Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 12.02.: Bundespräsident diskutiert online mit Pflegekräften und Ärzten

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
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22:00 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker für heute zu Corona-Themen und zur neuen Corona-Schutzverordnung für Sachsen. Wir sind am Sonnabend an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

21:31 Uhr | Bis Monatsmitte Erstimpfungen in allen Pflegeheimen

Bis heute sind 175.426 Menschen in Sachsen gegen das Coronavirus geimpft worden, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Darunter seien 120.860 Erstgeimpfte. Der Freistaat halte an seinem Ziel fest, bis Mitte Februar alle Pflegeeinrichtungen im Land erstgeimpft zu haben. "Unser Anspruch ist es, das zu schaffen", meinte Köpping.

Weil weiterhin stets die Hälfte der gelieferten Impfdosen für einen Zweitimpfung aufbewahrt werde, liege Sachsen in der bundesweiten Impfstatistik nur im Mittelfeld. Laut Köpping werde die Impfstrategie auch beibehalten, zeitnah Zweitimpfungen zu verteilen.

21:26 Uhr | Auch Tschechische Staatsbahn stoppt Zugverbindungen

Nach der Deutschen Bahn hat nun auch die Tschechische Staatsbahn (České dráhy/CD) die vorübergehende Einstellung grenzüberschreitender Zugverbindungen angekündigt. Betroffen ist auch die Eurocity-Linie Prag-Hamburg, die bereits im nordböhmischen Grenzbahnhof Děčín endet.

Die Regionalbahn zwischen Děčín und Rumburk über Bad Schandau in Sachsen werde durch Busse ersetzt, die deutsches Gebiet weiträumig umfahren, hieß es. Andere Linien wie Karlovy Vary-Johanngeorgenstadt und Cheb-Hof fahren nur auf tschechischem Gebiet bis zum letzten Bahnhof vor der Grenze.

20:57 Uhr | Einschränkungen im grenzüberschreitenden Nahverkehr

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) stellt ab dem 14. Februar auf unbestimmte Zeit den grenzüberschreitenden Personennahverkehr ein. Betroffen sind die Nationalparkbahn, die Fähre Schöna – Hřensko sowie die Buslinie T in Sebnitz und die Linie 398 Dresden – Teplice, so der VVO. Grund sei die Einstufung der Tschechischen Republik als Virusvarianten-Gebiet durch deutsche Behörden.

19:21 Uhr | Bundespräsident diskutiert online mit Pflegekräften und Ärzten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will online mit Menschen aus Sachsen über die medizinische Versorgung in der Corona-Krise diskutieren. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, will sich Steinmeier am 18. Februar in einer Videoschalte auch mit einer Pflegedienstleiterin auf einer Werdauer Intensivstation, einer Hausärztin aus Pirna und einem Chefarzt aus Tschechien, der in Zittau arbeitet, austauschen.

In den sogenannten Regionalgesprächen spricht das Staatsoberhaupt regelmäßig mit Menschen, die in der Pandemie besonders gefordert sind. Bereits im September 2020 hatte Steinmeier Corona-Helfer in Dresden besucht. Ein weiteres Gespräch ist in Bayern Ende Februar zum Thema Impfen geplant.

18:37 Uhr | Neue Quarantäneregeln in Dresden ab Montag

Dresden verschärft die Quarantäneregeln ab dem 15. Februar. Grund sei die Ausbreitung der Virusmutationen, so die Stadt. In Zukunft müssen Personen mit einem positiven PCR- oder Schnelltest sofort in Quarantäne. Das gelte auch für den dazugehörigen Hausstand. Die Quarantäne endet am zehnten Tag, wenn seit 48 Stunden Symptomfreiheit besteht. Zeigt ein Antigenschnelltest ein positives Ergebnis, muss schnellstmöglich ein PCR-Test gemacht werden. Ist auch der positiv, muss der gesamte Hausstand in Quarantäne.

Kontaktpersonen der Kategorie I müssen nicht in Quarantäne, wenn sie selbst innerhalb der letzten drei Monate einen positiven PCR-Nachweis hatten, symptomfrei sind und die Quarantäne bereits beendet haben. Dies gilt sowohl für Angehörige im Hausstand eines positiv Getesteten als auch für Kontaktpersonen der Kategorie I außerhalb des Hausstandes. Kontaktpersonen der Kategorie I, die nicht zum Hausstand einer positiv getesteten Person gehören, können die Quarantäne mittels eines negativen Antigenschnelltest oder PCR-Test auf zehn Tage verkürzen, wenn sie in diesem Zeitraum keine Symptome aufweisen.

18:26 Uhr | Kein Kinderkrankengeld für Privatversicherte

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld wurde wegen der Pandemie erweitert. Jedes Elternteil hat jetzt einen Anspruch auf mindestens 20 Tage. Das gilt aber nur für gesetzlich Krankenversicherte, nicht für Privatversicherte.

18:12 Uhr | Strengere Einreiseregelung ab 14. Februar

Ab dem 14.2.2021 (Nacht von Sonnabend auf Sonntag) um Mitternacht soll es Grenzkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze geben. Sachsen will seine Regeln an die Bundesvorgaben anpassen. Ausnahmen von der Quarantänepflicht sollen für Berufspendler aus drei Bereichen gelten: Tschechische Bürger, die in Sachsen im Gesundheitswesen oder in der Pflege arbeiten oder in der Landwirtschaft Nutztiere versorgen, dürfen weiterhin ohne Quarantäne einreisen. Aber: Sie müssen sich täglich aufs Coronavirus testen lassen.

Alle anderen Grenzpendler und deren Arbeitgeber unterstützt Sachsen mit einem Pendlerprogramm. Pro Übernachtung und Arbeitnehmer zahlt Sachsen 40 Euro Zuschuss. Für Ehepartner und Kinder sind jeweils 20 Euro pro Person und Nacht als Zuschuss vorgesehen. Viele Arbeitgeber in Sachsen hätten Sorge, ihre tschechischen Fachkräfte nicht halten zu können, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

Das ist vor allem eine große Herausforderung für die Pendler. Sie müssen für mindestens drei Wochen die Taschen packen, Pensionen suchen. Viele sind schon unterwegs.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

17:38 Uhr | Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung vorgestellt

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat am Freitag die wichtigsten Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung vorgestellt. Die soll vom 15. Februar bis zum 7. März 2021 gelten.

  • Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen.
  • Friseure und Fußpflege-Einrichtungen dürfen ab 1. März wieder öffnen. Sie benötigen ein Hygienekonzept und die Inhaberinnen und Inhaber sowie die Beschäftigten müssen sich einem wöchentlichen Schnelltest unterziehen.
  • Medizinische Maskenpflicht in Kraftfahrzeugen, wenn mehr als ein Hausstand mitfährt - gilt insbesondere bei beruflichen Fahrten und Fahrgemeinschaften.
  • Handwerkerinnen und Handwerker müssen Maske tragen, sobald andere Personen anwesend sind.
  • Fahrschulen dürfen, wenn Ausbildung berufsbedingt erforderlich ist, ab dem 1. März wieder öffnen. Sie müssen wieder schließen, wenn Wocheninzidenz auf 100.000 Einwohner an fünf aufeinanderfolgenden Tagen oberhalb 100 liegt.
  • Musikunterricht mit Einzelpersonen, wenn berufs- oder studienbedingt erforderlich, wieder erlaubt. Unterrichtende müssen sich wöchentlich testen lassen.
  • Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperre bleiben grundsätzlich bestehen. Landkreise und kreisfreie Städte können diese lockern, wenn 7-Tage-Inzidenzwert auf 100.000 Einwohner im entsprechenden Landkreis/Stadt und dem Freistaat an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterhalb 100 liegt.
  • Gleiches gilt für den 15-km-Radius. Dieser kann fürs Einkaufen und sportliche Aktivitäten gelockert werden.
  • Click & Collect wird mit Hygienekonzept und gestaffelten Zeitpunkten zur Abholung erlaubt, damit kein Andrang entsteht.

Laut Köpping soll die neue Verordnung im Laufe des Wochenendes veröffentlicht werden und kann dabei noch geringfügige Änderungen beinhalten.

17:08 Uhr | Wurzen hilft bei Registrierung für Impftermin

Die Stadt Wurzen und der Regionalverband der Volkssolidarität bieten ab kommendem Montag den über 80-jährigen Menschen Hilfe bei der Registrierung für einen Corona-Impftermin an. Die Koordinierungsstelle ist wochentags jeweils von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 12:30 Uhr bis 17:00 Uhr telefonisch unter der 01522-8 89 23 15 erreichbar.

16:59 Uhr | Kabinettspressekonferenz der sächsischen Regierung im Livestream

Sozialministerin Petra Köpping informiert über die neue Corona-Schutzverordnung, Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar spricht zur Arbeit der Polizei und Wirtschaftsminister Martin Dulig berichtet über die Unterstützung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern.

16:53 Uhr | Leipzig erstmals wieder bei Wocheninzidenz unter 50

Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner in Leipzig ist erstmals seit dem 3. November 2020 wieder bei einem Wert unter 50. Sie hat einen Wert von 49 erreicht und ist damit der niedrigste Werte im Freistaat. Die Inzidenz-Werte fast aller sächsischen Landkreisen liegen unter 150. Ausnahme ist der Vogtlandkreis mit einem Wert von 150.

Sachsens Gesundheitsämter haben am Freitag 497 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden seit gestern 70 Todesfälle gemeldet, die Gesamtzahl steigt damit in Sachsen auf 7.166.

16:31 Uhr | LVB will Shuttle zu Impfzentrum anbieten

Mit einem Bus-Shuttle wollen die Leipziger Verkehrsbetrieb (LVB) ab kommende Woche Leipzigerinnen und Leipziger mit Impftermin kostenlos von der Straßenbahnhaltestelle Neue Messe zum Impfzentrum in der Halle 5 bringen. Der Busshuttle soll etwa alle 10 Minuten die Haltestelle auf dem Messegelände ansteuern. Unterstützt werde die Aktion von der Stadt Leipzig.

16:03 Uhr | Was halten Geschäftsleute von Click & Collect?

Was in anderen Bundesländern schon funktioniert, soll nun auch in Sachsen möglich werden: ein Bestell- und Abholservice im Geschäft. MDR SACHSEN hat sich dazu in Bautzen umgehört.

15:51 Uhr | Lockdown hat negativen Einfluss auf Kinder

Kein Fußballtraining, keine Probe mit dem Chor und die Freunde nur via Internet sehen. Der Lockdown verlangt auch Kindern und Jugendlichen Einiges ab. Bereits jetzt sind Folgen abzusehen. Die Gesundheit leidet. Experten schlagen daher Alarm.

15:45 Uhr | Mehr als 200 Millionen Euro November- und Dezemberhilfen ausgezahlt

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat bis Freitag 213 Millionen Euro November- und Dezemberhilfen an Antragssteller ausgezahlt. Wie die SAB informierte, entfallen davon 116 Millionen Euro auf die Novemberhilfe. Damit seien rund 80 Prozent aller bislang 16.292 eingegangenen Anträge abschließend bearbeitet worden. Rund 95 Prozent der sächsischen Antragsteller auf Novemberhilfe erhielten Abschlagszahlungen. Von den Dezemberhilfen seien laut der SAB Abschläge und vollständige Auszahlungen in Höhe von rund 97 Millionen Euro ausgezahlt worden. Von den 14.561 Anträgen seien somit 50 Prozent abschließend bearbeitet worden. 96,6 Prozent Antragsteller auf Dezemberhilfe erhielten Abschlagszahlungen, so die SAB.

November- und Dezemberhilfe kann noch bis zum 30. April 2021 beantragt werden. Für Anträge auf die Überbrückungshilfe III gilt der 31. August 2021 als Stichtag.

15:24 Uhr | Leipzig berät nächste Woche über mögliche Lockerungen

Nachdem das Gesundheitsministerium angekündigt hat, Lockerungen mit der neuen Corona-Schutzverordnung zu ermöglichen, haben sich die Städte Dresden und Chemnitz bereits für Lockerungen ausgesprochen. Andere Städte und Landkreise sind noch zurückhaltend und wollen zunächst die Veröffentlichung der neuen Verordnung abwarten, die am Wochenende veröffentlicht werden soll - beispielsweise der Erzgebirgskreis und der Landkreis Mittelsachsen warten erst einmal. Auch Leipzig will kommenden Dienstag über mögliche Lockerungen beraten, kündigte ein Sprecher an.

15:14 Uhr | Landestourismusverband verlangt Perspektive für Branche

Der Landestourismusverband Sachsen (LTV) hat eine Öffnungsstrategie für die Tourismusbranche verlangt. Der sächsische Tourismus hat nach Verbandsangaben 2020 ein Umsatzrückgang in Höhe von 3,5 Milliarden Euro verbucht. Das sei ein Minus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Viele Tourismusbetriebe kämpften auch im zweiten Lockdown um ihre Existenz und benötigten daher eine Perspektive, wie es weitergeht.

Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit vielen Synergien zu anderen Wirtschaftsbereichen wie z.B. Handel, Dienstleistung, Handwerk, Kultur u.v.a.m. Diese Branche in den Diskussionen hintenanzustellen, ist auf Grund der wirtschaftlichen Bedeutung, der Relevanz für die Standortpolitik und nicht zuletzt der zunehmenden Sehnsucht der Menschen nach Erholung nicht zu akzeptieren.

Rolf Keil Landrat des Vogtlandkreises und Präsident des LTV

14:55 Uhr | Soldatinnen und Soldaten beenden Einsatz am Stollberger Krankenhaus

Am Kreiskrankenhaus in Stollberg beenden heute die letzten sieben Soldatinnen und Soldaten ihren Corona-Hilfseinsatz. Seit Anfang Dezember leisteten die Bundeswehr-Angehörige vor allem pflegerische Hilfsarbeiten.

Die Soldatinnen und Soldaten waren sehr engagiert und interessiert. Das ist ja immer ein wichtiger Faktor, dass dann auch die Zusammenarbeit klappt. Und auch das Pflegepersonal, was am Anfang vielleicht sogar ein bißchen skeptisch war, hat das ganz schnell abgelegt und hat die in den Alltag mit integriert, so dass das eine echte Bereicherung war.

Gregor Hilger Leitenden Chefarzt

14:37 Uhr | Museen müssen sich nach der Pandemie neu erfinden

In einem offenen Brief an die Kulturstaatsministerin haben Museen die Öffnung ihrer Häuser verlangt. Sie seien sichere Orte, in denen Hygienemaßnahmen strikt befolgt würden. Gerade jetzt in Coronazeiten könnten sie "Rettungsinseln" sein. Viele von ihnen haben zwar Online-Formate entwickelt, doch es zeichnet sich ab: Museen müssen sich nach Corona neu erfinden und ihre Relevanz unter Beweis stellen.

14:26 Uhr | Bautzen startet "Kauft regional!" Kampagne

Die Bautzner Kampagne "Kauft regional!" hat heute ihre Banner auf der Friedensbrücke enthüllt. Die Gemeinschaftsaktion des Innenstadtvereins Bautzen mit der Stadt und der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH möchte damit außerdem auf das Click & Collect Angebot regionaler Händlerinnen und Händler aufmerksam machen.

Zudem sei die Stadtverwaltung Bautzen derzeit mit dem Stadtrat dabei, einen gemeinsamen Antrag zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erarbeiten. Der soll am 24. Februar 2021 eingebracht werden.

Plakate Kauft regional
Insgesamt 16 Banner sind an der Friedensbrücke angebracht worden. Bildrechte: Stadt Bautzen

14:10 Uhr | Tschechische Pendler fordern von Deutschland finanzielle Hilfen

Vertreter tschechischer Berufspendler, die in der Bundesrepublik arbeiten, blicken mit Sorge auf die geplanten verschärften Einreiseregeln nach Deutschland. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Virusvariantengebiet erklärt. Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung APCR verlangte finanzielle Hilfen für diejenigen Arbeitskräfte, die nicht mehr über die Grenze nach Deutschland fahren dürfen oder von der Situation überfordert sind. Er wies darauf hin, dass die Pendler in Deutschland Steuern und Sozialabgaben zahlen würden. "Es darf nicht sein, dass man von einem Tag auf den anderen auf der Straße landet", sagte Triska.

Er rechnet damit, dass nur noch medizinisches Personal und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur über die Grenze gelassen werden. Selbst eine tägliche Testpflicht wäre nach Einschätzung Triskas eine große zusätzliche Belastung. "Acht Stunden auf der Arbeit, jeweils eine Stunde auf der Hin- und Rückfahrt und dann noch die Wartezeit im Testzentrum", sagt er. Das überfordere die Kräfte der Leute, die dann keine Zeit mehr für ihre Familien hätten.

14:04 Uhr | Ostritz feiert virtuell Fasching

Die katholische Kirchgemeinde in Ostritz feiert am Sonnabend Fasching: Im Internet hat sich die Gemeinde in den vergangenen Monaten eine virtuellen Saal gebaut, der bereits als eine Gemeindetreff genutzt wird. Bei der Faschingsfeier können sich die Familien mithilfe von Mikrofon und Kamera von zu Hause aus zuschalten. Bislang wurde der virtuelle Gemeindesaal meist für den Stammtisch nach den Gottesdiensten genutzt, meint mit einem Augenzwinkern ein Gemeindemitglied aus Ostritz.    

13:50 Uhr | Auch Chemnitz will Ausgangsbeschränkungen lockern

Nach Dresden will auch die Stadt Chemnitz zum 15. Februar die coronabedingten Ausgangsbeschränkungen lockern. Wie Oberbürgermeister Sven Schulze mitteilte, ist geplant, die nächtliche Ausgangsbeschränkung aufzuheben und Einkäufe außerhalb des 15-Kilometer-Radius zu erlauben. Es sei der Disziplin der Bürger zu verdanken, dass die Inzidenz gesunken sei und in der Stadt seit drei Wochen unterhalb der 100er-Marke liege. Wie die Lockerung im Detail ausfalle, hänge vom Wortlaut der neuen Landesverordnung ab, so Schulze.

12:51 Uhr | Die Linke appelliert: Kinder trotz Schulöffnung zu Hause lassen

Die Linke hat an Eltern in Sachsen appelliert, ihre Kinder trotz Öffnung der Grundschulen nach Möglichkeit zu Hause zu lassen. "Wir verstehen die Not vieler Familien, die sich nach der Schulöffnung sehnen", sagte die Landtagsabgeordnete Luise Neuhaus-Wartenberg. "Aber bei uns überwiegt weiterhin die Skepsis auch angesichts der aufkommenden Mutationen und gesundheitlichen Risiken, die sich aus einer größeren Zahl von Kontakten ergeben." Wer es persönlich und beruflich ermöglichen könne, solle aus Sicht der Linken seine Kinder vorerst weiter zu Hause lernen lassen.

12:38 Uhr | Arbeitnehmerverband der CDU will Kurzarbeitergeld für Grenzpendler

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Sachsen befürwortet Kurzarbeitergeld für tschechische Grenzpendler. "Wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht mehr erreichen können, dann dürfen sie nicht im Regen stehen", sagte CDA-Landeschef Alexander Krauß am Freitag mit Blick auf Einschränkungen im Grenzverkehr. Bis Ende des vergangenen Jahres habe eine entsprechende Weisung der Bundesagentur für Arbeit gegolten. Diese müsse nun zügig wiederbelebt werden.

12:27 Uhr | Lockdown drückt Trainingsmotivation von Sportlerinnen und Sportlern

Der Lockdown und die damit verbundenen Einschränkungen wirken sich negativ auf die Motivation von Sportlerinnen und Sportlern zum Trainieren sowie deren Psyche insgesamt aus. Das geht aus einer Studie des Instituts für Sportpsychologie der Universität Leipzig hervor. Demnach stellte sich bei der Erfragung des emotionalen Zustandes heraus, dass die Sportlerinnen und Sportler mit gesunkener Motivation oft auch wütender, trauriger und gestresster waren als in früheren Zeiten.

"Da noch nicht viel über die psychologische Reaktion der Sporttreibenden auf die Pandemie und den Lockdown bekannt ist, war es das Ziel der Studie, Veränderungen in der Trainingsmotivation und deren Zusammenhang mit psychologischen Variablen bei Athleten und Athletinnen zu erfassen", sagte Sportwissenschaftler Oliver Leis, Co-Autor der Studie. Befragt wurden insgesamt 95 Sportlerinnen und -Sportler aus Einzel- und Teamsportarten.

12:05 Uhr | Zweitligaspiel zwischen Aue und Heidenheim trotz Corona-Fall

Beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim ist erneut ein Profi positiv auf Corona getestet worden. Außenbahnspieler Robert Leipertz wurde umgehend isoliert, sagte ein Sprecher des Clubs. Der FC Erzgebirge Aue soll am Sonnabend in Heidenheim antreten. Das Spiel werde aller Voraussicht nach stattfinden, weil alle anderen Spieler negativ getestet wurden, hieß es.

11:39 Uhr | Verfassungsgerichtshof weist AfD-Antrag gegen Corona-Schutzverordung zurück

Die AfD in Sachsen ist mit einer Klage gegen die Corona-Schutzverordnung des Freistaates vor dem Verfassungsgerichtshof gescheitert. Das Gericht wies am Freitag in Leipzig einen Eilantrag zur vorläufigen Aussetzung diverser Regelungen in der noch bis Sonntag geltenden Verordnung zurück. Geklagt hatten 38 Landtagsabgeordnete der AfD-Fraktion. Sie halten unter anderem die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und die Schließung von Gaststätten und Sportstätten für verfassungswidrig. Der Verfassungsgerichtshof sah in dem Eilverfahren keine Hinweise auf eine offensichtliche Verfassungswidrigkeit der Regelungen.

11:17 Uhr | Lockerungen erst ab Sieben-Tage-Inzidenz von 35?

Weitgehende Lockerungen soll es in Deutschland erst ab einem Inzidenzwert von 35 oder niedriger geben. Dieses Ziel wurde am Mittwoch bei der Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Treffen verkündet. Bisher galt eine Inzidenz von 50 als Richtwert, unter dem Einzelhandel und Gastronomie wieder öffnen könnten. FDP-Generalsekretär Volker Wissing nannte das eine "erklärungsbedürftige Abweichung vom geltenden Recht." Allerdings ist der 35er-Wert genauso im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben, wie eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50.

11:04 Uhr | Bundespräsident ruft zu Einigkeit auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesländer mit Blick auf die Bewältigung der Coronakrise zu Einigkeit aufgerufen. "So gern die Vielfalt in den Regionen gelebt wird, so sehr erwarten die Menschen Einigkeit im Umgang mit Krisen und Katastrophen", sagte Steinmeier in seiner Ansprache zur 1.000. Sitzung des Bundesrats am Freitag in Berlin. Das Vertrauen der Menschen in diesen Krisentagen bemesse sich "nicht nur an der Performance einzelner Repräsentanten, sondern am Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen und an der transparenten und verständlichen Erklärung von Entscheidungen", betonte Steinmeier.

10:16 Uhr | Erste Zahlungen der Überbrückungshilfe

Seit Donnerstag hat der Bund erste Abschlagszahlungen der Überbrückungshilfe III an Unternehmen auf den Weg gebracht. Das sei eine gute Nachricht für viele Unternehmen, die sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser befinden, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Seit Mittwoch können durch die Corona-Krise geplagte Unternehmen Anträge über das Internet einreichen. Nach Angaben des Ministeriums gingen bis Donnerstagabend 282 Anträge ein, etwa 4,5 Millionen Euro konnten ausgereicht werden.

10:02 Uhr | MDR-Umfrage: Wie geht es Ihnen mit der Lockdownverlängerung?

Nach den Beratungen der Bundesregierung und der Länder geht der Lockdown in die nächste Runde. Ausnahmen gibt es nur wenige. Experten mahnen, die Folgen für die Psyche nicht außer Acht zu lassen. Aus diesem Grund startet MDRfragt eine neue Umfrage. Wie geht es Ihnen inzwischen? Was halten Sie von den neuen Regierungsplänen? Und was denken Sie über Verstöße gegen die Impfreihenfolge? Machen Sie mit bei MDRfragt!

09:46 Uhr | Neue Corona-Schutzverordnung soll beschlossen werden

Die sächsische Landesregierung will am Freitag die neue Corona-Verordnung beschließen. Sie soll am kommenden Montag in Kraft treten. Danach dürfen Friseure ab dem 1. März unter besonderen Hygienebedingungen wieder öffnen. In Musikschulen darf Einzelunterricht erteilt werden. Landkreise und kreisfreie Städte können die 15-Kilometer-Regel und die nächtliche Ausgangssperre aufheben, wenn die 7-Tage-Inzidenz bei ihnen und landesweit unter 100 liegt. Auch Grundschulen und Kitas sollen am Montag öffnen. Waren können im Einzelhandel online bestellt und abgeholt werden.

09:07 Uhr | Kamenzer Lessingtage in den Frühsommer verschoben

Für die Kamenzer Lessing-Tage gibt es einen neuen Termin. Das Literaturfest soll in diesem Jahr vom 11. Mai bis 4. Juli stattfinden, wie die Organisatoren mitteilten. "Wir stimmen derzeit die neuen Termine mit den Künstlern, Wissenschaftlern und Beteiligten ab", sagte Sylke Kaufmann vom Organisationsteam. Geplant seien rund 20 Veranstaltungen zum Thema "Vereinnahmung, Verfolgung, Verführung. Literatur und Kunst im Dritten Reich". Auf dem Programm stehen Vorträge und Lesungen, eine Theateraufführung, zwei Konzerte und eine Ausstellung zu Lessings Wirkungsgeschichte im Dritten Reich. Normalerweise feiert die Stadt Kamenz im Januar und Februar ihren berühmtesten Sohn. Wegen der Corona-Krise musste die 53. Auflage der Lessing-Tage jedoch verschoben werden.

08:13 Uhr | Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen fällt aus

Der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat der Verein am Donnerstagabend entschieden, wie das Organisationsbüro dem MDR mitteilte. Leiterin Carola Schlegel sagte, es herrsche wegen der Absage eine sehr gedrückte Stimmung bei den Vereinsmitgliedern. Aber man habe Bedenken, dass man den hohen Ansprüchen und dem künstlerischen Niveau der Vorjahre in einem digitalen Wettbewerb nicht gerecht werden könne. Damit fällt der Instrumentalwettbewerb im Vogtland das zweite Jahr in Folge aus. Man wolle nun gemeinsam auf das Jahr 2022 schauen, so Schlegel.

07:18 Uhr | Rad-Rennen im Erzgebirge will Spenden sammeln

Das Rad-Rennen "Erzgebirgstour" wird in diesem Jahr auch zum Spenden-Rennen. Wie die Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema am Donnerstag mitteilte, ist zur Tour eine Spendenkampagne geplant. Unter dem Motto "Zusammenstehen" soll Geld für durch Corona wirtschaftlich geschädigte Menschen gesammelt werden. Start für die Spendenaktion ist der 1. März.

06:59 Uhr | Bislang 1,8 Millionen Euro an Tourismusbranche in Leipzig ausgezahlt

Die Stadt Leipzig hat im Rahmen des Programms "Leipzig hilft Soloselbständigen" 2020 auch Unternehmen der Touristikbranche mit rund 1,8 Millionen Euro unterstützt. Zur Branche zählen das Gastgewerbe, Reisebüros-und Reiseveranstalter, Taxifahrer und Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen. Insgesamt seien 956 Anträge bearbeitet worden. Geschätzt wird, dass etwa 47.170 Leipzigerinnen und Leipziger in der Tourismusbranche beschäftigt sind.

06:42 Uhr | Testergebnisse aus Bad Dübener Kita negativ

Die Corona-Testergebnisse aus der Kita Märchenland in Bad Düben sind alle negativ ausgefallen. Das teilte Oberbürgermeisterin Astrid Münster MDR SACHSEN mit. Anfang der Woche wurde in der Stadt erstmals die britische Variante des Coronavirus bei einem Kind nachgewiesen, das die Notbetreuung der Kita besuchte. Daraufhin wurden 88 Personen getestet.

06:21 Uhr | Dresdner Oberbürgermeister will Ausgangssperren aufheben

Nach dem Bund-Länder-Gipfel will die sächsische Regierung am Freitag die neue Corona-Schutzverordnung beschließen. Sie soll Montag in Kraft treten. Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert kündigte in dem Zusammenhang an, die Ausgangssperre für Dresden und den 15-Kilometer-Radius aufzuheben. Laut Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping liegt die Entscheidung über eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen bei den Kreisen und kreisfreien Städten - abhängig von der Inzidenzzahl. In Dresden liegt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 61 (Stand 11. Februar).

06:02 Uhr | Finanzhilfen auch für Leipziger Flughafen

Die Bundesregierung will in der Corona-Krise vor allem die wichtigen großen Verkehrsflughäfen in Deutschland mit einmaligen Zuschüssen stützen. Das sieht ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung vor, auf das sich Finanz- und Verkehrsministerium am Donnerstag einigten. Für kleine Regionalflughäfen sind dagegen nur Entlastungen bei Gebühren vorgesehen. Das Paket sieht vor, dass der Bund einmalig mit Zuschüssen zwölf wichtigen Flughäfen hilft, an denen er nicht selbst beteiligt ist. Auch der Flughafen Leipzig/Halle gehört dazu. Für die Erstattung von Kosten für das Offenhalten von Flughäfen zu Beginn der Pandemie will der Bund insgesamt rund 200 Millionen Euro zuschießen.

05:45 Uhr | Tschechien verlängert Notstand nicht

Das tschechische Parlament hat eine erneute Verlängerung des Notstands zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgelehnt. Nur 48 der 106 anwesenden Abgeordneten stimmten am Donnerstag für den Antrag der Minderheitsregierung von Ministerpräsident Andrej Babis, den seit Oktober geltenden Notstand über den 14. Februar hinaus zu verlängern. Damit endet der Notstand, der unter anderem den Einsatz der Armee und die Schließung der meisten Geschäfte ermöglicht, am Sonntag. Gesundheitsminister Jan Blatny warnte, die Infektionslage könne sich nun binnen zwei Wochen massiv verschlechtern.

Wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus und besonders ansteckender Virus-Varianten hatte die tschechische Regierung zuvor bereits die Abriegelung von drei Gebieten beschlossen, davon zwei an der Grenze zu Deutschland. Die deutsche Bundesregierung hat wegen des gehäuften Auftretens von Mutanten des Coronavirus angekündigt, wieder Kontrollen an den Grenzen Deutschlands zu Tschechien einzuführen.

05:14 Uhr | Protest gegen Werbekampagne des Dresdner Ordnungsamts

Seit einigen Wochen wirbt das Dresdner Ordnungsamt im Stadtgebiet mit einer Plakatkampagne. Auf den Plakaten ist die Ordnungsamts-Hotline zu sehen. Auf einigen dieser Plakaten haben Unbekannte die Nummern überklebt oder unkenntlich gemacht. Der Dresdner Stadtbezirksbeirat Holger Zastrow kritisierte die Kampagne als "eine Anstiftung zum Denunzieren". "Mitten im Lockdown, mitten in der großen Stille, mitten in der Ausgangssperre und mitten in einer Zeit, in der das gesellschaftliche und kulturelle Lebens völlig darniederliegt, startet die Stadt eine Kampagne gegen Lärmbelästigung", so Zastrow.

05:07 Uhr | Bundesregierung plant Pfandsystem für Verpackungsmüll

Essen zum Mitnehmen - alles gut für den Transport verpackt - und das meist in Plastik oder Alu. In Pandemie-Zeiten produzieren wir noch mehr Müll als sonst. Die Bundesregierung will die Müllflut nun eindämmen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 12.02.2021 | 19:00 Uhr

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