Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 10.05.: Neue Impftermine bereits alle vergeben

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Zwei Flaschen mit dem Impfstoff Astra-Zeneca
Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Meldungen des Folgetages

20:32 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir den Ticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir sind am Dienstag an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend! Bleiben Sie gesund!

20:07 Uhr | Zusammenstöße bei Demo in Zwönitz

Am Montagabend hat es bei einer unangemeldeten Versammlung in Zwönitz im Erzgebirge kleiner Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstrierenden gegeben. Nach Reporterangaben versammelten sich am Abend auf dem Marktplatz etwa 200 Menschen. Die Polizei habe mehrmals darauf hingewiesen, dass nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung eine unangemeldete Versammlung, wie diese, unzulässig sei. Nach weiterem Zulauf habe die Polizei versucht, den Aufzug zu unterbinden und die ersten Gruppierungen festgesetzt. Gleichzeitig hätte die Polizei die Möglichkeit eingeräumt, die Demonstration als stationäre Kundgebung anzumelden, hieß es. Im späteren Verlauf sei es dann zu ersten Auseinandersetzungen gekommen.

Auseinandersetzungen Demo Zwönitz
Eine Gruppe von Demonstrierenden wurde von der Polizei festgesetz. Bildrechte: Daniel Unger

19:23 Uhr | Dresdner Semperoper streamt "Capriccio" von Richard Strauss

Die Neuproduktion der Dresdner Semperoper von "Capriccio" ist vom 22. Mai an als Stream zu erleben. Weil die Spielstätte wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen ist, soll die Aufführung der Oper von Richard Strauss zumindest virtuell zu erleben sein, erklärte die Semperoper. Die musikalische Leitung hat Christian Thielemann inne, Regie führt Jens-Daniel Herzog. Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden. Bis zum Ende der Spielzeit am 14. Juli stehe "Capriccio" - die letzte Oper von Richard Strauss - kostenfrei im Internet zur Verfügung, hieß es.

18:26 Uhr | Kamenzer Lessing-Tage erneut verschoben

Die Kamenzer Lessing-Tage werden wegen der Corona-Pandemie noch einmal verschoben. Die Umstände der Entwicklung ließen derzeit eine solche Veranstaltungsreihe für ein Livepublikum immer noch nicht zu, teilten die Veranstalter am Montag mit. Deutschlands ältestes Literaturfest ist nun ab Herbst geplant. Die 53. Ausgabe im sächsischen Kamenz sollte eigentlich am Dienstag beginnen und bis zum 4. Juli stattfinden.

18:09 Uhr | Zahl der aktiven Corona-Fälle sinkt weiter

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben heute 381 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind knapp 150 Fälle weniger als vergangenen Montag. Die Zahl der aktiven Fälle in Sachsen ist seit gestern auf 17.495 gesunken. In Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion sind seit gestern 17 neue Todesfälle gemeldet worden. Damit steigt die Zahl aller Todesfälle in Sachsen seit Beginn der Pandemie auf 9.371.

Der Wocheninzidenzwert für den Freistaat ist über das Wochenende auf aktuell 176 pro 100.000 Einwohner gesunken. Bundesweit liegt Sachsen damit nach wie vor auf Rang zwei hinter Thüringen. Corona-Hotspot ist weiterhin der Erzgebirgskreis mit der zugleich bundesweit dritthöchsten Inzidenz. Auch die Landkreise Mittelsachsen, Zwickau, Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegen über der 200er-Marke.

17:48 Uhr | Dresden verbietet "Querdenker"-Versammlungen am Sonnabend

Die Stadt Dresden hat die für kommenden Sonnabend geplanten Demonstrationen der Initiative "Querdenken 351" untersagt. "Das Verbot ergeht zum Schutz vor Infektionsgefahren, da aufgrund früherer Erfahrungen davon auszugehen ist, dass die Teilnehmenden gegen die Maskenpflicht verstoßen und sich nicht an die Abstandsregelungen halten", teilte die Stadtverwaltung mit. Die jüngsten Ereignisse in anderen sächsischen Städten im Zusammenhang mit Corona-Demonstrationen würden das bestätigen. Für den Sonnabend waren neben einer großen Veranstaltung am Königsufer auch mehrere Alternativkundgebungen angemeldet worden. Das Verbot gelte für alle Kundgebungen, hieß es.

17:03 Uhr | Grüne fordern mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Die Grünen in Sachsen haben in der Corona-Pandemie mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche gefordert. "Homeschooling, der Wegfall von Freizeitbeschäftigungen von Musikunterricht bis Sportverein, keine Treffen mit Gleichaltrigen - Kinder und Jugendliche bringen in der Pandemie größte Opfer", sagte Christin Furtenbacher vom Grünen-Landesvorstand. Das vom Bund beschlossene Corona-Aufhol-Paket für Kinder und Jugendliche soll der Freistaat nach Vorstellung der Grünen mit zusätzlichen Angeboten untermauern. Furtenbacher schlug etwa Freifahrten mit Bus und Bahn in den Sommerferien, Gutscheine für Ferienfahrten sowie die Schaffung zusätzlicher Freizeitangebote vor.

15:57 Uhr | Polizei bereitet sich erneut auf "Ringspaziergang" in Zittau vor

Die Polizei in Görlitz bereitet sich erneut auf eine bislang nicht angezeigte Versammlung am Abend auf dem Zittauer Stadtring vor. Der sogenannte "Ringspaziergang" fand vergangenen Wochen regelmäßig als nicht angemeldeter Aufzug statt, wie die Polizeidirektion mitteilte. Die Teilnehmerzahl sei seit der ersten Versammlung im März 2021 stetig angestiegen. Bei allen zurückliegenden Veranstaltungen hätten die Beamten beobachtet, dass sich die Versammlungsteilnehmer nicht an die Auflagen der Corona-Schutzverordnung hielten. Deshalb würden auch am Montag Einsatzkräfte der Polizei am Stadtring in Zittau präsent sein. Verstöße gegen die Festlegungen der Corona-Schutzverordnung und gegen das Versammlungsgesetz würden auch zukünftig nicht toleriert, hieß es. Insbesondere Straftaten würden konsequent verfolgt.

15:31 Uhr | Neue Impftermine alle vergeben

Die am Morgen vom DRK Sachsen eingestellten 15.515 Impftermine im Freistaat sind bereits alle vergeben. Das teilte das DRK beim Kurznachrichtendienst Twitter mit.

15:21 Uhr | Jüdische Gemeinden entsetzt über "Querdenken"- Proteste

Vertreterinnen der Jüdischen Gemeinden in Sachsen haben die "Querdenken"-Demonstrationen von Gegnern der Corona-Einschränkungen scharf kritisiert. Dort geäußerte "antisemitische Verschwörungstheorien und die Verhöhnung der NS-Opfer sind durch nichts zu rechtfertigen", sagte die Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Sachsen, Nora Goldenbogen. Juden in Sachsen sind entsetzt und besorgt über "immer wiederkehrende antisemitische Narrative" auf den "Querdenken"-Demonstrationen.

Überlebende des Holocaust empfinden es als Verhöhnung ihres Schicksals, wenn die selbst erlebte ausgrenzende, lebensbedrohende Kennzeichnung im NS-Regime heute durch Impfgegner verharmlost und missbraucht wird.

Nora Goldenbogen Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Sachsen

Immer wieder gibt es auf Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung Verweise auf Opfer aus der NS-Zeit, etwa gelbe Davidsterne mit der Aufschrift "ungeimpft" - statt "Jude" wie im Nationalsozialismus.

15:06 Uhr | Wie eine Leipziger Autorin den Lockdown erlebt

Isabelle Lehn würde sich eher als zurückgezogen arbeitende Schriftstellerin beschreiben, doch der Lockdown trifft auch sie empfindlich. Der jüngste Roman der Leipziger Autorin erschien bereits vor zwei Jahren und damit vor der Corona-Pandemie. Inzwischen hat sich ihr Arbeiten durch den Lockdown komplett verändert, wie sie im Gespräch mit dem MDR erzählt. Ihr fehlen Begegnungen und Lesungen, wie sie unter anderem zur Leipziger Buchmesse dazugehören.

14:39 Uhr | Kontaktnachverfolgung entscheidend für Bekämpfung der Pandemie

Warum ist die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa im Herbst völlig außer Kontrolle geraten? Berechnungen von Forschern aus Wien und Dresden zeigen: Kommt die Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher, explodieren die Ansteckungen förmlich. Die Schlussfolgerung: Kontaktnachverfolgung und Testen sind entscheidend. Wird die Kapazität überschritten, kommt es zum superexponentiellen Wachstum.

14:25 Uhr | Infektionsgefahr im ÖPNV nicht größer als im Individualverkehr

Die Gefahr, sich im ÖPNV mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nicht höher als im Individualverkehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Charité Research Organisation. In Auftrag gegeben haben die Untersuchung die Bundesländer gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Laut Studie ist die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion verbunden.

Insgesamt 681 Teilnehmende seien nach dem Zufallsprinzip auf die beiden Gruppen ÖPNV und Individualverkehr verteilt worden, hieß es. Nach dem Untersuchungzeitraum habe man die Probandinnen und Probanden auf eine Coronavirus-Infektion getestet. Außerdem hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Studie ein Tagebuch geführt, über das zusätzlich zum konkreten Mobilitätsverhalten auch tägliche Kontakte, Erkältungssymptome oder die Einhaltung der Hygieneregeln im ÖPNV festgehalten wurden.

13:54 Uhr | Weitere Millionen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Dresden

Die Stadt Dresden will zusätzliches Geld zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bereitstellen. Dazu hat die Stadt am Montag eine Verwaltungsvorlage an verschiedene Verwaltungsgremien weitergegeben, hieß es aus dem Rathaus. Kerninhalte seien die Finanzierung der Corona-Selbsttests sowie des Mund- und Nasenschutzes für die Beschäftigten der Stadt in den kommenden Wochen. Dafür würden rund 1,3 Millionen Euro benötigt.

Rund 633.000 Euro sollen darüber hinaus für die persönlichen Schutzausrüstungen der Beschäftigten des Gesundheitsamtes zur Verfügung gestellt werden. Zur Finanzierung der Corona-Tests für die Dresdner Sportvereine sollen 75.000 Euro bereitgestellt werden. Auch der Zoo solle für die entfallenen Eintrittsgelder entschädigt werden, um die weiterlaufenden Kosten zu kompensieren. Dafür seien rund 750.000 Euro vorgesehen.

 Das Neue Rathaus mit dem Rathausturm in Dresden (Sachsen)
Bildrechte: dpa

Neben den jetzt anfallenden Kosten würden im städtischen Corona-Fonds zudem zwei Millionen Euro für kurzfristig anfallende, aber derzeit noch nicht absehbare Kosten zur Pandemie-Bewältigung vorgehalten und reserviert. Die benötigten Gelder sollen laut Stadtverwaltung aus dem sich abzeichnenden Überschuss des Jahresabschlusses 2020 gedeckt werden.

13:10 Uhr | TU Dresden: Forschende erklären in Vorträgen Corona

Die TU Dresden lässt ab heute Expertinnen und Experten Corona-Fragen erklären. Die erste virtuelle Veranstaltung gestaltet Prof. Alexander Dalpke. Er widmet sich dem Thema der vielen Impfstoffe gegen das Coronavirus. Dalpke betreute eine Studie zur Ansteckung mit dem Virus an Dresdner Schulen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, Beginn ist 18 Uhr. Laut TU solle es darum gehen, sich kritisch mit den medizinpolitischen Themen auseinanderzusetzen.

12:57 Uhr | Kurzarbeit rettet offenbar Jobs

Die Kurzarbeit hat einer Studie zufolge auf dem Höhepunkt der Corona-Krise 2,2 Millionen Jobs in Deutschland gesichert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Zahlen des Instituts für Makroökonomie in Kiel und Münster.

Dem Bericht zufolge zeigt die Untersuchung aber auch, dass es für manche Beschäftigte finanziell knapp werde. Nach den Angaben musste zum Höhepunkt der Krise im April 2020 ein Single trotz Kurzarbeitergelds im Schnitt auf ein Fünftel seines Einkommens verzichten. In den Branchen Kultur und Gastgewerbe lagen die Einbußen demnach bei durchschnittlich 30 Prozent.

12:00 Uhr | VVO macht mit Broschüren Lust auf Ausflüge nach der Pandemie

Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Corona-Regeln hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) fünf neue Ausflugsbroschüren veröffentlicht. Die Tipps reichten von Wanderungen im Osterzgebirge bis Radtouren im Lausitzer Seenland, vom Weingenuss im Elbland rund um Meißen bis zum Kletterfelsen in der Sächsischen Schweiz, hieß es. "Sobald es die Pandemie-Lage zulässt, erscheinen zudem ein Flyer für Ausflüge nach Böhmen und eine tschechisch-sprachige Fassung für Ausflüge in den VVO", erklärte der Verbund weiter.

Alle Flyer enthielten eine große Karte, Informationen zu Fahrplänen, Tickets und Tipps für die Freizeit. Dabei seien stets auch weniger bekannte Ziele wie das Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda, die Tellkoppentour ab Kurort Kipsdorf oder das Barockschloss Zabeltitz enthalten.

Flyer mit Ausflugstipps liegen fächerförmig auf einem Tisch
Bildrechte: VVO

11:50 Uhr | Gewerkschaft: Befristete Stellen vor allem in der Pandemie problematisch

Die Industriegewerkschaft Bau kritisiert die hohe Zahl befristeter Jobs in Dresden. Die Gewerkschaft verweist auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Demnach werden 41 Prozent aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge in Dresden befristet vergeben. Laut Gewerkschaft könnten in der Pandemie solche Befristungen zur Falle werden, wenn Unternehmen die Arbeitsverträge auslaufen lassen. Besonders verbreitet seien solche Stellen in Branchen wie der Gebäudereinigung, hieß es.

11:25 Uhr | Leipzig bleibt knapp unter der 100er-Inzidenz

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 6.922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 2.200 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt damit bundesweit 119 auf 100.000 Einwohner. In Sachsen liegt der Wert bei 176. Die Stadt Leipzig bleibt knapp unter der kritischen Marke von 100. Am höchsten ist die Inzidenz im Erzgebirgskreis und im Landkreis Mittelsachsen.

11:13 Uhr | Zwei Krippen in Bautzen vorübergehend zu

Aufgrund von Corona-Infektionen und der daraufhin durch das Gesundheitsamt angeordneten Quarantänemaßnahmen für die betroffenen Kinder und Beschäftigten kommt es in Bautzen zu Einschränkungen in der Betreuung. Betroffen sind nach Rathausangaben die Krippenbetreuung in der Kita "Löwenzahn" sowie in der Kita "Benjamin Blümchen". Bis zum 16. Mai ("Löwenzahn") beziehungsweise 19. Mai ("Benjamin Blümchen") sei die Betreuung der Krippenkinder ausgesetzt. Kindergartenkinder können weiterhin in die Einrichtungen kommen, hieß es.

10:52 Uhr | Kommunen fordern weitere Lockerungen

Der Städte- und Gemeindebund hat weitere Corona-Lockerungen gefordert. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, Bund und Länder sollten sich auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen. Einerseits müsse ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen vermieden werden, andererseits warteten nicht nur die Menschen auf Öffnungen, sondern auch Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plädierte für schrittweise Lockerungen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält es dagegen für möglich, die Bundesnotbremse über Juni hinaus zu verlängern.

10:44 Uhr | Johnson & Johnson-Impfstoff vor allem für ältere Menschen geplant.

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere für diesen Impftoff entscheiden. Die Priorisierung für Johnson & Johnson für Arztpraxen und Betriebsärzte wurde aufgehoben.

Impfstoff von Johnson & Johnson
Bildrechte: imago images/Independent Photo Agency Int.

08:24 Uhr | Virologe Drosten: Sommer kann gut werden

Angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen hat Virologe Christian Drosten den Menschen in Deutschland Mut gemacht. Im ZDF-"Heute-Journal" sagte er, der Sommer könne ganz gut werden in Deutschland. Der 48-Jährige zeigte sich zuversichtlich angesichts der Entwicklungen. "Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind."

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Christian Drosten erwartet einen Sommer, in dem schon viele Lockerungen möglich sind. Bildrechte: dpa

Die aktuelle Entspannung sei indes "wahrscheinlich" noch auf verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen. Gleichzeitig warnte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité vor zu früher Euphorie. Deutschland sei noch nicht so weit wie andere Länder: "Wir müssen länger warten, weil wir noch nicht so weit sind mit unserem Impffortschritt." Sobald eine Impfquote wie in Großbritannien erreicht wird, könne gerade im Außenbereich wieder vieles zugelassen werden.

07:23 Uhr | Wildenfels bietet Impftermine für Bürgerschaft Anfang Juni an

Die Stadt Wildenfels im Landkreis Zwickau hat ein mobiles Impfzentrum für den 4. bis 6. Juni organisiert. Eine Impfung für Einwohner der Kleinstadt und ihrer Ortsteile erfolgt nur mit Termin, teilte die Kommune auf ihrer Homepage mit. Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich über die Stadtverwaltung Wildenfels. Vorrangig richtet sich das Angebot an Senioren, die nicht mobil sind und sich bisher keinen Impftermin in einem Impfzentrum organisieren konnten. Jedoch können sich auch jüngere Bürgerinnen und Bürger einen Termin buchen. Hierbei gilt: "Alle unter 60-Jährigen, die einer der drei Priorisierungsgruppen angehören, müssen einen entsprechenden schriftlichen Nachweis erbringen."

Blick auf ein langgezogenes weißes Schloss inmitten einer hügeligen Herbstlandschaft.
Wildenfels organisiert Impftermine insbesondere für ältere Einwohnerinnen und Einwohner. Bildrechte: MDR/Ines Gruner-Rudelt

07:02 Uhr | Bundeswehr hilft beim Impfen im Oschatzer Land

Die Bundeswehr unterstützt die Impfkampagne im Oschatzer Land. In der Turnhalle von Naundorf will sie heute und morgen insgesamt 600 Personen mit der Priorität 3 impfen. Dazu haben die Stadt- und Gemeindeverwaltungen Firmen der sogenannten kritischen Infrastruktur eingeladen. Geimpft werden unter anderem Beschäftigte im Lebensmittelhandel, in Transport und Logistik oder aus den Agrargenossenschaften.

06:52 Uhr | Naunhof vergibt ab heute Impftermine für mobiles Team

In Naunhof können ab heute Corona-Impftermine für das mobile Impfzentrum gebucht werden. Das Impfteam kommt ab 28. Mai für sechs Tage in die Parthelandhalle und verimpft dort zunächst 1.200 Impfdosen von Biontech. Alle ungeimpften Menschen der Priorisierungsgruppen 1, 2 und 3 aus Naunhof, Belgershain und Parthenstein können sich dort impfen lassen. Für die Zweitimpfung wird das Impfteam ab 18. Juni noch einmal in Naunhof sein. Termine müssen per Telefon bei der Stadtverwaltung gebucht werden.

06:42 Uhr | Impfungen in Bad Düben und Torgau möglich

Die Medizinischen Versorgungszentren "Da Vita" in Bad Düben und Torgau bieten ab dieser Woche Schutzimpfungen gegen Corona an. Impfwillige müssen sich allerdings telefonisch anmelden und auf eine Warteliste setzen lassen. Geimpft wird in Bad Düben immer dienstags und in Torgau immer donnerstags, jeweils ab 13 Uhr in den dialysefreien Zeiten. In dieser Woche sind alle Termine schon ausgebucht, aber für nächste Woche sind noch Anmeldungen möglich.

06:25 Uhr | Ab heute neue Corona-Regeln in Sachsen - noch ohne direkte Auswirkungen

In Sachsen gelten ab heute neue Corona-Regeln. Die Verordnung erlaubt Lockerungen in jenen Städten und Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 100 liegt. Derzeit ist das nur in Leipzig der Fall. Wie ein Stadtsprecher MDR SACHSEN sagte, können ab Freitag Außenbereiche von Restaurants öffnen und wieder Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden, wenn die Zahlen so bleiben. Steigt die Wocheninzidenz auf 100.000 Einwohner über 100, greift erneut die Bundesnotbremse. Ähnliche Regelungen gibt es bereits seit einigen Tagen in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

06:10 Uhr | Zoo Leipzig öffnet heute wieder

Nach sechsmonatiger Schließung öffnet der Zoo Leipzig am Montag seine Tore wieder für Besucher. Die Gäste müssen ein Online-Ticket vorab buchen und benötigen einen aktuellen negativen Corona-Test, wie der Zoo mitteilte. An engen Stellen gilt zudem die Pflicht zum Tragen medizinischer Gesichtsmasken. Die Tierhäuser und Zoo-Shops bleiben vorerst noch geschlossen. Der Zoo hatte schon im März eine Wiedereröffnung erwogen, sie dann aber wegen der unsicheren Corona-Lage verworfen.

06:00 Uhr | Ab heute weitere Lockerungen in Tschechien - Reisen weiter tabu

Tschechien will mit einem Drei-Schritte-Plan zurück zur Normalität. Ab heute dürfen wieder Geschäfte öffnen und die Maskenpflicht im Freien wird gelockert. Da Deutschland die Tschechische Republik noch immer als Risikogebiet einstuft, sind Reisen ohne Grund ins Nachbarland weiter untersagt. Dazu gehört auch der Kurztripp zum Tanken, zum Einkaufen oder zum Friseur.

05:30 Uhr | Linke kritisieren hohe Zahl von Zwangsräumungen in der Corona-Pandemie

Die Zahl der Zwangsräumungen in Sachsen ist nach Angaben der Linke-Landtagsfraktion 2020 um fünf Prozent gestiegen. Nach der Antwort des Justizministeriums auf Anfrage der Fraktion wurden 3.598 Räumungsaufträge und damit 150 mehr als im Vorjahr erteilt und in 2.613 Fällen Wohnraum geräumt. Zahlen dazu aus vorangegangenen Jahren zum Vergleich gebe es nicht.

Es ist ein Skandal, dass die Zahl der Zwangsräumungen trotz des viermonatigen faktischen Räumungsverbotes 2020 so hoch war.

Julia Nagel Landtagsabgeordnete der Linken

Ihre Fraktion fordere unter anderem Schutzmechanismen für Mieter in der Pandemie, "aber auch Zwangsräumungen grundsätzlich zu verbieten".

05:00 Uhr | DRK Sachsen schaltet heute weitere Impftermine frei

Heute werden in Sachsen weitere Impftermine über das Impfportal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) freigeschaltet. Wie das DRK mitteilte, sollen sie ab 12 Uhr zur Verfügung stehen. Die frühesten Termine sind für den 20. Mai vorgesehen. Bereits am vergangenen Freitag waren 36.000 Erst-Impftermine vergeben worden. Das Impfportal war wegen des großen Andrangs nur schwer erreichbar. Bislang haben sich fast eine Million Menschen in dem Portal registriert.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 10. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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