Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 08.02.: Hunderte sächsische Polizisten früher geimpft als geplant

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Impfung
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Meldungen vom Folgetag

20:24 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir sind am Dienstag an gleicher Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

19:37 Uhr | Keine Nachweise von Mutation in Leipzig seit Januar

Am Leipziger Universitätsklinikum sind seit Januar keine weiteren Fälle der erstmals in Südafrika nachgewiesenen Variante des Coronavirus gefunden worden. Das teilte ein Sprecher des Klinikums dem MDR auf Anfrage mit. Am 21. Januar war bei einer Frau die Virusvariante B.1.351 nachgewiesen worden. Es war der erste Fall dieser Mutation in Sachsen. Insgesamt wurde diese Variante in Leipzig in acht Tests nachgewiesen. Laut Uniklink sind alle Leipziger Infizierten inzwischen wieder genesen.

18:50 Uhr | Insgesamt 232 Neuinfektionen am Montag in Sachsen

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Montag insgesamt 232 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in allen sächsischen Regionen unter 200. Die höchste Inzidenz hat der Vogtlandkreis mit 153, die niedrigste die Stadt Leipzig mit 69.

Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion wurden seit Sonntag 24 Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl gemeldeter Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seit Pandemiebeginn in Sachsen auf 6.858.

18:32 Uhr | Kretschmer dämpft Hoffnung auf baldige Lockerungen

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat angesichts großer Erwartungen auf baldige Lockerungen der Corona- Regeln am Montag Zurückhaltung angemahnt.

Es ist ein dünnes Eis, auf dem wir uns bewegen. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, dass wir nicht einbrechen.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

Man habe in Sachsen erlebt, was passiert, wenn das Virus sich zu stark in der Bevölkerung ausbreitet, sagte er bei einem Online-Forum mit Experten und Bürgern. . Im Dezember habe die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen bei 460 gelegen. Hinter dieser Zahl stehe unendliches Leid.

18:10 Uhr | Impfstofflieferung wetterbedingt verschoben

Eine für den Montag angekündigte Impfstofflieferung von Biontech/Pfizer ist wegen des Winterwetters verschoben worden. Das sagte DRK-Sprecher Kai Kranich MDR SACHSEN. Wenn bis Mittwoch kein Impfstoff komme, könnten keine neuen Termine für die Erstimpfung vergeben werden. Bisher könnten aber alle Termine in den Impfzentren eingehalten werden.

17:55 Uhr | Weniger Geburten und viele Sterbefälle im Januar in Dresden

Nach vorläufigen Zahlen des Melderegisters verzeichnet die Landeshauptstadt Dresden für den Monat Januar 882 Sterbefälle. Durch Nachmeldungen aus dem Dezember, insbesondere auch durch die Feiertage, fallen die Sterbefallzahlen im Januar grundsätzlich etwas höher als in anderen Monaten aus, so die Stadt. Allerdings seien es im Vergleich des Durchschnitts der Januarwerte von 2017 bis 2020 in diesem Januar 358 Sterbefälle - also rund 68 Prozent, mehr.

Die Anzahl der Geborenen lag den Angaben zufolge im Januar dieses Jahres hingegen mit 403 unter dem Durchschnitt. Daraus ergebe sich ein sogenannter Sterbeüberschuss von 479. Dies sei der höchste Wert in einem Monat seit mehr als zwanzig Jahren.

17:13 Uhr | Britische Coronavirus-Variante breitet sich im Erzgebirge aus

Die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Variante des Coronavirus breitet sich im Erzgebirge weiter aus. Wie das Landratsamt am Montag mitteilte, wurden vier neue Fälle dieser Mutation nachgewiesen. Eine Person mit nachgewiesener Mutation ist nach Angaben des Landratsamtes im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt wurden damit im Erzgebirge bisher fünf Corona-Mutationen der britischen Variante registriert. Auch an mehreren anderen Orten in Sachsen wurde diese Virusvariante nachgewiesen, etwa im Vogtland und im Landkreis Zwickau.

16:28 Uhr | Hunderte Polizeikräfte gegen Corona geimpft

In Sachsen haben hunderte Polizistinnen und Polizisten früher als geplant eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte, wurden bisher 391 Beamte geimpft. Die Impfdosen seien den Polizisten an mehreren Tagen kurzfristig vom Deutschen Roten Kreuz angeboten worden, um den Impfstoff vor dem Verfall zu retten. Deshalb habe man das Angebot angenommen.

Das DRK, das in Sachsen die Impfzentren organisiert, bestätigte das Vorgehen. "Oberstes Ziel ist es, keinen Impfstoff verloren gehen zu lassen", erklärte DRK-Sprecher Kai Kranich.

16:21 Uhr | Corona-Maßnahmen helfen auch gegen Grippewelle

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschreibungen wegen Grippe etwa halbiert. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse Barmer hervor. Demnach ist die Anzahl der Influenza-Erkrankten in Sachsen zwischen November und Weihnachten 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum der beiden Vorjahre 2018 und 2019 im Mittel um 45 Prozent zurückgegangen. Auch nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Grippe aktuell kaum spürbar. Die Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona würden offensichtlich auch das Influenzarisiko senken, sagte Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Krankenkasse in Sachsen.

16:03 Uhr | Bürgerdialog der Landesregierung zu Corona

Sachsens Regierung will mit Experten und Bürgern zur Corona-Krise ins Gespräch kommen. Mit dabei sind neben Regierungschef Michael Kretschmer auch Gesundheitsministerin Petra Köpping sowie Kultusminister Christian Piwarz. Unter dem Titel "Perspektiven - Leben mit dem Virus - welche Optionen haben wir?" ist zunächst eine Bestandsaufnahme und wissenschaftliche Einordnung geplant. Anschließend soll es eine Diskussionsrunde über mögliche Wege aus dem Corona-Lockdown geben. Verfolgt werden kann die digitale Veranstaltung auf Facebook und auf Youtube.

15:38 Uhr | Schneechaos sorgt für Probleme bei Impfterminen

Die Wetterlage erschwert den Menschen in Sachsen, ihren Corona-Impftermin wahrzunehmen. In das Leipziger Impfzentrum Leipzig seien viele gekommen, heißt es vom DRK. Inwieweit es allerdings den Älteren gelungen ist, das Zentrum auf der Neuen Messe zu erreichen, sei nicht zu sagen. Verpasste Ersttermine würden verfallen und müssten neu beantragt werden. Zweitimpfungstermine könnten über die Hotline umgebucht werden.

Das Impfzentrum Belgern teilte mit, wer einen Termin habe, könne bis 18 Uhr kommen. Verspätungen seien kein Problem. Man könne seinen heutigen Termin aber auch verschieben, telefonisch bei der DRK Geschäftsstelle in Torgau.

15:20 Uhr | Ärzte in Pflegeeinrichtungen benötigen negativen Schnelltest

Ärzte, die Menschen in Pflegeeinrichtungen behandeln, müssen vor dem Betreten einen Schnelltest durchführen oder einen gültigen PCR-Test vorweisen. Das stellte die Sächsische Landesärztekammer am Montag klar.

Seit Wochen arbeiten die Pflegeeinrichtungen und die Einrichtungen der Eingliederungshilfe am Limit, um die pflegerische Versorgung sicherzustellen. Eine Verweigerung von Ärzten, bei sich einen Schnelltest durchzuführen, wäre momentan ein Verstoß gegen geltendes Recht.

Erik Bodendieck Präsident Sächsische Landesärztekammer

Ärzte mit persönlicher Schutzausrüstung, aber ohne Schnelltest in die Pflegeeinrichtungen zu lassen, damit die Pflegebedürftigen keinen Versorgungsmangel erleiden, sei zwar gut gemeint, aber nicht zulässig.

14:06 Uhr | Zahl der ostsächsischen Handwerksbetriebe stabil

Die Zahl der Handwerksbetriebe in Ostsachsen ist trotz der Corona-Krise bislang stabil geblieben. Wie die Handwerkskammer Dresden mitteilte, sind aktuell rund 22.300 Unternehmen gemeldet. Das sind lediglich 46 weniger als vor einem Jahr. Hauptgeschäftsführer Brzezinski betonte jedoch, für viele Unternehmen seien die Belastungen durch die Pandemie massiv. Eine große Zahl verzeichne enorme Auftrags- und Umsatzrückgänge. Das wahre Ausmaß der Krise zeige sich erst später.

13:42 Uhr | Ermittlungen gegen Görlitzer Kaufhaus-Chef Winfried Stöcker

Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt gegen den Besitzer des Görlitzer Kaufhauses Winfried Stöcker. Wie Pressesprecherin Ulla Hingst MDR SACHSEN bestätigte, läuft aktuell ein Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Grund ist das von Stöcker im Frühjahr entwickelte Antigen gegen das Corona-Virus. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll er das Mittel gemeinsam mit zehn weiteren Freiwilligen getestet haben. Dafür wäre aber laut Staatsanwaltschaft eine Genehmigung notwendig gewesen. Stöckers Anwalt, Wolfgang Kubicki argumentiert im Spiegel, sein Mandant habe keine klinische Prüfung durchgeführt. Er habe vielmehr das Antigen im Rahmen individueller Heilversuche gespritzt. Daher habe er auch keine Genehmigung benötigt.

13:30 Uhr | Mehrere Kitas in Treuen bleiben zu

Mehrere Treuener Kitas müssen wegen gesundheitlicher Ausfälle in dieser Woche geschlossen werden. Wie die Stadt informierte, bleiben die Kitas "Villa Kunterbunt" und "Nesthäkchen" bis einschließlich Freitag zu, da eine Notbetreuung nicht gewährleistet werden kann. Grund seien krankheitsbedingter Personalausfall und mehrere Quarantänemaßnahmen. Weiterhin geschlossen bleibt auch die Kita "Pfiffikus" in Schreiersgrün. Die Infektionslage sei immer noch recht dynamisch, teilte die Stadt Treuen weiter mit. In mehreren Kindereinrichtungen war es in den vergangenen Tagen zu Corona-Ausbrüchen gekommen.

13:05 Uhr | Piwarz: Weiterführende Schulen sollen im März öffnen

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will Kitas und Grundschulen im Freistaat ab der kommenden Woche öffnen - sollte die Inzidenzlage das erlauben. Für die Öffnung der weiterführenden Schulen sei ein Neustart ab dem 8. März realistisch, zunächst im Wechselmodell, führte Piwarz die Pläne seines Ministeriums in einem Interview mit der Bild-Zeitung weiter aus.

Nach Informationen von MDR SACHSEN sind die Koalitionspartner sich über den Fahrplan für die Schulen weitgehend einig. Allerdings sollen Kitas und Schulen nach den bisherigen Plänen erst wieder geöffnet werden, wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt. Das ist in Sachsen laut Berechnungen von MDR SACHSEN auf Grundlage der Zahlen der Landkreise und kreisfreien Städte in noch keiner Region der Fall. Morgen will das sächsische Kabinett über die nächste Corona-Verordnung beraten, die ab der kommenden Woche gelten soll.

12:29 Uhr | Wundertüte aus dem Radebeuler Lügenmuseum

Das Museum per Post: Das Lügenmuseum Radebeul bietet auf seiner Onlineseite eine Überraschungsbox für Kulturinteressierte an. Für 30 Euro kann sich jeder ein "Museum to go" nach Hause bestellen und so ein Stück Lügenmuseum in die eigenen vier Wände holen. Wenn es dann da ist, muss man sich auf die Absurditäten einlassen können.

12:13 Uhr | Klinikmitarbeiter bekommen erneut Corona-Prämie

Der Bund will Klinikmitarbeitern wegen der besonderen Belastungen in der Corona-Pandemie eine weitere Prämie von bis zu 1.500 Euro zahlen. Das schreibt die Funke Mediengruppe und verweist auf eine entsprechende Vorlage des Bundesgesundheitsministeriums. Darin heißt es, die zweite Welle der Pandemie habe viele Krankenhaus-Mitarbeiter vor eine noch größere Belastung gestellt als die erste. Die Prämien sollen bis Ende Juni ausgezahlt werden. Eingeplant seien dafür 450 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag soll nach der Anzahl der Covid-19-Patienten sowie der Anzahl der Pflegekräfte verteilt werden.

11:31 Uhr | Landkreis Leipzig gibt armen Familien Geld für Laptops

Im Landkreis Leipzig können Hartz-IV-Familien mit schulpflichtigen Kindern oder Auszubildenden bis 25 Jahren einmalig einen sogenannten Homeschooling-Zuschuss für Laptops von bis zu 350 Euro erhalten. Beantragt werden müsse das Geld beim kommunalen Jobcenter, was per Brief oder Email möglich sei, teilte das Landratsamt mit. Allerdings sollte eine persönliche Erklärung beiliegen oder die Schule bestätigen, dass keine Technik zur Verfügung gestellt werden könne.

Im Landkreis Leipzig leben aktuell rund 2.500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 24 Jahren, die Leistungen vom Jobcenter beziehen. Geprüft werde auch rückwirkend ein Zuschuss zu Geräten, die seit Jahresbeginn angeschafft wurden.

Schulkind sitzt am Tisch vor Laptop und löst Aufgaben aus dem Homeschooling
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11:04 Uhr | Kassenärztevereinigung: Hausärzte eher impfen

Die deutschen Kassenärzte fordern, schneller als geplant gegen Corona geimpft zu werden. Ihre Bundesvereinigung erklärte, diejenigen, die andere jeden Tag behandelten, medizinisch versorgten und schützten, müssten auch selbst geschützt sein. 90 Prozent der Covid-Patientinnen und -Patienten würden ambulant behandelt. Es wäre fatal, wenn Hausärztinnen und Hausärzte diese Aufgabe nicht mehr erfüllen könnten, weil sie selbst infiziert würden, so die Kassenärztevereinigung.

Kritik kommt auch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Sie beklagt, dass Menschen mit schweren Vorerkrankungen bei den Corona-Schutzimpfungen oft nicht vorgezogen würden.

10:41 Uhr | Spiel zwischen RB Leipzig und FC Liverpool in der Kritik

Die Austragung des Achtelfinal-Hinspiels in der Champions League zwischen Fußballbundesligist RB Leipzig und dem FC Liverpool in Budapest stößt in der deutschen Politik auf Kritik. "Es wäre ein stärkeres Signal gewesen, wenn man gesagt hätte, dass dieses Spiel verschoben wird, das fällt aus. Das ist auch mal verzichtbar an dieser Stelle. Der Wettbewerb darf da nicht an erster Stelle stehen", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in einer Sendung von RTL und NTV.

Der Fußball muss sich schon fragen, ob man hier den Bezug zur Realität nicht verliert. Alle sind in Einschränkungen und jetzt verlegen wir ein Spiel mal eben quer durch Europa. Ich glaube, das ist kein gutes Signal.

Lars Klingbeil SPD-Generalsekretär

Die Sachsen können das Duell mit Liverpool wegen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen des Bundes nicht im heimischen Stadion austragen. Der Gegner darf wegen der in Großbritannien verbreiteten B.1.1.7-Mutation des Coronavirus nicht nach Deutschland einreisen. Das Spiel findet nun am 16. Februar in der Puskas Arena in Budapest statt.

10:24 Uhr | Katholische Akademie lädt zum Gespräch ein

Die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen lädt heute Abend zu einem digitalen Gespräch ein. Thema: "Ein Jahr danach. Wie Corona unseren Blick auf die Welt verändert hat". Gesprächspartner ist der Theologe Professor Holger Zabrorowski von der Universität Erfurt. Mit den Zuschauern sollen durch die Corona-Pandemie aufgeworfene Fragen rund um Solidarität und das gesellschaftliche und globale Miteinander diskutiert werden. Das Gespräch kann über die Plattform Zoom verfolgt werden. Vorher muss man sich bei der Katholischen Akademie anmelden.

09:40 Uhr | Uniklinikum Dresden übergibt Dokumente ans Stadtarchiv

Das Universitätsklinkum Dresden übergibt heute Dokumente zur Corona-Pandemie an das Stadtarchiv. Darunter befinden sich Aufzeichnungen, die in einer sehr frühen Phase der Pandemie entstanden sind. So unter anderem ein Corona-Tagebuch, in dem die organisatorischen Maßnahmen des Uniklinikums dokumentiert wurden, wie der Sprecher des Uniklinkums, Holger Ostermeyer, berichtet.

08:41 Uhr | Schule im Lockdown heute Thema in Nikolaikirche

Das nächste Friedensgebet heute um 17 Uhr in der Nikolaikirche steht unter dem Thema "Schule während des Lockdowns". Gestaltet wird es von Susanne Stief, Schulbeauftragte des Ev.-Luth. Kirchenbezirks, und Frank Michael Lütze, Professor für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. "Während der Vorbereitungen und Gespräche mit betroffenen Schülern, Eltern und Lehrern wurde ich von der Wucht der Gefühle regelrecht überrollt", berichtet Susanne Stief. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern und Lehrerinnen und Lehrer schildern im Friedensgebet ihre Herausforderungen und Sorgen während der anhaltend schwierigen Situation.

08:06 Uhr | Vogtlandkreis in Alarmbereitschaft

Angesichts hoher Corona-Inzidenzen in Bayern und Tschechien rüstet sich der Vogtlandkreis für möglicherweise wieder steigende Coronazahlen. Eine Einsatzgruppe von bis zu fünf Mitarbeitern steht bereit, um vor Ort zu testen und positive Fälle direkt ans Gesundheitsamt zu melden. Landrat Rolf Keil (CDU) bittet, von nicht notwendigen Reisen nach Bayern und Tschechien abzusehen.

07:25 Uhr | Virusmutation in Bad Düben nachgewiesen

In Bad Düben ist erstmals die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie die Stadtverwaltung am Wochenende mitteilte, ist ein Kind betroffen, das die Notbetreuung der Kita Märchenland besuchte. Weil weitere Kinder Symptome zeigten und diese Mutation deutlich ansteckender sei, wolle das Gesundheitsamt Nordsachsen alle Kinder mit möglichem Kontakt testen. Es sei nicht auszuschließen, dass über weitere Kontaktpersonen wie Geschwister und Eltern weitere Ansteckungen erfolgt seien, so die Stadtverwaltung.

Ende Januar war es in Bad Düben bereits zu vermehrten Ansteckungen mit Covid-19 nach zwei größeren privaten Feiern, darunter einem Kindergeburtstag, gekommen.

06:52 Uhr | Altmaier und Spahn für längeren Lockdown

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen. Die Senkung der Infektionszahlen müsse absoluten Vorrang vor einer Lockerung haben, sagte Altmaier der Bild-Zeitung. Zwar werde auch an Öffnungsstrategien gearbeitet. Die Zahl der Neuinfektionen sei momentan jedoch noch doppelt so hoch wie zu dem Zeitpunkt, als der Lockdown verhängt wurde. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warb vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch für eine Fortsetzung des Lockdowns. Er bekräftigte in der ARD, erste Lockerungen sollte es erst ab einer Inzidenz von deutlich unter 50 geben.

06:21 Uhr | Händlerproteste gegen Zwangsschließungen

In Zschopau werden heute erneut Händler gegen die Zwangsschließungen ihrer Geschäfte protestieren. Schon in der vergangenen Woche hatte der Gewerbeverein Zschopau dazu aufgerufen, sich an der Aktion "Wir machen AUF - MERKSAM" zu beteiligen. Auch in anderen Städten, etwa in Annaberg-Buchholz, Freiberg und Mittweida, werden heute Einzelhändler mit Plakaten vor ihren Geschäften auf ihre prekäre Lage aufmerksam machen.

05:56 Uhr | Bürgertalk zu Lockdown-Auswegen

Sachsens Regierung will heute mit Bürgern und Experten über die Corona-Krise diskutieren. Dafür laden Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und mehrere Minister ab 16 Uhr zur digitalen Bürger- und Expertenkonferenz. Titel: "Perspektiven - Leben mit dem Virus - welche Optionen haben wir?" Dabei soll es laut Staatskanzlei erst um eine Bestandsaufnahme und wissenschaftliche Einordnung gehen. Anschließend soll über Wege aus dem Lockdown diskutiert werden.

Mit dabei sind auch Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Die digitale Debatte ist auf Facebook und Youtube zu sehen.

05:19 Uhr | Manege frei für die Corona-Nummern

Der Natur- und Umweltzirkus "Naumzi" in Großpösna ruft auch 2021 zu einer Corona-Circus-Challenge auf. Dafür sollen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren Videos drehen, in denen sie Corona thematisch in Zirkusnummern aufgreifen, erklärt Zirkusgründer Frank Beutner. "Wir haben die Erfahrung aus dem letzten Jahr, dass Kinder vielfältig Corona und Zirkus verknüpfen können, sei es die Abstandsregeln als Clownsnummer oder eine Fledermausnummer, die aufgreift, wo das Virus herkommt", so Beutner.

Die Videos können bis zum 11. April über die Internetseite eingereicht werden. Gewinner erwarten Zirkuskurse und Freikarten für den Ferienzirkus im Sommer am Störmthaler See.

05:04 Uhr | Neues Testzentrum in Limbach-Oberfrohna

Heute öffnet im Ärztehaus in Limbach-Oberfrohna ein Corona-Testzentrum. Dort werden Rachenabstriche genommen, mit denen erkannt werden kann, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Anmeldungen für den Test sind auf der Internetseite des Zentrums möglich, sagte der Betreiber und Apotheker Oliver Hildebrand. Der Test kostet 30 Euro und muss - wenn er nicht vom Gesundheitsamt angeordnet wurde - privat bezahlt werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 08.02.2021 | 19:00 Uhr

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