Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 31.03.: Antrag von Dresden auf Ausnahme für Öffnungen abgelehnt

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

"Geschlossen" steht auf einem Schild an der Tür eines Restaurants.
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Meldungen des Folgetags

21:15 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen eine ruhige Nacht und sind Gründonnerstag an gleicher Stelle für Sie da. Bleiben Sie gesund!

20:49 Uhr | Antrag von Dresden auf Ausnahme für Öffnungen abgelehnt

Die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen, der Zoo und die Geschäfte mit "Click & Meet"-Angeboten müssen in Dresden ab morgen schließen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Man könne frühestens am Dienstag, also dem 6. April, wieder öffnen.

Hintergrund ist, dass die ab morgen gültige, neue sächsische Corona-Schutzverordnung eine inzidenzunabhängige Öffnung von Museen, Zoos und "Click & Meet"-Angeboten erst ab dem 6. April regelt. Mit Wirksamkeit der Verordnung am 1. April sind diese Möglichkeiten noch nicht wirksam. Ein Antrag von Dresden beim Ministerium auf Ausnahmeregelung wurde nicht befürwortet.

20:39 Uhr | Erleichterung bei den Osterreitern

Die Oberlausitzer Kreuz- und Osterreiter sind erleichtert, dass die Landkreise Bautzen und Görlitz die Prozessionen am Ostersonntag genehmigt haben. Mitreiten darf nur, wer einen negativen Corona-Test vorlegen kann. Außerdem gilt eine Maskenpflicht.

20:31 Uhr | Sommerbühne statt Winterbühne in Bad Muskau

Die Winterbühne, das kleine Festival im Schloss des Muskauer Parks, soll in diesem Jahr coronabedingt zur Sommerbühne werden. Das teilten die Organisatoren mit. Die Veranstaltungen sollen aus dem Schloss in den Park verschoben werden. Am letzten Maiwochenende soll vor allem ein musikalisches Programm für alle Generationen geboten werden. Mit dabei ist wieder die Serkowitzer Volksoper mit zwei Inszenierungen. Am Sonntagvormittag soll es ein Kindermitmachkonzert geben. Und in den späten Abendstunden soll sich das Festivalgelände rund um die Parkbrauerei jeweils mit einer Illumination verwandeln.

20:04 Uhr | Freitaler Bürgermeister geben Kinderschuhe in Staatskanzlei

Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg und der Erste Bürgermeister, Peter Pfitzenreiter, haben heute Kinderschuhe in der Sächsischen Staatskanzlei abgegeben. Dies sei im Auftrag von Eltern geschehen, die damit auf die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie hinweisen wollten, erklärte Bürgermeister Pfitzenreiter.

19:35 Uhr | Regelverstöße im Leipziger Stadtteilpark

Das Ordnungsamt der Stadt Leipzig hat gestern Kontrollen zur Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutzverordnung durchgeführt. Dabei stellten die Mitarbeiter am Abend im Stadtteilpark Rabet etwa 700 Menschen fest, die sich nicht an die geltenden Hygienemaßnahmen hielten.

Mit der Unterstützung der Polizei gelang es, die betreffenden Personen anzusprechen und diese zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu bewegen. Bei einzelnen Verweigerern wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

19:17 Uhr | Gedenken an Verstorbene der Corona-Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat offiziell für den 18. April zum gemeinsamen Gedenken für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie aufgerufen. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, soll dies ein Tag des Innehaltens sein, der zeigt, dass die Gesellschaft Anteil nimmt und die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergisst.

Die zentrale Gedenkfeier solle unter strengen Schutzauflagen im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt stattfinden und live im Fernsehen und im Radio übertragen werden. Zuvor sei ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geplant.

18:51 Uhr | Musiker der Staatskapelle scheitern mit Klage

Die Klage von fünf Musikern der Staatskapelle Dresden auf ihr Recht auf Arbeit ist gescheitert. Das Sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz hat heute die Berufung der Künstler zu einer Entscheidung des Dresdner Arbeitsgerichts abgewiesen. Die Musiker hätten einen Anspruch, proben zu dürfen. Einen Anspruch auf öffentliche Auftritte gebe es derzeit hingegen nicht, sagte der Sprecher des Landesarbeitsgerichts, Andreas Spilger.

Anfangs war es bei der Klage auch um die Probenarbeit gegangen, wie Spilger sagte. Die Semperoper sei den Musikern diesbezüglich jedoch entgegengekommen und gewähre ihnen Probenmöglichkeiten. Dem Gericht sei es wichtig gewesen, dass die internationalen Spitzenmusiker durch Probenarbeit ihre Spielfähigkeit erhalten könnten. Das Urteil ist endgültig.

18:02 Uhr | Augustusburg startet Öffnungen für Tourismus

Die Stadt Augustusburg kann ein Modellprojekt zu Öffnungen im Tourismus beginnen. Der Landkreis Mittelsachsen habe den Versuch heute freigegeben, teilte Bürgermeister Dirk Neubauer (SPD) auf Facebook mit. Ab morgen öffnen nun Gaststätten, Hotels und das Schloss Augustusburg wieder für Besucher.

Voraussetzung ist, dass sich die Gäste vorher auf eine Corona-Infektion hin testen lassen. Dazu hat die Stadt ein Testzentrum eingerichtet. Gäste müssen vorab einen QR-Code beantragen, um am System teilnehmen zu können.

17:38 Uhr | Impfunterstützung für Senioren in Plauen wird beendet

Der Einsatz der Arbeitsgruppe "Impfunterstützung" im Vogtland wird beendet. Wie die Stadtverwaltung in Plauen informierte, hätten die insgesamt vier Mitarbeiterinnen binnen vier Wochen rund tausend Impftermine organisiert - meist für betagte Seniorinnen und Senioren ohne eigenen Internetanschluss. Damit sei es gelungen, nahezu allen Interessenten der Prioritätengruppe 1 ein Impfangebot zu machen.

Leider seien die Mitarbeiterinnen jedoch häufig übel beschimpft und angefeindet worden - für knappe Impfressourcen, den Einsatz von Astrazeneca oder die Aufhebung der Impfpriorität. "Dieses Niveau der Kommunikation war am Ende leider nicht mehr tolerierbar", so Plauens Bürgermeister Steffen Zenner. Die Arbeitsgruppe "Impfunterstützung" wurde jetzt aufgelöst.

17:01 Uhr | Viele Leipziger Geschäfte ab morgen wieder zu

Die neue Corona-Schutzverordnung des Freistaats legt für Leipzig ab morgen zwingend die Schließung großer Teile des Einzelhandels fest. Davon betroffen sind auch Museen der Stadt. Diese müssen ebenfalls ab morgen wieder schließen, teilte das Leipziger Gesundheitsamt mit.

Nicht betroffen von der Schließung sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, unter anderem Lebensmittelhandel, Drogerien, Apotheken, Buchläden, Baumärkte und Sanitätshäuser. Die neue Verordnung lässt die Möglichkeit einer inzidenzunabhängigen Öffnung von Handel und Museen ab 6. April zu, wenn sachsenweit nicht mehr als 1.300 Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind. Das allerdings wird wahrscheinlich der Fall sein.

16:34 Uhr | Leipzigs Bühnenhäuser bleiben weiter zu

In Leipzig bleiben die großen Bühnenhäuser bis mindestens Ende April für den Spielbetrieb geschlossen. Das teilte die Stadt heute mit. Für Oper, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt sei eine verlässliche Planung derzeit nicht absehbar. Über den Probenbetrieb entscheiden die Häuser weiter individuell auf der Basis von regelmäßigen Testungen.

Eine gute Nachricht gibt es dagegen für alle Schülerinnen und Schüler der Musikschule. Dort soll es ab 12. April wieder Einzelunterricht in Präsenzform geben. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

16:02 Uhr | Ausflugstipps für die freien Tage

Sachsens Schüler und Familien haben Osterferien, aber was können sie unternehmen? Aktuell müssen Eltern noch kreativer sein als sonst schon. Vor jedem Ausflug sollten sie Corona-Bestimmungen des eigenen Landkreises überprüfen und sich auf die aktuell geltenden Hygiene-Vorgaben einstellen. Und ausreichend leckere Snacks für alle einpacken. Auf spontan zu findende Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand sollte man sich nicht verlassen. Hier Tipps für die Regionen in Sachsen.

15:30 Uhr | Neuansteckungen gehen leicht zurück

Die Corona-Inzidenz ist in Sachsen erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut bezifferte den Wochenwert der gemeldeten Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche heute mit 182. Gestern hatte die Inzidenz noch bei 193 gelegen und am Tag davor bei 200. Bundesweit betrug der Wert heute 132.

Sachsen hat nach Thüringen weiterhin die zweithöchste Neuansteckungsrate aller Bundesländer. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz hat die Stadt Leipzig heute die 100er-Marke überschritten.

15:16 Uhr | Eilantrag gegen Testpflicht erfolglos

Beschäftigte und Selbstständige mit Kundenkontakt müssen sich weiterhin einmal wöchentlich auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Diese Regelung der aktuellen Corona-Schutzverordnung hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht jetzt in einem Eilverfahren bestätigt. Geklagt hatte der Inhaber einer Apotheke. Er sieht in der Testpflicht die rechtswidrige Einschränkung seiner Berufsfreiheit und einen Einschnitt in sein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.

Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. "Die Anwendung der nach der Vorschrift vorgesehenen Selbsttests gehe nicht mit einem Eingriff in die körperliche Unversehrtheit einher." Der Verordnungsgeber sei durch das Infektionsschutzgesetz auch ermächtigt gewesen, die Testpflicht für Selbstständige und Beschäftigte mit Kundenkontakt zu regeln, da es sich um eine vom Infektionsschutzgesetz vorgesehene Beschränkung von Betrieben und Gewerben handle. Diese sei angesichts des Infektionsgeschehens auch verhältnismäßig.

14:51 Uhr | Spielschiff-Museum in Mutzschen öffnet nicht

Das Spielschiff-Museum in Mutzschen kann morgen nicht öffnen. Das teilte Claude Bernard vom Verein "Freunde der Spielschiffe" dem MDR Sachsenradio mit. Wegen der Corona-Pandemie habe der Landkreis Leipzig die Eröffnung untersagt. Möglicherweise könne das Museum am Dienstag nach Ostern öffnen.

14:26 Uhr | 21.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im März auf 137.300 gesunken. Das sind nach Angaben der Regionalagentur für Arbeit 3.200 weniger als im Februar, aber fast 21.000 mehr als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,5 Prozent. Agenturchef Klaus-Peter Hansen sagte, ein Jahr Corona-Krise habe den Arbeitsmarkt im Freistaat um drei Jahre zurückversetzt. Das Risiko, arbeitslos zu bleiben, sei unter den aktuellen Bedingungen deutlich gestiegen - vor allem für Geringqualifizierte und Menschen, die coronabedingt notwendige Qualifizierungsmaßnahmen nicht beginnen oder beenden könnten. Bundesweit beträgt die Zahl der Arbeitslosen 2,8 Millionen.

13:54 Uhr | Landtag verabschiedet Finanzausgleichsgesetz

Der Sächsische Landtag hat in einer Sondersitzung das Finanzausgleichsgesetz für dieses und das kommende Jahr beschlossen. Es regelt den Geldfluss zwischen dem Freistaat und den Kommunen. Nach Angaben von Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) stehen für Städte und Gemeinden pro Jahr rund sieben Milliarden Euro bereit - unterm Strich sogar etwas mehr als im vergangenen Jahr. Die Kommunen hätten stabile Verhältnisse - trotz coronabedingter Mehrausgaben und der damit verbundenen Steuerausfälle, sagte der Finanzminister. Die Reform des bisherigen Finanzausgleichs sorge für eine gerechtere Verteilung der Gelder so Vorjohann. Es würden die Kosten für Kitas und Schulen stärker berücksichtigt, ebenso aber die Probleme großflächiger Kommunen mit geringer Einwohnerzahl.

Die Reform ist umstritten, weil sie kleinere Kommunen stärkt, Mittelzentren aber schwächt.

13:15 Uhr | Borna sucht Helfer fürs Gesundheitsamt

Die Stadt Borna sucht für ihr Gesundheitsamt Personal für das Krisenmanagement, sogenannte Containment Scouts. Diese führen unter anderem telefonische Befragungen von mit Corona infizierten Personen zu möglichen Kontaktpersonen durch. Unterstützt durch das Robert-Koch-Institut sollen die Containment-Scouts so bei der Eindämmung der Corona-Krise helfen, hieß es aus der Stadt.

Gesucht würden vor allem Menschen mit medizinischen oder gesundheitswissenschaftlichen Grundkenntnissen. Die Stellen werden in Vollzeit besetzt und sind bis Ende März des nächsten Jahres befristet. Die Vergütung liegt den Angaben zufolge bei knapp 2.400 Euro brutto.

13:00 Uhr | Nationalparkbahn nach Tschechien fährt ab morgen auch wieder

Neben Trilex und Vogtlandbahn nimmt auch die sogenannte Nationalparkbahn U28 den grenzüberschreitenden Betrieb in die Tschechische Republik via Sebnitz und Bad Schandau wieder auf. Das sagte ein Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe auf Anfrage von MDR SACHSEN. Die mit deutschen Zügen von der Tschechischen Staatsbahn betriebenen Linie bediene ab morgen auf deutscher Seite zwischen Sebnitz und Schöna alle Unterwegsstationen.

Der VVO-Sprecher verwies darauf, dass eine grenzüberschreitende Mitfahrt aber weiterhin an die strengen Regeln der Corona-Verordnungen von Bund und Freistaat gebunden sei. Damit bleiben Ausflüge ins Nachbarland praktisch vorerst nicht möglich.

Ein roter Triebwagen fährt über eine Nebenbahnstrecke.
Ab morgen wieder unterwegs: die Nationalparkbahn U28. Bildrechte: Schmidt - VVO

12:45 Uhr | Trotz Astrazeneca-Einschränkungen bleiben Impfzentren Ostern offen

Trotz der neuerlichen Einschränkungen beim Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca will Sachsen wie geplant die Impfzentren über die Osterfeiertagen offen halten. "Jeder, der einen Impftermin hat, kann den auch nutzen", betonte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Rande einer Sondersitzung des Landtages. Ab sofort soll bei unter 60-Jährigen das Vakzin von Biontech zum Einsatz kommen. Wie es mit den unter 60-Jährigen weitergeht, die sich bereits einmal mit Astrazeneca haben impfen lassen, ist vorerst unklar. Man habe Druck gemacht, dass die Impfkommission bis Mitte April eine Antwort gibt, so Köpping.

12:10 Uhr | Kugelstoß-Ass Storl: Quarantäne ist "Alibi zum Betrügen"

David Storl (SC DHfK Leipzig)
David Storl: Quarantäne ist "Alibi zum Betrügen". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl sieht die Quarantäne bei an Corona erkrankten Spitzensportlern als das "allerbeste Alibi zum Betrügen". Dies sagte der 30 Jahre alte Leipziger in einem "Welt"-Interview. Storl war selbst positiv getestet worden und in der häuslichen Isolation.

"Durch meine Quarantäne ist mir bewusst geworden, dass wir es bei den Olympischen Spielen - sofern sie stattfinden - ganz bestimmt nicht mit Chancengleichheit zu tun haben werden", ist Storl überzeugt. "Jedenfalls ist meine Skepsis jetzt noch einmal extrem gestiegen. Weil es für in Quarantäne befindliche Sportler oder Sportlerinnen keine Dopingtests gibt."

12:00 Uhr | Leipziger müssen Handball absagen - Corona-Fälle bei Gegner Erlangen

Der SC DHfK Leipzig muss seine Revanche gegen den HC Erlangen vertagen. Die für Donnerstagabend angesetzte Partie fällt aus. Grund sind Corona-Fälle im Team der Erlanger.

11:52 Uhr | Chemnitz erleichtert nach Ostern Zugang zu Geschäften

Die Stadt Chemnitz hat eine neue Allgemeinverfügung veröffentlicht. Mit dieser werden Öffnungen bestimmter Einrichtungen und Geschäfte ab dem 6. April erlaubt, wenn ein tagesaktueller, negativer Corona-Schnelltest vorgelegt werden kann.

Die Lage in Chemnitz und Sachsen ist weiterhin angespannt und wir nehmen sie ernst. Gleichzeitig ist es wichtig, vorbereitet zu sein, sollten Öffnungen möglich werden. Dies haben wir mit der Allgemeinverfügung jetzt veranlasst.

Sven Schulze Oberbürgermeister von Chemnitz

Das Rathaus teilte mit, es dürften Einrichtungen des Einzel- und Großhandels für höchstens einen Kunden pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche nach vorheriger Terminbuchung mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung öffnen. Auch Betriebe der sogenannten körpernahen Dienstleistungen dürfen öffnen. Tierpark, Wildgatter, Botanischer Garten sowie Museen und Galerien können jeweils mit vorheriger Terminbuchung und Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung besucht werden. Individualsport und Sport für bis zu 20 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist im Außenbereich zulässig.

11:40 Uhr | Bei Einsamkeit: Zuhörtelefon der Johanniter

Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens hat weiter Einfluss auf die sozialen Kontakte der Menschen. Besonders auf Ostern haben sich viele Menschen gefreut, um mit ihrer Familie zusammenzukommen, Gottesdienste zu besuchen oder sich mit Freunden zu verabreden. Angesichts von Kontaktbeschränkungen gehen die Johanniter davon aus, dass viele Menschen wieder Ostern allein verbringen müssen. Inbesondere Senioren litten unter Einsamkeit, weil ihnen digitale Kontaktmöglichkeiten fehlten, hieß es.

Das Johanniter verweisen deshalb auf ihr Zuhörtelefon unter der kostenfreien Nummer 0800 - 0 300 700. Täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr können Anrufer ein persönliches Gespräch suchen - auch anonym und ohne Zeitdruck. Bei Bedarf einer professionellen Telefonseelsorge werde ein Ansprechpartner vermittelt.

11:26 Uhr | Amtsärzte mahnen konsequenten Lockdown an

Die deutschen Amtsärzte haben einen harten Lockdown gefordert. Verbandsvorsitzende Ute Teichert sagte der "Rheinischen Post", die Impfungen würden die Welle in den kommenden Wochen noch nicht brechen können. Daher sei es jetzt entscheidend, mit den Fallzahlen herunterzukommen. Das sei nur mit einem konsequenten Lockdown machbar. Teichert warnte zugleich vor Öffnungsschritten. Lockerungen führten dazu, dass die Menschen viele Kontakte hätten. Für die Zeit nach dem Lockdown brauche es Konzepte.

11:14 Uhr | Kretschmer: Zu viele halten sich nicht an die Corona-Regeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor rasant steigenden Infektionszahlen gewarnt. Der CDU-Politiker sagte den Sendern RTL und ntv, der Blick in die Nachbarländer zeige, was passieren werde. Deutschland werde Inzidenzwerte von bis zu 700 bekommen, wenn man die Welle nicht anhalte. Das schaffe kein Gesundheitssystem der Welt, auch nicht das deutsche.

Kretschmer zufolge hält sich ein Großteil der Bürger nicht mehr an die Corona-Maßnahmen. Zu viele machten Kompromisse, zu viele gingen ihren eigenen Weg. Kretschmer forderte mehr Eigenverantwortung der Bürger. Zu viel Sorglosigkeit führe zu weiter steigenden Infektionszahlen.

11:04 Uhr | Astrazeneca benennt seinen Impfstoff um

Der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der neue Name von der Europäischen Arzneimittelagentur genehmigt. Bislang ist das Präparat unter dem Namen "Covid-19 Vaccine Astrazeneca" bekannt. Astrazeneca erklärte, die Umstellung auf einen Markennamen sei üblich und seit vielen Monaten geplant. Die vollständige Umstellung auf den Namen "Vaxzevria" werde sechs Monate dauern.

10:44 Uhr | Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf

Trotz anhaltender Corona-Beschränkungen hat sich die Stimmung in weiten Teilen der ostdeutschen Wirtschaft verbessert. Nach Angaben des Institutes für Wirtschaftsforschung in Dresden schätzen viele Unternehmen ihre Lage besser ein als in den Monaten zuvor und blicken auch optimistischer in die Zukunft. Der sogenannte Geschäftsklima-Index kletterte demnach im März auf 94,9, nach einem Stand von 91,0 im Februar. Damit lag der Index auch höher als vor einem Jahr.

10:16 Uhr | Erste Regionalzüge fahren wieder nach Tschechien

orang-weißer Triebwagen
Trilex-Züge fahren demnächst wieder grenzüberschreitend bis Tschechien. Bildrechte: Bernd Schädlich

Erste Regionalzüge fahren wieder nach Tschechien. Mit dem Ende der coronabedingten Einstufung des Nachbarlandes als Virusvariantengebiet will die Länderbahn ab April wieder stufenweise den Verkehr aufnehmen, teilte der Bahnbetreiber mit. Die Trilex-Linie L7 (Seifhennersdorf-Varnsdorf-Zittau-Liberec) hält ab dem morgigen 1. April wieder auf allen Unterwegsbahnhöfen in Deutschland, der eingeschränkte Corona-Fahrplan endet am 5. April. Die durchgehenden RE2-Züge aus Dresden über Zittau nach Liberec fahren ab dem 12. April wieder planmäßig.

Der grenzüberschreitende Verkehr der Vogtlandbahn auf der RB2 (Bad Brambach - Vojtanov - Cheb) wird ab dem 12. April wieder aufgenommen. Der Zugverkehr auf der RB1 beziehungsweise RB5 (nach Kraslice) startet ab dem 19. April wieder grenzüberschreitend. Die Länderbahn verweist explizit darauf, dass weiterhin sämtliche Reiseregeln zwischen Deutschland und Tschechien inklusive Corona-Testungen sowie die Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen gelten.

09:18 Uhr | Dehoga-Chef Klein sieht in Corona-Schutzverordnung eine "Mogelpackung"

Auch Sachsens Dehoga-Chef Axel Klein kritisiert die neue Corona-Schutzverordnung des Freistaates als "Mogelpackung"- wie bereits zuvor die IHK in Chemnitz (Meldung von 8:30 Uhr). Gastronomen und Kneiper bräuchten endlich eine Perspektive und diese könnte sich mit den geplanten Modellprojekten in Augustusburg und Oberwiesenthal eröffnen. Zugleich verwies Klein nochmals darauf, dass wegen der monatelangen Schließzeit von Restaurants und Cafés die Fachkräfte dauerhaft in andere Branchen abwanderten.

08:48 Uhr | Bettenkoordinator: Covid-Betten werden entsprechend der Pandemie in Kliniken angepasst

Die Zahl der Krankenhausbetten für Corona-Patienten wird stets der Pandemieentwicklung angepasst. Wie das geht, erklärt Prof. Michael Albrecht von der Uniklinik Dresden. Er koordiniert die Corona-Betten. Kein Verständnis hat der Mediziner für Corona-Leugner.

08:30 Uhr | "Mogelpackung": IHK Chemnitz kritisiert neue Corona-Schutzverordnung

Die IHK Chemnitz setzte sich im Vorfeld der neuen Corona-Schutzverordnung dafür ein, dass Click & Meet und Modellprojekte zur Erprobung von Corona-Testkonzepten unabhängig von Inzidenzwerten und bei negativer Testung ermöglicht werden. "Die novellierte Corona-Schutzverordnung läuft jedoch auf eine Mogelpackung hinaus", glaubt die Kammer. So könne Click & Meet erst nach Genehmigung der Landkreise und kreisfreien Städte ab dem 6. April sowie bis zu 1.300 Covid-Patienten in den sächsischen Krankenhäusern erfolgen.

"Bereits nächste Woche werden die 1.300 Covid-Patienten höchstwahrscheinlich gerissen, sodass die neue Click & Meet-Regelung vorerst ins Leere läuft", kritisierte Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz. Auch die Durchführung von Modellprojekten bleibt durch die notwendigen Genehmigungen vieler Akteure leider höchst ungewiss.

Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Geschäft mit einem „Click & Meet“-Schild
Die IHK Chemnitz glaubt, dass Click & Meet nach neuer Corona-Schutzverordnung nicht lange möglich sein wird. Bildrechte: dpa

Weiterhin sieht die IHK die Ausweitung der Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt auf alleinige Kosten des Arbeitgebers kritisch. "Hier sollte es eine finanzielle Kompensation geben oder eine zentrale Beschaffung der Tests durch die öffentliche Hand erfolgen, um Ungleichbehandlungen mit den meisten anderen Bundesländern auszugleichen", forderte Wunderlich.

08:08 Uhr | Dom zu Meißen lässt ab morgen Besucher ein

Nach längerer Schließzeit kann das Hochstift Meißen den Dom ab morgen wieder täglich von 10 bis 17 Uhr für Besichtigungen öffnen. Das Team des Hochstifts erlebe ebenfalls eine wirtschaftlich sehr schwierige Zeit, hieß es. Der Dom habe keine eigene Gemeinde und sei daher - abgekoppelt von der Kirchensteuer - vorwiegend auf eigene Einnahmen angewiesen, die durch Förderungen und Zuschüsse ergänzt würden. Man wolle Meißnern in der Corona-Zeit "eine kleine Auszeit in künstlerisch-spirituell inspirierender Umgebung" ermöglichen.

Wenn es die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus zulassen, sollen auch Domführungen, Turmführungen, die mittäglichen Orgelmusiken und Konzerte der Reihe "Geistliche Abendmusik" wieder angeboten werden.

Die untergehende Sonne färbt den Himmel hinter dem Dom zu Meißen orangerot ein
Der Meißner Dom kann ab morgen wieder besucht werden. Bildrechte: dpa

07:32 Uhr | Leipzigs Stadtrat beschäftigt sich mit Haushalt

Leipzigs Stadträte wollen heute den Doppelhaushalt 2021/2022 beschließen. Der Haushalt müsse die Folgen der Corona-Pandemie bewältigen und den Klimawandel meistern, sagte Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU). "Es gibt keine Kürzungen, auch wenn wir bis zu 30 Prozent Verluste bei der Gewerbesteuer haben, der Haushalt ist kein Kürzungshaushalt", so Bonew. Einnahmeausfälle seien bei Gewerbe-, Einkommens- und Umsatzsteuer zu erwarten. Die Sitzung beginnt 14 Uhr in der Kongresshalle und wird auf der Internetseite der Stadt Leipzig live übertragen.

06:38 Uhr | Schau im Schloss Lichtenwalde verschoben

Das Schloss Lichtenwalde muss die Eröffnung der neuen Sonderausstellung "Der Duft der Kirschblüte - textile Kunst aus Japan" auf unbestimmte Zeit verschieben. Museumsleiterin Claudia Glashauser begründet dies mit der unvorhersehbaren Entwicklung der Pandemielage, die langfristiges Planen unmöglich mache. Die Schau soll sich der Kirschblüte, einem der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur, widmen. Dabei sollen Kleidung, aber auch Fächer, Farbholzschnitte sowie eine Samurai-Rüstung und Schwerter zu sehen sein. Eigentlich hätte die Schau mit Eröffnung der Parksaison ab morgen gezeigt werden sollen.

Kimonos hängen in einem Schlosssaal.
Fernöstliches Flair bestimmt derzeit einige Innenräume von Schloss Lichtenwalde. Bildrechte: Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH

06:18 Uhr | "Stille Orte": Musikrat hält mit Multimediaprojekt Kultur am Leben

Der Sächsische Musikrat hat ein Multimediaprojekt gestartet, das dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Branche trotz des Lockdowns ermöglicht. "Stille Orte" - so auch der Projektname - werden dabei ins Rampenlicht geholt und die von der Corona-Krise ausgebremsten Kulturschaffenden porträtiert. Die Filme sollen auch Mut machen, bis endlich wieder Konzerte und Veranstaltungen mit Publikum möglich sind.

05:55 Uhr | Trotz Astrazeneca-Debakels vorerst keine Terminabsagen in Impfzentren

Sachsen setzt den Corona-Impfstoff von Astrazeneca ab heute in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren ein. Das Land setze damit einen einstimmigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern um, teilte Sachsens Gesundheitsministerium mit. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen. Diese Nebenwirkung hatte bereits Mitte März zu mehrtägigem Aussetzen dieses Impfstoffs geführt. Zuvor war der Impfstoff wegen fehlender Studiendaten nicht für ältere Menschen zugelassen.

Alle für heute vereinbarten Termine könnten dennoch stattfinden, betonte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Betroffenen Personen, die jünger als 60 Jahre sind, soll eine Impfung mit dem Präparat von Moderna oder Biontech angeboten werden. Bereits vereinbarte Termine für Menschen älter als 60 Jahre mit Astrazeneca haben Bestand.

05:44 Uhr | Grünes Licht für Osterreiter in der Oberlausitz

Die Osterreiter dürfen Ostersonntag in der Oberlausitz unterwegs sein. Das hat das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen gestern Abend entschieden. Schaulustige sind allerdings ausdrücklich nicht erwünscht. Vize-Landrat Udo Witschas (CDU) sagte MDR SACHSEN, es gehe nicht um Tradition oder Show. Im Vordergrund stehe die Religionsausübung. Deshalb würden Routen und Zeiten der Prozessionen nicht bekanntgegeben. Reiter müssen einen negativen Corona-Schnelltest nachweisen können und Maske tragen.

Normalerweise sind am Ostersonntag hunderte Osterreiter zwischen Bautzen und Kamenz unterwegs, um die Osterbotschaft zu verkünden. Dies zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Im vergangenen Jahr musste der Brauch ausfallen.

05:26 Uhr | Handwerk im Leipziger Raum sorgt sich um Nachwuchs

Die Corona-Pandemie stellt Handwerksbetriebe sowie Jugendliche auf Lehrstellensuche vor eine große Herausforderung. Das berichtet Andrea Wolter von der Handwerkskammer Leipzig. Sie empfiehlt den Firmen, freie Stellen möglichst schnell der Kammer und der Arbeitsagentur zu melden, um die Internetseite aktuell halten zu können. Diese wiederum sollen Jugendliche bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb mit nutzen. Derzeit seien in der Region zahlreiche Lehrstellen frei, vom Anlagenmechaniker über Elektroniker bis hin zum Zimmerer, so Wolter.

05:07 Uhr | Landrat Vogel sichert Oberwiesenthaler Modellprojekt Unterstützung zu

Das Landratsamt im Erzgebirgskreis hat dem Oberwiesenthaler Modellprojekt prinzipielle Unterstützung zugesagt. Landrat Frank Vogel (CDU) sagte, zwar sei ein Start am 1. April nicht möglich. In seinem Haus werde dennoch intensiv daran gearbeitet, das Projekt schnellstmöglich zu realisieren. Seinen Angaben zufolge soll es in der kommenden Woche weitere Beratungen dazu geben, vor allem mit dem IT-Dienstleister des Projekts. Dabei gehe es vor allem um die Frage, wie der schnelle und reibungslose Datenaustausch gewährleistet werden könne.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.03.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 31.03.2021 | 19:00 Uhr

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