Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 23.11.: Teil-Lockdown soll verlängert werden

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

21:36 Uhr | Teil-Lockdown soll verlängert werden

Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Abend das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie abgestimmt. Ergebnisse der Video-Konferenz drangen nicht nach außen. Generell haben sich die SPD- und unionsgeführten Länder aber darauf verständigt, den Teil-Lockdown bis 20. Dezember zu verlängern. Dabei sollen Gastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen geschlossen bleiben. Im Gespräch sind schärfere Kontaktbeschränkungen für private Treffen, einige Lockerungen zu Weihnachten und eine erweiterte Maskenpflicht an Schulen. Noch nicht geklärt ist die Frage des Feuerwerks zu Silvester. Die Unions-Länder sind gegen ein generelles Böllerverbot.

21:27 Uhr | Corona in der Schule: Welche Alternativen gibt es zum Regelunterricht?

Im Gymnasium Glückauf in Altenberg ist der Ernstfall eingetreten. In einer Klasse hatten sich 18 Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Eine Frage treibt alle um: Welche Alternativen gibt es zum normalen Unterricht?

20:55 Uhr | Schutzmaßnahmen bringen Erziehungs- und Behindertenhilfe an die Grenzen

Die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen bringen heil- und erziehungspädagogische Einrichtungen an ihre Grenzen. "Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Testung, ähnlich wie die Lehrer ihn haben", fordert Lutz Stephan, Geschäftsführer der Volkssolidarität Leipziger Land.

20:47 Uhr | Wenn die Großaufträge wegfallen

Für die studierte Diplomdesignerin für Maskenbild Pauline Späte ist die Corona-Pandemie ein großes Problem. Für die zweifache Mutter fielen jegliche Großaufträge weg.

19:50 Uhr | Grundschule in Mutzschen wird unter Quarantäne gestellt

In der Grundschule Mutzschen wurde heute der Schul- und Hortbetrieb eingestellt. Grund ist ein positiver Corona-Fall in der Einrichtung. Wie das Landratsamt des Landkreises Leipzig mitteilte, zählen 90 Prozent der Schüler und der größte Teil des Lehrkörpers einschließlich der Schulleitung zu den unmittelbare Kontaktpersonen. Die Schule steht damit bis 6. Dezember unter Quarantäne.

18:59 Uhr | Fast 2.000 Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Sachsen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die Landkreise und kreisfreien Städte meldeten bis zum Abend 1.996 Neuinfektionen. Das sind 356 mehr als am Montag vor einer Woche. Die höchste sieben-Tage-Inzidenz weist derzeit der Erzgebirgskreis auf.

In Sachsen starben zudem weitere 25 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung. Damit steigt die Zahl der Toten im Freistaat auf insgesamt 704. Aktuell liegen 1.772 Corona-Patienten im Krankenhaus. Von ihnen müssen 335 Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden.

18:45 Uhr | Wissenschaftler suchen Probanden für Impfstoff-Tests

Deutsche Forscher haben eine Datenbank gestartet, bei der sich Menschen als Teilnehmer für Impfstofftests registrieren können. Sie bietet die Chance, vor allen anderen gegen Corona geimpft zu werden.

18:15 Uhr | Weiteres Ermittlungsverfahren gegen AfD-Abgeordneten Hilse

Die Berliner Polizei ermittelt gegen den sächsischen AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten Hilse wegen des Verdachts der Fälschung von Gesundheitszeugnissen. Das bestätigte die Polizei dem RBB. Hilse soll bei einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen am vergangenen Mittwoch in Berlin ein gefälschtes Attest vorgezeigt haben, als er von Beamten auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde. Der 55-Jährige war bei der Demonstration vorläufig festgenommen worden. Gegen ihn wird außerdem wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Hilse wurde in Hoyerswerda geboren und zog 2017 als Direktkandidat für den Wahlkreis Bautzen I in den Bundestag.

18:15 Uhr | Neues Corona-Testzentrum in Auerbach im Vogtland

Im vogtländischen Auerbach hat ein weiteres Corona-Testzentrum seine Arbeit aufgenommen. Das hat das Landratsamt des Vogtlandkreises heute mitgeteilt. Demnach ist die neue Ambulanz Anlaufstelle für asymptomatische Patienten, die keine oder nur schwache Symptome aufweisen. Ein Abstrich werde jedoch nur genommen, wenn vorher durch das Gesundheitsamt ein Termin vereinbart worden ist. Patienten mit Symptomen werden weiterhin durch Hausärzte oder die Corona-Ambulanzen in Rodewisch und in Plauen getestet.

18:00 Uhr | Leipziger Weihnachtsbaum erstrahlt trotz Corona

Trotz Absage des Weihnachtsmarktes will Leipzig am Abend ein vorweihnachtliches Zeichen setzen. Punkt 18 Uhr lässt Oberbürgermeister Burkhardt Jung den Weihnachtsbaum erstrahlen, dazu soll Musik erklingen. Das Marktamt sucht zudem nach Möglichkeiten, ein paar weihnachtliche Stände aufzustellen. "Wir telefonieren einige Interessenten ab, die ganz spezielles Weihnachtsmarkt-Sortiment haben und durch die Absage existentiell getroffen sind", erklärte Walter Ebert, Leiter des Marktamts. Plan sei, acht bis zehn Stände mit einem weihnachtlichen Sortiment in der Innenstadt aufzustellen. Das sei dann zwar kein Weihnachtsmarkt, erinnere jedoch zumindest ein wenig an das bevorstehende Fest. Normalerweise wäre morgen der Weihnachtsmarkt in Leipzig eröffnet worden.

17:38 Uhr | Mediziner: Lage auf Intensivstationen spitzt sich zu

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und Intensivmediziner warnen vor einer Überlastung der Krankenhäuser in der Corona-Pandemie. "Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu", sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. "Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen", kritisierte Janssens. Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig bleiben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereitgestellt werden. "Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen", warnte Janssens.

Nach Angaben der DIVI und Recherchen von MDR Wissen sind in Sachsen aktuell (Stand 23. November, 17:30 Uhr) 75,1 Prozent aller betreibbaren Intensivbetten belegt. In über der Hälfte der Betten werden Patienten ohne Corona-Infektion behandelt. Corona-Patienten benötigen in Sachsen derzeit knapp 20 Prozent aller verfügbaren Intensivbetten. Insgesamt 412 freie Betten stehen noch zur Verfügung.

16:56 Uhr | RB-Chef Minzlaff fürchtet Corona-Folgen für Fußball-Bundesliga

RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff fürchtet weitreichende Folgen für die Fußball-Bundesliga, sollte es wegen der Corona-Pandemie wie im Frühjahr wieder einen harten Lockdown geben. Natürlich stehe die Gesundheit an erster Stelle, und viele Menschen kämpften um ihre berufliche Existenz, sagte Mintzlaff dem Fachmagazins "Kicker". "Aber auch für den Profifußball wäre eine weitere Unterbrechung fatal", fügte er an.

Die Corona-Krise ist Minzlaff zufolge auch an RB Leipzig nicht spurlos vorbeigegangen. Statt 25 neue Stellen sei beim Tabellenvierten nur eine neue Stellen besetzt worden. "Wir planen im Kalenderjahr 2020 mit Mindereinnahmen von etwa 30 Millionen Euro und kalkulieren in unserer Budgetplanung für 2021 mit einer ähnlichen Größenordnung", sagte Mintzlaff.

16:44 Uhr | Erzgebirgskreis baut Corona-Hotline aus

Der Erzgebirgskreis hat seine Corona-Hotline weiter ausgebaut. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde das Personal auf 62 Mitarbeiter aufgestockt. Die zeitliche Erreichbarkeit sei erweitert worden. So sei die Hotline unter der Telefonnummer 03733/ 8314444 an sieben Tagen die Woche erreichbar, dienstags sogar bis 18 Uhr. Die Hotline wird den Angaben zufolge rege genutzt. Allein in der vergangenen Woche seien mehr 1.600 Anrufe eingegangen. Fast die Hälfte der Anrufer habe allgemeine Fragen zum Corona-Geschehen im Landkreis. Ein Drittel der Anrufer seien Kontaktpersonen.

16:40 | ZDF-Adventskonzert in der Dresdner Frauenkirche ohne Publikum

Das diesjährige ZDF-Adventskonzert der Sächsischen Staatskapelle aus der Dresdner Frauenkirche wird wegen Corona ohne Publikum aufgezeichnet. Dabei debütiert der italienische Dirigent Antonello Manacorda am Pult des Orchesters, die Dresdner Schauspielerin Stephanie Stumph moderiert, wie die Staatskapelle am Montag mitteilte. Solisten sind die russische Sopranistin Aida Garifullina von der Wiener Staatsoper und Tenor Daniel Behle. Das "Adventskonzert" hatte 2000 zur Unterstützung des Wiederaufbaus der 1945 zerstörten Kirche Premiere. Das spätbarocke Gotteshaus war von 1993 bis 2005 mit Spenden aus aller Welt originalgetreu wiedererrichtet worden.

16:33 Uhr | Sachsens Landtag bestimmt mit über neue Corona-Schutzverordnung

Die neuen Corona-Schutzmaßnahmen für den Freistaat werden unter Beteiligung des Landtages erarbeitet. Darauf hat sich die Koalition am Montag verständigt, wie Regierungssprecher Ralph Schreiber in Dresden mitteilte.

15:29 Uhr | Lehrerverband für geöffnete Schulen in der Corona-Pandemie

Der sächsische Lehrerverband hat sich in der Corona-Krise erneut für regionale Regelungen statt einer allgemeinen Schulschließung oder Klassenteilung ausgesprochen. Wie der Verband mitteilte, sollten je nach Infektionsgeschehen sowohl regulärer Unterricht als auch ein eingeschränkter Regelbetrieb mit Klassentrennung möglich sein. Allerdings hätten sich die Infektionsfälle an einigen Schulen "massiv gehäuft", hieß es. In diesem Fall sei eine Schließung notwendig. Handlungsbedarf sieht der Lehrerverband bei der Schülerbeförderung. Überfüllte Busse und Bahnen sollten durch gestaffelten Unterrichtsbeginn und zusätzliche Verkehrsmittel entzerrt werden.

Grundschulkinder kommen an ihrem ersten Schultag des neuen Schuljahres in die Grundschule an der Tumblingerstraße.
Bildrechte: dpa

15:23 Uhr | Hälfte aller Lehrer und Schüler in Mügelner Grundschule positiv - Schule schließt

In der Grundschule "Tintenklecks" in Mügeln sind fast 60 Lehrer und Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das ist das Ergebnis einer großen Testreihe. Ausgangspunkt war der positive Test von drei Schülern und drei Lehrern. Wegen der hohen Infektionszahlen wurde die Quarantäne für die gesamte Grundschule bis einschließlich kommenden Montag, den 30. November verlängert.

Leeres Klassenzimmer
Corona-Ausbruch an Grundschule in Mügeln: Schule schließt bis zum Bildrechte: imago images / photonews.at

Gleichzeitig wird nach Angaben des Bürgermeisters die Corona-Testreihe auch auf die Oberschule ausgeweitet. "Durch die vielen positiv getesteten Kinder und Erwachsenen in der Grundschule bleibt auch die Oberschule bis Mittwoch geschlossen", sagte Bürgermeister Johannes Ecke. Ziel sei unter anderem, die Geschwisterbeziehungen und Kontakte zu klären und weitere Corona-Fälle auszuschließen. Der Unterricht würde trotz geschlossener Schule digital fortgesetzt. Geschlossen bleibt den Angaben zufolge auch die Grundschule Lobstädt bis zum 3. Dezember.

14:15 Uhr | Ein Tag im Labor: Wenn die Tests in Kühltruhen geliefert werden

Kein Tag ohne Corona: Labore sind der Dreh- und Angelpunkt in der Corona-Pandemie. Ohne die dort analysierten Tests läuft überhaupt nichts. MDR-Reporterin Monika Werner hat das Medizinische Labor Ostsachsen besucht und nachgefragt, wie die Arbeit dort aussieht - im Angesicht des Virus.

13:56 Uhr | Nach Studie der TU Dresden sind Schulen keine "stillen Hotspots"

Eine Studie der TU Dresden hat bestätigt, dass Oberschulen und Gymnasien keine Infektionsschwerpunkte in der Corona-Pandemie sind. Wissenschaftler hatten zwischen Mai und Oktober an weiterführenden Schulen in Dresden und Ostsachsen mehr als 2.000 Blutproben von Schülern und Lehrern genommen. Dabei wurden im Frühjahr in zwölf Proben Antikörper nachgewiesen. Im Herbst kamen keine weiteren Nachweise hinzu, obwohl sich die Infektionszahlen in Sachsen insgesamt in diesem Zeitraum verdoppelt hatten. Eine Studie der Uni Leipzig war im Sommer ebenfalls zu dem Schluss gekommen, dass Schulen keine Corona-Hotspots sind.

13:22 Uhr | Keine Ausstellung - keine Besucher: Ebbe in der Kasse von Modellbahn-Verein

Die Corona-Schutzmaßnahmen machen auch Modellbahnern zunehmend zu schaffen. Viele Ausstellungen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. Auch dem erzgebirgischen Modellbahnclub Cunersdorf/Crottendorf gehen dadurch dringend benötigte Einnahmen verloren. Vereinschef André Morgenstern sagte MDR SACHSEN: "Vergangene Woche hätten wir Modellbahnausstellung gehabt wie jedes Jahr." Und auch über Weihnachten war eine Ausstellung mit Besuchern geplant, die ausfallen muss. "Die Ausstellungen sind die einzigen Einnahmequellen, die wir als Verein haben - ohne Ausstellungen keine Einnahmen, ohne Einnahmen keine Ausgaben", so Morgenstern. Der Verein habe sich deshalb eine Haushaltssperre auferlegt. Die Vereinsarbeite liege nun nahezu brach.

11:35 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer will bis März planen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich laut mehrerer Zeitungsberichte für eine Verschärfung des November-Lockdowns ausgesprochen. Zugleich plädierte er für einen Fahrplan der Corona-Maßnahmen bis zum Frühjahr 2021. Man wolle nicht nur die nächsten 14 Tage in den Blick nehmen, sondern bis März denken, sagte der CDU-Politiker.

10:43 Uhr | Corona-Pandemie beschäftigt Staatsanwaltschaften

Die deutschen Staatsanwaltschaften haben seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich mehr Arbeit. Nach Angaben des Richterbundes wird derzeit in mehr als 20.000 Fällen mit Bezug zur Corona-Pandemie ermittelt. Die Verwaltungsgerichte würden mehr als 6.000 Fälle bearbeiten. In den meisten Fälle gehe es um erschlichene Soforthilfen, aber auch sonstige Betrugsmaschen wie gefälschte Corona-Medikamente oder minderwertige Masken, die als FFP-2-Masken verkauft worden seien.

09:00 Uhr | Polnische Corona-Leugner hoffen auf Kooperation mit Gleichgesinnten in Deutschland

In Polen haben Corona-Leugner ein sogenanntes Unabhängiges Fernsehen gegründet. Das produziert in der Dresdner Partnerstadt Breslau Sendungen mit den Thesen von Corona-Skeptikern und Impfgegnern. Kopf ist der Politologe Janusz Zagórski, der sich zuvor insbesondere mit Unbekannten Flugobjekten beschäftigte. Der Sender berichtet auch über Querdenker in Deutschland und würde sich besonders in den Grenzregionen eine enge Zusammenarbeit mit ihnen wünschen.

08:39 Uhr | Landeselternrat: Schulen für digitalen Unterricht nicht gut aufgestellt

Der digitale Unterricht in der Corona-Pandemie läuft in Sachsen nach Einschätzung vieler Eltern nicht optimal. Sollten im Zuge der Krise wieder mehr Schulen geschlossen werden, fürchtet der Landeselternrat erneut Probleme. "Es war absehbar, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Aber man hat viele Dinge über den Sommer verschlafen", sagte der stellvertretende Vorsitzende, Jörg Menke. Zwar habe sich schon einiges getan, dennoch fehle es vielen Schulen an technischer Ausstattung und am Zugang zu schnellem Netz.

Das Kultusministerium verwies auf eine Reihe von Maßnahmen - etwa auf den neuen Dienst "Schullogin", der sämtliche digitalen Dienste für Schulen auf einer Plattform bündelt. Darüber könnte nicht nur auf die Lernplattform Lernsax zugegriffen, sondern auch Nachrichten gesendet, Dateien geteilt sowie Videokonferenzen abgehalten werden. Seit Anfang Oktober gebe es dafür ein neues System, mit dem bei coronabedingten Schulschließungen schnell und einfach Videokonferenzen organisiert werden könnten, hieß es.

08:21 Uhr | Zeitung: Leipzig will Kredite für Corona-Hilfen aufnehmen

Die Stadt Leipzig will mit einem millionenschweren Rettungspaket die wirtschaftlichen Verluste durch Corona ausgleichen. Geplant seien Hilfen in Höhe von insgesamt 68 Millionen Euro, sagte Finanzbürgermeister Torsten Bonev der "Leipziger Volkszeitung". Rund 30 Millionen davon gingen an die besonders betroffene Messe. Auch Gewandhaus und Oper, der Zoo sowie das Klinikum St. Georg bekämen ihre Verluste ausgeglichen. Dafür wolle die Stadt mit einer Laufzeit von 18 Jahren Kredite aufnehmen, berichtet das Blatt.

08:03 Uhr | Neue Quarantäne-Verordnung im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

Im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge gelten neue Corona-Quarantäneregeln. Der Grund: Das Gesundheitsamt kommt angesichts der steigenden Fallzahlen nicht mehr mit der Kontaktnachverfolgung und dem Verschicken der Quarantäne-Anordnungen hinterher. Menschen mit typischen Symptomen, die sich Corona-Tests unterzogen haben, müssen sich bis zum Testergebnis umgehend in Quarantäne begeben.

Damit haben sich Verdachtspersonen, d.h. Personen, die sich aufgrund der Erkrankungszeichen nach ärztlicher Beratung einer molekularbiologischen (PCR-)Testung auf Sars-CoV-2 unterzogen haben, positiv getestete Personen nach PCR-Testung oder Antigen-Schnelltest sowie Kontaktpersonen der Kategorie I unverzüglich in einer Wohnung oder einem anderweitig räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes abzusondern.

Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

Wer vom Arzt ein positives Testergebnis erhält, ist künftig verpflichtet, dies unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden.

07:18 Uhr | Spahn rechnet im Dezember mit ersten Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im Dezember mit ersten Corona-Impfungen. Er sei optimistisch, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa gibt. Dann könne man mit den Impfungen sofort beginnen, sagte Spahn dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Er habe die Länder gebeten, die Impfzentren bereits ab Mitte Dezember einsatzbereit zu halten. Spahn zufolge hat sich Deutschland über die EU-Kommission und bilaterale Verträge mehr als 300 Millionen Impfdosen gesichert. Auch bei zwei Dosen pro Impfung sei dann genug für die Bevölkerung da.

06:48 Uhr | Wieder Kinderbetreuung in Nerchau und Parthenstein - Einschränkungen in Wurzen und Lobstädt

Ab heute gibt es in Nerchau wieder eine Kinderbetreuung. Sowohl die Kita als auch der Hort öffnen. Beide Einrichtungen waren wegen Quarantänemaßnahmen und dem damit verbundenen Personalmangel vorübergehend geschlossen. Ebenfalls wieder geöffnet haben die Grundschule und der Hort in Parthenstein.

Dafür dürfen ab heute die Schüler der Grundschule Lobstädt nicht in die Schule. Die Quarantäne gilt zunächst bis 3. Dezember. Und noch bis Mittwoch bleibt die Kita "Arche Noah" in Wurzen geschlossen.

06:20 Uhr | Kinderärzte: Corona-Ansteckungsgefahr an Schulen wird überschätzt

Kinderärzte haben in einer breit angelegten Datenauswertung keine Hinweise auf eine hohe Corona-Dunkelziffer unter Kindern gefunden. Das berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf die Analyse. Demnach sei das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Virus infizieren und es weitertragen, deutlich geringer als angenommen. So wurden seit Juli rund 110.000 junge Patienten routinemäßig auf das Coronavirus getestet, davon lediglich 580 Kinder und Jugendliche positiv.

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen die Kinderärzte, dass die Mehrzahl der Infektionsquellen außerhalb von Schulen und Kitas liege.

05:59 Uhr | Corona-Auflagen treffen auch Trauernde

Bestattungsunternehmer, Trauerbegleiter und Pfarrer versuchen Beerdigungen und Urnenbeisetzungen trotz Corona-Auflagen pietätvoll zu gestalten. Doch für Hinterbliebene ist es nicht ganz einfach, den Verstorbenen angemessen die letzte Ehre zu erweisen. Begrenzte Personenzahlen ermöglichen nicht allen Trauernden den Zugang zur Trauerfeier.

05:54 Uhr | Landestourismusverband fürchtet um Wintersaison

Der Landestourismusverband Sachsen sieht die Wintersaison in Gefahr. Den Tourismusbetrieben fehle Planungssicherheit, hieß es. Mindestens 14 Tage Vorlauf seien beispielsweise nötig, um Skigebiete bei passender Witterung für Urlauber vorzubereiten. Verbandspräsident Rolf Keil sagte: "Vor diesem Hintergrund müssen wir heute schon an morgen denken. Wenn sich für den Tourismus im ersten Quartal 2021 wieder Perspektiven eröffnen, steht 'sicheres Reisen' im Mittelpunkt. Die Sehnsucht der Menschen nach Natur, Entspannung, etwas für Körper und Seele zu tun, setzt eine gute Organisation der Angebote voraus." Selbst wenn Schnelltests besser verfügbar und ein Impfserum freigegeben wäre, werde das Virus nicht weg sein.

05:35 Uhr | Wie können wir trotz Corona "gesund" denken?

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vergeht kein Tag, an dem das Thema keine Rolle spielt. Die Pandemie bestimmt unser Leben und damit auch unser Denken. Viele Wissenschaftler raten daher, einen kühlen Kopf zu bewahren, lösungsorientiert zu denken und sich auf die wirklich wichtigen Werte zu besinnen.

05:23 Uhr | Staatsminister Schmidt wieder im Dienst

Nach zwei Wochen im Krankenstand wird der Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, heute seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Wie das Ministerium mitteilte, bleibt Schmidt vorerst im Homeoffice. Der Minister war vor zwei Wochen erkrankt, sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test hatten die Infektion mit dem Coronavirus bestätigt.

05:11 Uhr | Schausteller sehen Weihnachtsmärkte grundsätzlich in Gefahr

Angesichts abgesagter Adventsmärkte warnen Schausteller vor einem Sterben der Weihnachtsmarkttradition durch die Corona-Pandemie. Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund, fürchtet, dass vielen der etwa 5.000 Familienbetriebe, die von Volksfesten und Weihnachtsmärkten leben, durch den diesjährigen Einnahmeausfall der Untergang droht. Die Überbrückungshilfen des Staates seien lückenhaft und holten Schausteller kaum in der saisonbestimmten Lebenswirklichkeit ab, so Hakelberg.

Auch viele der Schaustellerbetriebe in Sachsen könnten den verordneten Weihnachtsmarktschließungen zum Opfer fallen. Im Freistaat sind bereits eine Vielzahl an Weihnachtsmärkten abgesagt worden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.11.2020 | 19:00 Uhr

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