Mittwoch Corona-Ticker Sachsen: Kretschmer bei Termin in Bischofswerda beleidigt

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Michael Kretschmer (CDU, r), Ministerpräsident von Sachsen, winkt von seinem Dienstwagen aus in Richtung von Demonstranten an einer Einfahrt zum Gewerbegebiet Bischofswerda.
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Überblick: Die wichtigsten Meldungen am 26.01.

20:13 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Morgen früh sind wir mit neuen Meldungen zurück. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht.

19:37 Uhr | Grünen-Politikerin wirbt für "Mittelweg" bei Impfpflicht

Angesichts der gesellschaftlichen Stimmung bezüglich der Impfpflicht hat die Ärztin und sächsische Grünen-Bundestagesabgeordnete Paula Piechotta am Mittwoch im Bundestag für einen "Mittelweg" geworben. Piechotta trat für den Vorschlag der Gruppe um Andrew Ullmann (FDP) für eine verpflichtende Impfberatung und eine Corona-Impfpflicht ab 50 Jahren ein. Es mache auch für die Praktikabilität einer Impfpflicht einen Unterschied, ob es im Bundesland noch 40 Prozent oder 20 Prozent Ungeimpfte gebe, argumentierte sie.

Paula Piechotta spricht vor ihrer Wahl auf Platz eins der Landesliste auf dem Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen.
Paula Piechotta Bildrechte: dpa

19:37 Uhr | BKA richtet Taskforce für Messengerdienst Telegram ein

Zur Verfolgung von Straftaten im Messengerdienst Telegram hat das Bundeskriminalamt (BKA) eine eigene Taskforce eingerichtet. Ziel sei es, "Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen", teilte die Behörde am Mittwoch in Wiesbaden mit. Dies geschehe in enger Abstimmung mit den Polizeien der Bundesländer und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Telegram entwickelt sich nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend zu einem Medium der Radikalisierung in der Corona-Pandemie.

Die App-Logos für die Messenger WhatsApp, Signal und Telegram auf einem iPhone Smartphone.
Der Messengerdienst Telegram ist ins Visier der Sicherheitsbehörden gerückt. Bildrechte: dpa

18:49 Uhr | Kretschmer bei Termin in Bischofswerda beleidigt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist am Mittwoch bei einem Termin in Bischofswerda von Gegnern der Corona-Maßnahmen massiv beleidigt worden. Laut eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur zeigten mehrere Menschen dem CDU-Politiker bei dessen Ankunft mit dem Dienstwagen den Mittelfinger und riefen ihm zu: "Kretschmer muss weg". Nach Polizeiangaben hatten die Protestierenden anschließend versucht, direkt zum Ministerpräsidenten vorzudringen. Dies sei jedoch verhindert worden.

Kretschmer war in Bischofswerda, um sich über das zukünftige Gelände der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen zu informieren.

Michael Kretschmer (CDU, r), Ministerpräsident von Sachsen, winkt von seinem Dienstwagen aus in Richtung von Demonstranten an einer Einfahrt zum Gewerbegebiet Bischofswerda.
Von einigen Menschen in Bischofswerda wurde Sachsens Ministerpräsident am Mittwoch bei seinem Besuch nicht freundlich empfangen. Bildrechte: dpa

18:24 Uhr | Polizei verhindert AfD-Demo vor Privathaus von Petra Köpping

Der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Dornau und ein weiteres AfD-Mitglied haben am Mittwochnachmittag versucht, vor dem Privathaus von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zu demonstrieren. Das teilte das Innenministerium mit. Der Objektschutz der Polizei habe dies jedoch unterbunden, hieß es.

Roland Wöller (CDU), sitzt während der Kabinettspressekonferenz auf dem Podium.
Roland Wöller Bildrechte: dpa

Gerade nach den bedrohlichen Aufzügen vor Privathäusern von Amts- und Mandatsträgern sollte klar sein, dass hier rote Linien überschritten sind. Nach dem heutigen Demonstrationsversuch zeigt sich einmal mehr, dass die AfD nicht davor zurückschreckt, Politikerinnen und Politiker gezielt einzuschüchtern und zu bedrohen.

Roland Wöller sächsischer Innenminister

Die AfD sei ein maßgeblicher Brandbeschleuniger der Radikalisierung und versuche die Demokratie von innen heraus zu zerstören. Dies werde man nicht zulassen. "Ich fordere die AfD auf, sich bei Petra Köpping zu entschuldigen und sich von ihrem Mitglied und Landtagsabgeordneten Jörg Dornau klar zu distanzieren", sagte Wöller.

Bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres hatten sich 30 Gegner der Corona-Beschränkungen mit Fackeln und Transparenten vor dem Wohnhaus der Ministerin in Grimma versammelt. Damals hatte sich die AfD im Sächsischen Landtag von derartigen Taten distanziert.

18:10 Uhr | Landkreis Görlitz: Bundeswehr beendet Einsatz

Die Bundeswehr hat ihren Einsatz an den Kliniken im Landkreis Görlitz beendet. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, traten die Soldatinnen und Soldaten am Mittwoch zu einem letzten Appell auf dem Hof des Landratsamtes an. Seit Ende November waren mehr als 40 Soldaten im Einsatz, unter anderem im Städtischen Klinikum Görlitz, am Malteser Krankenhaus Görlitz und am Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz. Die Soldaten gehören einem Logistikbatallion aus Walldürn im Odenwald an.

17:44 Uhr | Betriebsschließung: Versicherung muss nicht immer zahlen

Gastronomen haben bei Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie nicht zwangsläufig Anspruch darauf, von ihrer Versicherung entschädigt zu werden. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Ein Wirt aus Schleswig-Holstein hatte gegen den Versicherer AXA geklagt. Dort hatte er vor der Pandemie eine Versicherung für Betriebsschließungen abgeschlossen, die ihn gegen Einnahmeausfälle durch ansteckende Krankheiten absichern sollte.

Laut BGH muss der Versicherer aber nur für Krankheitserreger zahlen, die in den Vertragsklauseln aufgeführt sind. Corona war dort nicht genannt. Viele Versicherer verwenden ähnliche Klauseln wie die AXA, deshalb könnte das Urteil weitreichende Bedeutung haben.

Ein Schild mit der Aufschrift "Wegen Corona-Lockdown geschlossen" vor einem Restaurant
Müssen Restaurants wegen Corona geschlossen bleiben, erhalten die Wirte nicht zwangsläufig Geld von ihrer Versicherung. Bildrechte: imago images/ Sven Simon

17:27 Uhr | Axel Jungk könnte Olympia noch schaffen

Die Olympia-Teilnahme des Skeletonsportlers Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg ist noch möglich. Der positiv auf das Coronavirus getestete Peking-Starter könnte die Freitestung noch schaffen. Das teilte Cheftrainer Christian Baude am Mittwoch auf einer virtuellen Pressekonferenz mit. Gleiches gilt für die ebenfalls positiv getestete Hannah Neise aus Winterberg. Sie kann den Angaben zufolge bereits einen negativen PCR-Test vorweisen. Der Gesamtweltcup-Zweite Jungk wurde am Mittwoch ebenfalls getestet und soll sein Ergebnis am Donnerstag erfahren.

Axel Jungk
Für Axel Jungk gibt es Hoffnung. Seine Olympia-Teilnahme könnte noch gelingen. Bildrechte: IMAGO / Eibner

15:26 Uhr | Corona-Boom bei Fit hält an

Die Fit GmbH in Hirschfelde zieht für das vergangene Jahr eine gute Bilanz. Man habe an den sehr hohen Umsatz von 2020 anknüpfen können, so Marketingleiter Markus Jahnke im Gespräch mit MDR SACHSEN. Trotz hoher Rohstoffpreise und starkem Preisdruck der Handelsgruppen habe man wie im Vorjahr einen Bruttoumsatz von 206 Millionen Euro erreicht. Damals hatte das Unternehmen vom "besten Jahr seit der Wende" gesprochen.

In Hirschfelde rattern pro Minute in der Produktionshalle rund 400 Fit-Flaschen über die Laufbänder.
Seit Beginn der Corona-Pandemie erlebt die Firma Fit in Hirschfelde eine gesteigerte Nachfrage. Bildrechte: IMAGO

15:07 Uhr | Stilles Corona-Gedenken auf Freiberger Obermarkt

Das Bündnis "Freiberg für alle" ruft für Freitagabend zu einem stillen Corona-Gedenken mit Kerzen auf den Freiberger Obermarkt auf. "Mit einem Lichtermeer wollen wir uns solidarisch zeigen mit den Angehörigen und all jenen, die besonders unter der Pandemie leiden", erklärte das Bündnis. "Freiberg für alle" folgt damit der Initiative "Bautzen gemeinsam", die ebenfalls für Freitag zum Gedenken aufgerufen hat. In Mittelachsen sind 960 Menschen an und mit Covid-19 gestorben. In ganz Sachsen sind es fast 14.000 Corona-Tote.

14:12 Uhr | Coswiger Bürger bekennen sich zu Corona-Maßnahmen

Coswigs Oberbürgermeister sowie Vertreter des Stadtrates und der evangelischen Kirche haben unter der Überschrift "Coswiger Erklärung" ihre Meinung zur aktuellen Corona-Situation geäußert. Darin heiß es, dass man ein Zeichen setzen und zeigen wolle, dass die Mehrheit in der Stadt die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mittrage. "Wir vertrauen der Wissenschaft und unserer demokratischen Grundordnung", heißt es dort weiter. Insgesamt 27 Bürgerinnen und Bürger haben die Erklärung unterzeichnet.  

13:14 Uhr | Wittichenau feiert Karneval zu Hause

Der Wittichenauer Karneval wird nicht abgesagt - er findet nur wieder unter anderen Bedingungen statt. Das teilt der Karnevalsverein mit. Am 25. Februar soll auf der Internetseite der Karnevalisten eine Veranstaltung übertragen werden. Außerdem werden die Narren aus Stadt und Land wieder aufgerufen, ihre Häuser und Straßen über die "tollen Tage" besonders bunt zu schmücken. Die großen Umzüge zum Weiberfasching und am Rosenmontag müssen allerdings ausfallen.

12:55 Uhr | Viele Betriebe auf Personalsuche

In der Corona-Pandemie hat sich der Fachkräftemangel in Industrie und Handwerk verschärft. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Chemnitz mit den Kammern in Dresden und Leipzig. Demnach sind zwei Drittel der Unternehmen auf Personalsuche. Besonders schwierig ist es, Techniker und Meister zu finden.

Grund für den Personalbedarf sind unter anderem frei werdende Stellen aufgrund von Pensionierungen. Immer mehr Unternehmen beschäftigen Migranten oder planen dies zu tun. Allerdings sind Sprachbarrieren oft ein Hindernis. Was bei der Umfrage noch rauskam: Jedes zweite Unternehmen bietet mittlerweile Homeoffice oder mobiles Arbeiten an.

Ein Aufkleber "Mitarbeiter gesucht" auf einem Transporter
Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

12:13 Uhr | Gutscheinaktion in Großenhain verlängert

Großenhainer Gastronomen verlängern ihre Aktion "Wer bestellt, is'n Held" bis 13. Februar. Außerdem kommen zu den elf Teilnehmern noch zwei dazu, wie die Stadt mitteilte. Pro Bestellung oder Restaurantbesuch gibt es einen Stempel. Wer elf zusammen hat, kann sich in der Tourist-Info einen Gutschein über elf Euro holen und diesen wieder bei den beteiligten Gastronomen einsetzen. Die Aktion war Ende vergangenen Jahres als Unterstützung in Corona-Zeiten gestartet worden.

11:51 Uhr | Theater entdecken den virtuellen Raum

An Deutschlands Theatern entstehen immer mehr Produktionen eigens für den digitalen Raum. Das Inszenieren mit digitalen Mitteln habe einen unglaublichen Schub bekommen, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda. Die Corona-Pandemie habe hier wie ein Katalysator gewirkt.

Neben größeren Bühnen wagen inzwischen auch kleine Häuser den großen personellen und finanziellen Aufwand. So präsentiert das Puppentheater Zwickau am Sonnabend seine erste Produktion in der virtuellen Realität: Goethes "Erlkönig".

11:19 Uhr | Deutsche Bahn muss Züge verkürzen

Die Deutsche Bahn hat wegen der neuen Corona-Welle ihr Angebot im Fernverkehr leicht verringert. Die Sitzplatzkapazität sei um etwa drei Prozent reduziert, heißt es in einem Lagebild für den Aufsichtsrat. So würden in einigen Fällen kürzere Züge eingesetzt. Grund ist die hohe Krankenquote in den Instandhaltungswerken.

Die Bahn hatte erst im Dezember ihr Angebot aufgestockt. Derzeit fahren aber nur halb so viele Menschen mit den ICE- und Intercity-Zügen wie vor der Pandemie.

10:34 Uhr | Bautzens Vizelandrat fühlt sich falsch verstanden

Der Bautzener Vizelandrat Udo Witschas fühlt sich nach seinen Aussagen zu einer berufsbezogenen Impfpflicht falsch verstanden. Er habe die Umsetzung der Impfpflicht nicht in Abrede stellen wollen. Es stehe außer Frage, dass der Landkreis als untergeordnete Behörde das Infektionsschutzgesetz einhalte, sagte der CDU-Politiker. Der Landkreis könne das Gesetz als untergeordnete Behörde auch nicht außer Kraft setzen.

Allerdings stehe die Versorgungssicherheit an erster Stelle. Witschas erklärte, es würde stets der Einzelfall geprüft. Dafür habe der Landkreis ein abgestuftes Verfahren auf Grundlage geltenden Rechts erarbeitet, das sowohl die Rechts- als auch die Versorgungssicherheit berücksichtige. Witschas hatte am Montagabend vor Demonstrierenden in Bautzen angekündigt, die kommende Impfpflicht im Medizinwesen nicht umzusetzen.

09:53 Uhr | Mehr Nachfrage bei Schülerhilfe

Die Schülerhilfe verzeichnet steigende Anfragen nach Nachhilfe. In den Dresdner Standorten in Pieschen und Neustadt sowie in Nachbarorten Radebeul und Meißen würden derzeit rund 500 Schüler unterrichtet, sagte der Betreiber Nico Kühnhold.

Neu sei, dass viele Eltern den letzten Zeugnissen nicht unbedingt trauten. Sie vermuteten, dass die Zensuren geschönt seien und befürchteten nun einen Leistungsabfall, so Kühnhold.

09:17 Uhr | 4,3 Millionen Euro Corona-Hilfen für Kleinbetriebe

Das sächsische Kabinett hat den Corona-Zuschuss "Sachsen Plus" beschlossen. 4,3 Millionen Euro stehen dafür insgesamt zur Verfügung. Profitieren sollen kleine Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die vorher durch das Raster der Corona-Hilfen gefallen sind, sagt Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Vorgesehen ist, dass bei Umsatzeinbrüchen von mehr als 70 Prozent die Überbrückungshilfe drei Monate lang auf 1.500 Euro aufgestockt wird.

Mit unserem Zuschuss erreichen wir nun auch die ganz kleinen Unternehmen mit Personalverantwortung, die während der gesamten Krise bisher nur unzureichende Hilfen erhalten haben.

Martin Dulig Wirtschaftsminister von Sachsen

Martin Dulig
Martin Dulig Bildrechte: dpa

Dem Corona-Zuschuss "Sachsen Plus" muss noch der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags zustimmen.

08:42 Uhr | Situation in den Laboren

PCR-Tests gibt es bald nicht mehr für alle, weil die Kapazitäten knapp werden. Wie sieht die Lage in Mitteldeutschland aus?

07:55 Uhr | Seenlandklinikum will keine Ungeimpften entlassen

Im Seenlandklinikum Hoyerswerda soll es definitiv keine Entlassungen von ungeimpften Mitarbeitern geben. Das sagte gestern Klinikumgeschäftsführer Mirko Papenfuß auf der Stadtratssitzung in Hoyerswerda. Er betonte weiterhin, dass es keine Ausgrenzung ungeimpfter Mitarbeiter gebe.

Nach eigenen Angaben seien im Seenlandklinikum rund ein Fünftel der Mitarbeiter nicht gegen Corona geimpft. Der Personalmangel insgesamt sei nur schwer zu verkraften. Papenfuß machte aber auch deutlich, dass man unter den Mitarbeitern weiter aufklären wolle, dass der beste Schutz vor Corona eine Impfung sei.

07:23 Uhr | Drohungen gegen Ärzte

Verbale Attacken, Drohbriefe, Tätlichkeiten - Impfärzte in Mitteldeutschland sehen sich zunehmender Aggression ausgesetzt. Ihre Kammern versuchen zu helfen. Anklagen vor Gericht sind die Ausnahme.

06:47 Uhr | Keine großen Messen im Februar

Messen und Kongresse sollen unter 2-G-Bedingungen in Sachsen ab Februar wieder möglich sein. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) gestern nach der Kabinettssitzung mit. Dresdens Messechef Ulrich Finger dämpfte jedoch die Erwartungen. Große Publikumsmessen benötigten mehrere Monate Vorbereitungszeit, sagte er MDR SACHSEN.

Bis Mitte März seien sämtliche Messen abgesagt, so der Messechef. "Wir kämpfen noch darum, dass die Karrierestart stattfinden kann, weil das für die Jugendlichen eine wichtige Messe ist. Dann gibt es noch ein paar kleinere Fachmessen. Aber die Verbrauchermessen - Dresdner Ostern oder Hausmesse - sind alle abgesagt", sagte Finger.

Eine leere Halle auf dem Dresdner Messegelände.
Große Messen werden im Februar in Dresden nicht stattfinden. Sie brauchen viel Vorbereitung. Bildrechte: Frank Grätz

06:11 Uhr | Inzidenz in Sachsen auf 428 gestiegen

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist im Vergleich zum Vortag wieder deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch für den Freistaat einen Wert von 428,2. Am Dienstag betrug er 377,3.

Den höchsten Wert meldet das RKI für die Stadt Leipzig mit 689,5, den zweithöchsten Wert hat Dresden mit 682,5.

05:31 Uhr | Gewichtszunahme in der Pandemie

In Sachsen haben während der Corona-Pandemie zahlreiche Adipositas-Patienten zugenommen. Im Schnitt seien es etwa fünf Kilogramm gewesen, wie es auf Nachfrage von den Kliniken Dresden und Chemnitz hieß und wie die Uniklinik Leipzig jüngst mitteilte.

Als Ursachen sehen die Mediziner vor allem die Einschränkungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen. "Viele unserer Patienten geben die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten aufgrund geschlossener Fitnessstudios oder Schwimmhallen an", sagte Jana Hoyer, leitende Psychologin des Adipositas-Zentrums des Klinikums Dresden. Zudem sei es bei einigen Patienten zu einer Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling gekommen. "So blieb wenig Spielraum, sich intensiv mit Ernährung und Bewegung auseinanderzusetzen und gesündere Gewohnheiten zu etablieren." Uwe Lindner, Klinikleiter für Endokrinologie und Diabetologie in Chemnitz, berichtete von Essen als Kompensationsversuch für häuslichen Stress, Frustration und Depression.

05:18 Uhr | Chef von RB Leipzig kritisiert Politik

Der Vorstandschef des Fußballerstligisten RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, hat mit harscher Kritik auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zu den Corona-Maßnahmen reagiert. Genauso wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund schließe er den juristischen Klageweg nicht mehr aus, um wieder Zuschauer zu den Spielen in der Fußballbundesliga zulassen zu können, sagte Mintzlaff der "Bild"-Zeitung.

Die Bundesregierung kann sich nicht die Welt malen, wie sie ihr gefällt. Das endet dann in einem Zick-Zack-Kurs, den die Menschen nicht mehr mittragen. Ich fordere daher einheitliche und vor allem bundesweite Regeln, denn ansonsten können wir uns an gar nichts mehr orientieren und das Vertrauen in Aussagen schwindet noch mehr.

Oliver Mintzlaff Vorstandschef RB Leipzig

05:11 Uhr | Bundestag diskutiert über Corona-Impfpflicht

Der Bundestag diskutiert heute ab 15 Uhr erstmals über eine mögliche Corona-Impfpflicht. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Orientierungsdebatte, bei der das Thema ganz allgemein besprochen wird. Konkrete Gesetzentwürfe liegen noch nicht vor.

Überlegungen gibt es für drei Modelle: eine Impfpflicht für alle ab 18, eine Vorgabe nur für Menschen ab einer gewissen Altersgrenze, etwa 50 oder 60, und die Ablehnung einer Impfpflicht.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 26. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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