Meldungen am Montag Corona-Ticker am 21.06.: Viele Kinder wegen Corona ohne Radfahrausbildung

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Kind fährt mit einem Erwachsenen Fahrrad auf der Straße
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Meldungen des Folgetages

19:36 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir wünschen ihnen einen schönen Abend und sind am Dienstag wieder für sie da. Bleiben Sie gesund!

18:12 Uhr | Corona-Varianten in der Übersicht

Zunächst wurden neue Sars-CoV-2 Varianten nach dem Herkunftsgebiet und mit komplizierten Nummern benannt. Deshalb hat die WHO die Namensgebung für die Mutationen vereinfacht. Eine Übersicht von MDR WISSEN.

17:46 Uhr | Bachfest-Veranstalter ziehen positive Bilanz

Die pandemiebedingt hybride Variante des Leipziger Bachfestes 2021 ist nach Angaben der Veranstalter auf viel Resonanz gestoßen. Rund 5.000 Bach-Fans aus mehr als 30 Ländern hätten für eines der online übertragenen Konzerte Tickets gekauft, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilte.

Wegen der Corona-Pandemie hatte das Musikfest in seiner gewohnten Form diesen Sommer erneut abgesagt werden müssen. Statt der geplanten mehr als 100 Live-Veranstaltungen wurde ein Ersatzprogramm aus zwölf Konzerten sowie einiger Werkeinführungen und Gesprächsreihen angeboten. Zu zehn Konzerten konnten aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenzen kurzfristig auch Besucherinnen und Besucher zugelassen werden.

17:09 Uhr | Zehn neue Corona-Fälle am Montag

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Montag zehn Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind 13 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche. Insgesamt gibt es etwa 1.332 aktive Corona-Fälle im Freistaat.

Sechs weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Sachsen auf 10.109

16:42 Uhr | Sächsische Kirchgemeinden wollen der Corona-Opfer gedenken

Die Sächsischen Kirchgemeinden laden am Donnerstag zu Gottesdiensten, Konzerten und Andachten am Johannistag ein. Die evangelische Landeskirche will in diesem Jahr unter anderem auch an die Opfer der Corona-Pandemie erinnern, teilte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens am Montag mit. Die Veranstaltungen in den Kirchen, aber auch auf den Friedhöfen erinnern an die Geburt Johannes des Täufers.

16:03 Uhr | Corona-Massentests in Dresdner Wohnhaus angelaufen

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind in einem Dresdner Wohnhaus Massentests angelaufen. Insgesamt müssen sich 137 Menschen einem spezifischen PCR-Test unterziehen, wie die Stadt am Montagnachmittag mitteilte. Die ersten Ergebnisse sollen am Dienstag vorliegen. Bisher sind den Angaben zufolge 13 positive Fälle in insgesamt zwei Wohnhäusern in der Altenzeller Straße bekannt.

13:55 Uhr | Viele Kinder wegen Corona ohne Radfahrausbildung

Der Corona-Lockdown hat die Radfahrausbildung von Schulkindern nach Einschätzung der Landesverkehrswacht stark beeinträchtigt. Sowohl im ersten Lockdown 2020 als auch während der Schließungen seit November hätten Hunderte Viertklässler die praktische Ausbildung verpasst, sagte Kati Walther, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Sachsen.

Die versäumte Ausbildung lasse sich auch nicht mehr nachholen, so Walther. Erst mit der Entspannung der Corona-Lage gingen die Verkehrserziehungsprojekte langsam wieder los. Sie seien wichtig, weil schon in der Kita Grundlagen gelegt würden, damit sich Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen könnten. Die Radfahrausbildung habe zudem ein besonderes Gewicht gewonnen, weil während der Pandemie der Radverkehr zugenommen habe.

13:20 Uhr | Leopoldina warnt vor Pandemiefolgen für Kinder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina rät der Politik, Bildungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche auszuweiten, um pandemiebedingten Defiziten entgegenzuwirken. Es drohten neben unmittelbaren auch langfristig negative Folgen.

Konkret wird empfohlen, den Präsenzbetrieb an Schulen und Kitas unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten und die digitale Infrastruktur schneller auszubauen. An Grundschulen sollte die Stundenzahl angepasst werden, um Rückstände in den Kernfächern Deutsch und Mathematik aufzuholen. Schwächere Kinder bräuchten zusätzliche Förderung. Ferner empfiehlt die Akademie "idealerweise tägliche Bewegungsangebote in Kitas und Schulen". Das pädagogische Personal müsse besser für psychische Probleme geschult werden.

12:28 Uhr | Studie zur Spermaqualität nach Impfung

Aus Sorge vor Unfruchtbarkeit lehnen in den USA offenbar viele Männer Impfungen mit mRNA-Impfstoff ab. Die Uni Miami hat nun in einer Studie die Spermaqualität vor und nach den Impfungen miteinander verglichen.

11:45 Uhr | Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Mehr als 31 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. So wurden allein am Sonntag 290.534 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen und damit die Hälfte der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,3 Prozent.

11:24 Uhr | Erster Vortrag nach Lockdown in der Frauenkirche

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ist am 1. Juli in der Dresdner Frauenkirche zu Gast. Im Rahmen der Vortragsreihe "Forum Frauenkirche" werde er über das Miteinander von Religionen sprechen, teilte die Stiftung Frauenkirche heute mit. Es sei die erste Vortragsveranstaltung in Präsenz in der Frauenkirche nach dem Corona-Lockdown.

Passanten sitzen auf dem Neumarkt in Dresden vor der Frauenkirche auf einer Bank
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Das Tragen eines medizinischen Mund-Nase-Schutzes ist während der Veranstaltung erforderlich. Der Eintritt ist frei.

10:53 Uhr | Bevölkerung erstmals seit 2011 nicht gewachsen

In Deutschland leben aktuell 83,2 Millionen Menschen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Den Angaben zufolge wuchs die Bevölkerung von 2011 bis 2019 kontinuierlich um insgesamt 2,9 Millionen Menschen. Im Jahr 2020 stagnierte dann die Bevölkerungszahl. Die Statistiker führen die Entwicklung auf zwei Faktoren zurück. Zum einem ging die Zuwanderung zurück. Zum anderen erhöhte sich der Überschuss der Sterbefälle über die Zahl der Geburten.

Trotz der erhöhten Sterblichkeit im Pandemiejahr wuchs die Zahl der älteren Menschen weiter. Am stärksten stieg die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 5,9 Millionen.

10:10 Uhr | Massentest wegen Delta-Mutation in Dresden

Um einer Ausbreitung der Delta-Mutation des Coronavirus zuvorzukommen, müssen sich heute 150 Bewohner eines Hochhauses in der Dresdner Südvorstadt testen lassen. Dort hatten sich mehrere Erwachsene und Kinder infiziert. Die Kontaktpersonen sind bereits in Quarantäne. Betroffen sind Kitas und Schulen in Cotta und Prohlis, Südvorstadt und Johannstadt.

09:46 Uhr | Freiberger Internetauktion erzielt 9.000 Euro

Die Internetauktion "Kunst sei Dank" des Bündnisses "Freiberg für alle" hat rund 9.000 Euro eingebracht. Versteigert wurden 81 Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler, wie das Bündnis informierte. Mit dem Erlös sollen bei Freiberger Händlern und Gastronomen Gutscheine gekauft werden. Diese wolle man an Menschen weiterreichen, die in der Corona-Pandemie Besonderes für die Gesellschaft geleistet haben. Dazu zählen vor allem Krankenschwestern und Pflegekräfte.

08:56 Uhr | Firmen geben Jugendlichen online Berufsorientierung

In Sachsen öffnen heute Firmen ihre Büros und Werkhallen, um Jugendlichen ab der siebten Klasse eine berufliche Orientierung zu geben. Die Aktion "Schau rein!" findet eine Woche lang bis zum Freitag online statt. Den digitalen Auftakt bildet heute um 14 Uhr ein Livestream. Hier kommen sowohl Ausbildungsverantwortliche als auch Auszubildende zu Wort und geben einen Einblick in die verschiedenen Berufswelten.

08:17 Uhr | Löbau feiert Stadtjubiläum

Die Löbauer haben sich kurzfristig vorgenommen, den 800. Geburtstag ihrer Stadt mit einem Fest zu feiern. Wie die Stadt mitteilte, ist am Donnerstag ein symbolischer Festakt auf dem Altmarkt geplant. Den Auftakt liefert die Privilegierte Schützengesellschaft zu Löbau e.V. mit dem Salutschießen. Anschließend soll der Posaunenchor spielen. Kurz vor Mitternacht ist ein Höhenfeuerwerk mit Musik an der Löbauer Skiwiese geplant. Einwohner und Ladenbesitzer werden gebeten, ihre Häuser und Fenster zu schmücken.

07:44 Uhr | IHK warnt vor erneuter Grenzschließung

Die Industrie- und Handelskammer hat vor einer erneuten Grenzschließung gewarnt. Sie könnte den Fachkräftemangel in Sachsen verstärken. IHK-Geschäftsführer Mario Bauer sagte dem MDR, viele tschechische Arbeitskräfte seien genervt und überlegten, sich in Tschechien eine Arbeit zu suchen. Auch dort fehlten Arbeitskräfte, so dass es nicht so schwer sei, eine Stelle zu finden.

Wegen der Corona-Pandemie war die Grenze zwischen Sachsen und Tschechien von Februar bis April geschlossen. Aktuell liegt die Wocheninzidenz pro 100.000 Einwohner im Nachbarland bei knapp neun.

07:18 Uhr | Wenige Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Die Corona-Neuinfektionen bleiben weiter auf niedrigem Niveau. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen für Sachsen eine Wocheninzidenz von fünf. Alle Landkreise und kreisfreien Städte mit Ausnahme des Erzgebirgskreises (zehn) weisen derzeit einstellige Werte auf.

06:49 Uhr | Mietvertrag für Chemnitzer Gesundheitsamt endet

Das Gesundheitsamt im Zentrum von Chemnitz ist in Corona-Zeiten ein wichtiger Anlaufpunkt. Da aber der Mietvertrag Ende Juni ausläuft, muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 30. Juni über den künftigen Sitz des Amtes entscheiden.

Der Mietvertrag wurde von der Kommune erst einmal auf das Jahresende befristet, um weiter arbeiten zu können. Ziel ist ein Abschluss über 15 Jahre. Dazu wurden verschiedene Objekte wie das ehemalige Technische Rathaus untersucht. Im Ergebnis schlägt die Verwaltung vor, das Gesundheitsamt am derzeitigen Standort zu belassen. Dieser habe viele Vorteile wie eine gute Erreichbarkeit für die Bürger.

06:18 Uhr | Apotheken fahren Testangebot zurück

Wegen sinkender Nachfrage wollen Apotheken in Deutschland ihr Angebot an Coronavirus-Tests einschränken. Weil die Zahl der geimpften Menschen zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, sagte ein Sprecher des Apothekerverbands ABDA. Zudem wies er darauf hin, dass der Bund weniger zahle als zuvor: "Für eine ganze Reihe von Apotheken ist die Durchführung der Tests damit nicht mehr wirtschaftlich."

05:41 Uhr | Fassbier für die Gaststätten

Derzeit werden auf dem Hof der Landskron Brauerei in Görlitz im Minutentakt Transporter abgefertigt. Die Außengastronomie ist wieder erlaubt. Und deshalb wird schrittweise die Fassbierproduktion wieder hochgefahren.

05:15 Uhr | Großteil der Mensen in Leipzig öffnet Speisesäle

In den meisten Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Leipzig kann ab heute auch wieder im Speisesaal gegessen werden. Das gilt in den Mensen Peterssteinweg, Botanischer Garten und Elsterbecken, in der Mensa und Cafeteria am Medizincampus sowie in den Cafeterien am Park, am Dittrichring und im Musikviertel.

Eine Testpflicht ist dem Betreiber zufolge nicht vorgesehen, allerdings müssen Besucher und Besucherinnen Abstandsregeln einhalten und ihre Kontaktdaten hinterlegen. Bis dato war der Verzehr vor Ort nur in denjenigen Einrichtungen möglich, die über einen Freisitz verfügen.

05:00 Uhr | Tschechien erwartet deutsche Urlauber

Ab heute dürfen Touristen wieder nach Tschechien reisen. Trotz eingestellter Grenzkontrollen waren in den vergangenen Wochen touristische Reisen ins Nachbarland mit Ausnahme des kleinen Grenzverkehrs nicht möglich.

Der tschechische Hotel- und Gaststättenverband rechnet damit, dass der Urlaub nun fünf bis zehn Prozent teurer werden könnte als vor Corona. Vor allem das Nationalgetränk Bier sei von Preissteigerungen betroffen. Aufgrund der Pandemie ging im vergangenen Jahr die Zahl der deutschen Reisenden in Tschechien um rund 60 Prozent zurück.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 21. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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