Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 09.12.: Landeselternrat sieht Freistaat nicht fürs Homeschooling gerüstet

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

21:42 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Coronaticker aus Sachsen für heute. Wir bedanken uns fürs Lesen und wünschen Ihnen einen schönen Abend. Am Donnerstag sind wir an gleicher Stelle für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:38 Uhr | Kanzlerin warnt vor Entgleitung der Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich den Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach einem bundesweiten harten Lockdown angeschlossen. Die Empfehlungen seien richtig. "Sonst entgleitet uns die Pandemie wieder", warnte die Kanzlerin. Die Wissenschaft flehe geradezu darum, vor Weihnachten, bevor man Oma und Opa sehe, eine Woche der Kontaktreduzierung zu ermöglichen. Sie wisse um die Härte der Maßnahmen für viele in der Vorweihnachtszeit und es tue ihr "wirklich im Herzen leid". Aber 590 Todesfälle am Tag bundesweit seien nicht akzeptabel.

Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und anschließend es das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben. Das sollten wir nicht tun.

Angela Merkel Bundeskanzlerin (CDU)

20:50 Uhr | Landeselternrat: Sachsen nicht fürs Homeschooling gerüstet

Dass in Sachsen flächendeckend Online-Unterricht während des zweiten Lockdown stattfinden kann, bezweifelt der Landeselternrat. Nadine Eichhorm vom Vorstand der Elternvertretung kritisierte, dass der Breitbandausbau im Land nicht vorankomme und sprach von "massiven Problemen" bei der technischen Ausstattung für die Schüler. Die beurteilte sie als "unzureichend". Zudem bereite Eltern jüngerer Schüler die Betreuungssituation ab kommenden Montag viele Sorgen.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte das Vorgehen des Kultusministeriums in der Corona-Krise. In Grundschulen hätten nach Meinung der GEW-Landesvorsitzenden Uschi Kruse viel eher geschlossene Klassen eingeführt werden müssen. In höheren Klassen wäre Unterricht im Wechselmodell nötig gewesen.

20:00 Uhr | Sächsische Händler fürchten um ihre Existenz

Viele Einzelhändler sehen ihre Existenz durch den Lockdown ab Montag bedroht. Der Einzelhandelsverband berichtete dem SACHSENSPIEGEL von "vielen tränenreichen Gesprächen" mit Betroffenen und sprach von "einer mittleren Katastrophe". In Chemnitz setzt sich ein Spielwarenhändler dafür ein, dass Spielwaren als systemrelevant eingestuft werden. Notfalls wolle er klagen.

19:34 Uhr | Diakonie verlangt Personal für Schnelltests

Die Diakonie Sachsen verlangt personelle Hilfe für die Corona-Schnelltests, die Besucher in Pflege- und Seniorenheimen machen müssen. Bereits jetzt seien die Angestellten am oder über dem Limit. Es sei nicht umsetzbar, jetzt auch noch eine Pflegefachkraft für die Schnelltests abzustellen, urteilte die Diakonie. Stattdessen schlug sie vor, in den kommenden Monaten andere Helfer - etwa vom Sanitätsdienst der Bundeswehr - dafür einzusetzen.

In Sachsen dürfen Besucher nur nach einem negativem Schnelltest in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Die Heime sollen laut Vorgabe der Landesregierung selbst für die Tests zuständig sein.

18:56 Uhr | Händler in Pirna öffnen bis 21 Uhr

Geschäftsinhaber in der Pirnaer Altstadt haben von heute bis zum Sonnabend verlängerte Öffnungszeiten. Sie werden ihre Geschäfte vor dem Lockdown am Montag jeden Tag drei Stunden länger öffnen und erst um 21 Uhr schließen. Damit wollen sie Kunden die Chance geben, ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

Eine Frau mit Mundschutz steht vor einer großen Glasscheibe eines Geschäfts und schreibt mit einem Stift etwas aufs Glas. Die Schrift erklärt, dass der Laden in Prina jetzt bis 21 Uhr geöffnet hat.
Filialleiterin Kelly Beier schreibt den Öffnungshinweis an ein Schaufenster der Drogerie Thiemann. Sie hatte die Idee initiiert. Das Citymangament Pirna unterstützt das Anliegen und appelliert an die Menschen, lokal einzukaufen. Bildrechte: Daniel Förster

18:25 Uhr | Heute 2.500 gemeldete Neuinfektionen in Sachsen

Am Mittwoch haben die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen insgesamt 2.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 26.775. Seit gestern sind 81 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle seit Beginn Pandemie auf insgesamt 1.473 in Sachsen.

Die 7-Tage Inzidenz in den Kreisen Bautzen und Görlitz erreichte nach Zahlenangaben der beiden Landkreise mit 541 den höchsten Wert in Sachsen, gefolgt vom Landkreis Zwickau mit 534. In sechs Landkreisen beträgt die Inzidenz mehr als 400. Laut sächsischem Sozialministerium werden in den Kliniken des Landes aktuell 2.697 Patienten mit einer Covid-19-Infektion behandelt. Das sind 61 mehr als am Vortag. 470 Betroffene davon liegen auf Intensivstationen.

Hier finden Sie die Zahlen in der Übersicht:

17:24 Uhr | Landratsamt zeigt drei Pflegeheime an

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat drei Pflegeheime wegen eklatanter Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft die Anzeigen zur Zeit. Was das Landratsamt welchen Einrichtungen konkret vorwirft, wurde nicht bekannt. Auch der Landkreis äußerte sich auf Nachfrage dazu nicht.

17:14 Uhr | Polizei Leipzig ermahnt Regelbrecher

In Leipzig und in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen kontrollieren Polizisten und Beamte der sächsischen Bereitschaftspolizei die Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. "Auch wenn sich viele Menschen an die Regeln gehalten haben, wurden oftmals Verstöße festgestellt. So mussten am Mittwoch 156 Personen von den Polizeikräften ermahnt werden", teilte die Polizeidirektion Leipzig mit. Weil die Angesprochenen einsichtig reagiert hätten, sei es bei Ermahnungen geblieben und "noch auf Ordnungswidrigkeitenanzeigen verzichtet worden", hieß es.

16:30 Uhr | Polizei ahndet in Bautzen und Görlitz 124 Corona-Verstöße

Die Polizei hat in den Landkreisen Bautzen und Görlitz in den zurückliegenden Tagen mehrere Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung registriert und Anzeigen erstattet. Insgesamt waren es 124 Verstöße. Zudem wurden sieben Platzverweise ausgesprochen. Beispiele:

  • In Bautzen saßen am Mittwochabend in einer Gartensparte bei Wein und Bier fünf Menschen aus mehr als zwei Hausständen ohne triftigen Grund zusammen. Die Zusammenkunft wurde beendet.
  • In einem Geschäft in Ullersdorf waren acht Kunden zu Gange, die Verkäuferin trug weder Mund-Nasenschutz, noch hielt sie Mindestabstände ein. Auch am Tresen gab es keinen Schutz zur Kundschaft - Anzeigen erfolgten.
  • Auf dem Wochenmarkt und dem Busbahnhof in Hoyerswerda wurden sieben Verstöße gegen die Abstandsregeln und fehlender Mund-Nasen-Schutz festgestellt.

15:38 Uhr | Nur mit Anmeldung zu Christvespern

Für die Christvespern und Gottesdienste am Heiligen Abend müssen sich in vielen Kirchen die Besucher vorher anmelden. So auch in Bischofswerda und Umgebung. Das Anmeldeportal und die Zeiten der Heiligabendgottesdienste sind unter www.christusbote.de erreichbar. Telefonische Anmeldungen sind auch möglich. Es werde am 24.12. zusätzliche, dafür aber kürzere Gottesdienste geben, teilte Pfarrer Joachim Rasch mit.

In Goldbach, Großdrebnitz, Putzkau und Schmölln sind jeweils vier Christvespern geplant. In Bischofswerda sind es sieben. Die ersten beginnen schon am Vormittag. Vor, während und nach den Gottesdiensten gilt durchgängig Maskenpflicht und ein Mindestabstand von zwei Metern.

14:50 Uhr | Sachsen-Anhalt fürchtet Folgen des Einkaufstourismus'

In Sachsen-Anhalt haben sich Politiker besorgt über die Folgen durch Einkaufstouristen aus Sachsen geäußert, die im südlichen Sachsen-Anhalt shoppen gehen. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand verlangt ein abgestimmtes Handeln in Sachsen-Anhalt, wenn im Nachbarland Sachsen der Lockdown beginnt. Der "bedeutet zusätzlichen Verkehr von Menschen im Süden unseres Landes. Die aktuellen Maßnahmen reichen aus unserer Sicht nicht aus", sagte der parteilose Politiker. Möglicherweise müsse sich der Saalekreis den sächsischen Maßnahmen auch anschließen.

Ich halte es nicht für sinnvoll zu warten, bis wir eine Inzidenzzahl von 200 haben und tatsächlich an den Rand der Belastung in den Krankenhäusern kommen.

Bernd Wiegand Oberbürgermeister von Halle

14:41 Uhr | Polizei löst Party auf

Die Polizei in Oederan hat nach einem Hinweis eine Geburtstagsparty in einer Wohnung aufgelöst. Elf Männer und Frauen bekamen Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung. Laut aktuellem Bußgeldkatalog drohen jedem Partygast 150 Euro Bußgeld.

14:05 Uhr | Langlauf-Weltcup ohne Zuschauer und Rahmenprogramm

Der Corona-Lockdown ab Montag hat auch Auswirkungen auf den Langlauf-Weltcup in Dresden. Die Sprint-Wettkämpfe am 19. und 20. Dezember können zwar als Profisport-Veranstaltung auf Kunstschnee ausgetragen werden, aber es gibt kein Rahmenprogramm für Schulen, Vereine und Freizeitsportler.

Auf Anordnung des Gesundheitsamtes muss der Schnee am Königsufer direkt nach dem Weltcup-Ende zusammengeschoben werden, damit die Strecke für keinerlei weitere Nutzung mehr zur Verfügung steht. Zudem besteht ein Zuschauerverbot. Auch von den die Strecke einrahmenden Elbebrücken dürfen die Weltcup-Wettkämpfe nicht verfolgt werden.

13:51 Uhr | FFP2-Masken für Ältere

Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind, sollen nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Weihnachtsfeiertage je drei FFP2-Schutzmasken bekommen. Sie können sie kostenfrei in der Apotheke abholen, hieß es. Wann genau die Verteilung beginnt, wurde nicht mitgeteilt. Für Anfang kommenden Jahres soll es dann zusätzlich jeweils sechs Schutzmasken geben. Dafür sollen an die Älteren zwei fälschungssichere Coupons für die Masken verteilt werden.

Ein Intensivbett auf einer Intensivstation der Uniklinik Dresden. Links neben dem Bett steht eine Herz-Lungen-Maschine, oben befinden sich die ܜberwachungsmonitore für die Vitalfunktionen. Rechts neben dem Bett steht ein Beatmungsgerät und Infusionstechnik.
Bildrechte: dpa

11:06 Uhr | Kampagne: Dresdner Kliniken starten gemeinsamen Appell

"Pass auf! – Auf Dich, auf Andere, auf uns Alle" – mit diesem gemeinsamen Appell richten sich die Dresdner Kliniken an die Menschen in der Region, um auf die sich zuspitzende Lage bei der Versorgung von Covid-19-Patienten aufmerksam zu machen. Inzwischen hat der massive Anstieg der von schweren gesundheitlichen Problemen betroffenen Infizierten auch die Dresdner Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht, teilten die Kliniken in einer gemeinsamen Erklärung mit.

10:48 Uhr | Leipziger Büchereien schließen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie bleiben ab kommenden Montag die Leipziger Stadtbibliothek und alle Stadtteilbibliotheken geschlossen sowie die Fahrbibliothek in der Garage. Die Stadtverwaltung erklärte, es entstünden Nutzern vorerst dadurch keine neuen Versäumnisgebühren, erst bei Wiedereröffnung würden diese wieder erhoben.

Die Rückgabeautomaten in der Stadtbibliothek und den Bibliotheken Plagwitz, Südvorstadt und Paunsdorf blieben jedoch zugänglich und würden nur vom 23. Dezember bis 4. Januar 2021 geschlossen, hieß es. Die Online-Angebote sind weiterhin nutzbar.

10:40 Uhr | Menschen werden in Corona-Zeit dicker

In Zeiten von Homeoffice und Kontaktbeschränkungen legen die Deutschen beim Körpergewicht zu und vermeiden vorübergehend den Gang zum Arzt. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) herausgefunden. Grundlage ist eine bundesweite Befragung, die zwischen April 2019 und September 2020 erhoben wurde. Dabei wurden Unterschiede in den Werten zwischen der Phase der Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 statistisch ausgewertet.

Körpergewicht und Body-Mass-Index haben demnach seitdem zugenommen. Und die Inanspruchnahme allgemein- und fachärztlicher Leistungen ist zugleich vorübergehend zurückgegangen.

10:15 Uhr | Dulig kritisiert verzögerte Zahlung der Novemberhilfe

In der Corona-Krise sind viele Unternehmen dringend auf staatliche Hilfsgelder angewiesen. Doch die zugesicherte sogenannte Novemberhilfe lässt bei vielen auf sich warten. Die Bundesregierung kämpft mit der Technik. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärt, man habe 75 Prozent aller Firmen und 90 Prozent aller Soloselbstständigen auch schon Geld überwiesen - allerdings nur Abschläge in Höhe von 5.000 Euro oder 10.000 Euro. Denn für die reguläre Berechnung der Hilfen fehlt noch die Software.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ärgert das: "Ich finde es auf der einen Seite richtig, dass die Priorität darauf gelegt wurde, dass Abschläge gezahlt wurden, damit tatsächlich diejenigen, die das notwendig brauchen, noch im November Teile der Novemberhilfe bekommen. Es ist aber höchst ärgerlich, dass die anderen technischen Voraussetzungen zur Bearbeitung der Anträge bisher nicht geschaffen worden sind."

09:45 Uhr | Nur noch ein Intensivbett für Covid-19-Patienten im Kreis Bautzen

Im gesamten Landkreis Bautzen ist nur noch ein Intensivbett für Corona-Patienten frei. Derzeit würden 34 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen versorgt. Das teilt das Landratsamt mit. Die Lage sei dramatisch, sagte Vize-Landrat Udo Witschas. Patienten aus Pflegeheimen würden immer öfter nur noch vor Ort in den Heimen behandelt. Im Landkreis Bautzen hat das Gesundheitsamt gestern 210 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Vier Menschen im Alter zwischen 71 bis 93 Jahren starben mit einer Corona-Infektion.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass Intensivstationen im Freistaat so stark ausgelastet seien, dass Akut-Patienten verlegt werden müssen.

07:55 Uhr | Pirna will Händler mit Online-Plattform unterstützen

Die Stadtverwaltung in Pirna will Händler während des erneuten harten Lockdowns ab kommender Woche unterstützen. Denkbar sei beispielsweise, eine Internet-Plattform mit den Angeboten der Innenstadt zur Verfügung zu stellen. Dieses Portal wurde bereits im Frühjahr aufgebaut und soll nun wieder genutzt werden. Außerdem will die Verwaltung einen Einkaufsgutschein herausgeben. Stadtsprecher Thomas Gockel sagte, der Gutschein könne online bestellt werden und soll Kunden an die Händler in Pirna binden.

06:19 Uhr | Kein Folklorefestival "Łužica/Lausitz" 2021

Das Internationale Folklorefestival "Łužica/Lausitz" wird nächstes Jahr im Sommer nicht stattfinden. Das hat das Vorbereitungskomitee entschieden, weil es keinen praktikabalen Weg für die Durchführung mit internationaler Beteiligung und mit Programmen in Bautzen und auf den Höfen in Drachhausen und Crostwitz sieht. Dem turnusmäßigen Zwei-Jahres-Rhythmus folgend ist die nächste Auflage 2023 geplant.

Für nächstes Jahr ist ein kleineres Festival mit regionalen Musik- und Tanzgruppen geplant. Vergangenes Jahr besuchten das Internationale Folklorefestival "Łužica/Lausitz" in der Ober- und Niederlausitz 22.000 Besucher.

05:39 Uhr | Handelsverband zeigt kein Verständnis für Lockdown

Der Handelsverband Sachsen hat trotz der steigenden Corona-Infektionen kein Verständnis dafür, dass Sachsens Regierung die Einzelhändler erneut in den Lockdown schickt. Zum einen hätten sie bereits seit Wochen strenge Hygienekonzepte umgesetzt. Zum anderen seien sie von der Corona-Krise ohnehin stark betroffen. "Eine Schließung des Einzelhandels setzt an der falschen Stelle an, der Einzelhandel tritt nicht als Infektionsherd in Erscheinung", teilte der Verband mit. Er verlangt von der Politik nun, den Einzelhandel im gleichen Umfang wie die Gastronomie zu unterstützen.

05:32 Uhr | Kretschmer: Merkels frühe Warnungen waren richtig

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eingeräumt, dass die frühen Mahnungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schärferen Corona-Maßnahmen richtig waren. Kretschmer sagte bei einer Veranstaltung in Leipzig, die Ministerpräsidenten hätten die Situation damals anders eingeschätzt.

In Sachsen werden ab Montag Schulen, Kitas und Horte geschlossen. Offen bleiben unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien sowie Friseure. Die Maßnahmen sollen bis zum 10. Januar gelten.

05:24 Uhr | Mittelstand fordert Steuererleichterung für Homeoffice-Ausrüstung

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert eine Steuererleichterung für Unternehmen, die ihre Beschäftigten in der Pandemie für die Arbeit von zu Hause mit technischen Geräten ausstatten. "Im Übrigen könnte die Bundesregierung Homeoffice erleichtern, wenn Unternehmen, die ihren Mitarbeitern im Homeoffice die dafür nötige technische Ausstattung zur Verfügung stellen, dies zeitlich befristet steuerlich geltend machen können", sagt BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 09.12.2020 | 19:00 Uhr

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