Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 12.03.: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 91

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein Mann in Schutzkleidung nimmt einen Abstrich bei einer Seniorin.
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21:29 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Corona-Ticker für heute. Morgen sind wir mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:14 Uhr | Thüringen stoppt Astrazeneca

In Thüringen werden ab sofort keine Termine mehr für Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vergeben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagabend mit. Grund sind die Lieferengpässe bei dem britisch-schwedischen Unternehmen. Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zugesagten 220 Millionen Impfdosen im ersten Halbjahr nur 100 Millionen liefern zu können. In mehreren EU-Ländern wird der Impfstoff von Astrazeneca zur Zeit auch nicht verwendet. Grund sind schwere Blutgerinnsel, die bei einigen Geimpften aufgetreten waren.

21:07 Uhr | Klinikpersonal in Aue trägt neben Maske jetzt auch Portraitfoto

Am Auer Klinikum versucht eine Fotoaktion mit dem Titel "Gesicht zeigen" wieder mehr Nähe zwischen Patienten, Ärzten und Pflegekräften herzustellen. Das permanente Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei nicht nur für das Klinikpersonal sehr anstrengend, heißt es in der Pressemitteilung der Klinik. Um mögliche Verunsicherung oder Unruhe der zu Behandelnden abzubauen, trägt das Personal nun ein Portraitfoto mit dem eigenen, lächelnden Gesicht am Revers.

19:45 Uhr | Staatskapelle gibt Online-Konzert für notleidende Künstler

Zugunsten notleidender Künstler gibt die Staatskapelle Dresden gegenwärtig ein Online-Benefizkonzert. Es wurde von der Stiftung Frauenkirche, der Stiftung Lichtblick und dem Lions Club Dresden Semper organisiert. Die Gelder fließen über die Stiftung Lichtblick zu den freischaffenden Dresdner Künstlern. Das Konzert kann über den YouTube-Kanal der Dresdner Frauenkirche mitverfolgt werden.

19:39 Uhr | Köpping macht Hoffnung auf zweites Impfzentrum in Nordsachsen

Bevor kommende Woche in Grimma offiziell das zweite Corona-Impfzentrum im Landkreis Leipzig eröffnet wird, gibt es auch in Nordsachsen Bestrebungen nach einem weiteren Zentrum. Im Gespräch ist aktuell Delitzsch. Delitzschs Oberbürgermeister Wilde hatte angeregt, das Impfzentrum im Bürgerhaus der Stadt einzurichten. Bislang gibt es für Nordsachsen nur ein Impfzentrum in Belgern. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping verwies darauf, dass in den Landkreisen eine sogenannte Außenstelle errichtet werden könne. "Wenn der Landkreis sich dazu bekennt und sagt, das soll bei uns in Delitzsch sein, kann das Delitzsch sein", so Köpping.

18:49 Uhr | Aufwärtstrend bei sächsischem Inzidenzwert setzt sich fort

Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitag für ganz Sachsen eine 7-Tage-Inzidenz von 91. Gestern lag die Inzidenz bei 85, am Mittwoch bei 75. Die höchste Inzidenz verzeichnet nach wie vor der Vogtlandkreis mit 253. Dahinter liegt der Landkreis Zwickau mit 126 und der Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von 119.

Die Gesundheitsämter der kreisfreien Städte und Landkreise in Sachsen haben am Freitag 915 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 431 Infektionen mehr als vor einer Woche. Insgesamt gelten aktuell 8.532 Menschen im Freistaat als aktive Corona-Fälle.

Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden seit gestern 15 weitere Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 8.188.

17:50 Uhr | Zusätzliche Schnelltestzentren im Landkreis Meißen

Ab 22. März sollen im Landkreis Meißen weitere Schnelltestzentren bereitstehen. Landrat Hänsel sagte bei einem Besuch im Testzentrum am Elblandklinikum Meißen, geplant seien solche Stellen in Coswig, Gröditz, Großenhain, Meißen, Radebeul, Radeburg, Nossen, Priestewitz und Riesa. Sie sollen von den Kommunen oder von Wohlfahrtsverbänden wie Deutschem Rotem Kreuz (DRK) oder Arbeiter Samariter Bund (ASB) betrieben werden. Auch private Anbieter hätten Interesse signalisiert, so Hänsel. Ungeklärt seien aber noch die Abrechnunsgmodalitäten.

17:38 Uhr | Demo gegen Corona-Maßnahmen in Schweta

In Schweta bei Mügeln haben am Donnerstag Gegner der Corona-Schutzverordnung demonstriert. Wie die LVZ schreibt, fanden sich etwa 30 Fahrzeuge zu einem Autokorso zusammen. Dazu aufgerufen hatte unter anderem AfD-Stadtrat Ralph Olenizak. Mit dem Protest wende er sich gegen die Diskriminierung der Mügelner Gewerbetreibenden gegenüber den Supermärkten, wie es hieß.

17:26 Uhr | Verwaltungsgericht bestätigt Verbot von Querdenken-Demo in Dresden

Die Querdenken-Bewegung darf am 13. März endgültig nicht in Dresden demonstrieren. Wie das Verwaltungsgericht Dresden am Freitag mitteilte, hat die 6. Kammer des Gerichts das von der Stadt Dresden verhängte Verbot bestätigt. Mit Blick auf die vorgesehene Veranstaltung am Königsufer sah das Gericht Probleme bei der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass die von außerhalb anreisenden Versammlungsteilnehmer die Stadt wieder verließen, sobald sie festellten, dass am Versammlungsort die zulässige Teilnehmerzahl erreicht oder überschritten sei, hieß es.

16:24 Uhr | Imfpwillige über 18 Jahren können sich jetzt im Vogtland registrieren

Im Vogtlandkreis können sich ab sofort Erwachsene jeden Alters für eine Corona-Schutzimpfung registrieren. Das Portal für die Terminbuchungen sei am Freitag für alle Menschen ab 18 Jahren im Landkreis freigeschaltet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Die genauen Impftermine würden je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes vergeben. Das Vogtland ist ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Sachsen und gehört auch bundesweit zu den negativen Spitzenreitern.

16:17 Uhr | Theater Plauen-Zwickau startet Spendenaktion für Freiberufler

"Knete statt Fete" – so lautet der Name einer Spendenaktion für Freiberufler, zu der das Theater Plauen-Zwickau aufgerufen hat. Wie das Theater mitteilte, konzentriert sich die Spendenaktion auf diejenigen, mit denen das Theater seit Beginn der Pandemie gern arbeiten wollte, aber deren Produktionen noch immer nicht stattfinden konnten. Dazu zählen beispielsweise freiberufliche Regisseure sowie Kostüm- und Maskenbildner. "Jeder Euro zählt", sagte Annett Göhre, Ballettdirektorin des Theaters, die gemeinsam mit Musikdramaturgin Hanna Kneißler die Aktion ins Leben gerufen hat.

16:06 Uhr | Corona-Hilfen fließen wieder

Rund eine Woche nach dem Stopp sind die Abschlagszahlungen für die Corona-Hilfsprogramme wieder aufgenommen worden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Nach mehreren Betrugsfällen waren die Zahlungen Ende vergangener Woche vorübergehend ausgesetzt worden. Eine Ministeriums-Sprecherin betonte, die Unterbrechung sei notwendig gewesen. In der Zeit hätten die Ermittlungsbehörden, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Finanzministerium Unregelmäßigkeiten überprüft. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, um derartige Betrugsversuche künftig zu verhindern.

15:50 Uhr | Berufsschullehrerverband fordert Verschiebung der Schulöffnung

Auch in Sachsens Berufsschulen soll am Montag wieder die Schule beginnen. Der Erste Vorsitzende des Lehrerverbandes Berufliche Schulen Sachsen, Dirk Baumbach, hält das für übereilt. "Hier wäre es angebracht, nicht nachlässig Erreichtes aufs Spiel zu setzen. Die Menschen erwarten und erhoffen sich sehnlichst Öffnungen und Lockerungen, aber die Infektionszahlen nehmen gerade auch bei Jüngeren zu, befinden sich im Land Sachsen auf einem zu hohen Niveau und geben mit der Öffnung der Schulen Anlass zu großer Besorgnis", sagte er. Da nicht sicher sei, ob genügend Corona-Schnelltests in den Schulen zur Verfügung stünden und auch die Lehrkräfte noch nicht geimpft seien, hätte das Kultusministerium mit der Öffnung bis zu den Osterferien warten sollen, denkt Baumbach.

15:18 Uhr | Behörde: Astrazeneca kann schwere allergische Reaktionen auslösen

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca kann nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) schwere allergische Reaktionen auslösen. Die sogenannte Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen worden, erklärte die EMA am Freitag unter Verweis auf mehrere Fälle in Großbritannien. Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien, erklärte die Behörde mit Sitz in Amsterdam.

15:03 Uhr | Zittaus Museen bleiben zu

Die Städtischen Museen Zittau öffnen wegen der steigenden Corona-Zahlen nicht wie geplant ab kommenden Montag. Die Inzidenzen im Landkreis Görlitz liegen seit Donnerstag über dem kritischen Wert von 100, wie eine Sprecherin des Landratsamtes am Freitag mitteilte. Auch der maßgebliche Wert des Robert-Koch-Instituts könnte diese Schwelle bald übersteigen. Damit würde im Landkreis die Rückfallregelung in Kraft treten. Die Museen arbeiteten aber weiter an den Vorbereitungen für eine mögliche Öffnung. Bis dahin könnten Interessenten die Schätze bei einem virtuellen Rundgang betrachten.

14:49 Uhr | Mallorca gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet

Mallorca und weitere Gebiete Spaniens sind nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Auch die anderen Balearen-Inseln sowie einige spanische Festlandsregionen zählen nicht mehr als Risikogebiet. Gleiches gilt für mehrere Regionen in Portugal und in Dänemark sowie für die Bahamas.

Dagegen sind die Republik Moldau und Tansania nun Corona-Hoch-Inzidenz-Gebiete. Für Einreisen aus allen Corona-Risikogebieten gelten Vorgaben für Kontrollen, Test- und Quarantänepflichten.

14:27 Uhr | Quarantäne-Welle an Dresdner Grundschulen und Kitas

Die Zahl der Quarantänefälle an Dresdner Grundschulen und Kita erreicht seit der Wiedereröffnung der Einrichtungen Mitte Februar immer neue Höhen. Wie die Stadt mitteilte, standen am Freitag 1.708 Schüler, Lehrer und Erzieher unter Quarantäne. Betroffen sind insgesamt 24 Kitas und 24 Schulen. Besonders viele Fälle gibt es mit 102 Fällen in der Kita Leutewitzer Straße. Bei den Grundschulen führt die Liste die ausgelagerte 93. Grundschule an. Dort stehen 99 Personen unter Quarantäne.

14:04 Uhr | Erste Museen der Staatlichen Kunstsammlungen öffnen am Montag

Trotz wieder steigender Infektionszahlen öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) nach viermonatiger Zwangspause am Montag ihre ersten Museen.

Barbara Klepsch, Ministerin für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.
Bildrechte: Barbara Klepsch

Wir gehen im Rahmen der Öffnungsstrategie jetzt die ersten Schritte. Das berührt mich sehr, denn Kultur und Tourismus sind noch immer von der Corona-Pandemie am härtesten betroffen.

Barbara Klepsch Kulturministerin des Freistaates Sachsen

Den Anfang machen die Gemäldegalerie Alte Meister und die benachbarte Skulpturensammlung bis 1800 im Semperbau des Zwingers. Danach folgt am Dienstag das Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig. Das Residenzschloss mit dem Historischen und dem Neuen Grünen Gewölbe öffnet am 26. März.

13:45 Uhr | Sächsische Fußball-Vereine warten weiter auf Regionalliga-Restart

Fünf sächsische Fußball-Vereine warten weiterhin auf einen Restart der Regionalliga Nordost. Grund dafür sei die ablehnende Haltung des Landes Berlin. "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum in allen anderen Bundesländern gespielt werden darf, nur in Berlin nicht", kritisierte Wilfried Riemer, Spielleiter der Regionalliga Nordost. Der Restart der Liga hänge auch an der Freigabe des Landes Berlin, das eine Fortsetzung der Saison wegen des Infektionsgeschehens bislang ablehnt. Falls am 22. März bei der Bund-Länder-Konferent die Freigabe käme, sei das Ziel, ab Ostern den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, so Riemer.

Der Verband steht laut Riemer in den Startlöchern und würde am Osterwochenende mit einem kompletten Spieltag beginnen wollen, wenn auch in Berlin gespielt werden könne. Auch die Hygienekonzepte und Testungen seien kein Problem, betonte er. In der Regionalliga Nordost spielen auch fünf sächsische Vereine - die BSG Chemie Leipzig, Lok Leipzig, der Chemnitzer FC, der Vfb Auerbach und der FSV Bischofswerda.

13:35 Uhr | Museum Bautzen bleibt geschlossen

Auch wenn die aktuelle Corona-Schutzverordnung die Öffnung von Museen ab kommender Woche zulässt, bleibt das Stadtmuseum Bautzen weiter zu. Ein Termin für die Öffnung stehe bisher nicht fest, teilt die Stadtverwaltung mit. Für Interessenten stellt das Museum digitale Angebote wie einen interaktiven Rundgang auf seiner Internetseite bereit. Während der Schließzeit sind die Ausstellungen im Museum verändert worden. Außerdem wurden neue Sonderausstellungen mit Gemälden von zwei Bautzener Künstlerinnen eingerichtet.

13:25 Uhr | Impftaxis und Testzentrum: Stadt Dresden zieht Zwischenbilanz

Die Stadt Dresden hat eine postivie Zwischenbilanz zur Nutzung der Impftaxis gezogen. Seit dem 5. März haben laut Stadt 450 Personen die Impftaxis der Taxigenossenschaft Dresden genutzt, um sich ins Impfzentrum Dresden fahren zu lassen. "Die Angebote werden gut angenommen", hieß es in einer Mitteilung. Ab dem 15. März ergänzt Dresdner Chauffeur Service 8x8 GmbH das Angebot. Unter 0351 211211 und unter 0351 88888888 können die Taxis von Montag bis Sonntag in der Zeit von acht bis 16 Uhr gebucht werden. Zehn Euro Eigenanteil kostet jede Buchung, den Rest trägt die Landeshauptstadt.

Im Testzentrum Dresden an der Messe wurden Angaben der Stadt zufolge von Montag bis Donnerstag insgesamt 2.065 Antigen-Schnelltests durchgeführt. Davon seien 17 Tests positiv gewesen. Im Schnitt schaffen die Tester laut Stadt etwa 150 Tests pro Stunde. Die Schnellteststrecke ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Dresdnerinnen und Dresdner können sich hier kostenfrei einmal wöchentlich testen lassen.

12:59 Uhr | Landessportbund Sachsen kritisiert tageaktuelle Corona-Tests im Vereinssport

Der Landessportbund Sachsen (LSB) hat den Beschluss der sächsischen Politik zu tagesaktuellen Corona-Testungen für die Durchführung von Kontaktsport auf Außenanlagen sowie kontaktfreiem Training in Hallen ab 22. März kritisiert. "Diese Regelung ist vollkommen realitätsfern und somit untragbar für den Vereinssport", sagte LSB-Generalsekretär Christian Dahms. Es sei zwar schön, dass wieder Sport gemacht werden darf - unter diesen Bedingungen sei das aber für viele Vereine nicht umsetzbar. Es fehlten klare Hilfestellungen seitens des Freistaats bezüglich der Kostenübernahme und der Durchführung.

Der LSB schlägt vor, mögliche Testungen im Kinder- und Jugendbereich an die in der Schule durchgeführten Schnelltests zu koppeln, bei Erwachsenen soll der kostenlos verfügbare, wöchentliche Corona-Test ausreichend sein.

12:14 Uhr | Sächsischer Städte- und Gemeindetag fordert schnelleren Impfstart in Arztpraxen

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) hat einen schnelleren Impfstart in Arztpraxen gefordert. "Ein immer größerer Teil der Menschen bringt kein Verständnis mehr dafür auf, dass Deutschland und Sachsen sich immer länger erhebliche Grundrechtseinschränkungen auferlegen müssen, während sich der Start des Impfens in Arztpraxen immer weiter verzögert", kritisierte SSG-Präsident Bert Wendsche.

Man sei enttäuscht, dass sich die Gesundheitsministerkonferenz nicht auf einen einheitlichen Termin für den Impfbeginn in Arztpraxen habe einigen können. "In der Einbeziehung der Arztpraxen liegt ein wesentlicher Schlüssel für die Bekämpfung der Pandemie", so Wendsche. Mit dem derzeitigen Tempo werde es noch viele Monate brauchen, um eine breite Immunität zu erreichen. Bürgermeister berichteten zusehends von Enttäuschung der Bürger über die derzeitige Impfpraxis, so Wendsche weiter. Damit gingen auch die Geduld und die Unterstützung für die Corona-Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung zurück.

12:02 Uhr | Wegen steigender Inzidenz: Öffnungen in Zwickau stehe auf der Kippe

Die ab Dienstag geplante Wiedereröffnung von Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten im Landkreis Zwickau steht auf der Kippe. Wie Landrat Christoph Scheuer MDR SACHSEN mitteilte, gibt die innerhalb eines Tages sprunghaft angestiegene Inzidenz auf 109 Grund zu Besorgnis. "Wenn es so ist, dass heute und morgen die Inzidenz wieder über 100 ist, dann haben wir keine andere Möglichkeit, als am Montag die Öffnungen wieder zurückzuziehen", so Scheuer.

Neben körpernahen Dienstleistungen müssten dann auch Geschäfte schließen, die Click & Meet anbieten. Auch die Individual-Sportregelung würde entfallen.

11:23 Uhr | Zoo Leipzig bleibt wegen hoher Inzidenz geschlossen

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen verschiebt der Zoo Leipzig seine Wiedereröffnung. Die "schwere Entscheidung", am Montag nicht zu öffnen, sei in enger Abstimmung mit der Stadt Leipzig getroffen worden, teilte Zoo-Direkter Jörg Junhold mit. Das Robert-Koch-Institut bezifferte die Wocheninzidenz auf 100.000 für Sachsen am Freitag auf 90,9.

Jörg Junhold
Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig Bildrechte: dpa

Der rasante Anstieg des Wertes lasse das Erreichen der 100er-Marke in der nächsten Woche erwarten, erklärte Junhold. Dann müssten die Zoos ohnehin wieder schließen. Da hinter dem Zoo-Betrieb eine enorme Logistik stehe, habe man beschlossen, zunächst die weitere Entwicklung zu beobachten. Die Enttäuschung im Team sei groß.

09:40 Uhr | Hygienekonzept für Kreuzreiten Wittichenau

Die Organisatoren des Kreuzreitens in Wittichenau haben mit den Behörden ein Hygienekonzept abgestimmt, damit die Osterprozession in diesem Jahr stattfinden kann. Wie Organisator Lutz Günther mitteilte, soll es zum Auftakt am Ostersonntagmorgen zwei Aussendungsgottesdienste in der Pfarrkirche geben, an denen jeweils bis zu 150 Reiter teilnehmen können. Dafür sollen Eintrittskarten vergeben werden. Außerdem werde eine Sitzordnung nach Reitgemeinschaften festgelegt.

Gäste sind laut Günther zu den Gottesdiensten nicht zugelassen. Die Prozession selbst soll zu einem anderen Zeitpunkt starten als gewohnt. Damit solle sichergestellt werden, dass sich weniger Zuschauende an den Straßenrändern versammeln. Günther fordert die Einwohnerinnen und Einwohner auf, von ihren Grundstücken aus der Prozession zuzuschauen. Die Prozession werde zudem dadurch verkürzt, dass die Reiter weniger Runden um die Kirche reiten. In Ralbitz soll es den Angaben zufolge auch keine Andacht geben, sondern nur ein Abschlussgebet auf dem Pferd. Nach einer halbstündigen Pause wollen die Reiter heimreiten.

09:13 Uhr | Morgen geht's los: Kostenlose Corona-Schnelltests im Leipziger Rathaus

Ab Sonnabend werden im Leipziger Rathaus kostenlose Corona-Schnelltests angeboten. In der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses öffnet dazu ab 10 Uhr ein Testzentrum, teilte die Stadt mit. Bürgerinnen und Bürger können sich dort ohne vorherige Terminvergabe wochentags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr testen lassen. Die technische Einrichtung, Registrierung und Koordinierung aller Beteiligten verantwortet die Leipziger Messe.  

08:37 Uhr | Wegfall von Messen trifft mehrere sächsische Branchen

Der Wegfall von Messen in Sachsen wegen der Corona-Pandemie trifft gleich mehrere Branchen. Das Leipziger Messebau-Unternehmen Jakubek hat inzwischen einen Großteil seiner Beschäftigten entlassen müssen. Der Firmenchef sagte MDR AKTUELL, von 20 Mitarbeitenden seien nur noch drei übrig. Der Leipziger Taxi-Unternehmer Voigt erklärte, allein der Wegfall der Buchmesse reiße in seinem Gewerbe riesige Löcher. Er habe mehrere Fahrerinnen und Fahrer in Kurzarbeit schicken müssen. Der Leipziger Messe-Chef Buhl-Wagner geht davon aus, dass das laufende Jahr sehr schwierig bleiben wird. Man plane erst für das zweite Halbjahr wieder mit Veranstaltungen. Bereits im vergangenen Jahr habe man rund zwei Drittel des Geschäfts eingebüßt.

08:20 Uhr | Sächsische Exportzahlen gehen coronabedingt zurück

Die sächsischen Exporte haben im Jahr 2020 coronabedingt einen Rückgang verzeichnet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag der Gesamtwert der Exporte bei 36,8 Milliarden Euro. Das seien rund neun Prozent weniger als im Vorjahr. Damit entsprach der aktuelle Exportwert den Angaben zufolge in etwa dem Stand von 2016. Zu dieser Entwicklung hätten vorübergehende Produktions- bzw. Lieferkettenunterbrechungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beigetragen. Wichtigster Handelspartner des Freistaats blieb auch 2020 die Volksrepublik China, auf die circa 19 Prozent bzw. sieben Milliarden Euro aller sächsischen Exporte entfielen. 40 Prozent der sächsischen Exporte 2020 waren laut Landesamt Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus.

07:55 Uhr | Tierpark, Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg bereiten Öffnung vor

Der Tierpark sowie das Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg bereiten derzeit alles für ihre Wiedereröffnung in der kommenden Woche vor. Termine werden unter anderem über eine spezielle Anmelde-App vergeben. Die App soll ab Sonnabend auf der Freiberg-Website zur Verfügung stehen.

Sven Krüger
Bildrechte: imago/Uwe Meinhold

Wir freuen uns sehr, dass wir Tierpark und auch unser Museum wieder eröffnen können. Wir sind in den engen Vorbereitungen, deswegen mussten wir heute feststellen: Wir schaffen es erst ab Dienstag. Wir richten entsprechend der Corona-Verordnung ein Terminbuchungssystem ein, sodass wir ab Montag sowohl über Internet als auch telefonisch Termine anbieten, wo man dann sicher und mit Abstand sowohl Tierpark als auch unser Museum besuchen kann.

Sven Krüger Oberbürgermeister Freiberg

07:50 Uhr | Crimmitschau unterstützt mit "Stadtgutschein" städtische Händler

Der Crimmitschauer Stadtrat hat einstimmig für die Einführung eines "Stadtgutscheins" gestimmt. Damit soll das Geschäft der städtischen Händler wieder angekurbelt werden. Laut der Leiterin der Crimmitschauer Wirtschaftsförderung, Andrea Beres, wird der Kauf jedes Gutscheines bezuschusst. Wer etwa einen für 25 Euro erwerben möchte, muss dafür nur 20 Euro bezahlen. Mit dem "Stadtgutschein" soll in allen beteiligten Betrieben der Stadt eingekauft werden können.

07:32 Uhr | Modellprojekt zum Impfen in Hausarztpraxen gestartet

Ab April sollen die Hausärzte in die Corona-Impfkampagne einsteigen. In der Zwischenzeit gibt es in Sachsen ein Modellprojekt. 40 Arztpraxen wurden ausgewählt, um mit dem Impfen ihrer Patientinnen und Patienten schon mal anzufangen. Eine von ihnen ist die Hausarztpraxis von Jan Anastassis Skuras in Niederwiesa.

07:20 Uhr | Sächsische Tafeln stärker von Bedürftigen nachgefragt

Die sächsischen Tafeln haben im Jahr 2020 vor allem wegen der Corona-Pandemie deutlich mehr Lebensmittel an Bedürftige verteilt. "Im vergangenen Jahr gaben wir rund 1.300 Tonnen aus, im Jahr davor waren es 1.000 Tonnen", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Tafeln, Karltheodor Huttner, in Dresden. Neben Senioren hätten vor allem Kurzarbeiter die 43 Tafeln im Land aufgesucht. Nach der Abzahlung von Krediten, beispielsweise für Haus und Auto, habe bei ihnen oft das Geld für das Essen gefehlt.

Etwa 120.000 sozialbedürftige Menschen sind den Angaben zufolge im Jahr 2020 vorübergehend oder teilweise mit Waren des täglichen Bedarfes versorgt worden. Etwa 1.000 Menschen, die zum großen Teil ehrenamtlich tätig sind, engagieren sich für die Tafeln.

07:00 Uhr | Weiterhin Impfungen mit Astrazeneca in Sachsen

Deutschland setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus. Wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilte, gibt es bislang keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit dem Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe. Nach einer ersten Prüfung halte auch die Europäische Arzneimittelagentur an der positiven Bewertung des Impfstoffs fest, hieß es. Zuvor hatten mehrere europäische Staaten - darunter Dänemark - die Immunisierung mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgesetzt. Hintergrund waren mehrere Fälle von schweren Blutgerinnseln bei Geimpften.

Auch in Sachsen wird mit dem Vakzin weiterhin geimpft. Das bestätigte Thomas Grünewald, Infektiologe und Vorsitzender der sächsischen Impfkommission, auf Anfrage dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund".

06:56 Uhr | Hausärzte wollen Corona-Impfstoff impfen dürfen

Die Hausärzte verlangen eine sofortige Einbeziehung ihrer Praxen bei den Impfungen gegen das Corona-Virus. Verbandschef Ulrich Weigeldt sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", schon jetzt könnte man alle Impfstoffe verabreichen. Oberstes Ziel müsse es sein, bei steigenden Infektionszahlen so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit zu impfen. Weigeldt nannte den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern eine Katastrophe, zunächst weiter auf Impfzentren zu setzen. Die Minister hatten empfohlen, erst Mitte April routinemäßig zu starten. Sie begründeten das damit, dass noch nicht genügend Impfstoff für einen früheren Start bereitstehe.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.03.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 12.03.2021 | 19:00 Uhr

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