Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 14.12.: Piwarz sieht kein Problem für Halbjahreszeugnisse

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

21:05 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Am Dienstag sind wir an gleicher Stelle für Sie da. Gute Nacht und bleiben Sie gesund!

19:55 Uhr | Kultusminister Piwarz sieht kein Problem für Halbjahreszeugnisse

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz sieht keine Probleme für die Halbjahreszeugnisse der Schülerinnen und Schüler im Freistaat. Der Präsenzunterricht hätte lange genug gedauert, um Leistungsstände und Noten zu erheben, "so dass man dann auch Zeugnisse ausstellen kann", sagte Piwarz MDR SACHSEN. Mit Blick auf die Abschlusszeugnisse des Schuljahres sagte Piwarz, man wisse noch nicht, wie das Schuljahr zu Ende geht. "Wir hoffen, die Schulen möglichst schnell wieder zu öffnen und dann auch die Abschlusszeugnisse zu erteilen", so Piwarz. Der Fokus liege aber auf den Abschlussklassen. Vor allem für diese müsse man sicherstellen, dass sie einen guten Abschluss machen können.

19:31 Uhr | Neuer Höchstwert an Neuinfektionen in Sachsen

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Montag insgesamt 4.079 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Allerdings melden einige Landkreise am Montag Fälle vom vergangenen Wochenende nach. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es Stand Montag 31.402 aktive Corona-Fälle im Freistaat.

Insgesamt 44 weitere Menschen sind seit gestern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf 1.760. In den sächsischen Krankenhäusern werden zurzeit 2.965 Menschen mit einer Corona-Erkrankung behandelt. Davon benötigen 559 eine intensivmedizinische Versorgung.

19:10 Uhr | Silvester-Feuerwerk mit Restbeständen erlaubt

Trotz des Verkaufsverbots von Pyrotechnik zu Silvester ist das Verwenden von noch haltbarem Feuerwerk aus dem letzten Jahr erlaubt. Das sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einem Livestream mit Bürgerfragen. Allerdings appellierte Kretschmer an die Vernunft der Menschen. Bei allen jetzt getroffenen Maßnahmen gehe es im Grunde darum, Krankenhäuser und das Gesundheitssystem zu entlasten, so Kretschmer. Grade zu Silvester komme es durch Verletzungen mit Feuerwerk zu einer hohen Belastung der Kliniken. In diesem Jahr sei die Lage auch ohne Unfälle an Silvester angespannt.

Kretschmer erwartet nach eigenen Angaben, dass in den nächsten zwei Wochen die Zahl der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern um gut ein Drittel ansteigt. Man müsse die Situation "beherrschbar halten". In dem Gespräch bat Kretschmer die Menschen wiederholt, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben und auf Reisen zu verzichten.

18:40 Uhr | Delitzsch: Corona-Tests in Seniorenzentrum

Nach einem Corona-Ausbruch in einem AWO-Seniorenzentrum im Delitzscher Ortsteil Beerendorf sind heute alle Mitarbeiter und Bewohner auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse würden am Mittwoch vorliegen, sagte Heimleiter Christian Schulze.

In der vergangenen Woche waren bei sechs Bewohnern Erkältungssymptome aufgetreten, wobei per Schnelltest vier Positiv-Fälle festgestellt worden waren. Das Gesundheitsamt Nordsachsen ordnete daraufhin weitere Tests an. In der Folge sei das Virus bei weiteren 31 Bewohnern sowie neun Mitarbeitern nachgewiesen worden. Das Seniorenzentrum steht bis auf Weiteres unter Quarantäne.

18:15 Uhr | Stadt Dresden verbietet Pegida-Versammlung

Die Stadt Dresden hat eine für den heute Abend geplante Versammlung der Pegida-Bewegung auf dem Altmarkt untersagt. Sie begründete das Verbot mit der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, die sich aus der aktuellen Corona-Lage und der erwartenden hohe Teilnehmerzahl ergebe.

Weil in Dresden der 7-Tage-Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern an mehr als fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, sind derzeit Versammlungen auf maximal 200 Teilnehmer begrenzt. Die Stadt gehe davon aus, dass mit dem Drei- bis Vierfachen der erlaubten Höchstteilnehmerzahl zu rechnen sei, hieß es.

17:58 Uhr | Pulsnitzer Rehaklinik an Belastungsgrenze

Nach Senioren- und Pflegeheimen entwickeln sich zunehmend auch Gesundheitseinrichtungen zu Corona-Hotspots. Fast täglich gibt es von dort Berichte über Infektionen unter Patienten oder Mitarbeitern. Ein Beispiel ist die Fachklinik für Neurologisch-Neurochirurgische Rehabilitation Schloss Pulsnitz.

17:48 Uhr | MDR-Umfrage: Lockdown kommt für große Mehrheit zu spät

Ab Mittwoch gelten in ganz Deutschland härtere Beschränkungen in der Corona-Krise, mit Schul-, Kita- und weitreichenden Geschäftsschließungen. Dass dieser Lockdown zu spät kommt, finden 80 Prozent der MDRfragt-Mitglieder, die sich an der aktuellen Blitz-Befragung beteiligt haben. Rund 23.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben dabei abgestimmt. Ein großer Teil findet den Lockdown richtig oder sogar noch zu schwach. Die überwiegende Mehrheit ist skeptisch, dass die strengen Maßnahmen tatsächlich nach dem 10. Januar gelockert werden.

17:17 Uhr | Mittagessen für Kinder von Sozialhilfeempfängern gesichert

Die Übernahme der dezentralen Mittagessenversorgung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes ist weiterhin bis 31. März 2021 möglich. Das teilte das Leipziger Amt für Jugend, Familie und Bildung am Montag mit. Für Schülerinnen und Schüler gelte die Regelung nur außerhalb der Ferienzeiten. Im Rahmen des Bildungspaketes wird eine gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in Schulen und Kindertageseinrichtungen finanziert.

Seit April 2020 ist eine Kostenübernahme auch möglich, wenn das Mittagessen dezentral angeboten wird. Dies bedeutet, dass die Kosten auch übernommen werden können, wenn die Mahlzeit nach Hause geliefert wird. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder ähnliche Leistungen beziehen. Anspruchsberechtigte Eltern müssen Kontakt zu einem der im Internet gelisteten Anbieter aufnehmen und einen Versorgungsvertrag abschließen.

16:55 Uhr | Ausgabe von kostenlosen FFP-2-Masken beginnt am Dienstag

Über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen können sich von Dienstag an drei kostenlose FFP2-Schutzmasken in der Apotheke abholen. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium am Montag. Nach Angaben des Ministeriumssprechers genügt in der Apotheke die Vorlage des Personalausweises oder eine "nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen." Zur Abholung können auch andere Personen bevollmächtigen, hieß es.

Etwa 27 Millionen Menschen in Deutschland haben Anspruch auf zunächst drei Masken. Ab Januar sollen berechtigte Patienten in einem zweiten Schritt mit weiteren Masken versorgt werden, so das Ministerium weiter.

16:43 Uhr | Keine Schnelltests für Besucher im Klinikum Hoyerswerda

Am Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda werden derzeit keine Corona-Schnelltests für Privatpersonen durchgeführt. Darauf hat die Klinikleitung am Montag hingewiesen. Grund sei die aktuelle Belastungssituation im Klinikum und die begrenzte Verfügbarkeit von Testreagenzien.

Die verfügbaren Ressourcen seien den angeordneten Tests durch das Gesundheitsamt, Tests für Patienten des Klinikums sowie Tests für Mitarbeiter vorbehalten. Wie Presseprecher Gernoit Schweitzer sagte, habe es in den vergangenen Tagen eine erhöhte Nachfrage gegeben.

16:23 Uhr | Stadt Chemnitz präzisiert Maßnahmen - Wochenmarkt länger geöffnet

Die Stadt Chemnitz hat am Montag im Zuge der neuen Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen neue Regelungen erlassen. Diese sollen zunächst bis zum 10. Januar 2021 gelten. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, bleibt der Wochenmarkt am Rathaus von Dienstag bis Samstag länger geöffnet. (Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag von 9 bis 13 Uhr). Das Sortiment beschränke sich auf Lebensmittel, Weihnachtsbäume sowie Gartenbau- und Floristikerzeugnisse.

Die Zentralbibliothek, die Stadtteilbibliotheken und Ausleihstellen werden ab Mittwoch, den 16. Dezember, geschlossen. Für alle Medien, deren Leihfrist innerhalb dieses Zeitraumes abläuft, würden bis zur Wiedereröffnung keine Säumnisgebühren erhoben. Das Stadtarchiv Chemnitz sei bereits seit Montag geschlossen. Schriftliche Anliegen würden in der Reihenfolge des Posteingangs weiterhin bearbeitet.

16:03 Uhr | Vorbereitungen für Doppel-Weltcup in Klingenthal

Anfang Februar 2021 soll es in der Vogtland Arena Klingenthal erstmals an einem Wochenende gleich zwei Weltcup-Veranstaltungen geben. Gleichzeitig mit den Nordisch-Kombinierern sind nun auch die Spezialspringer zu Gast. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde deren Weltcup im japanischen Sapporo abgesagt.

15:50 Uhr | Polizeikontrollen am Wochenende in Bautzen und Görlitz

Die Polizei hat am Wochenende in den Landkreisen Bautzen und Görlitz zahlreiche Kontrollen zur Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutzverordnung durchgeführt. Nach Angaben der Polizei wurden mehr als 200 Verstöße festgestellt und entsprechende Anzeigen aufgenommen. Außerdem hätten die Beamten mehr als 50 Platzverweise ausgesprochen. Man habe außerdem mehrere angemeldete und unangemeldete Versammlungen überwacht und kontrolliert. Mehr als 250 Polizisten waren am Wochenende im Einsatz.

15:21 Uhr | Gerhart-Hauptmann-Theater zeigt Weihnachtskonzert im Internet

Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau hat aufgrund der Corona-Pandemie das traditionelle Weihnachtskonzert erstmalig ins Internet verlegt. Auch dort scheint das Weihnachtskonzert ein Renner zu werden, sagte Generalintendant Klaus Arauner MDR SACHSEN. In den vergangenen Jahren seien die Konzerte immer nahezu ausverkauft gewesen. Anzuhören ist es auf der Internetseite des Theaters.

15:03 Uhr | Apotheken rechnen mit Ansturm auf FFP2-Masken

Die Apotheken in Sachsen rechnen mit hoher Nachfrage nach FFP2-Masken. Laut Bundesregierung sollen die Masken für Risikogruppen kostenfrei ausgegeben werden. Die meisten Apotheken haben fristgerecht bestellt, doch bis zuletzt waren noch nicht alle mit den FFP2-Masken beliefert worden. Zudem berichten viele Apotheker dem MDR, dass ihre Telefone wegen der Nachfragen von Kunden nicht mehr stillstehen würden. Bis zu drei Masken sollen pro Person ausgegeben werden. Dazu genügt der Nachweis des Alters (über 60) oder einer Vorerkrankung an Lunge oder Herz. Bundesweit haben damit etwa 27 Millionen Menschen Anspruch auf die Masken.

14:52 Uhr | Polizei löst privaten Weihnachtsmarkt in Riesa auf

Die Polizei hat in Riesa einen privaten Weihnachtsmarkt aufgelöst. Die Beamten waren auf einem Hof im Riesaer Ortsteil Poppritz auf mehr als hundert Weihnachtsmarktbesucher gestoßen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Markt sei umgehend beendet worden.

Der Veranstalter sowie 80 Besucher erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Insgesamt waren 36 Polizeibeamte im Einsatz.

14:40 Uhr | Corona erschwert Forschung mit Probanden

Forschungsinstitute arbeiten seit Beginn der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen. Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat die Sicherheitsbestimmungen für Versuche mit Menschen deutlich erhöht.

14:14 Uhr | Leere Innenstadt in Leipzig

In Sachsen hat der Lockdown begonnen. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung und der Schließung aller nicht-lebensnotwendigen Geschäfte sind einige Innenstädte, wie hier in Leipzig menschenleer. Normalerweise tobt hier auf dem Markt das Weihnachtsgeschäft.

Menschenleerer Leipziger Markt im Lockdown
Bildrechte: MDR/Barbara Brähler

13:47 Uhr | Keine Adventsmusik auf Auer Altmarkt

Mit Beginn des Lockdowns im Erzgebirge wurde die weihnachtliche Musik auf dem Altmarkt in Aue-Bad Schlema am Sonnabend nach der Schließung der Geschäfte abgeschaltet. Hauptgrund ist, dass die ursprüngliche Idee, den Weihnachtsmarkt in die Geschäfte hineinzuverlagern mit der Schließung der Läden nun nicht mehr möglich ist, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die weihnachtliche Beleuchtung, einschließlich der Dekoration bleibe wie immer bis "Maria Lichtmess" am 2. Februar bestehen.

12:42 Uhr | Minister bestätigt offiziell: Friseursalons ab Mittwoch zu

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat am Mittag offiziell bestätigt, dass Friseursalons in Sachsen vom Mittwoch an bis zum 10. Januar geschlossen bleiben müssen. Man werde die ab heute geltende Landesverordnung zum Lockdown entsprechend der gestern beschlossenen bundesweiten Regeln anpassen, so der SPD-Politker.

Das oberste Gebot ist jedoch, Menschenleben zu retten und unser Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten – in weiten Teilen Sachsens ist dies inzwischen schwer. Es geht vielerorts um Leben und Tod – so drastisch müssen wir die Situation benennen.

Martin Dulig | sächsischer Wirtschaftsminister

12:12 Uhr | Lernsax mit technischen Störungen

Die Homeschooling-Plattform Lernsax ist derzeit gestört. Das teilte das sächsische Kultusministerium mit. Man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung der Probleme. Wegen des Lockdowns werden Schüler in Sachsen seit heute zu Hause unterrichtet. Zuerst war das Ministerium von einem Hackerangriff als Ursache für die Störung ausgegangen. Am Mittag sagte eine Sprecherin, sie könne einen Hackerangriff nun aber ausschließen.

11:24 Uhr | Feuerwerk-Hersteller hadert mit Verkaufsverbot

Feuerwerkskörper dürfen in diesem Jahr in Deutschland nicht verkauft werden. Von einem Böllerverbot in der Silvesternacht ist in den Verordnungen des Bundes aber nicht die Rede. Feuerwerk-Hersteller Andreas Voigt aus dem Erzgebirge befürchtet, dass Pyrotechnik-Fans auf illegale Knaller ausweichen könnten. Die wären gefährlich. Genau mit der Verletzungsgefahr und den jährlich unzähligen Notfällen in der Neujahrsnacht wurde aber das Verkaufsverbot in diesem Jahr begründet. Die Notaufnahmen sollen entlastet werden.

11:02 Uhr | Leipzig wirbt mit Banner für Zusammenhalt

Ein Banner am Rathaus Leipzig
Bildrechte: Stadt Leipzig

Mit einem rund 40 Quadratmeter großen Banner an der Südfassade des Neuen Rathauses appelliert die Stadt zu Beginn des zweiten harten Lockdowns in Sachsen an den Gemeinschaftssinn der Leipziger. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte heute: "Die Situation ist sehr ernst. Immer mehr Menschen erkranken so schwer an Covid-19, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen." Die Krankheit sei real. Das verantwortungsbewusste Verhalten der großen Mehrheit der Leipziger habe bei der Bewältigung der Krise bislang sehr geholfen. Jetzt gelte es, "nicht das Maximum der zulässigen Kontakte auszureizen und auch dort Eigenverantwortung zu zeigen, wo nicht kontrolliert wird".

10:32 Uhr | Mehr Müll in Haushalten wegen Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie haben die Privathaushalte in diesem Jahr mehr Müll verursacht. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft unter seinen Mitgliedsfirmen hervor. Demnach stieg die eingesammelte Menge von Plastik, Glas und anderen Leichtverpackungen um jeweils rund sechs Prozent gegenüber 2019. Als einen Grund nannte der Verband, dass die Menschen in Pandemie-Zeiten öfter daheim essen. Dafür kauften sie mehr ein oder ließen sich Essen nach Hause liefern.

09:58 Uhr | Neues Schnelltest-Verfahren bei der Diakonie in Rothenburg

Die Diakonie St. Martin in Rothenburg in der Oberlausitz hat ein Konzept entwickelt, um in der Alten- und Behindertenhilfe Corona-Schnelltests durchführen zu können. Vier mobile Testteams werden künftig in den Häusern der Diakonie in der Oberlausitz unterwegs sein, um Bewohner und Mitarbeiter auf eine Covid-19-Infektion zu untersuchen. Wie die Diakonie auf Anfrage weiter mitteilte, sei das Ziel, einmal pro Woche mit einem Testteam vor Ort zu sein. Außerdem wird es auf dem Martinshof in Rothenburg eine zentrale Teststelle geben. Auch Besuchern der Einrichtungen soll in Kürze ein tagesaktueller Schnelltest ermöglicht werden.

08:54 Uhr | Kretschmer und Haseloff raten von Kirchenbesuchen ab

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff, raten dazu, Weihnachten nicht in die Kirche zu gehen. Kretschmer sagte dem MDR, jeder müsse Kontakte reduzieren. Er werde in diesem Jahr den Gottesdienst erstmals nicht besuchen. Auch Josef und Maria seien am Heiligen Abend alleine gewesen. Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff verzichtet in diesem Jahr ebenfalls auf den Gottesdienst. Er wolle sich stattdessen die Mitternachtsmesse des Papstes im Fernsehen ansehen.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz wirbt weiter dafür, die Kirchen Weihnachten offen zu halten. Es wäre auch das falsche Signal an Christen und die ganze Bevölkerung, wenn Weihnachten nichts stattfände.

08:33 Uhr | Arbeitsagentur: Unternehmen sollen zügig Kurzarbeitergeld beantragen

Unternehmen, die in den vergangenen drei Monaten für ihre Mitarbeiter kein Kurzarbeitergeld beantragt haben, müssen dies im Bedarfsfall nun erneut beantragen. Darauf hat die Regionaldirektion Sachsen der Bundesarbeitsagentur mit Blick auf den neuen Lockdown verwiesen. Die Arbeitsvermittler gehen davon aus, dass viele Unternehmen das Instrument der Kurzarbeit nutzen werden, um ihre Beschäftigten im Betrieb zu halten. Anträge sollten möglichst zeitnah gestellt werden, hieß es.

07:54 Uhr | Drei Corona-Fälle bei Leipziger Eishockey-Oberligist

Die Leipziger Icefighters haben ihren Trainings- und Spielbetrieb eingestellt. Grund seien positive Corona-Tests bei drei Teammitgliedern, teilte der Verein mit. Sie befänden sich in häuslicher Quarantäne. Der Betrieb ruhe nun 14 Tage. Das Freitagsspiel gegen die Crocodiles Hamburg hatten der Eishockey-Oberligist vorsorglich abgesagt, nun müssen alle weiteren Heim- und Auswärtsspiele bis zum 26. Dezember ebenfalls verschoben werden.

07:37 Uhr | Keine Unterbringungsgebühren für Obdachlose

Während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen müssen Obdachlose in Leipzig keine Gebühren für die Unterbringung in Notunterkünften zahlen, wie die Stadt mitteilte. Außerdem bekommen sie dort täglich drei kostenlose Mahlzeiten, damit sie seltener die Unterkunft verlassen müssen. Das Angebot gilt ab heute bis zunächst zum 31. März. Das Sozialamt rechnet mit bis zu 150 Personen, die das Angebot in Anspruch nehmen werden. Die Stadt Leipzig bezahlt dafür knapp 83.000 Euro.

06:50 Uhr | In Landkreisen Leipzig und Nordsachsen gilt Ferienfahrplan

In den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen wird heute auf den Ferienfahrplan umgestellt. Hintergrund seien die neue Corona-Schutzverordnung und der Lockdown, sagte Juliane Vettermann vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund. Insbesondere Fahrten, die vor allem Schüler befördern, entfallen.

In der Stadt Leipzig gilt der Ferienfahrplan der Verkehrsbetriebe ab dem 23. Dezember. Bis zum 10. Januar sollen die ausgedünnten Fahrpläne gelten.

05:25 Uhr | Friseure bleiben ab Mittwoch doch zu

Ab Mittwoch schließen auch in Sachsen Friseure. Das hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im MDR SACHSENSPIEGEL nach dem Bund-Länder-Treffen bestätigt. Auch die Weihnachtsbesuchsregeln sollen in Sachsen nun gemäß der bundesweiten Absprache gelten. So sollen sich besuchen dürfen: ein Haushalt und vier weitere Personen aus dem Familienkreis. Kinder unter 14 Jahren werden nicht extra gezählt. Den von der Schließung betroffenen Handelsunternehmen sagte Kretschmer Wirtschaftshilfen zu. So sollen Hilfen vorgezogen und Fixkosten erstattet werden. "Wir wollen möglichst viele über diese schwere Zeit bringen", erklärte der Ministerpräsident.

Bereits seit Mitternacht gilt in Sachsen ein Lockdown. Dieser erlaubt aber zunächst noch die Öffnung von Friseursalons.

05:11 Uhr | Weihnachtsgrüße per Traktor

Bereits seit dem Sonnabend hat der Erzgebirgskreis strenge Ausgangsbeschränkungen. Niemand darf ohne triftigen Grund aus dem Haus. Landwirte aus Oelsnitz im Erzgebirge hatten einen solchen Grund. Sie hatten Masken und Handschuhe für Pflegeheime geladen und wollten den Bewohnern auch Lichtblick sein.

05:06 Uhr | Bestatter sehen sich als systemrelevant

Die Landesinnung der Bestatter Sachsen verlangt die ergänzende Aufnahme der Berufsgruppe als systemrelevant in der neuen Corona-Schutzverordnung für Sachsen. In einem am Wochenende veröffentlichten Offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) äußerte die Innung "große Befremdung", dass "wieder einmal" die Mitarbeiter der Krematorien, Friedhofsverwaltungen und Bestattungsunternehmen fehlten. Dabei seien sie gerade in der Phase hoher Infektionen wichtig für die fachgerechte Versorgung Verstorbener, "um eine weitere Verbreitung wenigstens einzudämmen", heißt es in dem Brief.

In der Branche arbeiteten auch Mütter und Väter, deren Kinder betreut werden müssten, sagte Innungsobermeister Tobias Wenzel. Darauf habe er das Sozialministerium auch vor dem Beschluss der neuen Regelungen aufmerksam gemacht. Deren Job könne "nicht einmal schnell von angelernten Mitarbeitern übernommen werden". Bilder von Leichentransporten des Militärs, so wie in Italien im Frühjahr, oder sich im Krematorium stapelnde Särge schadeten dem Image Sachsens, warnte er und bat Kretschmer "dringend" um Korrektur.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.12.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.12.2020 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen