Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 22.01.: Gesamt-Inzidenz in Sachsen fällt unter 200

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Symbolbild Corona-Test
Bildrechte: imago images / Science Photo Library

21:31 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir sind am Samstagfrüh an gleicher Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, bleiben Sie gesund!

21:21 Uhr | Tschechische Unternehmen bangen um Finanzhilfen

In Tschechien ist das Corona-Infektionsgeschehen weiterhin sehr dynamisch, die zweite Welle hat das Land hart getroffen. Viele Unternehmen sind auch in unserem Nachbarland auf Finanzhilfen der Politik angewiesen. Doch Unternehmen aus der Reinigungsindustrie bekommen keine Hilfen, obwohl sie aktuell kaum Aufträge haben. Der Grund: Laut der geltenden tschechischen Corona-Politik dürfen sie öffnen und erhalten somit auch keine finanzielle Hilfe.

21:12 Uhr | Kinder stecken sich laut Studie selten bei Eltern an

Kinder infizieren sich wahrscheinlich nur selten bei ihren Eltern mit Sars-CoV-2, wie eine Studie aus Baden-Württemberg zeigt. Forscherinnen und Forscher hatten im Frühjahr 2.500 Kinder und einen Elternteil untersucht.

21:02 Uhr | Kretschmer kritisiert Tschechiens Corona-Politik

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die aktuell weniger strenge Corona-Politik des Nachbarlandes Tschechien kritisiert. Laut des CDU-Politikers ist eine Voraussetzung für offene Grenze ein gemeinsames Verständnis dafür, wie man gegen eine Pandemie vorgeht. Er störe sich daran, dass im Nachbarland alle Geschäfte wieder öffnen, während in Dresden drastische Maßnahmen beschlossen würden. "Damit werden unsere Bemühungen konterkariert," so Kretschmer.

Wir sind hier in Sachsen im Dreiländereck zu Polen und Tschechien ein gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum. Den kann man nicht einfach zerschneiden. Viele Polen und Tschechen sind in Sachsen im Gesundheitssektor aktiv und deshalb unverzichtbar. Aber wenn an der Grenze ein Reisebus aus einem Risikogebiet von der Bundespolizei angehalten wird und die Insassen keinen negativen Corona-Test vorweisen können, dann ist es richtig, sie zurückzuweisen.

Michael Kretschmer (CDU) Sachsens Ministerpräsident

20:48 Uhr | Offener Brief: Solidarisierung mit Kretschmer und Corona-Politik

Ein offener Brief von Bürgerinnen und Bürgern aus Großschönau solidarisiert sich mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Corona-Politik seines Kabinetts. In dem Brief heißt es:

Uns ist bewusst, dass nicht alle Maßnahmen und Entscheidungen richtig sein können, weil es in dieser Situation noch keine Erfahrungswerte gibt. Auch sehen wir, dass manche von den Einschränkungen wirtschaftlich sehr hart betroffen sind und ihre geschäftliche Existenz bedroht ist. Wir schätzen es, dass Politiker sich von Wissenschaftlern beraten lassen und ihre Entscheidungen in Absprache mit ihnen treffen und dann an ihnen festhalten, auch wenn sie unpopulär sind und den Bürgern viel zumuten und es schmerzt, die negativen Auswirkungen nicht verhindern zu können.

Magdalena Thomas Ärztin und Initiatorin des Briefs

Hintergrund des offenen Briefs ist eine Zusammenkunft von 30 Personen vor Kretschmers privatem Haus in der Gemeinde Großschönau. Die Personen haben sich am 10. Januar dort eingetroffen, um sich über die Corona-Politik des Freistaates Sachsen und des Bundes bei ihm zu beschweren.

20:04 Uhr | Virusmutation breitet sich in Leipzig aus

Nach dem Auftauchen einer besonders ansteckenden südafrikanischen Variante des Coronavirus bei einer Frau in Leipzig sind acht weitere Infektionen bekannt geworden. Dies habe sich bei Nachverfolgung von Kontakten des ersten Falls ergeben, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag der dpa. Er bestätigte damit andere Medienberichte. Die acht neuen Betroffenen wie auch die Frau seien in Quarantäne.

19:32 Uhr | Russland beantragt EU-Zulassung für Sputnik V

Russland beantragt die Zulassung für den Corona-Impfstoff Sputnik V in der EU und verhandelt nach eigenen Angaben bereits über eine Produktion in Deutschland. Laut des staatlichen Direktinvestmentfonds, der den Impfstoff außerhalb Russlands vermarktet, sollen die Daten der klinischen Tests veröffentlicht werden.

19:23 Uhr | Seiffener Kunsthandwerker lädt Christian Drosten ein

Der Seiffener Kunsthandwerker Tino Günther hat den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité ins Spielzeugdorf eingeladen. Den Einladungsbrief habe er gestern abgeschickt, bestätigte Günther im Gespräch mit MDR SACHSEN.

Wir würden ihn gern in Seiffen sehen. Wir haben auch schon ein Hotel gefunden und wir würden ihm Seiffen zeigen, unser wunderschönes Spielzeugmuseum, die Seiffener Bergkirche und wenn es ihn interessiert, auch die Herstellung des Räuchermännchens Virologe.

Tino Günther Seiffener Kunsthandwerker

Günther liegen mehr als 10.000 Bestellungen für seinen räuchernden Virologen vor, darunter auch von Mitarbeitern aus der Berliner Charité.

19:07 Uhr | Schulen in Thüringen möglicherweise länger geschlossen

Die Schulen in Thüringen bleiben möglicherweise noch bis Ostern geschlossen. Wie Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) dem MDR THÜRINGEN JOURNAL sagte, kann er sich bei dem derzeitigen Pandemiegeschehen nicht vorstellen, dass die Schulen nach dem verlängerten Lockdown am 14. Februar wieder in den Regelbetrieb übergehen. Es sei geplant, die Schulen wieder zu öffnen, wenn das Infektionsgeschehen weit hinunter gehe und da redeten im Moment alle von einer Inzidenz von 50. In Thüringen liege sie derzeit deutlich über 200.

In Sachsen ist häusliche Lernzeit derzeit bis zum 14. Februar vorgesehen. Einzig die rund 50.800 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen gehen bereits seit Anfang der Woche wieder zur Schule. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte an, in zwei Wochen mit seinem Kabinett erneut über etwaige Verschärfungen oder Lockerungen zu sprechen.

18:47 Uhr | Bei aktueller Impfquote Herdenimmunität erst 2034

Täglich werden es mehr Deutsche, die gegen Covid-19 geimpft sind. Aber längst nicht genug, um Herdenimmunität als mittelfristiges Ziel auszugeben. Beim jetztigen Tempo wäre Deutschland nach Berechnungen unserer Kolleginnen und Kollegen von MDR Wissen erst 2034 durchgeimpft.

18:35 Uhr | Hinweis auf höhere Sterblichkeit bei britischer Mutation

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Laut des britischen Premierministers Boris Johnson gibt es Hinweise darauf, dass die Virusmutation zu einer höheren Sterblichkeit führen könnte.

Die Mutation war zuerst in der Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit im Land ausgebreitet. Auch in Sachsen ist die britische Mutation mit dem Namen B.1.1.7 bereits nachgewiesen worden.

18:29 Uhr | Gesamtinzidenz Sachsens unter 200er-Marke

Nach den heute gemeldeten Neuinfektionen liegt der Freistaat insgesamt bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von 198 auf 100.000 Einwohner. Das ist der niedrigste Wert seit mehr als drei Wochen. Die Inzidenzwerte der Landkreise und kreisfreien Städte sind ebenfalls rückläufig. So verzeichnete der Landkreis Bautzen mit 295 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner, gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 269. Insgesamt sieben Landkreise und kreisfreie Städte liegen unterhalb der 200er-Marke.

Zudem sind am Freitag 1.352 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Zahl der zurzeit in Sachsen bekannten aktiven Corona-Fälle ist im Vergleich zum Vortag um 1.202 auf 19.787 gesunken. In Sachsens Kliniken werden aktuell 2.298 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion behandelt, 460 davon intensivmedizinisch.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus meldeten die Gesundheitsämter der Landkreise und Großstädte am Freitag 154 Todesfälle. Die Gesamtzahl stieg damit auf 5.712.

18:03 Uhr | Sachsens AfD-Fraktion erwägt Corona-Untersuchungsausschuss

Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag schließt einen Untersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nicht aus. Laut des Fraktionsvorsitzenden Jörg Urban will man zunächst den Ausgang der zahlreichen Klagen gegen die Corona-Politik der Staatsregierung abwarten.

Je nachdem, wie sich die Corona-Krise weiterentwickelt und welche Entscheidungen die Regierung trifft, kann ein Untersuchungsausschuss zu einem geeigneten Instrument der parlamentarischen Kontrolle werden.

Jörg Urban AfD-Fraktionsvorsitzender

Laut Verfassung muss der Landtag einen Untersuchungssausschuss einsetzen, wenn ein Fünftel der Mitglieder das befürwortet. Die notwendige Stimmenzahl hat die AfD mit 38 Mandaten im 119 Sitze umfassenden Landtag.

17:47 Uhr | Mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu unter anderem das Nachbarland Tschechien sowie Portugal, Spanien, Ägypten und die USA. Für diese gelten dann leicht verschärfte Einreiseregeln.

17:28 Uhr | Theater bleiben bis Ende März geschlossen

Nach der offiziellen Ankündigung aller Thüringer Theater, den Spielbetrieb bis Ende März auszusetzen, rechnen auch die Theater in Sachsen und Sachsen-Anhalt frühestens mit einer Öffnung im April. Der Probebetrieb wird dabei aber individuell gehandhabt. MDR KULTUR hat mit verschiedenen Theaterintendanten aus Sachsen gesprochen. Sie alle begrüßen die Tatsache, dass sie nun wissen, wie lange sie ihre Spielstätten mindestens geschlossen lassen müssen. Diese sorge für mehr Planbarkeit der kommenden Monate.

16:20 Uhr | Mehr als 1.000 Soldaten im Corona-Einsatz in Sachsen

Die Bundeswehr hatte zu Spitzenzeiten mehr als 1.000 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz in Sachsen. Das entsprach mehr als zehn Prozent aller Soldaten im Corona-Einsatz bundesweit, sagte der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, Klaus Finck. Die Bundeswehrangehörigen kamen oder kommen aus Frankenberg, Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern. Sie helfen in Gesundheitsämtern, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und in Impfzentren.

Drei Soldaten im Gespräch mit Mitarbeitern eines Pflegeheims
Auch im Freitaler Seniorenheim Sonnengarten waren Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Bildrechte: imago images/Max Stein

Wir bleiben so lange, wie wir gebraucht werden. Wir sind die Nothelfer im Einsatz, so lange, bis die zivile Seite in der Lage ist, die Situation wieder selbst beherrschen zu können.

Klaus Finck Oberst und Kommandeur des Landeskommandos Sachsen

15:59 Uhr | FFP2-Maskenpflicht auch beim Arzt?

In Sachsen sollen medizinische Masken oder FFP2-Masken Pflicht im ÖPNV und beim Einkauf werden. Ob FFP2-Masken oder medizinische Masken künftig auch bei Arztbesuchen, in Physiotherapie-Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen getragen werden müssen, sei noch nicht entschieden. Die Anhörungen dazu laufen, sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Am kommenden Dienstag werde darüber entschieden.

15:47 Uhr | Neue Hürden für tschechische Grenzpendler

Zu Beginn der nächsten Arbeitswoche werden sich voraussichtlich die Einreiseregeln für rund 11.000 tschechische Berufspendler nach Sachsen ändern. Das kündigte der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk, an. Die Bundesregierung erarbeite gerade Ländereinstufungen, die auch Tschechien betreffen. Demnach soll ab Montag die Einreise aus Tschechien nur noch mit Vorlage eines negativen Coronatests möglich sein.

15:25 Uhr | Spielefestival DreamHack dieses Jahr digital

Wegen der Corona-Pandemie findet die DreamHack Leipzig in diesem Jahr virtuell statt. Die Gaming-Messe gilt als Anlaufpunkt der Online-Spiele-Gemeinschaft, der der reale Austausch über ihre Leidenschaft sehr fehlt.

15:11 Uhr | 82 Millionen Euro Novemberhilfen ausgezahlt

In Sachsen sind bisher 81,6 Millionen Euro als sogenannte Novemberhilfe an Unternehmen und Soloselbstständige geflossen. Nach ersten Abschlägen war vorige Woche mit der regulären Auszahlung begonnen worden. Laut Wirtschaftsministerium hat sich die Zahl der bewilligten Auszahlungen diese Woche allein von Mittwoch bis Freitag auf fast 3.800 mehr als verdoppelt.

Aus der Wirtschaft hatte es Kritik gegeben, dass die Auszahlung der Finanzhilfen zu lange dauere. Laut Ministerium gibt es fast 15 000 Anträge für die Novemberhilfen mit einem Volumen von mehr als 181 Millionen Euro. Damit wurde bisher weniger als die Hälfte des beantragten Geldes ausgezahlt. Mit der Finanzhilfe werden Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen im November schließen mussten.

14:49 Uhr | Vorsitzender der Impfkomission gegen Impfpflicht

Thomas Grünewald, Vorsitzender der Sächsischen Impfkommission (SIKO), hält eine Impfpflicht gegen Corona für nicht notwendig. "Ich bin ein großer Freund davon, dass man Menschen überzeugt und nicht zwingt".

14:41 Uhr | Weniger gemeldete andere Infektionskrankheiten

In Sachsen sind im Jahr 2020 viele Infektionskrankheiten zurückgedrängt worden. Das zeigt die Auswertung der meldepflichtigen Erkrankungen der Krankenkasse DAK Gesundheit von 2020. Demach sind Grippeinfektionen um knapp zwölf Prozent, Keuchhusten und Rotavirus-Infektionen jeweils um 80 Prozent zurückgegangen.

14:26 Uhr | Zahl der Corona-Hotspots im Landkreis Görlitz rückläufig

Die Zahl der von Corona-Fällen stark betroffenen Pflegeeinrichtungen im Landkreis Görlitz geht zurück. Nach Angaben des Landratsamtes sind Stand 22. Januar 2021 im Landkreis noch 15 Pflegeeinrichtungen von Corona-Erkrankungen betroffen. Diese stünden unter Quarantäne. Dazu zählen fünf Einrichtungen der Behindertenhilfe in Großhennersdorf, Herrnhut, Kottmar und Zittau sowie zehn Einrichtungen der Altenhilfe in Gablenz, Görlitz, Großschönau, Herrnhut, Oderwitz, Olbersdorf, Reichenbach, Rothenburg/O.L. und Zittau. Vor einer Woche seien noch 20 Einrichtungen von Corona-Infektionen betroffen gewesen sein, so das Landratsamt.

14:17 Uhr | Stadtbibliothek Chemnitz bietet Abholservice an

Die Zentralbibliothek im Tietz Chemnitz bietet ab Montag einen Abholservice an. Wie die Stadt mitteilte, können maximal zehn Bücher, CDs, Filme, Spiele und Zeitschriften ausgeliehen werden. Die Medien werden nach ihrer telefonischen Bestellung in einem Schließfach im dritten Stock der Bibliothek hinterlegt, in dem sie abgeholt werden können. Für den Abholservice benötigt man einen Bibliotheksausweis, so die Stadt.

14:00 Uhr | Bildungsangebot #gernelernen wird fortgesetzt

Das Bildungsangebot #gernelernen der Universität Leipzig und MDR Wissen wird auch in der kommenden Woche fortgesetzt. Das teilte die Uni Leipzig mit. Seit dem 18. Januar bieten sie täglich ab 11 Uhr einen Livestream an, bei dem Wissensfragen beantwortet werden. Die Streams laufen auf der MDR-Wissen-Internetseite zu #gernelernen, auf der MDR-Wissen-Facebookseite und auf dem YouTube-Kanal des MDR. In der kommenden Woche sollen folgende Themen behandelt werden:

  • 25. Januar: Überall Quadrate?
  • 26. Januar: Kommt eine Biene zur Tierärztin
  • 27. Januar: Wieviel Affe steckt in Dir?
  • 28. Januar: Wie sieht’s in uns drin aus? Röntgen, CT, MRT und Co.
  • 29. Januar: Bewegtes Lernen

13:05 Uhr | Staatskanzlei verteidigt Diskussionsangebot von Ministerpräsident Kretschmer

Die Sächsische Staatskanzlei hat den Dialog von Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Kritikern der Corona- Maßnahmen verteidigt. Die Demonstration vor dem Haus des Ministerpräsidenten zeige, dass es in der Bevölkerung einerseits zahlreiche Fragen gebe, andererseits aber auch viele Falschinformationen rund um Corona kursierten, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Freitag. Die für den kommenden Freitag geplante Online-Diskussion via Zoom sei öffentlich und richte sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, vorrangig in der Region Zittau, so Schreiber.

An der geplanten Diskussionsrunde hatte es in den letzten Tagen scharfe Kritik gegeben. Es dürfe sich nicht der Eindruck verfestigen, "dass man vor allem dann gehört wird, wenn man nur laut und lange genug den Systemsturz herbeifabuliert", sagte etwa Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert. Kretschmer sollte seine Zeit sinnvoller nutzen, als mit Leuten zu reden, die seine Argumente sowieso nicht hören wollen, meinte Linksfraktionschef Rico Gebhardt.

12:14 Uhr | Medizinische Masken auch für Flugpassagiere Pflicht

Fluggäste müssen auch im Flugzeug und auf Flughäfen künftig eine medizinische Maske tragen. Die Regelung soll ab dem 1. Februar gelten, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit. Die Masken seien von den Passagieren mitzubringen. Erlaubt sind demnach sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken. Einfache Stoff- oder Alltagsmasken reichten dann nicht mehr aus. Ebenfalls unzulässig seien weiterhin Gesichtsvisiere sowie einfache Mund-Nasen-Bedeckungen wie Schals.

Man wolle den Übergang von ÖPNV zum Luftverkehr möglichst reibungslos gestalten, so der Verband. Mit dem neuen Beschluss würden einheitliche Regeln entlang der gesamten Reisekette gelten, hieß es.

11:36 Uhr | Kultusministerkonferenz vereinbart Gleichwertigkeit von Abschlüssen

Die in diesem Jahr erworbenen Schulabschlüsse werden denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sein. Darauf einigten sich die 16 Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz. Wie sie weiter vereinbarten, werden die Bundesländer die Abschlüsse gegenseitig anerkennen. Außerdem können mündliche Prüfungen in diesem Jahr ausnahmsweise in Videokonferenzen abgelegt werden. Die Kultusminister bekräftigten, dass den Schülern durch die Corona-Pandemie keine Nachteile in den Prüfungen entstehen sollten. Ein von der Gewerkschaft GEW gefordertes Abitur ohne Prüfungen lehnten sie dagegen ab.

10:44 Uhr | Gute Besucherbilanz der "Sehenswerten Drei"

Die Burgen in Augustusburg, Scharfenstein und Lichtenwalde haben im vergangenen Jahr trotz Corona hohe Besucherzahlen verzeichnet. Laut Geschäftsführung kamen knapp 255.000 Besucher zu den "Sehenswerten Drei", nur neun Prozent weniger als 2019. Geschäftsführerin Patrizia Meyn sagte, in der Zeit, wo Museen und Schlösser wieder geöffnet waren, habe der Inlandstourismus sehr gut funktioniert. "Das hat uns eine positive Bilanz beschert. Da können wir zufrieden und auch stolz drauf sein", so Meyn. Als besonderer Besuchermagnet habe sich die Ausstellung "Ausgetrickst" erwiesen. Sie konnte bis Anfang Januar 2022 verlängert werden.

10:02 Uhr | Umfrage zur Verlängerung des Lockdowns

Seit Dienstag ist klar, dass der Lockdown in Sachsen und Deutschland in die Verlängerung geht. Mindestens bis Mitte Februar bleiben die Einschränkungen, ein genaues Ende ist nicht abzusehen. Wie finden Sie das Vorgehen der Regierung? Und wie geht es Ihnen im Lockdown? Machen Sie mit bei MDRfragt!

09:13 Uhr | Hausarztverband will schneller in Praxen impfen lassen

Der Deutsche Hausärzteverband dringt auf eine schnellere Beteiligung der Arztpraxen an den Corona-Impfungen. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele gerade ältere Menschen in ländlichen Regionen die oft weiten Wege bis zum Impfzentrum allein nicht bewältigen können", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt, der "Augsburger Allgemeinen". Die Impfzentren seien deshalb eingerichtet worden, weil angenommen worden sei, dass die neuen mRNA-Impfstoffe ohne sehr starke Kühlung nicht haltbar seien. Diese Situation habe sich inzwischen aber etwas entspannt, weil die Impfstoffe auch bei etwas geringerer Kühlung über mehrere Stunden durchaus haltbar seien, so Weigeldt.

08:38 Uhr | Wucherpreise für Schutzmasken

Die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern über neue Corona-Schutzmaßnahmen führen dazu, dass im ÖPNV und beim Einkaufen künftig OP- oder FFP2-Masken getragen werden müssen. Vereinzelt nutzen Händler die erhöhte Nachfrage offenbar aus, um Wucherpreise zu verlangen. Der Deutsche Hausärzteverband fordert bereits einen Festpreis.

08:04 Uhr | Zweitimpfungen für Klinikpersonal in Chemnitz

Am Klinikum Chemnitz sind in dieser Woche die Zweitimpfungen beim Personal angelaufen. Wie das Unternehmen mitteilte, sind sie ein wichtiger Faktor, um die Personalsituation zu stabilisieren. Nach Angaben des Chemnitzer Infektionsmediziners Thomas Grünewald haben die Geimpften nach der ersten Runde etwa 50-prozentigen Schutz erreicht. Dieser steige nach der zweiten Impfung auf mehr als 90 Prozent.

07:38 Uhr | Radio und Fernseher für gelangweilte Zootiere

Sächsische Zoos und Tierparks versuchen im Corona-Lockdown den Tieren die Zeit ohne Besucher zu vertreiben. Der Zoo Dresden hat seinem Orang-Utan Toni einen Fernseher vor das Glasfenster gestellt. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz hören die Aras Radio und einige Zooinsassen wie das Trampeltier dürfen derzeit frei herumlaufen.

Die mediale Ablenkung ersetzt aber dennoch nicht den Kontakt zu den Menschen. "Einige Zootiere sehen die Besucher als Bereicherung ihres Lebensraumes an und interagieren auf unterschiedliche Weise mit ihnen", sagt Bärbel Schroller, Chefin im "Zoo der Minis" in Aue.

Wolfgang Ludwig, zoologischer Leiter in Dresden, will das nicht an Tierarten festmachen, sondern an Individuen. Einzelne Tiere hätten aufgrund ihrer Biografie eine stärkere Bindung an Menschen. "Es gibt aber auch Tiere, die von Natur aus gerne beobachten und für die Besucher deshalb interessant sind. Der Spaß und die Freude am Beobachten fehlen jetzt", so Ludwig.

06:46 Uhr | Vorbereitungen für Weltcup in Klingenthal

Skischanze Klingenthal
Bildrechte: dpa

In der Vogtland Arena Klingenthal laufen die Vorbereitungen für den Doppelweltcup Anfang Februar auf Hochtouren. Die Wettbewerbe im Spezialspringen und in der Nordischen Kombination werden definitiv ohne Zuschauer stattfinden.

Alexander Ziron vom VSC Klingenthal sagte, es sei "ein Wermutstropfen", aber man versuche, umso bessere Fernsehbilder zu übertragen, damit die Wintersportfans zu Hause das entsprechende Flair der Arena genießen könnten. "Nichtsdestotrotz gibt es Unmengen noch zu tun, um die Sportstätten in einen weltcupfähigen Zustand zu versetzen, entsprechende Corona-Schutzmaßnahmen umzusetzen, die uns vor große Herausforderungen stellen", so Ziron.

Insgesamt rechnet der Veranstalter mit rund 5.000 Akkreditierten, davon 140 Sportler, 200 bis 220 Betreuer. Dazu kämen die ehrenamtlichen Helfer und Kampfrichter.

06:31 Uhr | Verhüllte Schaufenster in Dippoldiswalde

Mehr als 30 Gewerbetreibende haben heute Nacht in der Innenstadt von Dippoldiswalde die Schaufenster ihrer Geschäfte verhüllt. Mit schwarzer Folie, Trauerflor und Kerzen wollen sie zeigen, wie "trostlos und tot" eine Innenstadt ohne Händler sein kann. Der Protest soll bis zum Sonntag andauern. Jens Tennert, der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins in Dippoldiswalde, sprach von einer "katastrophalen Situation". Seit Dezember müssen die Einzelhändler ihre Läden geschlossen halten.

Ein Schaufenster mit einer Traueranzeige.
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06:10 Uhr | Weitere Reiseeinschränkungen wegen neuer Virusvarianten

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten das Reisen weiter einschränken. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte am Abend nach einem Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, von allen nicht notwendigen Reisen werde abgeraten, sowohl innerhalb eines Landes als auch grenzüberschreitend. Zur Debatte stünden neue Test- und Quarantänepflichten für Menschen aus besonders betroffenen Gebieten.

Die Grenzen sollten aber grundsätzlich offen bleiben und der Warenverkehr möglichst reibungslos weiterlaufen. Hintergrund sind die Mutationen des Coronavirus, die nach bisherigem Kenntnisstand deutlich ansteckender sind. Am Donnerstag war die aus Südafrika stammende Mutation erstmals auch in Sachsen nachgewiesen worden.

06:02 Uhr | Millionenhilfen für sächsische Landesbetriebe

Der Freistaat Sachsen hat seine Landesbetriebe während der Corona-Pandemie mit Millionensummen gestützt. Ob und in welcher Höhe auch für 2021 Hilfen zur Verfügung gestellt werden, könne noch nicht gesagt werden, teilte das Finanzministerium in Dresden mit. Ein großer Teil der Corona-Hilfen ging mit rund 30,7 Millionen Euro an die Mitteldeutsche Flughafen AG. Auf deren Flughäfen in Dresden und Leipzig/Halle waren die Passagierzahlen dramatisch eingebrochen.

Die Sächsischen Staatsbäder erhielten 4,4 Millionen Euro als Coronahilfen. An die Staatlichen Schlösser, Burger und Gärten gingen drei Millionen Euro. Sie alle hatten unter coronabedingten Schließungen gelitten, hieß es. Geld bekam auch die seit einiger Zeit kriselnde Porzellan-Manufaktur Meissen - nämlich zwei Millionen Euro. Sechsstellige Beträge gingen an die Festung Königstein, die Landesbühnen Sachsen und die Meissen-Porzellan-Stiftung.

Das Land hatte für seine Betriebe und Beteiligungen insgesamt 71,6 Millionen Euro aus dem Corona-Bewältigungsfonds eingeplant. Der Freistaat ist an insgesamt 30 Unternehmen beteiligt, die 5.480 Mitarbeiter haben.

05:41 Uhr | Wie laufen die Impfungen in Sachsen?

Seit Ende Dezember wird in Sachsen gegen das Coronavirus geimpft. Momentan gibt es die Impfungen vor allem für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Mittlerweile sind auch die Impfzentren im Freistaat in Betrieb. Doch wie läuft das ab? MDR SACHSEN hat das Pflegeheim in Löbau besucht.

05:36 Uhr | Hälfte der Deutschen empfindet Corona-Regelungen als belastend

Rund 49 Prozent der Deutschen nehmen die aktuellen Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als sehr starke oder starke Belastung wahr. Das geht aus dem neuen Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins hervor. In der Woche vor Weihnachten waren es noch 36 Prozent der Befragten. 42 Prozent der Deutschen empfinden die Einschränkungen aktuell weniger belastend, neun Prozent fühlen sich der Umfrage zufolge durch sie gar nicht belastet. Insbesondere Jüngere tun sich mit den Corona-Maßnahmen schwer. Bei den unter 40-Jährigen sprechen sechs von zehn Befragten (59 Prozent) von starken bis sehr starken Belastungen. Bei den über 65-Jährigen sind es nur 37 Prozent.

05:14 Uhr | Lügenmuseum versendet "Kultur in der Box"

Das private Lügenmuseum in Radebeul bei Dresden verschickt in der Corona-Zwangspause Kultur in der Box. Wie der Inhaber Reinhard Zabka mitteilte, werden in der Box Dinge wie ein Lügenmantra, ein Klangobjekt, eine Mappe, Postkarten von 1989, ein Fragebogen und weitere Überraschungen erhalten sein.

In einer Zeit des Berührungsverlustes gegenüber der Welt kommt mit dem 'Museum to go' ein kleine Kunstsammlung nach Hause.

Reinhard Zabka Museumsinhaber

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 22.01.2021 | 19:00 Uhr

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