peter von Kirchbach hatte das sächsische Krisenmanagement während der Jahrhundertfluten an der Elbe 2002 und 2013 untersucht und Empfehlungen für den künftigen Umgang mit Hochwassern gegeben.  

16:41 Uhr | Spieler der Chemnitzer Niners positiv auf Corona gestestet

Mehrere Spieler der Niners Chemnitz sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Basketball-Bundesliga auf ihrer Internetseite mitteilte, wurden die betroffenen Personen unverzüglich isoliert. Außerdem hat das zuständige Gesundheitsamt Quarantänte angeordnet. Auch die übrigen Spieler und Teammitglieder, die zuvor mehrmals negativ getestet wurden, müssen sich nun in Quarantäne begeben. Das für Sonnabend 18 Uhr geplante Spiel gegen Brose Bamberg fällt aus. Über die Neuansetzung werde zu gegebener Zeit informiert, teilten die Verantwortlichen der Basketball-Bundesliga mit.

15:44 Uhr | Stadt Plauen hilft über 80-Jährigen bei Impfterminen mit Hotline

Plauen unterstützt Menschen über 80 Jahren bei der Vereinbarung eines Impftermins. Wie die Stadt mitteilte, können Betroffene über die kostenfreie Rufnummer (03741) 291 2333 mit Hilfe von städtischen Mitarbeitern einen Termin reservieren. Die Hotline ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt. Man richte sich insbesondere an betagte Menschen, die nicht über Internet verfügten oder weder Familie noch Bekannte oder Freunde vor Ort hätten, die sie dabei unterstützen könnten, sagte Bürgermeister Steffen Zenner. In Plauen leben demnach fast 6.000 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind.

15:04 Uhr | 58 Prozent weniger Übernachtungen in Jugendherbergen

Lockdown und das Verbot von Klassenfahrten haben die Übernachtungszahlen der sächsischen Jugendherbergen einbrechen lassen. Wie der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks am Freitag mitteilte, verzeichneten die Herbergen in Sachsen im vergangenen Jahr rund 147.000 Übernachtungen. 2019 waren es mit 348.000 noch mehr als doppelt so viele. Auch die Umsätze gingen im Pandemiejahr 2020 laut Verband um 40 Prozent zurück. Im Jahr zuvor wurden noch rund 12,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Ein Wegweiser zur Jugendherberge.
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14:45 Uhr | Sachsens Gastgewerbe hofft auf Ostern

Das sächsische Gastgewerbe hofft trotz skeptischer Haltung in der Staatskanzlei auf das Ostergeschäft. Auf Initiative des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) komme nun "Bewegung in die Osterfrage", teilte der Verband am Freitag mit. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer habe man die dramatische Lage der Branche nochmals dargestellt und die Forderung nach Stufenplänen für die Wiederöffnung der Betriebe bekräftigt. Laut Dehoga soll es nun Feldversuche in Oberwiesenthal und Augustusburg geben. Sie sollen zeigen, dass es möglich ist, nur Gäste und Mitarbeiter mit einem negativen Testergebnis zusammenzubringen.

14:32 Uhr | RKI-Präsident Wieler warnt vor dritter Corona-Welle

Lothar Wieler, Präsident Robert Koch-Institut (RKI), gibt eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz.
Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Bildrechte: dpa

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor einer dritten Corona-Welle. Es gebe deutliche Signale einer Trendumkehr, sagte Wieler in Berlin. Die britische Virusmutation breite sich rasch aus und sei in allen Altersgruppen gefährlicher. Der RKI-Präsident mahnte deshalb zu Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten. Bundesgesundheitsminister Spahn sieht zugleich erste positive Effekte der Impfungen. Die Infektionszahlen bei den über 80-Jährigen gingen zurück, so Spahn. Laut dem Bundesgesundheitsminister haben inzwischen fast alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mindestens eine Imfpung erhalten.

13:18 Uhr | Tourismusbranche in Dresden und im Elbland mit massiven Umsatzrückgängen

Die Corona-Krise hat der Tourismusbranche in Dresden und im sächsischen Elbland erhebliche Verluste beschert. Die Übernachtungen brachen im vergangenen Jahr um rund 43 Prozent ein, wie die Dresden Marketing GmbH mitteilte. Bei den Ankünften lag das Minus bei 48 Prozent. Damit gab es im Vorjahr 1,3 Millionen Gäste weniger als 2019 und 2,6 Millionen weniger Übernachtungen in Dresden und dem Elbland.

Zwar habe die sächsische Landeshauptstadt im Vergleich zu anderen Großstädten das geringste Übernachtungsminus verzeichnet, dennoch sei die Lage schwierig, so Geschäftsführerin Corinne Miseer.

Wir haben eine Krise im Tourismus von historischem Ausmaß.

Corinne Miseer Chefin Dresden Marketing

Etwa die Hälfte der Betriebe in Dresden sowie im Elbland mussten im vergangenen Jahr einen Umsatzverlust von 40 bis 60 Prozent hinnehmen.

13:04 Uhr | Mütter übertragen Antikörper auf Babys

Das Robert-Koch-Institut hat nach Worten von Präsident Lothar Wieler festgestellt, dass mit dem Coronavirus infizierte schwangere Frauen die Antikörper auf ihre Babys übertragen. Die Kinder seien gesund, sagte Wieler bei der heutigen Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts in Berlin. Das sei "ein ermutigendes Zeichen" für das Ziel einer Herdenimmunität.

13:03 Uhr | Bundestag beschließt weitere Hilfen

Familien, Gaststätten, Firmen und Selbstständige sollen bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie weitere steuerliche Hilfen erhalten. Der Bundestag beschloss heute mit den Stimmen von Union, SPD, FDP und AfD den Entwurf des dritten Corona-Steuerhilfegesetzes, mit dem die Entlastungen verlängert werden. Die Linke und die Fraktion der Grünen enthielten sich bei der Abstimmung.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Familien im Mai einen weiteren "Kinderbonus" von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bekommen. Auf Speisen in der Gastronomie soll weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent anfallen. Das kann aber erst wirken, wenn die Gastronomie wieder öffnet, deshalb soll die Steuersenkung bis Ende 2022 gelten. Für Getränke bleibt es beim Satz von 19 Prozent. Ferner sollen Unternehmen in größerem Umfang als bisher Verluste in den Jahren 2020 und 2021 bei der Steuer mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können.

12:50 Uhr | Erzgebirgische Firmen wollen tschechische Mitarbeiter selbst testen

Die Wirtschaftsunternehmen im Erzgebirge wären in der Lage, ihre tschechischen Mitarbeiter umfänglich zu testen. Das hat eine Blitzumfrage unter 64 Firmen ergeben. Damit könnten die fehlenden Mitarbeiter wieder in Sachsen arbeiten, sagt Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge. Die Unternehmen seien bereit, die tschechischen Grenzpendler täglich oder alle 48 Stunden zu testen. Die meisten Unternehmen hätten schon qualifizierte Tester.

Die Umfrage entstand in Absprache mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in Vorbereitung auf das nächste Ministerpräsidententreffen mit dem Bund am kommenden Mittwoch. Bis dahin bleibt die Grenze nur in Ausnahmefällen passierbar.

12:40 Uhr | Robert-Schumann-Wettbewerb wird nachgeholt - Auftakt digital

Der vergangenes Jahr pandemiebedingt abgesagte 18. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau soll im Juni nachgeholt werden. Wie das Kulturamt der Stadt informierte, ist die Finalrunde vom 3. bis 13. Juni geplant. Die erste Auswahlrunde soll digital stattfinden. Dabei behalten die für 2020 bestätigten Anmeldungen ihre Gültigkeit. Demnach sind über 200 junge Musikerinnen und Musiker in den Fächern Gesang und Klavier zugelassen. Der Wettbewerb findet seit 1963 in Schumanns Geburtsstadt Zwickau statt.

11:58 Uhr | Spahn: Praxis-Ärzte werden einbezogen

Obwohl knapp neun Wochen nach Impfstart in Deutschland erst gut 40 Prozent der über 80-Jährigen geimpft werden konnten, spricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von "ersten Erfolgen der Impfkampagne". Beim heutigen Pressebriefing des Robert Koch-Instituts erklärte der CDU-Politiker, 4,5 Prozent der Bürger in Deutschland hätten jetzt eine erste Impfung erhalten. Die Impfungen "nehmen Fahrt auf", so der Minister. Zuletzt seien Höchstwerte von 160.000 Impfungen pro Tag erreicht worden, zusätzliche Kapazitäten seien jedoch nötig.

Spahn kündigte deshalb an, dass bald auch niedergelassene Ärzte impfen können. Die Impfverordnung solle das in einem ersten Schritt für Praxen regeln, die etwa an Krebs erkrankte Risikopatienten behandeln. In einem zweiten Schritt sollten dann alle niedergelassenen Medinziner "in die regelmäßige Impfkampagne einbezogen" werden. Wann das genau passieren soll, wollte Spahn heute allerdings noch nicht sagen: "Wir bereiten das gerade gut vor – bis hin zur Frage der Vergütung."

11:45 Uhr | Wirtschaftsverbände fordern Umdenken von Kanzlerin

Mehrere sächsische Wirtschaftsverbände fordern ein Umdenken von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Corona-Politik. In einem Offenen Brief haben sich zehn Akteure, darunter die IHK, die Sächsische Landesärztekammer sowie der Landesverband der Freien Berufe, an die CDU-Politikerin gewandt. Sie fordern einen Paradigmenwechsel - weg von der Kultur der Verbote hin zu einer Kultur des Ermöglichens. Dabei spiele die Eigenverantwortung eine zentrale Rolle, heißt es in dem Brief. Entscheidungen müssten mit Blick auf die Zukunft und nicht nur mit Blick auf Inzidenzwerte getroffen werden.

11:30 Uhr | 10.000 Menschen an tschechischer Grenze abgewiesen

Bei Grenzkontrollen an den sächsischen Übergängen zu Tschechien sind seit Beginn der Einreisebeschränkungen fast 10.000 Menschen zurückgewiesen worden. "Vom 14. Februar bis heute Morgen musste 9.957 Menschen die Einreise verweigert werden", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna. Eine konkrete Aufteilung der Gründe für die Abweisung nannte er nicht. Die Bundesregierung hatte Tschechien zum sogenannten Virusvariantengebiet erklärt und die Grenzkontrollen sowie Einreiseverbote zunächst bis kommenden Mittwoch verlängert.

Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Lokführer und Grenzgänger in systemrelevanten Bereichen, sowie Ärzte und Pflegepersonal. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist, und sich online registriert haben.

11:00 Uhr | Dehoga bereitet mit Online-Seminaren die Azubis auf Prüfungen vor

Der Gaststätten- und Hotelverband Dehoga in Sachsen will mit Onlineseminaren den Branchennachwuchs auf Abschlussprüfungen vorbereiten. Weil Hotels und Restaurants pandemiebedingt nicht öffnen, ist die praktische Ausbildung der angehenden Fachleute direkt am Gast nahezu nicht möglich. Von der Dehoga hieß es, sowohl die Lehrlinge seien von Zukunftsängsten geplagt als auch die Betriebe, die befürchten, nach der Pandemie fehlen ihnen die Fachkräfte.

Küchenchef Philipp Haufe (l.) und Jungfacharbeiter Fred Haufe vom Landhotel & Restaurant Erbgericht Heeselicht (Stolpen) vermitteln bei einem Seminar angehenden Köchen Wissen u.a. zu Menüerstellung, Warenkunde und Gesprächsführung.
Küchenchef Philipp Haufe (l.) und Jungfacharbeiter Fred Haufe vom Landhotel & Restaurant Erbgericht Heeselicht bei Stolpen vermitteln bei einem Seminar angehenden Köchen Wissen zu Menüerstellung, Warenkunde und
Gesprächsführung.
Bildrechte: Dehoga Sachsen/M. Förster

Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir die Fachkräfte von morgen.

Axel Klein Hauptgeschäftsführer der Dehoga Sachsen

Einmal wöchentlich treffen sich die Auszubildenden der vier Berufsgruppen Hotelfach, Restaurantfach, Koch und Fachkraft im Gastgewerbe virtuell in einem der Seminarbetriebe und üben gemeinsam mit den Ausbildern die prüfungsrelevanten Aufgaben. "Dabei werden kurzerhand der heimische Herd zur Großküche, das Wohnzimmer zum Sternerestaurant und der Küchentisch zur Cocktailbar", sagt Antje Mikoleit, Geschäftsführerin der Saxonia-Fördergesellschaft und Leiterin der Initiative. Auch Weinberatungen, der Umgang mit Beschwerden und der Check-In von Hotelgästen werden in Rollenspielen trainiert. Ein Teil der Azubis könne auch vor Ort unter Einhaltung strenger Hygieneregeln teilnehmen, hieß es.

10:29 Uhr | Sachsens Grüne fordern Öffnungsperspektive

Die Grünen in Sachsen fordern in der Corona-Pandemie eine Öffnungsperspektive für Sachsen. Die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Franziska Schubert, sagte MDR SACHSEN, sie wünsche sich ein flexibleres Reagieren auf das Infektionsgeschehen.

10:07 Uhr | Pendler-Beschränkungen Thema in nächster Ministerpräsidentenkonferenz

Unternehmen aus der Grenzregion hoffen auf eine baldige Lockerung der Corona-Beschränkungen für ihre tschechischen Mitarbeiter. In einem Videotreffen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte dieser den Unternehmen zugesagt, das Problem in der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zu thematisieren.

"Wir haben die unterschiedlichen Sichtweisen und Problemstellungen, die sich natürlich für die Unternehmen anders ergeben als für Verwaltung und Politik, ausgetauscht und haben eigene Vorschläge eingebracht", so Jan Wabst, Geschäftführer der SEIWO Technik aus Scharfenstein. Zu dem Treffen kam es aufgrund eines offenen Briefes an die Landesregierung, in dem die Unternehmen die Grenzschließung vor knapp zwei Wochen scharf kritisiert hatten.

09:10 Uhr | Nordsachsen hebt Lockerungen wegen steigender Inzidenz wieder auf

Ab morgen gelten im Landkreis Nordsachsen wieder die nächtliche Ausgangssperre und der 15-Kilometer-Bewegungsradius. Da der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner an fünf Tagen in Folge überschritten wurde, sind diese Schritte laut Landratsamt notwendig.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes lässt sich der aktuelle Anstieg des Inzidenzwertes auf eine Häufung von Positivfällen in Kitas zurückführen. Auch an Schulen würden immer wieder Einzelfälle auftreten, hieß es. "Schwere Krankheitsverläufe gibt es dabei nicht."

09:00 Uhr | Erneuter Händlerprotest in Stollberg und Freiberg gegen Corona-Auflagen

Händler, Gastronomen und Tourismusunternehmen in Stollberg und Freiberg wollen heute erneut auf ihre Lage aufmerksam machen. Sie fordern ein Konzept, um aus der Corona-Krise zu kommen und eine Zukunftsperspektive. Am Vormittag machen die Händler in Stollberg ihrer Verzweiflung Luft. Nach Aussagen des Gewerbevereins plädiert man für eine vorsichtige Öffnung bei sehr guten Hygienekonzepten. Denn sowohl die Inhaber als auch deren Mitarbeiter bangten um ihre Existenz.

In Freiberg ist für den Nachmittag eine Aktion unter dem Titel "Gemeinsam für Freiberg" angemeldet. Damit die Bergstadt langfristig attraktiv für Einwohner, Gäste und für Investoren sei, brauche man eine lebendige Innenstadt mit einer möglichst hohen Passantenfrequenz, so der Gewerbeverein Freiberg. Mit einem Sternmarsch auf den Obermarkt soll dieser Forderung Nachdruck verliehen werden.

08:41 Uhr | Spahn kurz vor Positivtest auf Privattreffen in Leipzig

Einen Tag vor seinem positiven Corona-Test im Oktober hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einem Medienbericht zufolge an einem Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmer in Leipzig teilgenommen. Das Treffen habe in einer Privatwohnung eines Bekannten von Spahn stattgefunden, berichtete der "Spiegel". Alle hätten Abstand gehalten und Maske getragen, bis sie auf ihren Plätzen gesessen hätten. Das Abgeordnetenbüro von Spahn bestätigte dem Nachrichtenmagazin den Termin. Es habe sich um ein "privates, nicht öffentliches Abendessen" gehandelt. Alle damaligen Corona-Regeln seien eingehalten worden. Die Gäste des Abends seien nach dem positiven Test über Spahns Infektion informiert worden.

Der Gesundheitsminister war am 21. Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zu diesem Zeitpunkt stiegen die Fallzahlen in Deutschland deutlich an. Spahn mahnte die Menschen deshalb zur Vorsicht: "Wir wissen vor allem, wo es die Hauptansteckungspunkte gibt. Nämlich beim Feiern, beim Geselligsein, zu Hause privat oder eben in der Veranstaltung, auf der Party im Klub", sagte er nach "Spiegel"-Angaben noch am Morgen des Essens im ZDF.

08:10 Uhr | Patientenschützer wollen Aufklärung über Tote in Pflegeheimen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Aufklärung darüber, warum die Zahl der Corona-Toten in sächsischen Pflegeheimen so hoch ist. Der Stiftungsvorsitzende Eugen Brysch sagte dem MDR, es sei überfällig, dass die Landesregierung erkläre, warum die Pflegebedürftigen nicht die Krankenhäuser erreicht hätten. Sollte es eine Vorauswahl gegeben haben, müsse das Konsequenzen haben. Sozialministerin Petra Köpping hält nach eigenen Angaben eine Analyse der Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen für erforderlich.

In Sachsen sind seit Oktober mehr Menschen in Pflegeheimen an oder mit Corona gestorben als in den anderen Bundesländern. Mehrere Zeitungen hatten gestern darüber berichtet.

07:45 Uhr | Sächsische Politiker gegen Privilegien für Geimpfte

Sächsische Politiker aller Parteien lehnen mehr Freiheiten für Geimpfte in der Corona-Pandemie ab. Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Dierks, sagte dem MDR, solange nicht wirklich jedem ein Impfangebot gemacht werde, habe die Debatte über Privilegien ein hohes Verhetzungspotenzial. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken, Susanne Schaper, warnte vor einer Zweiklassengesellschaft. Ähnlich äußerte sich der AfD-Politiker Frank Schaufel. Die Grünen-Politikerin Kathleen Kuhfuß erklärte, ein spezieller Corona-Impfnachweis komme einem Impfzwang gleich. Zuvor hatte auch Sozialministerin Petra Köpping mehrfach betont, dass sie mehr Freiheiten für Geimpfte ablehnt.

07:12 Uhr | Zittau plant temporäres Impfzentrum für Senioren

Die Stadt Zittau bereitet ein kommunales Impfzentrum vor. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollen in dem Zentrum ab April Impfungen möglich sein. Das Angebot richte sich an Menschen ab einem Alter von 80 Jahren. Das temporäre Impfzentrum ergänze das weiterhin bestehende Impfzentrum in Löbau, hieß es. Impfwillige oder deren Angehörige können sich im Internet informieren und sollten sich bis 19. März bei der Stadt anmelden.

Markt Zittau
Zittau will mit einem Impfzentren den Senioren eine schnellere Schutzimpfung ermöglichen. Bildrechte: Viola Simank/MDR

06:50 Uhr | Oschatzer Rathauschef legt Amt vorübergehend nieder

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar legt seine Amtsgeschäfte vorerst nieder. Das verkündete der 57-Jährige gestern Abend in der Ratssitzung, schreibt die "Leipziger Volkszeitung". Zuvor hatte der Oberbürgermeister bestätigt , dass er sich Ende Dezember vorzeitig gegen Corona habe impfen lassen. In der Ratssitzung entschuldigte er sich laut dem Blatt dafür.

Er machte außerdem erstmals öffentlich, dass er schwer erkrankt sei. Der Kampf gegen die Krankheit habe jetzt Vorrang, sagte er. Die Amtsgeschäfte übernimmt bis zur Rückkehr Kretschmars dessen Stellvertreter Jörg Bringewald.

06:36 Uhr | Dresden: Auch in diesem Jahr keine Bunte Republik Neustadt

Bereits im vergangenen Jahr ist das Dresdner Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt abgesagt worden - dieses Jahr sieht es wegen der andauernden Pandemie nicht anders aus. Koordinatorin Ulla Wacker sagte der "Dresdner Morgenpost", die BRN werde es auf keinen Fall in der bekannten Form geben können. Allerdings arbeite man an kleineren Alternativprogrammen für den späteren Sommer. Planung sei diesmal jedoch nur spontan möglich.

Trödler bieten ihre Waren an und ..
Auf der Bunten Republik Neustadt wird es immer eng. Deshalb fällt sie dieses Jahr noch einmal aus - wegen der Pandemie. Bildrechte: MDR/Oliver Riebl

06:16 Uhr | Autokorso gegen Corona-Beschränkungen in Pirna

Mit einem Autokorso haben am Abend rund 200 Menschen in Pirna gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen protestiert. Sie forderten unter anderem ein Ende des Lockdowns. Laut Polizei nahmen bis zu 140 Fahrzeuge an der Aktion teil. Der Autokorso fuhr zweimal am Landratsamt im Schloss Sonnenstein vorbei. Es habe keine Störungen gegeben, so die Polizei, die mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber vor Ort war. In der Stadt Pirna kam es stellenweise zu Staus.

05:49 Uhr | Pandemie trifft erzgebirgische Männelmacher unterschiedlich hart

Die Pandemie hat die Kunsthandwerker und Spielzeugmacher im Erzgebirge unterschiedlich hart getroffen. Das geht aus einer Branchenumfrage des Verbands Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. hervor. Der Umsatz 2020 sank demnach im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 14 Prozent bei den herstellenden Betrieben und um 25 Prozent im stationären Facheinzelhandel. Wer auf Onlineverkauf setzte, konnte teilweise sogar die Verkaufszahlen steigern, so der Verband.

Problematisch waren für viele Unternehmen die ausgefallenen Weihnachtsmärkte und fehlender Tourismus aus dem In- und Ausland - insbesondere in der Vorweihnachtszeit. Damit war der direkte Kontakt zu Kunden eingeschränkt. Nach Verbandsangaben verkauft sich Holzkunst auch durch Beratung, etwa zu Tradition und Bedeutung der Figuren. Dennoch sei festzuhalten, dass die Engel, Bergmänner, Räuchermännchen, Pyramiden und anderen kunsthandwerklichen Erzeugnisse aus dem Erzgebirge in der Pandemiezeit stark nachgefragt bleiben, hieß es.

Die Menschen wollten sich gerade in dieser schwierigen Zeit ein Stück Heimat und was fürs Herz ins Haus holen

Frederic Günther Geschäftsführer des Verbands Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.

05:29 Uhr | Sächsische Kliniken stehen weiter für Hilfe bereit

Die Infektionslage in Tschechien ist unverändert schlecht. Vor allem in den Grenzregionen gibt es immer wieder Inzidenzwerte von über 1.000. Neben der Corona-Variante aus Großbritannien ist auch die Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden. Um die Lage zu entschärfen, hatte Sachsen unlängst angeboten, zu helfen. Denn während es in den hiesigen Krankenhäusern im Grenzgebiet freie Kapazitäten gibt, arbeiten die Kliniken in Tschechien längst an ihrer Belastungsgrenze. Doch trotz der dramatischen Situation gab es bisher aus Tschechien noch keine offizielle Anfrage.

05:13 Uhr | Bautzener Gesundheitsamt kann Kontakte wieder zeitnah nachverfolgen

Dank der gesunkenen Inzidenz kann das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen Kontakte wieder zeitnah nachverfolgen. Als die Inzidenz weit über 500 lag, habe man die Situation zwar beherrscht, aber bis zu fünf Tage benötigt. Inzwischen sei die Kontaktnachverfolgung wieder innerhalb von 48 Stunden möglich, teilte die Amtsärztin mit. Ein Team von 150 Mitarbeitern kümmert sich in dem Amt um diese Aufgabe. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Normalbetrieb.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 26.02.2021 | 19:00 Uhr

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