Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 20.01.: 1.680 Neu-Infektionen gemeldet

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Aus Buchstabenwuerfeln wurden die Worte stay at home gebildet.
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20:02 Uhr | Ticker-Ende

Damit beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen für heute. Wir sind am Donnerstag wieder mit aktuellen Informationen für Sie da. Bleiben oder werden Sie gesund!

19:45 Uhr | Zweifel an Rachenspülung-Test

Das Leipziger Klinikum St. Georg bietet einen Corona-Test per Rachenspülung an. Auf Nachfrage erklärt das Sozialministerium, dass diese Testmethode umstritten sei. Die Datenlage sei "noch stark ausbaufähig", hieß es.

19:10 Uhr | 1.680 neue Corona-Infektionen in Sachsen

Am Mittwoch melden die Gesundheitsämter in Sachsen 1.680 neue Corona-Infektionen. Das sind 629 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktiven Fälle ist auf 22.420 gesunken.

Auch bei der 7-Tage-Inzidenz deutet sich ein Rückgang an. Alle drei kreisfreien Städte sowie der Landkreis Zwickau und der Erzgebirgskreis sind unter die Inzidenz-Grenze von 200 gesunken. Den niedrigsten Wert meldet Chemnitz mit 116. Die höchsten Werte haben weiterhin der Vogtlandkreis mit 356 sowie die Landkreise Mittelsachsen (318) und Bautzen (310). Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden seit Dienstag im Freistaat 124 Todesfälle gemeldet. Seit Pandemiebeginn beträgt die Zahl damit 5.468.

18:45 Uhr | Sachsens Arbeitsminister Dulig begrüßt neue Homeoffice-Regelung

Nach dem Bund-Länder-Beschluss für eine verbindlichere Regelung zum Homeoffice zeigt sich Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig erfreut:

Wir haben in Sachsen schon mehrmals zur verstärkten Nutzung des Homeoffice aufgerufen. Deshalb bin ich froh, dass es nun eine Verordnung des Bundes dazu gibt. Ich betrachte dies als nochmaligen sehr eindringlichen Appell. Die Formel lautet: Kontakte reduzieren, wo immer es geht!

Martin Dulig Sächsischer Wirtschafts- und Arbeitsminister

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte am Mittwoch eine entsprechende Rechtsverordnung unterzeichnet. Arbeitgeber sollen demnach Homeoffice überall dort möglich machen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Dort wo dies nicht geht, müssen weiterhin die Zahl der Menschen im Raum reduziert sowie medizinische Masken oder FFP2-Masken vom Arbeitgeber bereitgestellt werden.

18:16 Uhr | DRK-Schulung macht Schule

Das DRK Sachsen hat seit dem 6. Januar 500 Menschen zu Corona-Schnelltestern ausgebildet. Der entsprechende Lehrgang wurde vom DRK-Bildungswerk in Sachsen entwickelt und dient nun als bundesweites Modell. Das Deutsche Rote Kreuz will jetzt 14.000 Laien in ganz Deutschland dazu befähigen, Antigen-Schnelltests im Nasen-Rachen-Raum durchzuführen. Die Schulungen der Freiwilligen sollen dazu beitragen, das Personal in Pflegeeinrichtungen zu entlasten.

Der Kurs dauert rund 60 Minuten, basiert auf der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Er besteht aus einem Online-Tool sowie einem Praxisteil, der von ärztlichem Personal begleitet wird. Die Teilnehmer seien unter anderem aus der Kinder- und Jugendhilfe, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, der Hotellerie, Apotheken und dem produzierenden Gewerbe gekommen, teilte das DRK mit.

17:47 Uhr | Welche Maske muss ich künftig wo in Sachsen tragen?

Die selbst genähten Alltagsmasken haben ausgedient. Als Mindeststandard werden bald auch in Sachsen OP-Masken im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht, möglich sind aber auch wirksamere FFP2-Masken. Wie unterscheiden sich die Masken und wo gilt noch eine Maskenpflicht?

17:41 Uhr | Hausdurchsuchung nach Drohung gegen Kretschmer auf Facebook

Wegen Hass und Hetze über das Internet hat die Polizei die Wohnung eines Mannes im Erzgebirge durchsucht. Er soll Ministerpräsident Kretschmer öffentlich bedroht haben. Er zählt zu den Gegnern der Corona-Politik.

16:41 Uhr | Sachsens Jura-Studenten dürfen wegen Corona länger studieren

Wer aktuell in Sachsen Jura studiert, darf sein Studium verlängern, ohne dadurch Nachteile zu haben. Wie das sächsische Justizministerium mitteilt, habe man sich aufgrund der schwierigen Studienbedingungen in der Corona-Pandemie dazu entschlossen, das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/21 nicht auf die Regelstudienzeit anzurechnen.

Gedacht ist die Regelung für die sogenannten Freiversuche. Normalerweise wird das schnelle Studieren belohnt. Studierende, die nach neun Semestern Examen machen, können dies ohne Risiko tun. Geht es schief, zählt der Versuch nicht. Sollten Studentinnen und Studenten bereits zur staatlichen Pflichtfachprüfung zugelassen sein, können sie durch Erklärung gegenüber dem Landesjustizprüfungsamt bis zum 26. Januar folgenlos zurücktreten. 

16:02 Uhr | 989 Schüler im Landkreis Görlitz nutzen Corona-Schnelltest

Von insgesamt 3.055 Schülerinnen und Schülern der Abschlussjahrgänge haben 989 das Angebot für einen freiwilligen Corona-Schnelltest genutzt. Das entspricht einer Quote von 32 Prozent. Wie das Landratsamt Görlitz mitteilt, wurden dabei sechs Schüler positiv getestet. Die Ergebnisse der daraufhin veranlassten PCR-Tests stehen noch aus.

15:46 Uhr | Polizei ahndet Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung

Die Chemnitzer Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch erneut Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. In 15 Fällen erging eine Anzeige. So waren neun Passanten nachts in Chemnitz unterwegs, ohne einen triftigen Grund dafür nennen zu können. Ihnen drohen Bußgelder in Höhe von 60 Euro. In Döbeln lösten die Beamten nach einem Hinweis eine Feier von fünf Leuten auf, die aus unterschiedlichen Haushalten stammten. Auch in Aue, Hohndorf und Oelsnitz im Erzebirge verstießen Einwohner gegen die Ausgangssperre.

15:38 Uhr | Vereinfachter Zugang zu Überbrückungshilfen

Der Zugang für Überbrückungshilfen für Unternehmen soll einfacher werden. Laut Sachsens Wirtschaftsministerium gibt es für die Hilfen des Bundes statt bisher mehrerer in Zukunft nur noch ein Kriterium. Ein Umsatzeinbruch von 30 Prozent gegenüber einem Referenzmonat im Vorjahr reiche aus. Unternehmen können nun bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten. Der Höchstbetrag der Abschläge wird auf 100.000 Euro angehoben. Für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/21 (z. B. Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper, Winterkleidung) wird eine Sonderregelung eingeführt: Einzelhändler können ihre Warenabschreibungen zu 100 Prozent als Fixkosten ansetzen.

15:08 Uhr | Räucherfigur von Virologe Drosten soll ins Haus der Geschichte

Die erzgebirgische Räuchermann-Figur des Virologen Christian Drosten ist erst wenige Monate alt und soll schon einen Platz im Museum erhalten. Das "Haus der Geschichte" habe ein Exemplar für seine Sammlung geordert, sagte Sprecher Peter Hoffmann am Mittwoch auf Anfrage in Bonn. Die Figur verkörpere ein Stück Zeitgeschichte und illustriere, wie der Wissenschaftler der Berliner Charité während der Corona-Pandemie Eingang in die Populärkultur gefunden habe.

15:01 Uhr | Investoren halten Sachsens Gründern in Corona-Krise die Treue

Auch in Zeiten von Corona hat sich das Interesse der Investoren an Sachsens Gründerszene nicht verringert. Wie aus dem neuesten Startup-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht, gab es im Freistaat 2020 29 Finanzierungsrunden und damit elf mehr als im Vorjahr. Insgesamt haben Investoren 77 Millionen Euro in 28 Firmen investiert. Gegenüber 2019 ist der Betrag damit nahezu konstant geblieben. Damals betrug die Summe 78 Millionen Euro. Deutscher Spitzenreiter in der Gründerszene ist nach wie vor Berlin, wo reichlich drei Milliarden Euro investiert wurden. 

14:56 Uhr | Dulig: Novemberhilfen des Bundes vollständig bewilligt

Die Novemberhilfen des Bundes für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen sind in Sachsen nahezu vollständig bewilligt. Das teilte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit. Von 1.504 Anträgen seien 1.500 bewilligt worden. Vier seien noch in Bearbeitung. Die Auszahlung der Gelder werde mit Hilfe der Sächsischen Aufbaubank (SAB) abgewickelt, so Dulig.

14:10 Uhr | Kretschmer: Ziel bleibt 50er Inzidenz

Ministerpräsident Michael Kretschmer stellte am Mittwoch noch einmal klar, dass es Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von etwa 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tage geben soll. "Wir müssen diese Zahl erreichen - oder zumindest ganz nah herankommen", betonte der Regierungschef. Mitte Februar werde man sich die Situation anschauen und neu entscheiden. Es werde aber nicht alles sogleich geöffnet werden können, unterstrich Kretschmer. In Sachsen wird der Lockdown entsprechend der Vereinbarung des Bund-Länder-Treffens am Dienstag bis zum 14. Februar verlängert.

13:49 Uhr | Bayern schreibt FFP2-Masken in Gottesdiensten vor

In Gottesdiensten in Bayern müssen Besucher künftig eine FFP2-Maske tragen. Das hat das Kabinett am Mittwoch in München beschlossen. Damit geht der Freistaat etwas über einen Bund-Länder-Beschluss vom Dienstagabend hinaus, nach dem in Gottesdiensten eine Pflicht zum Tragen mindestens einer sogenannten OP-Maske gelten soll.

13:22 Uhr | Häusliches Lernen geht auch nach den Winterferien weiter

Die häusliche Lernzeit für die sächsischen Schülerinnen und Schüler wird auch nach den Winterferien weitergehen. Wie Kultusminister Christian Piwarz nach der heutigen Kabinettssitzung sagte, hoffe man, dass im Februar Kitas und Schulen zumindest im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen können. "Ein längeres Schließen der Bildungseinrichtungen ist für Kinder und Eltern kaum mehr zumutbar", so Piwarz.

Für die Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen bleibe der Präsenzunterricht weiterhin möglich. "Die Schüler sollen die Chance haben, sich sorgfältig auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten", so der Minister. Die Verlagerung der einen Woche Winterferien auf Anfang Februar und die Verlängerung der Osterferien bleiben bestehen.

Weitere Entscheidungen für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Schulen werden mit der neuen Corona-Schutzverordnung in der kommenden Woche getroffen.

13:14 Uhr | Erhebliche Einnahmeverluste im Zoo Dresden

Die Corona-Pandemie hat dem Dresdner Zoo einen erheblichen Verlust an Besuchern und damit an Einnahmen beschert. Im vergangenen Jahr kamen rund 627.000 Gäste, knapp 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Bis Jahresende habe es etwa eine Million Euro Einnahmeverlust gegeben. Die Dresdner hätten dem Zoo in der Pandemie aber die Treue gehalten.

Mit Hilfe von Futter lockt eine Tierpflegerin den nordamerikanischen Baumstachler Howard auf die Waage. Wie sich wenig später herausstellt, wiegt er knapp zehn Kilo.
Mit Hilfe von Futter lockt Tierpflegerin Annka Lewertoff (26) den nordamerikanischen Baumstachler Howard auf die Waage. Wie sich wenig später herausstellte, wiegt er knapp zehn Kilo. Bildrechte: Zoo Dresden

12:57 Uhr | Oper und Theater in Leipzig bis Ostern geschlossen

Die Stadt Leipzig lässt ihren Kulturbetrieb weiterhin ruhen. Wie das Kulturdezernat der Stadt mitteilte, bleiben Oper, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt vorsorglich auch den ganzen März über geschlossen. Eine schrittweise Wiedereröffnung sei je nach Entwicklung der pandemischen Lage rund um das Osterfest 2021 vorgesehen, hieß es.

Über den Probenbetrieb sollen die Eigenbetriebe der Stadt individuell entscheiden. Für die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" werde analog zur Öffnung der allgemeinbildenden Schulen zumindest eine Rückkehr zum Einzelunterricht angestrebt, sofern die kommende Corona-Schutzverordnung des Freistaates dies gestatte.

12:28 Uhr | Impfungen für Pflegeheime in Meerane abgesagt

Die Bewohner der drei stationären Pflegeheime in Meerane warten weiter vergeblich auf ihre Corona-Impfung. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden die bereits vereinbarten Termine wegen fehlenden Impfstoffs abgesagt. Meeranes Bürgermeister Lothar Ungerer sprach von einer riesigen Enttäuschung für die Betroffenen. Es bleibe nun den Heimleitungen und der Stadt überlassen, den Bürgern die Situation zu erklären. Das sei bemerkenswert, da sie für die Lieferengpässe gar nicht verantwortlich seien. Die Impfungen sollten ursprünglich am Donnerstag beginnen, der zweite Impftermin war für Mitte Februar angesetzt.

12:15 Uhr | Landesschülerrat fordert Konzept für Präsenzunterricht

Der sächsische Landesschülerrat hat die Landesregierung aufgefordert, ein Konzept für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts zu erarbeiten. Dazu müssen Wechselmodelle für die Schulöffnung realisiert werden, sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka. "Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen weiterhin unverzichtbar zum Erreichen der Lernziele, da reines Online-Lernen bisher keinen gleichwertigen Ersatz darstellt", so Kesicka.

Kernpunkte dafür seien hinreichende Hygienemaßnahmen, eine Entzerrung des Schülerverkehrs, kleinere Lerngruppen, eine Teststrategie für alle Jahrgänge und die Bereitstellung von Schutzmasken für alle Schülerinnen und Schüler. Zudem sei es dringend nötig, über das tatsächliche Risiko einer Ansteckung an der Schule aufzuklären.

11:33 Uhr | Corona sorgt für Ansturm auf psychologische Beratungsstellen

Corona, Lockdown und Winter - diese Mischung sorgt für einen Ansturm auf psychologische Beratungsstellen. Viele Menschen suchen Hilfe, so auch im Landkreis Görlitz. In der dortigen Beratungsstelle steht das Telefon kaum still. Besonders Eltern und Jugendliche leiden unter der derzeitigen Belastung. Besonders der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen sei ein Problem, erzählt eine Görlitzer Familientherapeutin.

11:13 Uhr | Worauf muss ich beim Maskenkauf achten?

In Sachsen und Deutschland werden in den nächsten Tagen die Regeln für die Maskenpflicht im öffentlichen Raum verschärft. OP-Masken oder FFP2-Masken werden beim Einkauf und im Nahverkehr zur Pflicht. Das Angebot ist groß, allerdings gilt es auf Prüfziffern und Normen zu achten. Der MDR hat zu den Fallstricken und Besonderheiten einen Infektiologen befragt.

11:06 Uhr | Sächsischer Fußballverband setzt Spielbetrieb weiter aus

Das Präsidium des Sächsischen Fußballverbandes hat in seiner Sitzung am Montag entschieden, den gesamten Spielbetrieb bis zum 28. Februar 2021 weiter auszusetzen. Alle Spiele auf Landesebene bleiben abgesagt und werden nicht neu angesetzt. Der Verband verfolge weiterhin das Ziel, eine einfache Runde zu spielen und mit Meistern, Auf- und Absteigern auch sportlich zu werten, hieß es. Maßgeblich sei aber, ab wann der Trainingsbetrieb im Amateurfußball von den politischen Entscheidungsträgern zugelassen werde.

10:51 Uhr | Klinikum St. Georg in Leipzig bietet umfängliche Corona-Behandlung und -Nachsorge

Das Klinikum St. Georg bietet ab sofort einen erweiterten Service für Corona-Erkrankte an. Patienten, die sich am Klinikum auf eigene Veranlassung hin testen lassen möchten, erhalten bei einem positiven Testergebnis sofortigen Zugang zu einer umfassenden Behandlung, Beratungsgesprächen, Auswertungen sowie eine langfristige Nachsorge, unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung, teilte das Krankenhaus mit. Seit fast einem Jahr behandle die Klinik Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Von diesem Wissen könnten zukünftige Patienten profitieren, hieß es. Termine für die Test könne man über das Internet vereinbaren.

Der Chefarzt des Medizinischen Zentrallabors, Dr. Stephan Borte, erklärt: "Die Probenentnahme erfolgt mittels Rachenspülwasser und ist für die Patienten angenehmer als die herkömmliche Entnahme mit einem Stäbchen – bei gleicher Qualität." Dazu müssten die Patienten einige Sekunden ein medizinisches Wasser gurgeln, das leicht salzig schmeckt. Anschließend werde die Lösung ausgespuckt und im Labor einem PCR-Test unterzogen.

10:36 Uhr | Polizei will konsequenter gegen Verstöße vorgehen

Überall in Sachsen kontrollieren Polizei und Ordnungsamt die Einhaltung der Corona-Regeln. So auch in Leipzig. Täglich sind mehrere Streifen unterwegs, die Menschen gezielt ansprechen, so Olaf Hoppe, Sprecher der Leipziger Polizei. "Da wir im Moment von Bußgeldern reden ab 60 Euro, das heißt tatsächlich von Bußgeldern, gibt es eine sogenannte Ermessensreduzierung auf null." Insgesamt 500 Verstöße hat die Leipziger Polizei in der ersten Januarwoche angezeigt, etwa 400 davon wegen Verstößen gegen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. In der vergangenen Woche waren es ähnlich viele.

Wenn eine Missachtung der Regeln festgestellt werde, sei also eine Anzeige zu fertigen. Es bleibe aber weiterhin wichtig, kommunikativ auf die Situation reagieren zu können und um Verständnis zu werben bei Menschen, die vielleicht nur vergessen hätten, ihre Maske aufzusetzen, so Hoppe. In Zukunft sollen Verstöße aber konsequenter geahndet werden.

10:24 Uhr | Leipziger Virologin warnt vor vorzeitiger Schulöffnung

Die Leipziger Virologin Corinna Pietsch hält eine Inzidenz von 50 für zu hoch, um Schulen wieder zu öffnen. Schulen seien kein "wunderbarer Hort", an dem es keine Infektionen gebe, sagte sie im Interview mit MDR SACHSEN. Konkret komme es aber auf die Ausgestaltung der Schulöffnungen an.

09:09 Uhr | Testzentrum in Mittweida öffnet für Bürger

Das Corona-Testzentrum der Hochschule Mittweida ist ab heute auch für Bürger geöffnet. Jeden Mittwochmittag kann sich nun jeder ohne vorherige Terminvereinbarung testen lassen. Ein Test kostet 15 Euro. Bislang galt das Angebot nur für die Beschäftigten der Hochschule und Studierende. Neben einem Antigen-Schnelltest kann auch ein Antikörpertest für vergangene Infektionen durchgeführt werden.

08:14 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer verteidigt restriktive Maßnahmen

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die restriktiven Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verteidigt. Im Interview mit MDR SACHSEN sagte Kretschmer am Morgen, es sei wichtig, eine Inzidenz von 50 zu erreichen. Man habe gesehen, dass es bei einer Inzidenz von 450 Neuinfektionen binnen einer Woche unmöglich sei, Pflegeheime, Schulen, Betriebe und Krankenhäuser vor dem Virus zu schützen. Grade im Hinblick auf die britische Mutation des Coronavirus gelte es, eine Katastrophe zu verhindern, so der Regierungschef.

Im Hinblick auf mögliche Schulöffnungen sagte Kretschmer, es sei der Wunsch vieler Länderchefs, wieder mehr möglich zu machen. Vorerst bleibe es aber beim Unterricht für die Abschlussklassen in Sachsen. Nur wenn es gelinge, das Infektionsgeschehen zu reduzieren, könne man diese Kontakte wieder möglich machen.

07:46 Uhr | Deutsch-Sorbisches Volkstheater will ab April wieder öffnen

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater in Bautzen könnte Anfang April wieder öffnen, wenn die Corona-Verordnungen das zulassen. Darauf haben sich der Intendant und Vertreter des Landratsamtes verständigt. Zur Eröffnung plane das Theater mehrere Premieren. So sollen zu Ostern mehrere Marionettentheater und das Stück "Der Reichsbürger" gezeigt werden. Der Kartenvorverkauf für die Vorstellung soll im März starten, teilt das Theater mit.

Der für Ende März geplante Schüler-Welt-Theatertag kann aber auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Vorverkauf der Tickets für den diesjährigen Theatersommer wird verschoben. Er soll jetzt im Mai starten.

07:11 Uhr | IHK Sachsen gegen Homeoffice-Zwang

Die sächsische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat sich gegen einen Homeoffice-Zwang ausgesprochen. Es sei nachvollziehbar, dass in der Pandemie auch das berufliche Umfeld in die Überlegungen einbezogen werde, allerdings hätten viele Arbeitgeber in den Schutz ihrer Angestellten und Hygienekonzept investiert, hieß es in einer Mitteilung der IHK.

Es sei "unverständlich, dass ohne valide Datenbasis aus den Gesundheitsämtern oder dem RKI, eine bestimmte Kategorie von Arbeitsplätzen pauschal als Infektionsherde ins Visier genommen wird", so die IHK. Der Gesetzgeber verkenne, dass in der Praxis auch viele Büro- und Bildschirmarbeitsplätze zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe eine Präsenzpflicht erfordern würden. Die IHK sehe daher in einer Verpflichtung zum Homeoffice weder einen zielführenden noch einen verhältnismäßigen und umsetzbaren Weg.

06:47 Uhr | Leipziger Stadtrat tagt per Videoschalte

Der Leipziger Stadtrat tagt an diesem Mittwoch wegen der Corona-Pandemie erstmals digital. Leipzig ist die erste Kommune in Sachsen, die eine Erlaubnis für eine Videositzung erhalten hat, wie die Landesdirektion mitteilte. Die Ratsmitglieder sollen per Videokonferenz zusammengeschaltet werden und auch Beschlüsse fassen dürfen.

06:31 Uhr | Knapp 39.000 Laptops für sächsische Schüler

In Sachsen sind aus dem Laptop-Sofortprogramm für Schüler bisher 38.813 Geräte angeschafft worden. Das teilte das Kultusministerium in Dresden mit. Über das Programm, das nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr aufgelegt worden war, standen in Sachsen 28 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt von Bund und Land. Derzeit laufe die Beschaffung weiterer Geräte. Insgesamt gibt es in Sachsen rund 500.000 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Im ersten Lockdown im Frühjahr war aufgefallen, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler gar nicht über die Technik für einen Digitalunterricht verfügen. Der Bund reagierte mit dem Sofortprogramm. Bundesweit wurden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

06:10 Uhr | Deutscher Städtetag begrüßt Verlängerung des Lockdowns

Der Deutsche Städtetag hält die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar und die zusätzlichen Maßnahmen in der Corona-Krise für nötig. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte, Lockerungs- und Öffnungsdiskussionen würden den Menschen zum jetzigen Zeitpunkt falsche Hoffnung geben. "Wir brauchen jetzt noch einmal eine große gemeinsame Kraftanstrengung im Kampf gegen die Pandemie, um die Welle der Infektionen zu brechen", so der Leipziger Oberbürgermeister Jung. Die Städte als Arbeitgeber wollten mit gutem Beispiel vorangehen und den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Homeoffice ermöglichen.

06:01 Uhr | Neue Corona-Regeln für Sachsen

Das sächsische Kabinett will am Vormittag über neue Corona-Regeln für den Freistaat beraten. Diese sollen gegen Mittag verkündet werden. Hintergrund sind die Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und der Bundesregierung vom Dienstagabend. Dabei wurde beschlossen, den Lockdown deutschlandweit bis zum 14. Februar 2021 zu verlängern. Zudem wird die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen künftig medizinische Masken getragen werden - das können sogenannte OP-Masken oder FFP2-Masken sein. Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen.

05:36 Uhr | Pantoffelhersteller setzt auf antivirale Masken

Der Pantoffelhersteller Pitzi aus dem erzgebirgischen Hundshübel fährt derzeit seine Produktion für Schutzmasken hoch. Geschäftsführer Kai Schürer sagte, die Masken seien antiviral und antibakteriell ausgerüstet. Sie bestünden aus einem speziellen Gewebe, welches Bakterien und Viren zerstöre und auch in der Schuhindustrie zum Einsatz komme, etwa um unangenehme Gerüche zu stoppen.

Dafür würden positiv geladene Metallionen in die Faser eingebracht, Viren wiederum seien negativ geladen, so Schürer. Sie werden seinen Angaben zufolge von der positiven Ladung angezogen und beim Auftreffen deren Oberflächenstruktur zerstört. Die Masken sind waschbar und könnten bis zu 200 Mal getragen werden, ohne ihren Schutz zu verlieren.

05:14 Uhr | Mehr Notbetreuung in Mittelsachsen

Die Zahl der Kinder in Notbetreuung steigt in Mittelsachsen weiter. Von den rund 11.300 Kindern, die im Landkreis normalerweise eine Kita besuchen, befinden sich rund 3.000 in der Notbetreuung. Wie das Landratsamt mitteilte, sind das rund 28 Prozent und damit fünf Prozent mehr im Vergleich zur Erhebung am 6. Januar. Auch bei den älteren Hortkindern sei die Zahl gestiegen. Dennoch habe es deutlich mehr Anmeldungen für die Notbetreuung gegeben, als letztlich in Anspruch genommen werden, hieß es weiter. Anspruch auf Notbetreuung gibt es, wenn beide oder der alleinige Sorgeberechtigte in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Eine Übersicht über die Berufe gibt es beim sächsischen Innenministerium.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 21.01.2021 | 19:00 Uhr

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