Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 28.12.: Immunisierung in Impfzentren wohl erst Mitte Januar

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Impftermin Corona
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Überblick: Die wichtigsten Meldungen des Tages

20:30 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir für heute unseren Ticker zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in Sachsen. Haben Sie noch einen schönen Abend und eine gute Nacht - und bleiben Sie gesund! Morgen Früh sind wir mit neuen Meldungen wieder für Sie da.

20:11 Uhr | Erzgebirgskreis zieht bei Feuerwerksverbot nach

Im Erzgebirgskreis darf Silvester nur auf dem eigenen eingezäunten Garten am Haus geböllert werden. Das Landratsamt untersagte am Montagabend das Abrennen von Feuerwerkskörpern auf allen öffentlichen Plätzen, Fußwegen und auf öffentlich zugänglichen Privatgrundstücken. Zuvor hatten bereits mehrere Städte in Sachsen Silvesterfeuerwerk komplett untersagt oder Verbotszonen eingerichtet. Die Stadt Zwickau plant bisher kein Böllerverbot.

19:27 Uhr | Corona-Test zum Trainingsauftakt bei RB Leipzig

Mit Corona-Tests hat bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig heute die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison begonnen. Wie der Club mitteilte, ist morgen lediglich Training in Kleingruppen geplant. Das erste Mannschaftstraining kann frühestens am Mittwoch stattfinden, wenn alle Spieler zwei negative Tests nachgewiesen haben. Spieler, die über die Weihnachtstage in ein Risikogebiet gereist waren, müssen sich zunächst für fünf Tage in Quarantäne ins RB-Trainingszentrum begeben.

19:05 Uhr | Immunisierung in Impfzentren wohl erst Mitte Januar

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen hat die Hoffnungen auf eine schnelle Ausweitung der Schutzimpfungen gegen das Coronavirus gedämpft. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte MDR SACHSEN, dafür stehe vorerst einfach zu wenig Impfstoff zur Verfügung. Allein zum Immunisieren von Bewohnern und Pflegekräften in Seniorenheimen sowie dem medizinischen Personal in den Kliniken würden etwa 290.000 Impfdosen benötigt. Bis Jahresende werden in Sachsen aber voraussichtlich erst 68.000 eingetroffen sein. Wann wie viel Nachschub im kommenden Monat kommen werde, sei unklar.

Kranich geht davon aus, dass die Impfzentren in Sachsen erst ab Mitte Januar Termine an Angehörige von Risikogruppen außerhalb von Heimen und Krankenhäusern vergeben werden. Sozialministerin Petra Köpping hatte zuvor von einer Terminvergabe gleich nach Jahresbeginn gesprochen. Nicht nur deshalb bestürmen schon jetzt zahlreiche Impfwillige die zuständigen Behörden. DRK-Sprecher Kranich sprach von einer Flut von Anrufen vor allem älterer Bürger.

#MDRklärt Deshalb ist es wichtig, Senioren als erstes gegen Corona zu impfen

101 Jahre ist die Harzerin alt, die als erste Deutsche gegen Corona geimpft wurde. Danach ging ein Tweet eines Journalisten viral, der kritisierte, dass so alte Menschen geimpft werden. Deshalb ist das für alle wichtig.

MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Seniorinnen und Senioren sollen laut dem Impfplan als erstes gegen Corona geimpft werden. Das ist enorm wichtig für die gesamte Bevölkerung. Bildrechte: dpa, MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Seniorinnen und Senioren sollen laut dem Impfplan als erstes gegen Corona geimpft werden. Das ist enorm wichtig für die gesamte Bevölkerung. Bildrechte: dpa, MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Und zwar hat das Robert Koch-Institut eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass ältere Menschen stärker von Corona betroffen sind. Bildrechte: MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Umso älter die Corona-Infizierten sind, desto wahrscheinlicher müssen sie ins Krankenhaus. Bildrechte: MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Außerdem sterben ältere Menschen häufiger an einer Corona-Erkrankung. Bildrechte: MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Wegen dieser beiden Gründe, sollen sie laut dem Impfplan als erstes geimpft werden. Bildrechte: MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Und das ist für die gesamte Bevölkerung wichtig. Umso weniger alte Menschen sich mit dem Virus infizieren, desto weniger Leute müssen ins Krankenhaus. Die Krankenhäuser werden dadurch entlastet. Bildrechte: MDRklärt/Johanna Daher
MDRklärt: Deshalb ist es wichtig, Senior*innen als erstes gegen Corona zu impfen
Zum Beispiel werden dann Betten in den Krankenhäusern frei, die für andere Patienten und Behandlungen genutzt werden können.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19.12.2020 | 19:00 Uhr
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18:36 Uhr | 106 weitere Covid-19-Todesfälle in Sachsen

Am ersten Wochentag nach dem langen Weihnachtswochenende haben die Gesundheitsämter in Sachsen 2.268 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind 1.969 Fälle weniger als am Montag der Vorwoche. Allerdings sind noch Nachmeldungen der Behörden möglich. Die höchste Tageszahl kam aus dem Vogtlandkreis, der mit 679 nun auch die höchste Wochen-Inzidenz in Sachsen aufweist. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben binnen eines Tages 106 Patienten. Die Zahl aktiver Corona-Fälle in Sachsen sank unter die Marke von 36.000.

17:43: Uhr | Britische Corona-Mutation noch nicht in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist offiziell bisher keine Corona-Infektion mit der in Großbritannien entdeckten Mutation bekannt. Allerdings teilte das Uniklinikum Dresden auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, derzeit nicht gezielt nach dem mutierten Virus zu suchen. Am Uniklinikum Leipzig wurden nach Angaben von Chefvirologin Corinna Pietsch 200 ausgewählte Proben untersucht. Dabei sei keine Mutation gefunden worden. Eine Untersuchung aller positiven Corona-Tests auf die Mutation wäre zu aufwändig, so Pietsch.

16:56 Uhr | 16 mittelsächsische Pflegeheime suchen dringend Helfer

Der Landkreis Mittelsachsen sucht wegen der angespannten Personallage in den Pflegeheimen weiter dringend freiwillige Helfer. Laut Landratsamt liegen aktuell 16 Anfragen von Einrichtungen vor. Gebraucht würden vor allem Menschen mit einer Ausbildung oder Grundkenntnissen im pflegerischen, medizinischen oder sozialen Bereich. Nach einem ersten Aufruf des Landkreises Anfang Dezember hatten sich rund 40 Freiwillige gemeldet.

16:37 Uhr | Kaum Verzögerungen beim Hochwasserschutz durch Corona-Krise

Trotz der Corona-Krise sind die Arbeiten zum Hochwasserschutz in diesem Jahr in Sachsen weitgehend planmäßig gelaufen. Nach Angaben der Landestalsperrenverwaltung wurden rund 106 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen und die Beseitigung von Flutschäden investiert.

Abgeschlossen wurden unter anderem die Hochwasserschutzanlage für Halbendorf an der Spree, der Ausbau des Weißeritz-Bettes in Dresden, die neue Hochwasserschutzwand an der Berufsschule am Schwarzwasser in Aue, der Neubau der Hochwasserschutzwand samt Rückbau des alten Wehres in Ulberndorf, neue und höhere Ufermauern an der Weißeritz in Freital und ein höherer Hochwasserschutzdeich in Schlunzig an der Zwickauer Mulde. In Görlitz-Hagenwerder wurde ein neues Hochwasserschutzlager fertiggestellt.

15:49 Uhr | Leipziger Kliniken bewältigen Weihnachtsengpass

In den Krankenhäusern in Leipzig hat die Corona-Pandemie über Weihnachten für besondere Herausforderungen gesorgt. Den Angaben zufolge gab es wegen der zusätzlichen Versorgung der Covid-19-Patienten vor allem Personalengpässe. Am Herzzentrum und am Park-Klinikum seien deshalb auch Mitarbeiter der Chef-Etage und der Verwaltung eingesprungen, sagte Pflegedirektor Clemens Regenbrecht. Allein an den Feiertagen seien 30 Dienste von Kollegen aus verschiedenen Bereichen übernommen worden, die eigentlich frei gehabt hätten. Dies sei ein großartiges Zeichen der Solidarität gewesen.

15:16 Uhr | Mehr sexueller Kindesmissbrauch im Netz in Corona-Zeiten

Die europäische Polizeibehörde Europol hat seit Beginn der Corona-Pandemie eine deutliche Zunahme von Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs im Internet registriert. Direktorin De Bolle sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, sowohl die Verbreitung als auch die Suchanfragen seien gestiegen. Die Täter versuchten, auch direkt Kinder zu kontaktieren, die während der Corona-Lockdowns länger als sonst im Internet unterwegs seien und nicht beaufsichtigt würden.

14:44 Uhr | Köpping gegen Privilegierung von Corona-Geimpften

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat sich gegen Sonderrechte für Menschen ausgesprochen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie verwies im MDR darauf, erst wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun seien, sei das Virus besiegt. Bis dahin müssten auch Geimpfte weiterhin Abstands- und Hygieneregeln beachten, damit man nicht von einem Lockdown zum anderen schlittere. Zuvor hatten sich auch Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesinnenminister Seehofer und der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen. Seehofer verglich dies mit einer Impfpflicht durch die Hintertür.

14:26 Uhr | Startprobleme bei Maskenverteilung über Apotheken

Beim Verteilen von FFP2-Masken zum Schutz gegen das Coronavirus hat es in sächsischen Apotheken vereinzelt Probleme gegeben. Göran Donner, Vizepräsident der Sächsischen Landesapothekerkammer, sagte, die Geschäfte hätten durch die sehr kurzfristige Verordnung der Landesregierung anfangs einige Hürden überwinden müssen. So seien teilweise weniger als die vorgesehenen drei Masken pro Risikopatient ausgegeben worden. Vor einigen Apotheken hätten sich zudem lange Warteschlangen gebildet.

Die Verbraucherberatung in Auerbach im Vogtland meldete einen Fall aus der Region, wo die Apothekeninhaber Masken nur an Stammkunden herausgeben wollten. Noch bis zum 6. Januar können sich Risikopatienten und über 60-Jährige kostenlos drei FFP2-Masken in einer Apotheke ihrer Wahl abholen. Danach soll die Verteilung über Coupons der Krankenkassen geregelt werden.

14:01 Uhr | Kostenlose Schutzmasken in Limbach-Oberfrohna

Die Stadt Limbach-Oberfrohna verteilt seit heute FFP2-Masken an über 70 Jahre alte Einwohner. Helfer von der Feuerwehr werfen die Masken demnach unter anderem in die Briefkästen. Die Stadt reagiere damit auf die hohen Corona-Zahlen im Landkreis Zwickau, so Oberbürgermeister Jesko Vogel. Er bat außerdem die Bürger um Mithilfe: In den Pflegeheimen der Stadt würden Freiwillige gesucht.

13:49 Uhr | Klinikum Görlitz gewinnt über Facebook Hilfskräfte

Im Görlitzer Klinikum unterstützen seit Weihnachten 34 zusätzliche Hilfskräfte das Personal. Sie werden den Angaben zufolge hauptsächlich in der Patientenversorgung eingesetzt: reichen Essen, kochen Tee, reinigen die Zimmer oder führen einfach nur Gespräche mit den Patienten. Ihr Vertrag gilt vorerst bis zum 28. Februar. Die zusätzlichen Hilfskräfte konnten laut Klinikum durch einen Facebook-Aufruf gewonnen werden. Mehr als 100 Menschen hätten sich beworben.

13:16 Uhr | Bundespolizei schnappt Böller-Schmuggler an tschechischer Grenze

Die Bundespolizei hat an der deutsch-tschechischen Grenze in Bärenstein gestern verbotene Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen. Mehrere Personen hatten sie auf Märkten in Tschechien erworben. So hatte ein 30 Jahre alter Mann 80 Knaller und eine Abschussbatterie gekauft, bei einem 32-Jährigen wurden 100 Knaller gefunden, wie die Bundespolizei heute mitteilte. Ein 48-Jähriger hatte Raketen im Gepäck. Die Betroffenen müssen sich nun wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

Auch in Zittau ging der Polizei ein Mann ins Netz, der mehr als 100 sogenannte Polen-Böller in seinem Auto hatte.

13:06 Uhr | Polizei kontrolliert Wintersportgebiete im Vogtland

Die Polizei hat verstärkte Corona-Kontrollen in den Wintersportgebieten von Klingenthal und Umgebung angekündigt. Kontrolliert würden Parkplätze, Skihänge und Loipen. Ziel sei es, die Corona-Schutzverordnung umzusetzen.

Gestrige Stichproben hatten ergeben, dass die meisten Menschen in den Skigebieten aus dem näheren Umfeld stammten und die Kontaktregeln einhielten. Nur auf dem Parkplatz Mühlleiten trafen die Beamten ein Pärchen aus Thüringen an, das offenbar ohne triftigen Grund sein häusliches Umfeld verlassen und zudem gegen die 15-Kilometer-Regel verstoßen hatten. Die Beamten erstatteten Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Anders sah es im Erzgebirge aus, wo selbst Berliner aus touristischen Zwecken angereist waren. Ausflugsparkplätze und Rodelhänge waren überfüllt.

12:51 Uhr | Tourismusbranche in Sachsen büßt 40 Prozent Umsatz ein

Der Tourismus in Sachsen hat in der Corona-Krise einen herben Einbruch erlitten. Der Umsatzverlust liege bei mehr als 40 Prozent, teilte der Landestourismusverband heute mit. Mit einem volkswirtschaftlichen Verlust von über 2,69 Milliarden Euro allein in den Monaten März bis Oktober sei die Branche massiv getroffen, hieß es.

Zuletzt fehlten wegen des aktuellen Lockdowns auch noch die Advents- und Weihnachtsgäste und Wintersportler.

11:32 Uhr | Parkeisenbahn Chemnitz sucht Spender

Die Parkeisenbahn Chemnitz ist durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Defizit beträgt nach Angaben der Betreiber rund 60.000 Euro. Hauptgründe seien der verspätete Saisonstart und die reduzierte Platzkapazität wegen der Mindestabstände zwischen den Fahrgästen. Die Parkeisenbahn bittet auf ihrer Internetseite daher um Spenden. Die neue Saison soll planmäßig am 25. März beginnen.

Rote Parkeisenbahn mit bunten Ballons fährt durch Park
Der Chemnitzer Parkeisenbahn geht das Geld aus. Bildrechte: Ines Gruner-Rudelt

10:33 Uhr | Corona-Pandemie reißt Löcher in Kasse von RB Leipzig

Die Corona-Pandemie reißt in die Finanzplanung von Fußball-Bundesligist RB Leipzig offenbar größere Löcher als zunächst kalkuliert. "Uns fehlen Einnahmen von über 30 Millionen Euro", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff der "Leipziger Volkszeitung". Bisher war der Achtelfinalist der Champions League von Mindereinnahmen unter dieser Summe ausgegangen. Dennoch habe man es laut Mintzlaff geschafft, sich von keinem Mitarbeiter trennen zu müssen.

Wichtigste Einnahmequelle sind Fernsehübertragungen. "Solange der Ball rollt und die TV-Gelder kommen, wird es weitergehen", sagte Mintzlaff. Dennoch sei das Fehlen der Fans eine große Belastung.

10:28 Uhr | Auch Chemnitz verbietet Silvesterfeuerwerk

Auch in Chemnitz darf zu Silvester auf öffentlichen Plätzen und Wegen kein Feuerwerk gezündet werden. Das hat die Stadtverwaltung heute angeordnet und eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Demnach sind nur Tischfeuerwerke erlaubt. Das Böllerverbot hängt mit der Corona-Pandemie zusammen. Die Stadt will verhindern, dass es zu Menschenansammlungen kommt. Außerdem soll die Lage in den bereits stark beanspruchten Krankenhäusern nicht noch weiter belastet werden - etwa durch Unfälle mit Pyrotechnik.

09:34 Uhr | Dresden erlässt Böllerverbot zu Silvester

Die Landeshauptstadt Dresden hat mit einer Allgemeinverfügung das Mitführen und Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen am 31. Dezember 2020 und 1. Januar 2021 ganztägig verboten. Das Verbot gelte stadtweit auf allen öffentlichen und privaten Flächen, teilte das Rathaus mit. Damit dürfen an den genannten Tagen Böller, Raketen und ähnliches Feuerwerk weder mitgeführt noch abgebrannt werden. Das gilt auch für alte Böller und solche aus dem Ausland.

Eigentlich sollte es nicht Aufgabe des Staates sein, den Bürgerinnen und Bürger Vorschriften beim Feiern zu machen. Allerdings befinden wir uns gerade hier in Sachsen derzeit in einer Sondersituation.

Dirk Hilbert | Oberbürgermeister von Dresden

Mit dem Böllerverbot will die Stadtverwaltung eine Überlastung der Notaufnahmen durch Verletzungen vermeiden. Die Krankenhäuser sind mit Covid-19-Patienten seit Wochen stark belastet.

07:26 Uhr | Parkschein- und Ticketautomaten trotz Knallerverbot verriegelt

Trotz Böller-Verkaufsverbot schaltet die Chemnitzer Verkehrs AG (CVAG) auch in diesem Jahr ihre Fahrscheinautomaten zum Schutz vor Vandalismus ab. Die Ausgabefächer werden ab heute verriegelt, damit keine Knaller darin gezündet werden können. Die Automaten bleiben bis zum Sonnabend außer Betrieb. Die CVAG empfiehlt den Fahrgästen, Tickets in den Bussen zu kaufen oder elektronische Möglichkeiten wie das Handyticket zu nutzen.

Abgeschaltet werden von heute bis kommenden Montag auch die Parkscheinautomaten in Chemnitz. Wer die Parkplätze nutzt, braucht laut Stadtverwaltung nur eine Parkscheibe einlegen.

Silvesterfeuerwerk darf in Sachsen zwar nicht verkauft, vielerorts aber in der Neujahrsnacht gezündet werden.

06:05 Uhr | Fit steigert Umsatz mit Desinfektionsmittel

Der Spülmittelhersteller Fit aus Hirschfelde bei Zittau hat im Corona-Jahr auch auf die Herstellung von Desinfektionsmitteln gesetzt und ein kräftiges Umsatzplus verbucht. Die Corona-Krise habe das Unternehmen in Atem gehalten, sagte Geschäftsführer Wolfgang Groß. Ersten Schätzungen zufolge liege das Umsatzwachstum bei einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

05:32 Uhr | Sachsen setzt Impfkampagne fort

Mit dem Empfang einer weiteren Lieferung von mehreren tausend Impfdosen gegen das Coronavirus setzt Sachsen die Corona-Schutzimpfungen heute fort. Erwartet werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums weitere 24.375 Dosen des neuartigen Impfstoffes der Unternehmen Biontech und Pfizer, die dann weiter verteilt werden.

Zuerst sollen Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal geimpft werden. Die rund 990 Pflegeheime in Sachsen bekommen Formulare, um sich entsprechend für die Impfungen anzumelden.

05:12 Uhr | Sachsens Fremdenverkehr erwartet lange Durststrecke

Die sächsische Tourismusministerin Barbara Klepsch rechnet mit einem veränderten Reiseverhalten der Deutschen nach dem Ende der Corona-Krise. "Die Pandemie könnte langfristig zu einem Umdenken im Tourismus führen. Viele Leute haben in diesem Jahr Deutschland als Urlaubsland und damit die Schönheit vor der eigenen Haustür für sich entdeckt und werden das wohl auch in den kommenden Jahren noch tun", sagte die CDU-Politikerin. Dennoch werde die Neugier auf die Fremde bleiben: "Auch wir in Sachsen wünschen uns ja wieder viele ausländische Touristen."

Nach den Worten von Klepsch sind die Corona-Folgen für den Tourismus drastisch: "Die Fachverbände gehen davon aus, dass nicht alle es schaffen werden." Die Branche sage, sie brauche zwei oder drei Jahre, um sich von der Pandemie zu erholen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.12.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 28.12.2020 | 19:00 Uhr

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