Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker für Sachsen am 26.05.: Lockerungen im Einzelhandel und im Privaten

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, spricht während der Kabinetts-Pressekonferenz in der Staatskanzlei
Sachsens Sozialministerin hat heute Lockerungen verkündet. Bildrechte: dpa

21:00 Uhr | Tickerende

Für heute beenden wir unseren Corona-Ticker. Morgen sind wir mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen zurück. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Abend.

19:45 Uhr | Johanniter eröffnen weiteres Schnelltest-Zentrum in Dohna

Die Johanniter haben in Dohna ein weiteres Schnelltet-Zentrum eröffnet. Eingerichtet würde es über Pfingsten auf der Dresdner Straße 9, teilte der Verband mit.  "Mit dem neuen Standort möchten wir die Test-Infrastruktur in der Region für die Bürgerinnen und Bürger verbessern", betont Projektleiter Denis Papperitz. Seine Kollegin Charlotte Schröder, verantwortlich für die Testzentren der Johanniter im Regionalverband, ergänzt: "Am neuen Standort bieten wir ausschließlich Schnelltests auch ohne Termin an." PCR-Tests seien in Heidenau möglich.

Das Testzentrum in Dohna ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 15 Uhr geöffnet. Fragen vorab können unter Tel. 0351/209 14 48 gestellt werden.

18:58 Uhr | Nur gut 300 Neuinfektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben bis heute 18 Uhr 306 Corona-Neu-Infektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch mehr als 1.000.

Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden seit gestern 27 neue Todesfälle gemeldet. 

18:05 Uhr | TU Chemnitz forscht zu Langzeitfolgen

Die Technische Universität Chemnitz hat ein Forschungsprojekt zu den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung gestartet. Die Projektleiterin der TU Chemnitz, Katrin Müller, erklärte, es sei bisher unklar, welche Folgeerkrankungen und Langzeiteffekte Covid-19 auf die physische und psychische Gesundheit hätten. Auch Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und etwaige dauerhafte krankheitsbedingte Einschränkungen sind Gegenstand der Langzeitstudie. Damit soll auch geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Erkrankung als Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung gelten kann.

Die Studie wird demnach mit mindestens 115 Personen durchgeführt, soll zweieinhalb Jahre lang laufen. Sie wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit etwa 430.000 Euro finanziert.

18:00 Uhr | Neue Corona-Therapie entwickelt

Australische Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, die Menge der Viren um 99,9 Prozent zu reduzieren - indem ihre Gene direkt angegriffen werden. Bei bisherigen Behandlungsmethoden kamen vor allem Medikamente zum Einsatz, die die Symptome der Erkrankung milderten. Mit dem neuartigen Ansatz soll Sars-CoV-2 nun direkt an der Vermehrung gehindert werden.

17:30 Uhr | Dresden erwirtschaftet Überschuss trotz Corona-Krise

Dresden hat im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise ein Finanzpolster erwirtschaftet. Der Überschuss belaufe sich nach dem vorläufigen Jahresabschluss auf rund 109 Millionen Euro, teilte die Landeshauptstadt mit. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will dem Stadtrat daher vorschlagen, mit einem Teil der Mittel nun geplante Kürzungen zurückzunehmen und bisher nicht ausreichend finanzierte Projekte umzusetzen. Das meiste Geld soll laut Hilbert aber in Kitas und Schulen fließen. "Die Schwimmhalle in Pieschen könnte durch diesen Jahresabschluss sehr viel schneller Realität werden (...) und ein Teil der Infrastruktur für den Fernsehturm vorzeitig finanziert werden", so Hilbert.

Den Überschuss erklärte Hilbert unter anderem damit, dass die Stadt frühzeitig auf die Unsicherheiten in der Corona-Krise reagiert habe - etwa durch die verhängte Haushaltssperre. Auch Hilfsprogramme von Bund und Land spielten eine Rolle für das Haushaltsplus. Zudem gab die Stadt in einigen Bereichen durch die Einschränkungen im öffentlichen Leben weniger Geld aus, etwa für die Schwimmbäder.

16:51 Uhr | Modellprojekt Augustusburg trotz Abbruch mit gutem Ergebnis


Das Corona-Modellprojekt der Stadt Augustusburg war nach Einschätzung der begleitenden Wissenschaftler kein Pandemie-Treiber. "Der Modellversuch hatte keine oder kaum Effekte auf die Inzidenzzahlen und es gab deshalb keinen wissenschaftlichen Grund für die vorzeitige Beendigung des Projekts", sagte Professor Klaus Wälde von der Universität Mainz.

In Augustusburg hatten kurz vor Ostern am 1. April Hotels und Gaststätten für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Das Vorhaben wurde wissenschaftlich begleitet und sollte zeigen, wie Öffnungen unter Pandemie-Bedingungen möglich sind. Voraussetzung für den Zutritt ins Lokal war ein tagesaktueller negativer Corona-Test. Nach gut drei Wochen musste das Projekt allerdings wegen neuer Regelungen im Infektionsschutzgesetz beendet werden. Die Mainzer Forscher verglichen das Infektionsgeschehen der Stadt Augustusburg mit einer synthetischen Vergleichsregion über einen längeren Zeitraum. Dem Professor zufolge ist ein Neustart für das Modellprojekt geplant, für das jedoch die Zustimmung der Landesregierung nötig sei. Zudem müsse der Landesdatenschutzbeauftragte zustimmen und die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner unter 100 liegen.

16:33 Uhr | Sachsen beendet sein Pendlerhilfsprogramm

Sachsen beendet sein Pendlerhilfsprogramm für Unternehmen, die Grenzpendler beschäftigen. Noch bis zum 4. Juni können Unternehmerinnen und Unternehmer Fördergeld für die gesetzlich verlangten Coronatests und Übernachtungen ihrer Beschäftigten aus Tschechien oder Polen bekommen, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Er rechne damit, dass das Hilfsprogramm Sachsen am Ende vier Millionen Euro kosten wird. Das Kabinett habe sich jetzt für das Auslaufen der Richtlinie entschieden, weil sowohl in Sachsen, als auch in den beiden Nachbarländern die Infektionszahlen sinken.  

In sächsischen Firmen arbeiten rund 9.000 Berufspendler aus Tschechien. Für sie konnten seit Mitte Februar 2021 Übernachtungszuschüsse von jeweils 40 Euro am Tag beantragt werden. Mussten wegen der Grenzschließung Familienangehörige mit nach Sachsen kommen, gab es für diese jeweils 20 Euro Zuschuss am Tag je Übernachtung.

15:51 Uhr | SC DHfK Leipzig mit 1.000 Fans gegen THW Kiel

Endlich wieder richtige Stimmung in der Arena: Der SC DHfK Leipzig darf im Bundesliga-Heimspiel gegen den THW Kiel am Donnerstag vor 1.000 Zuschauern spielen. Es ist ein Modellprojekt der Leipziger. Zugriff auf die Tickets erhalten Dauerkartenbesitzer, Partner und Sponsoren. Diese wurden vom Verein informiert. Sollten anschließend noch Rest-Kontingente zur Verfügung stehen, gehen die übrigen Tickets am Spieltag in den freien Verkauf. Die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen einen tagesaktuellen negativen Corona-Test und personalisierte Tickets vorlegen. In der Halle ist der Mund-Nase-Schutz zu tragen.

15:47 Uhr | Dresdner Verkehrsbetriebe desinfizieren weiter

Die Dresdner Verkehrsbetriebe halten trotz sinkender Inzidenz an der Desinfektion von Türöffnern und Haltestangen in Bus und Bahn fest. Ein Sprecher sagte, es gebe zwar keine Studien, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko im ÖPNV nachweisen. Dennoch setze man auf Sicherheit und den psychologischen Aspekt zusätzlicher Reinigungen. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Wocheninzidenz in Dresden heute bei 41 pro 100.000 Einwohner.

Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe
Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe. Bildrechte: dpa

15:40 Uhr | Online-Umfrage zu Pandemie-Folgen in mittelsächsischen Unternehmen

Der Landkreis Mittelsachsen will die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie unter die Lupe nehmen. Dazu startet heute eine Online-Umfrage unter 1.200 Industrie- und Handwerksbetrieben. Die erhobenen Daten sollen Grundlage für passende Hilfen bilden. Diese sollen die Einbußen durch Produktionsausfälle und unterbrochene Lieferketten ausgleichen helfen. Mit ersten Ergebnissen wird im Oktober gerechnet.

15:30 Uhr | Ferienlager und Camps in der Oberlausitz

Für Mädchen und Jungen aus der Oberlausitz gibt es in diesem Jahr zahlreiche Möglichkeiten, ihre Ferien gemeinsam zu verbringen. So bieten Schullandheime und Vereine verschiedene Camps in den Ferienlagern an. Anglerkurs oder Outdoor-Camp - die Auswahl ist groß. Kurs mit einer Länge von nur drei Tagen bis mehr als sieben Tagen werden angeboten. Einige Camps sind bereits unter 200 Euro buchbar. In den meisten Fällen sind Unterkunft und Verpflegung für die Kinder und Jugendlichen inklusive. Feriencamps in diesem Sommer bieten unter anderem die vielen Schullandheime, die Naturschutzstation Neschwitz und das Querxenland in Seifhennersdorf.

14:45 Uhr | Buchhandel mit blauem Auge

Die Buchbranche hat den zweiten Corona-Lockdown nach Angaben des Börsenvereins des deutschen Buchhandels vergleichsweise gut überstanden. "Das Interesse an Büchern ist weiter enorm, das ist die sehr gute Nachricht", sagte Vereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friederichs. Der Buchhandel habe sich "immens gut behauptet". Dennoch habe es im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie ein "tiefes Umsatzminus" gegeben, sagte sie weiter. So sei der Umsatz im Sortimentsbuchhandel von Januar bis April 2021 gegenüber 2019 um gut 30 Prozent eingebrochen, gemessen an allen Vertriebswegen um acht Prozent. Dies sei "gemessen an dem, was hätte passieren können, gut gewesen", aber gegenüber dem, "was hätte passieren sollen, desolat", erklärte Schmidt-Friederichs.

Die Vereinsvorsteherin äußerte sich anlässlich des Lesefestes "Leipzig liest extra", das am Mittwochabend eröffnet werden soll. Dabei stehen als Ersatz für die coronabedingt wie 2020 abgesagte Leipziger Buchmesse bis Sonntag gut 400 Veranstaltungen an, davon etwa 100 mit Live-Publikum.

14:25 Uhr | Tourismusministerin Barbara Klepsch begrüßt Öffnungsperspektive

Dass Beherbergungen frühestens Mitte Juni möglich sein sollen, gibt der Hotellerie und den Busunternehmen eine bessere Planungssicherheit, erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch. Die Perspektive sei für die Branche im Vorfeld der Sommerferien enorm wichtig.

Grundsätzlich sollen mit der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, die ab dem 14. Juni 2021 gelten wird, Übernachtungsangebote nach vorheriger Terminbuchung, Kontakterfassung und tagesaktuellem Test zu Beginn des Aufenthaltes bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 pro 100.000 Einwohner zulässig sein. Zudem sollen den Angaben zufolge ab dem 14. Juni 2021 bei einem Wert unter 100 auch touristische Reisen wieder erlaubt sein. Darunter zählen unter anderem Seilbahnen im Ausflugsverkehr, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristischer Bahn- und Busverkehr sowie Flusskreuzfahrten.

Auch hier muss ein Hygienekonzept vorliegen und Kontakterfassung stattfinden. Besucherinnen und Besucher müssen zudem einen tagesaktuellen Test vorweisen, schreibt das Ministerium in einer Mitteilung. Das Sächsische Tourismusministerium werde sich unter den Bundesländern dafür einsetzen, dass die Öffnungen für den Busreiseverkehr bundeseinheitlich abgestimmt werden.

14:07 Uhr | Lockerungen im Einzelhandel und im Privaten

Abhängig von Wocheninzidenzwerten unter 100 pro 100.000 Einwohner sollen ab 31. Mai die Kontaktbeschränkungen in Sachsen gelockert werden. Für den Handel heißt das: Öffnung des gesamten Einzelhandels. Allerdings müssen Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen, erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden. Das sei angelehnt worden an das Bundesinfektionsschutzgesetz. Kundschaft im Lebensmittelhandel und in Baumärkten benötigen aber keinen Corona-Test für den Zutritt, weil diese Bereiche nach sächsischer Regelung zur Grundversorgung gehören.

Bei einem Wert von unter 100 sollen ab 31. Mai im privaten Bereich weiterhin die bekannten Kontaktbeschränkungen gelten, also zwei Hausstände, in Innenräumen maximal fünf Personen, außen maximal zehn Personen.

Wenn die Wocheninzidenz auf unter 50 pro 100.000 Einwohner zurückgeht, dürfen dann jedoch zehn Personen zusammenkommen, "egal, aus wie vielen Hausständen", sagte Köpping. Kinder bis zum 14 Lebensjahr zählten nicht mit, ebenso wenig wie Geimpfte oder Genesene. Die Bestimmungen zum Tragen von Masken sollen auch in der neuen Corona-Schutzverodnung unverändert bleiben.

13:45 Uhr | Beherbergungsverbot fällt frühestens ab 14. Juni

In Sachsen wird das Beherbergungsverbot frühestens ab 14. Juni aufgehoben. Während ab 31. Mai Lockerungen für den Handel, den Sport- und Kulturbereich vorgesehen sind, gibt es einen Öffnungsfahrplan für Hotels und Pensionen erst ab 14. Juni, stellte Gesundheitsministerin Petra Köpping in Aussicht. Ebenso sollen Messen, Kongresse und Tagungen erst ab diesem Datum wieder stattfinden können. Das Kabinett habe sich am Donnerstag in Dresden dazu verständigt.

13:30 Uhr | Sachsen plant keine Corona-Impfungen in Schulen

In Sachsen laufen die Vorbereitungen für Corona-Schutzimpfungen von Kindern ab zwölf Jahren und Jugendlichen. Reihenimpfungen oder Impfungen in Schulen seien aber nicht vorgesehen, hieß es auf Anfrage im Gesundheitsministerium.

Den Angaben zufolge sollen die Impfungen bei niedergelassenen Ärzten oder in den Impfzentren möglich sein. Auch Kinderärzte will Sachsen einbeziehen. "Derzeit laufen die Abstimmungen", hieß es. Alles hänge aber davon ab, ob und wann Impfstoff für diese Altersgruppen zugelassen werde sowie von dessen Verfügbarkeit.

13:06 Uhr | Prüfungszeit in der Pandemie

Während die schriftlichen Abiturprüfungen für die meisten Schülerinnen und Schüler in Sachsen vorbei sind, startet die Prüfungsphase der Oberschulabschlussklassen gerade erst. Eine zweifelsohne stressige Zeit - auch ohne Corona-Pandemie. Zwischen Prüfungsstress, Zukunftsplanung und dem bangen Blick auf eine mögliche Abschlussfeier haben wir mit drei jungen Menschen im Freistaat gesprochen, die bald einen neuen Lern- und Lebensabschnitt beginnen.

12:33 Uhr | Weniger Krebsvorsorge in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat in Sachsen zu einem deutlichen Rückgang der Krebsvorsorge geführt. Wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit heute unter Verweis auf eine Sonderanalyse der Abrechnungsdaten mitteilte, gab es 2020 von Januar bis September 17 Prozent weniger Screenings in Arztpraxen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Auswertung wies ein Viertel weniger Hautkrebsuntersuchungen aus, aber auch die Zahlen der Darmkrebs-, Prostata- und Mammographie-Screenings nahmen ab - um 14, elf und acht Prozent.

"Der Rückgang bei der Krebsvorsorge ist alarmierend", sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit, Christine Enenkel. Denn Vorsorge sei sehr wichtig zur Früherkennung ernsthafter Erkrankungen und für bessere Heilungschancen. Laut Analyse wurden im Frühjahrslockdown 2020 ein Viertel weniger Screenings vorgenommen, vor allem für Mammografie und Hautkrebs. Im Herbst allerdings sei viel davon nachgeholt worden: Die Zahl der Mammographie-Screenings stieg um mehr als das Doppelte und übertraf sogar die Vorjahreswerte, und auch bei Haut-, Darm- und Prostatakrebs gab es Zuwachs.

12:02 Uhr | Archäologiemuseum in Chemnitz öffnet am 1. Juni

Das Archäologiemuseum smac in Chemnitz macht ab Dienstag, 1. Juni, wieder auf. Besucher müssen vorab allerdings ein Zeitfenster buchen. Zudem müssen sie einen tagesaktuellen negativen Coronatest vorlegen oder nachweisen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Diese Maßnahmen entfallen, sollte die Chemnitzer 7-Tage-Inzidenz kommende Woche durchgehend unter 50 bleiben.

11:35 Uhr | Frank Richter bewertet staatliche Einschränkungen

Den Grundrechten wird in der Pandemie-Abwehr seit über einem Jahr einiges zugemutet. Viele staatliche Eingriffe wurden gerichtlich zu Recht beanstandet, sagt der Parlamentarier und Ex-DDR-Bürgerrechtler, Frank Richter. Der Rechtsstaat habe funktioniert, die Grundrechte seien nicht angegriffen worden. Sie müssten aber auch weiterhin geschützt und vor allem gelebt werden.

11:08 Uhr | Tanken ist deutlich teurer geworden

Tanken ist binnen eines Jahres deutlich teurer geworden. Wie das Statistsiche Bundesamt mitteilte, mussten Autofahrer im April dieses Jahres für Superbenzin rund ein Viertel mehr bezahlen als im April 2020. Bei Diesel betrug der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat rund ein Fünftel.

Der Anstieg habe mehrere Ursachen. Nach Angaben des Bundesamtes gehören dazu die Auswirkungen der Corona-Krise, die den Ölpreis im Frühjahr 2020 hatten einbrechen lassen. Aber auch die CO2-Abgabe ab Januar dieses Jahres und das Ende der Mehrwertsteuersenkung hätten sich preistreibend auf die Kraftstoffe ausgewirkt.

10:32 Uhr | Kinderärzte warnen vor Impfungen in Schulen und indirekter Impfpflicht

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt vor Impfungen in den Schulen, wie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sie fordert. "Von Impfungen in der Schule halte ich nichts", sagte der Kinderarzt und BVKJ-Sprecher Axel Gerschlauer in der heutigen Ausgabe der "Rheinischen Post". "Meine größte Sorge ist, dass Frau Karliczek damit auch eine Impfpflicht durch die Hintertür einführt."  Der Schulbesuch dürfe nicht an eine Corona-Impfung geknüpft werden, sagte der Arzt der Zeitung. "Hier muss die Politik Wort halten."

Im Übrigen sei eine Impfpflicht für Kinder auch nicht nötig. "Kinder sind keine Corona-Infektionstreiber, und das Risiko, schwer zu erkranken, ist für sie – anders als bei Masern – gering", sagte Gerschlauer. Stattdessen seien die Kinderarztpraxen gefragt. "Der erste Ansprechpartner sind niedergelassene Kinder- und Jugendärzte. Wir sind die Impfprofis, keiner impft so viel wie wir", sagte der BVKJ-Sprecher. An zweiter Stelle sehe er die Impfzentren, besonders auf dem Land, wo die Arztdichte nicht so hoch sei wie in den Städten. 

10:04 Uhr | Studie: Kinder verbreiten viel weniger Aerosole als Erwachsene

Kinder verbreiten beim Sprechen und Singen viel weniger der für eine Übertragung von Coronaviren relevanten Aerosole als Erwachsene. Das hat eine Untersuchung der Charité und der TU Berlin unter Federführung des Phoniaters Dirk Mürbe ergeben.

"Kinder im Grundschulalter emittierten beim Sprechen eine Anzahl von Partikeln in der Größenordnung wie Erwachsene beim Atmen, und beim Singen emittierten sie ähnlich viele Partikel wie Erwachsene beim Sprechen", sagte Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologie und Phoniatrie an der Charité, der Deutschen Presse-Agentur. Die Anzahl der Aerosole hänge dabei stark von der Lautstärke ab. Der Befund könne nicht nur bei der Entscheidung für Präsenzunterricht an Schulen eine Rolle spielen, sondern auch für die Arbeit von Kinderchören.

09:38 Uhr | Teures Holz in der Pandemie

Im Zuge der Corona-Pandemie haben sich die Holzpreise nahezu verdoppelt. Vor allem im Ausland wird viel Geld bezahlt. Deshalb wird aus Deutschland immer mehr Holz exportiert, das im Inland immer knapper wird.

09:11 Uhr | Chemnitzer Opernhaus feiert Jubiläum

Das Chemnitzer Opernhaus begeht heute ein Jubiläum. Auf den Tag genau vor 70 Jahren konnte die nach dem Krieg wiederaufgebaute Oper erstmals wieder öffnen. Zur Premiere erklang damals Beethovens "Fidelio". Derzeit planen die Theater Chemnitz die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach dem Lockdown. Im Juni soll es mit dem Programm wieder losgehen.

08:50 Uhr | Viele verpasste Schulstunden

Mitte März 2020: Die erste Corona-Welle rollt über Deutschland hinweg, die Schulen schließen zum ersten Mal. Plötzlich wird für Schüler und Lehrer das Homeschooling über Wochen zur Normalität. Zum Sommer startete zwar vielerorts wieder der Präsenzunterricht, doch zu Beginn des Winters kam die zweite Welle. Seitdem – so scheint es – haben sich Schüler, Lehrer und Eltern an den Ausfall von Unterrichtsstunden gewöhnt. Doch um wie viele Stunden geht es genau?

08:26 Uhr | Chemnitz will mobile Impfteams für Obdachlose einsetzen

Das Chemnitzer Gesundheitsamt will Obdachlosen ein dezentrales Impfangebot machen. Wie die Verwaltung mitteilte, soll das über mobile Impfteams geschehen. Ziel sei es, 50 bis 100 Menschen zu impfen, vorzugsweise mit Johnson & Johnson. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Alle Impfungen seien freiwillig.

07:41 Uhr | Leipziger Chöre singen draußen mit Abstand

Die Kinder- und Jugendchöre der Stadt Leipzig unter dem Dach der Schola Cantorum Leipzig nehmen ab sofort ihre musikalische Arbeit auf. Wie die Stadt mitteilte, singen die Ensembles nun wieder auf dem Schulhof der Anna-Magdalena-Bach Grundschule, dem Domizil der Schola Cantorum. Dabei müssen Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowohl Abstände als auch die Testpflicht einhalten.

07:05 Uhr | Wocheninzidenz in Sachsen erstmals seit Oktober unter 50

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) weiter sinkende Corona-Infektionszahlen gemeldet. Nach Angaben des RKI liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner heute bundesweit sowie im Freistaat bei 47. Die niedrigste Inzidenz in Sachsen meldet der Vogtlandkreis mit 18 und die höchste der Erzgebirgskreis mit 100.

Bei den Zahlen zu berücksichtigen ist, dass an Feiertagen wie Pfingstmontag weniger Menschen einen Arzt aufsuchen. Damit werden weniger Proben genommen und es gibt weniger gemeldete Neuinfektionen aus den Laboren.

06:40 Uhr | Impfen: Wenn Vorgesetzte Druck machen

Am Leipziger Amtsgericht hat der Gerichtspräsident seinen Mitarbeitern in einem Rundschreiben die Impfung dringend empfohlen und mögliche Konsequenzen aufgezeigt, die für Nicht-Impfwillige entstehen könnten.

06:02 Uhr | Klosterfest in Panschwitz-Kuckau verschoben

Das für Mitte Juni geplante Kloster- und Familienfest des Landkreises Bautzen in Panschwitz-Kuckau wird verschoben. Es soll nun am 15. August zusammen mit dem Kräutersonntag im Kloster stattfinden. Darauf haben sich alle beteiligten Organisatoren und Veranstalter verständigt. Das teilt das Landratsamt mit. Grund für die Verschiebung sind die derzeit noch herrschenden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

05:34 Uhr | Kabinett stellt neue Corona-Regeln für Sachsen vor

Sachsen stellt angesichts sinkender Infektionszahlen weitere Lockerungen in Aussicht. Die Regeln für die neue Landesverordnung will Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) heute Mittag nach der Kabinettssitzung in Dresden vorstellen. Die derzeit gültige Verordnung läuft zum 30. Mai aus.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte bereits angekündigt, dass bis Mitte Juni vor allem der Status quo erhalten werden soll. Damit könne man dann mehr Freiheiten in den Bereichen Tourismus, Kultur und Sport ermöglichen. Neben dem Thema Corona geht es heute im Kabinett auch um den Frauenförderungsbericht von Gleichstellungsministerin Katja Meier (Die Grünen).

05:13 Uhr | Neue Kontakt-App in Dresden entwickelt

Corona-Lockerungen sind im vollen Gange. Trotzdem bleibt die Kontaktnachverfolgung ein großes Thema, um die Pandemie einzudämmen. Zwei junge Dresdner, BWL-Student Jonas Kellert und Abiturient Marius Gebert, haben sich die Anwendung "Guest Ident" ausgedacht. "Mit unserem System können Leute über den Browser des Smartphones einchecken, ihre Kontaktdaten da lassen", so Kellert. Man brauche die App nicht extra auf das Handy zu laden.

Am Universitätsklinikum Dresden wird "Guest Ident" bereits genutzt. Im Mitarbeiterrestaurant kommen täglich über 400 Klinikumsangestellte zum Essen und checken sich über die Web-Anwendung ein.

05:01 Uhr | Wie geht es den Galerien?

Mit der Pandemie hat etwa ein Drittel aller Galerien sofort Kurzarbeit eingeführt, viele haben Corona-Soforthilfe und andere Förderungen beantragt. Auch die Galerien auf dem ehemaligen Gelände der Baumwollspinnerei in Leipzig sind betroffen.

Ende April war die Galeristin Arne Linde eine der 14 Kunst- und Kulturschaffenden, die sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bürgerdialog zu Problemen in der Pandemiezeit unterhalten haben. Die versprochene Antwort Merkels zum Thema Herabsetzen der Mehrwertsteuer ist noch ausgeblieben.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 26. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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