Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 23.12.: Weihnachtsgruß vom Jugendblasorchester Grimma

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Mundstück einer Tuba
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20:43 Uhr | Weihnachtsgruß vom Jugendblasorchester Grimma

Das Jugendblasorchester Grimma hat ein musikalisches Weihnachtsvideo ins Internet gestellt. Weil die Konzerte ausfallen mussten, habe man wie zu Ostern ein Video gemacht, sagte Grimmas Stadtmusikdirektor Rainer Rahmlow. "Jeder hat etwas eingespielt, lassen Sie sich überraschen", so Rahmlow.

20:07 Uhr | Weiterhin kritische Lage in Krankenhäusern

Die Lage in den 29 Krankenhäusern in Südwestsachsen, die Covid-19-Patienten behandeln, ist weiterhin kritisch, teilte das Klinikum Chemnitz heute mit. Um für Entlastung und Platz für Neuaufnahmen zu sorgen, haben die Koordinierungsstellen Chemnitz, Leipzig und Dresden vereinbart, Patienten in Kliniken der Region Nordsachsen zu verlegen.

Parallel dazu versucht das Klinikum Chemnitz, die Personalsituation im Haus zu stabilisieren. Damit soll über die Feiertage die Versorgung der Covid-19-Patienten und der sonstigen Notfälle gesichert werden. So sind unter anderem Mitarbeiter freiwillig in anderen Bereichen im Einsatz - hauptsächlich, um die Pflegekräfte zu entlasten. Eine Unterstützung durch medizinisches Personal der Bundeswehr konnte noch nicht realisiert werden.

19:42 Uhr | Labore arbeiten die Feiertage durch

Labore, die Corona-Tests auswerten, haben auch zu den Feiertagen alle Hände voll zu tun. Das Labor Mykologie-Experten in Mölbis im Landkreis Leipzig arbeitet nach eigener Aussage derzeit an sieben Tagen in der Woche oft bis in die späte Nacht um 2 oder 3 Uhr. Waren zum Beginn der Pandemie täglich nur rund 50 Tests auszuwerten, seien es jetzt pro Woche etwa 2.000. Mehraufwand verursachten aber auch zahlreiche Telefonate und E-Mails, die im Nachgang der Auswertung nötig seien, wie es hieß.

19:14 Uhr | 3.762 Neuinfektionen mit dem Coronavirus

In Sachsen sind bis zum Abend 3.762 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben der Gesundheitsämter sind das 556 mehr als noch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in sechs Landkreisen die 600er Marke überschritten. Am höchsten ist sie in den Landkreisen Bautzen, Zwickau und Görlitz. 121 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung.

18:19 Uhr | Positiver Coronatest bei Umweltminister Wolfram Günther

Sachsens Landwirtschafts-, Energie- und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) ist heute im Rahmen eines Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Günther sei in guter Verfassung, zeige leichte Erkältungssymptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, heißt es aus seinem Ministerium. Das Ergebnis eines PCR-Tests, der im Anschluss an das positive Ergebnis des Schnelltests durchgeführt wurde, liege noch nicht vor.

17:27 Uhr | Uniklinik Leipzig verdoppelt Bettenzahl für Covid-19-Patienten

Noch vor den Feiertagen hat das Universitätsklinikum Leipzig seine Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten erweitert. Wie die Klinik mitteilte, wurden die Normalstationen für die Behandlung von Covid-19-Patienten von 64 Betten auf fast das Doppelte erweitert. Auf der Covid-Intensivstation stünden derzeit 37 Betten zur Verfügung.

Außerdem seien die Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter ausgebaut worden. Unter anderem würden alle stationär aufgenommenen Patienten nach jeweils sieben Tagen zum zweiten Mal erneut auf eine Corona-Infektion untersucht. Damit sollen Infektionen festgestellt werden, die bei der Aufnahme wegen eines negativen Testergebnisses noch unerkannt geblieben seien.

17:01 Uhr | Festkonzert aus der Semperoper fällt aus

Die von der Semperoper, der Sächsischen Staatskapelle und dem ZDF am 30. Dezember geplante Aufzeichnung des diesjährigen "Festkonzerts aus der Semperoper" kann nicht stattfinden. Wie der Sender mitteilte, sei die Produktion im Rahmen der geltenden Corona-Schutz-Verordnung nicht durchführbar. Statt der geplanten Ausstrahlung des diesjährigen Konzertes zeigt das ZDF am 30. Dezember um 22.30 Uhr das 90-minütige Festkonzert aus der Semperoper aus dem Jahr 2016.

16:35 Uhr | Klinikum Chemnitz startet nächste Woche mit Corona-Impfung

Am Klinikum Chemnitz sollen in der kommenden Woche die Corona-Reihenimpfungen beginnen. Wie das Klinikum mitteilte, werden zunächst jene Beschäftigten geimpft, die unmittelbar an der Behandlung von Covid-19-Patienten beteiligt sind. Nach und nach würden weitere Bereiche folgen.

Die Impfung der Belegschaft sei wichtig, damit sich die Zahl der Ausfälle verringere. Nur so lasse sich die Versorgung der Patienten nachhaltig stabilisieren. Derzeit fällt am Klinikum statistisch täglich fast jeder dritte Mitarbeiter aus. Häufigste Gründe sind Krankheit, Quarantäne oder Kinderbetreuuung.

16:08 Uhr | Dekra warnt vor ungeprüften Masken aus China

Das unabhängige Prüfinstitut Dekra warnt vor mangelhaften Masken aus China. "Etwa 80 Prozent der im Schnelltest geprüften China-Masken sind durchgefallen", erklärte Dekra-Geschäftsführer Jörg-Timm Kilisch auf Anfrage von MDR SACHSEN. Von März bis September seien Masken wegen der mangelnden Verfügbarkeit in einem Schnelltest regulär zugelassen worden. Diese sogenannten CPA-Masken sind oft an der Kennzeichnung "KN95" erkennbar. Diese müssten laut Kilisch zwar nicht grundsätzlich unsicher sein, die Wahrscheinlichkeit sei aber hoch.

Sichere Masken seien immer an dem beiliegenden Prüfbericht und einer eingeschweißten Verpackung erkennbar. Im Rahmen der Ausgabe der FFP2-Masken an Risikogruppen waren vermehrt diese oft unsicheren CPA-Masken aufgetaucht. Seit Oktober werden den Angaben zufolge nur noch FFP-Masken mit CE-Kennzeichnung zugelassen.

15:14 Uhr | Ausbildung mit Hindernissen

Zahlreiche Auszubildende in Sachsen blicken in eine ungewisse Zukunft. Die Corona-Pandemie hat den Ablauf ihrer Ausbildung durcheinander gebracht. Vielfach ist es ihnen nicht mehr möglich, praktische Erfahrungen zu sammeln. Technische Probleme erschweren zudem den Schulalltag im Homeoffice.

15:05 Uhr | Zweiter Rettungshubschrauber in Bautzen stationiert

In Bautzen ist heute auf Initiative des Freistaates ein zweiter Rettungshubschrauber stationiert worden. Er soll vor allem bei Notfalleinsätzen fliegen, so die zuständige DRF-Luftrettung. Damit sei der andere Hubschrauber frei, um Covid-19-Patienten zu verlegen. Die Belegschaft der Hubschrauber mit Piloten und Rettungssanitätern wird durch die DRF-Luftrettung besetzt. Die Notärztinnen und Notärzte werden größtenteils in Zusammenarbeit mit der Universität Dresden sowie dem Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt gestellt. Der zweite Rettungshubschrauber ist zunächst für 90 Tage im Einsatz für Bautzen.

Ein Notarzt steht vor einem Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung.
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14:32 Uhr | Bestatter-Innung: Krematorien an der Grenze des Machbaren

Die Krematorien in Sachsen sind nach Einschätzung der Bestatter-Innung an der Grenze des Machbaren angelangt. Innungsobermeister Tobias Wenzel sagte, die Kapazitätsgrenzen seien erreicht. Einige Krematorien hätten die vergangenen Wochenenden durchgearbeitet, andere würden auch über die Feiertage arbeiten. Gestern hatte die Stadt Zittau bekanntgegeben, dass Leichen in einer Halle außerhalb des Krematoriums gelagert werden müssen, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichen.

13:51 Uhr | Jeder Fünfte will sich nicht impfen lassen

Jeder fünfte Versicherte der Barmer-Krankenkasse will sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Dabei hätten Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe, die Furcht vor Nebenwirkungen und Zweifel an der Wirksamkeit die größten Hürden dargestellt, teilte die Kasse heute mit. Diese Zweifel ließen sich am ehesten durch fundierte Informationen ausräumen, erklärte der sächsische Barmer-Chef Fabian Magerl. "Der Corona-Pandemie können wir nur Herr werden, wenn sich viele Menschen impfen lassen. Aufklärung ist das beste Mittel für eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der Bevölkerung." Die Barmer habe deshalb Fragen und Antworten zum Thema auf ihre Internetseite gestellt.

13:18 Uhr | Sachsen ermöglicht Weihnachtsbesuche für Gefangene

Inhaftierte in Sachsen können trotz der Corona-Beschränkungen auch an den Weihnachtsfeiertagen von Angehörigen besucht werden. Allerdings müssten strenge Regeln eingehalten werden, teilte das Justizministerium mit. Dazu gehörten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Einhalten der Abstände und eine Trennung durch Plexiglasvorrichtungen. Zudem sei die Zahl der Gäste pro Besuch auf zwei erwachsene nahe Angehörige aus einem Hausstand sowie die Kinder der Gefangenen beschränkt.

Bei Besuchen im Vollzugskrankenhaus oder auf der Seniorenstation, müssten die Angehörigen vor Ort einen Corona-Schnelltest vornehmen lassen. Für digitale Treffen waren schon im Frühjahr 33 Videobesuchsplätze in den zehn sächsischen Gefängnissen eingerichtet worden.

12:39 Uhr | Landtagspräsident Rößler wünscht sich zuversichtliche Sachsen

Der Präsident des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler, hat die Einwohner im Freistaat aufgerufen, trotz der Corona-Krise zuversichtlich zu bleiben. Jeder solle in dieser entbehrungsreichen Zeit ein helles Licht sein, sagte der CDU-Politiker in seiner Weihnachtsbotschaft. Er bat alle Sachsen, sich gerade in der Pandemie um ihre Mitmenschen zu kümmern. Zugleich dankte Rößler im Namen der Landtagsabgeordneten all denen, die auch über die Feiertage arbeiten müssten, vor allem in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und bei der Polizei.

Es liegt jetzt an uns, wie wir damit [die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie; Anm. d. Red.] umgehen: Beklagen wir das, was gerade nicht möglich ist? Oder sprechen wir all jenen Mut zu, die es am nötigsten haben?

Matthias Rößler Präsident des Sächsischen Landtags

11:58 Uhr | Corona-Kontrollen in Leipzig auch über Weihnachten

Leipzig hat alle Einwohner aufgerufen, die aktuellen Corona-Schutzauflagen auch während der Feiertage zu befolgen. Die Stadtverwaltung kündigte an, auch zu Weihnachten und an den Tagen bis zum Jahresende die Einhaltung der Corona-Quarantäne zu kontrollieren. Beauftragte des Gesundheitsamtes werden demnach Betroffene unangekündigt aufsuchen. Die häusliche Isolation positiv Getesteter und deren Kontaktpersonen sei notwendig, um die Infektionszahlen zu begrenzen, auch wenn dies gerade an den Weihnachtsfeiertagen erhebliche Disziplin und Verzicht erfordere.

11:26 Uhr | Im Vogtland wird das Pflegepersonal knapp

Im Vogtlandkreis gibt es akute Personalprobleme bei den Pflegekräften. Wie das Landratsamt mitteilte, steht wegen der Corona-Pandemie sowohl in den ambulanten und als auch in den stationären Bereichen nur noch ein Bruchteil der Pflegerinnen und Pfleger zur Verfügung. Die Behörde bittet deshalb um freiwillige Helfer für den Pflege- und Betreuungsbereich. Schon kleine Dinge wie ein angenehmes Gespräch oder die Begleitung bei einer Mahlzeit könnten das Pflegepersonal entlasten. Interessierte werden gebeten, sich beim Pflegenetzwerk des Vogtlandkreises zu melden.

10:56 Uhr | Lebensmittelhändler spendet Chemnitz Tests und Masken

Die Stadt Chemnitz erhält heute eine Sachspende an Corona-Schutzutensilien. Dabei handelt es sich um 2.000 Schnelltests und 2.500 FFP2-Masken. Sie haben einen Wert von rund 26.000 Euro und werden von der Edeka-Handelsgruppe bereitgestellt. Das Unternehmen will damit nach eigener Aussage angesichts der hohen Infektionszahlen einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.

Der Chemnitzer OB Sven Schulze (v.l.) und Toni Kunze, Geschäftsbereichsleiter Expansion der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen, bei der Übergabe von Masken  und Tests.
Der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze (v.l.) und Toni Kunze, Geschäftsbereichsleiter bei EDEKA, bei der Übergabe von Masken und Tests. Bildrechte: Harry Härtel

10:38 Uhr | Comödie Dresden lässt Kultfigur im Netz plaudern

Die Dresdner Comödie geht heute mit einem Podcast auf Sendung. Wie das Theater mitteilte, bekommt Kultfigur Käpt'n König unter dem Titel "Promille-linge-ling - König is calling" einen wöchentlichen Internetauftritt. Dabei wird er mit aktuellen und ehemaligen Darstellern der Comödie am Telefon plaudern. Mit dem Talk will die Comödie nach eigenen Angaben ihren Besuchern die Zeit verkürzen, bis wieder Aufführungen möglich sind.

09:49 Uhr | Heute kostenlose Schnelltests in Mittweida

Der Landkreis Mittelsachsen bietet heute kostenlose Corona-Tests an. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde dazu im künftigen Impfzentrum in Mittweida eine Station aufgebaut. Hier könnten sich Interessierte von 9 bis 18 Uhr ohne Anmeldung vom Deutschen Roten Kreuz testen lassen. Der Landkreis-Beigeordnete Jörg Höllmüller sagte, mit diesen Schnelltests gebe es eine Sicherheit vor Weihnachten für Personen, die keine Symptome zeigten und dennoch ansteckend seien.

09:01 Uhr | Maskenloser Randalierer in Zwickauer Straßenbahn

In Zwickau ist ein Mann auf Fahrgäste einer Straßenbahn losgegangen. Wie die Polizei mitteilte, trug der Randalierer am Dienstag dabei keine Gesichtsmaske, hatte aber jede Menge Alkohol intus - ein Test ergab später knapp 1,8 Promille. Als andere Passagiere in der Tram den 21-Jährigen auf seinen fehlenden Corona-Schutz ansprachen, bedrohte er sie und schlug einem 59-Jährigen ins Gesicht. An einer Haltestelle floh er und rannte dabei mehrere Passanten um. Eine 67-jährige Frau wurde leicht verletzt. Die Polizei konnte den Mann fassen.

08:41 Uhr | Tückische Zahlen: Verzerren Inzidenzwerte bei kleinen Orten die Realität?

Die Politik bezieht sich bei ihren Corona-Schutzmaßnahmen auf die Höhe der Inzidenzwerte. Diese geben an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner es binnen sieben Tagen gegeben hat. Aber welche Aussagekraft hat diese Zahl, wenn sie für kleine Orte angegeben wird, die nur einige Tausend Einwohner oder noch weniger haben?

Zum einen verändere sich der Wert dort meist schneller als in Großstädten erklärt der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz. Zum anderen müssten andere Zahlen wie der Reproduktionsfaktor des Coronavirus und mögliche Cluster berücksichtigt werden. So könnten Ansteckungen innerhalb einer Familie die Inzidenz für das ganze Dorf in die Höhe treiben, während die Ansteckungsgefahr jedoch geringer ist als in der Großstadt.

08:09 Uhr | Amtsärzte fordern Verbot von Weihnachtsgottesdiensten

Amtsärzte haben ein bundesweites Verbot von Weihnachtsgottesdiensten gefordert. Es dürfe kein zusätzliches Corona-Risiko eingegangen werden, betonte die Vorsitzende des Bundesärzteverbands im Öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die katholische Kirche in Deutschland hatte angekündigt, mit Hygienekonzepten und Schutzmaßnahmen an den Weihnachtsgottesdiensten festzuhalten. Die evangelische Kirche empfahl dagegen ihren Gemeinden, Weihnachten auf alle Präsenzgottesdienste zu verzichten. Mehrere Gemeinden in Sachsen haben daraufhin bereits Andachten und Krippenspiele abgesagt.

07:33 Uhr | Klepsch will Sachsens "Markenzeichen Kultur" erhalten

Sachsen will alles tun, um den Bestand des breiten Kulturangebots im Freistaat trotz der Corona-Krise zu sichern. Das kündigte Kulturministerin Barbara Klepsch an. "Wir wünschen uns 2021 ein Jahr der Wiedereröffnung und Wiederbegegnung", sagte die CDU-Politikerin.

Sobald es die Infektionslage wieder zulasse, sei ein landesweites Dialogformat geplant, was sowohl die Kulturschaffenden spartenübergreifend im Blick habe als auch die Vernetzung zum Tourismus vor Ort mitdenke. Die Industriekultur werde auch nach der Landesausstellung weiter eine wichtige Rolle spielen, erklärte Klepsch. Als weitere Schwerpunkte für das kommende Jahr nannte sie die Vorbereitungen für das Europäische Kulturhauptstadtjahr 2025 in Chemnitz und das Finanzabkommen der Stiftung für das sorbische Volk.

Die Kultur ist das Markenzeichen unseres Freistaates. Viele Menschen merken, dass sie lebenswichtig ist und keine Delikatesse.

Barbara Klepsch Ministerin für Kultur und Tourismus

06:54 Uhr | Nächtliche Corona-Kontrollen in Görlitz

Die Polizei in Görlitz hat in der vergangenen Nacht verstärkt in der Innenstadt patrouilliert. Grund war die wegen der Corona-Pandemie geltende Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Nach Angaben der Behörde trafen die zehn Polizisten binnen zwei Stunden sieben Personen an. Sechs von ihnen erhielten eine Platzverweis, weil sie ohne triftigen Grund unterwegs waren. Gegen sie wurden zudem Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Ein Radfahrer konnte demnach zwar einen triftigen Grund nachweisen, hatte aber keinen Mund-Nasen-Schutz dabei, den er nach dem Absteigen vom Fahrrad sofort hätte aufsetzen müssen. Die Görlitzer Polizei kündigte für die kommenden Wochen weitere Schwerpunktkontrollen an.

06:24 Uhr | Dulig trompetet Heiligabend vom Balkon

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig will beim Befolgen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten mit gutem Beispiel vorangehen. Der SPD-Politiker erklärte, trotz Großfamilie werde er das Fest in diesem Jahr daheim im ganz kleinen Kreis feiern. Auch auf den Heiligabend-Gottesdienst wolle er verzichten. Normalerweise spiele er dann immer in der Kirche Trompete. Stattdessen will Dulig diesmal von seinem Balkon aus Weihnachtslieder erklingen lassen.

05:58 Uhr | Absagen für Krippenspiele in der Oberlausitz

In Wilthen fallen die beiden Christvespern am Heiligabend aus. Darüber informiert die evangelische Kirchgemeinde Wilthen auf ihrer Internetseite. Sowohl die Christvesper am Nachmittag und das Krippenspiel am Abend sind abgesagt.

Auch in Crostau fällt die Christvesper mit Krippenspiel am 24. Dezember der Corona-Pandemie und den Beschränkungen zum Opfer, bestätigte Pfarrer Karl-Friedrich Kottmeier. In Schirgiswalde wird es eine offene Kirche am Nachmittag geben und in Kirschau sind bisher drei Kurzvespern geplant: um 15, 16 und 17 Uhr.

05:41 Uhr | Wirtschaft im Osten weniger stark geschrumpft

Die Corona-Pandemie hat auch die Wirtschaft 2020 stark getroffen. Allerdings schneidet Ostdeutschland nicht ganz so schlecht ab, wie ursprünglich befürchtet. Ein Grund dafür könnte ausgerechnet ein struktureller Nachteil sein.

05:19 Uhr | Einzelhandel klagt musikalisch

Auf kreative Art hat der Einzelhandel auf seine Lage kurz vor Weihnachten aufmerksam gemacht. Denn eigentlich würde heute und morgen das Geschäft des Jahres brummen. Doch die meisten Läden mussten wegen des Lockdowns schließen. Das hat viele Einzelhändler in Sachsen hart getroffen. Einige von ihnen haben sich nun gemeinsam den Frust von der Seele gesungen.

05:06 Uhr | Tausende Euro für Görlitzer Kreativszene

Der Aktionskreis für Görlitz e.V. hat bisher 23.500 Euro für die Stärkung der Kreativszene in Görlitz während der Corona-Pandemie gesammelt. Das Geld komme von Firmen und Privatpersonen, sagte Michael Schick vom Aktionskreis. Es soll ab Januar 2021 an soloselbständige Kreativschaffende ausgezahlt werden.

Sie können damit Programme und Veranstaltungsformate erarbeiten, die dann in Görlitz aufgeführt werden sollen, sobald es die Situation erlaube. Die ganze Stadt solle dadurch wieder bunt und lebendig werden, sagte Schick. Aber auch das Städtische Klinikum und Pflegeheime sollten Auftrittsorte sein. Der Aktionskreis hofft noch auf weitere Spenden, auch Kunstschaffende würden noch gesucht.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.12.2020 | 19:00 Uhr

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