Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 2.11.: 952 neue Corona-Infektionen in Sachsen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Frau legt Mundschutzmaske an
Bildrechte: imago images/Michael Weber

21:24 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Nacht und sind morgen früh wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:10 Uhr | Lockdown in Tschechien wirkt

Im Nachbarland Tschechien gehen die Infektionen mit dem Coronavirus allmählich zurück. Am Sonntag wurden 6.542 Neu-Infektionen gemeldet; die Reproduktionszahl sank erstmals seit Herbstbeginn unter 1.

Das tschechische Gesundheitsministerium wertet dies als Erfolg der strengen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen auch eine nächtliche Ausgangssperre gehört. Schulen, Restaurants und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Der Corona-Notstand gilt in Tschechien vorerst bis zum 20. November.

20:51 Uhr | Corona-Gegner auf Annaberger Marktplatz

Corona-Skeptiker haben sich auf dem Marktplatz in Annaberg versammelt.
Gegen Corona-Maßnahmen protestierten in Annaberg knapp 100 Menschen. Bildrechte: Bernd März

Zum zweiten Annaberger Lichtermarsch haben sich heute Abend knapp 100 Corona-Gegner auf dem Annaberger Markt versammelt. Vor Ort hielt der NPD-Politiker Stefan Hartung eine Rede. Laut MDR-Reporterinformationen wurde das Spazieren durch die Gassen untersagt und als nicht angemeldete Versammlung gewertet. Mit lauten Rufen protestierten die Gegner gegen diese Entscheidung. Viele von ihnen trugen keinen Mund-Nase-Schutz. Die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort.

20:26 Uhr | Erhebung: Weniger Atemwegserkrankungen durch Abstand und Hygiene

Die Abstands- und Hygieneregeln im Alltag haben nach einer Erhebung der Barmer-Krankenkasse einen nachweisbaren Effekt auf Erkrankungen. Wie die Kasse in Dresden mitteilte, wurden im Oktober fast 20.000 weniger Atemwegserkrankungen registriert als im Oktober des Vorjahres. Auch die Zahl der Krankschreibungen habe erheblich niedriger gelegen.

20:00 Uhr | Knapp 125.000 Sachsen in Kurzarbeit

In Sachsen befinden sich aktuell knapp 125.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Das geht aus der aktuellen Schätzung des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts hervor. Das sind acht Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Damit hat Sachsen im Vergleich der Bundesländer eine niedrige Quote.

Mit Kurzarbeit können Unternehmen - wie derzeit in der Corona-Krise - schwierige wirtschaftliche Phasen überbrücken. Dabei übernimmt der Staat über die Arbeitsagenturen große Teile des Lohns und der Sozialbeiträge. Den höchsten Anteil verzeichnen derzeit Baden-Württemberg und Bayern mit einer Quote von 13 beziehungsweise 12 Prozent an Kurzarbeitern.

19:37 Uhr | Landkreis Bautzen bittet Bundeswehr um Unterstützung

Der Landkreis Bautzen hat heute die Bundeswehr um personelle Unterstützung gebeten, um die Nachverfolgung von Kontakten sicherzustellen. Die Soldaten sollen bereits Mitte der Woche ihre Arbeit aufnehmen. Weitere Unterstützung werde es in dieser Woche von Beschäftigten des Freistaates geben.

Die Bundeswehr hat derzeit bundesweit mehr als 3.000 Soldatinnen und Soldaten an der "Corona-Front" im Einsatz und hält dafür insgesamt 15.000 Leute bereit. In Sachsen helfen aktuell etwa 150 Soldaten aus.

19:13 Uhr | Corona-Krise bremst Umsatz beim Handwerk

Die Corona-Krise bremst im ostsächsischen Handwerk Umsatz und Zukunftsaussichten. Wie die Handwerkskammer am Montag mitteilte, schätzen 52 Prozent der rund 22.500 Unternehmen in der Region ihre derzeitige Lage als gut ein. Zwei Drittel sprechen von einer für die Jahreszeit normalen Auftragslage. Knapp ein Viertel meldet dagegen weniger Aufträge und jeder fünfte Handwerksbetrieb erwartet einen weiteren Rückgang.

Der von der Handwerkskammer berechnete Geschäftsklimaindex sank im Vergleich zum Frühjahr um acht Prozentpunkte, verglichen mit dem vergangenen Herbst sogar um 15 Prozentpunkte.

18:45 Uhr | 952 neue Corona-Infektionen in Sachsen

In Sachsen sind heute 952 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das geht aus den Meldungen der Landkreise und kreisfreien Städte hervor. Es ist der höchste Wert nach einem Wochenende seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Montag letzter Woche hat sich die Zahl der Infektionen nahezu verdoppelt.

Ein Schwerpunkt in Sachsen bleibt der Erzgebirgskreis mit fast 300 neuen Fällen, gefolgt von Chemnitz und Leipzig mit jeweils deutlich über 100 bestätigten Infektionen. Am Wochenende hatte bereits der Landkreis Bautzen über 300 neue Corona-Fälle gemeldet.

18:11 Uhr | Maskenpflicht in Bautzens Fußgängerzonen

In den Fußgängerzonen in Bautzen gilt seit heute Maskenpflicht. Dies betrifft den Hauptmarkt, die Reichenstraße, die Seminarstraße, den Platz vor dem Theater, aber auch den Platz der Völkerfreundschaft, teilte die Stadtverwaltung mit.

"Bitte Mund und Nase bedecken!" steht auf einem Zettel an einem Geschäft in Pirna.
Bildrechte: Daniel Förster

Die Stadt Görlitz hat bereits seit einigen Wochen das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in den Fußgängerbereichen der Stadt eingeführt. Mit der seit heute geltenden neuen sächsischen Corona-Verordnung gilt für ganz Sachsen generell die Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

17:44 Uhr | Filme von DOK Leipzig im Netz

Das Filmfestival DOK Leipzig geht online weiter. Bis zum 14. November werden die meisten Festivalfilme im Netz verfügbar sein. Online findet das Publikum Wettbewerbsfilme, Höhepunkte aus dem Kids DOK-Programm und Sonderreihen wie die Re-Visionen zu 25 Jahren Animationsfilmwettbewerb. Außerdem gibt es auf der Website von DOK Leipzig Vorproduziertes und Aufgezeichnetes zum Nachschauen, zum Beispiel die Preisverleihungen, die Meisterklasse mit der belgischen Künstlerin Annik Leroy und zahlreiche Filmgespräche.

17:18 Uhr | Chemnitz: Kein Weihnachtsmarkt im November

In Chemnitz wird am kommenden Sonnabend der traditionelle Weihnachtsbaum am Rathaus aufgestellt. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilte, soll er in Corona-Zeiten weihnachtliches Flair in der Innenstadt verbreiten. Weiter hieß es, einen Weihnachtsmarkt im November werde es definitiv nicht geben. Die Stadt sei jedoch mit Händlern und Gastronomen im Gespräch, welche Angebote im Dezember verwirklicht werden könnten.

17:02 Uhr | Öffentlicher Dienst in Heimarbeit

Viele Städte in Sachsen haben seit Beginn der Corona-Pandemie die Möglichkeit des mobilen Arbeitens im Öffentlichen Dienst ausgeweitet. Das geht aus einer Befragung von MDR SACHSEN hervor. Inzwischen sei in neun von zehn befragten Städten mobiles Arbeiten zumindest für Teile der Mitarbeiter möglich.

Wie viele Beschäftigte in der Verwaltung von zu Hause arbeiten können, ist allerdings sehr unterschiedlich. In Leipzig sind den Angaben zufolge rund 30 Prozent der Mitarbeiter mit mobiler Technik ausgestattet und erfüllten zumindest die technischen Voraussetzungen. In Chemnitz hätten hingegen nur sechs Prozent der Mitarbeiter die Möglichkeit, regulär oder teilweise im sogenannten Homeoffice zu arbeiten. Als Grund nannte die Stadt unter anderem, dass derzeit verwendete Fachsoftware nicht webfähig sei. Auch wegen Sicherheitseinschränkungen seien einige Programme nicht für das mobile Arbeiten geeignet.

16:40 Uhr | Chef der Kunstsammlungen Chemnitz kritisiert Museenschließung

Direktoren namhafter Kunstmuseen in Deutschland protestieren in einem gemeinsamen Brief gegen die Schließung ihrer Häuser. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann. Seiner Meinung nach sind Museen in puncto Infektionsschutz sehr gut ausgerüstet.

Wir haben Hygienekonzepte, Abstandsmaßnahmen umgesetzt, es gibt Einbahnstraßen. Die Museen sind sehr gut vorbereitet wie die Theater und Konzerthäuser. Und insofern gibt es eine gewisse Enttäuschung, dass bei den ersten Maßnahmen sofort schablonenartig alles geschlossen wird.

Frédéric Bußmann Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Chemnitz

16:12 Uhr | Görlitzer Krankenhaus spendet Betten

Das Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz hat 38 Betten an Krankenhäuser in der Ukraine gespendet. Aufgrund der Corona-Pandemie und der allgemeinen Notlage in der Ostukraine bestehe dort ein großer Bedarf an Krankenhausausstattung, teilte die Klinikleitung mit.

In der vergangenen Woche wurden die Krankenbetten an die Stiftung "Pro Spe" in Polen übergeben, die den Transport in die Ukraine kostenlos organisiert. Bereits vor vier Jahren hatte das Görlitzer Krankenhaus Betten für die Ukraine gespendet.

15:58 Uhr | Maskenverweigerer hustet Frau an

Ein 37 Jahre alter Maskenvrweigerer hat am Wochenende in Dresden einer junge Frau provokativ ins Gesicht gehustet. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen ihn ermittelt. Zudem erfolgte eine Mitteilung an das Gesundheitsamt, weil auch ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz im Raum steht.

Die 24-Jährige hatte den Mann in einem Bus auf seine fehlende Schutzmaske angesprochen. Das war offenbar der Anlass für ihn, die Frau derartig zu attackieren. Sie meldete den Vorfall bei der Bundespolizei. Die Beamten fanden den Mann auf dem Bahnhofsvorplatz. Auch dort habe er sich geweigert, eine Maske aufzusetzen.

15:13 Uhr | AfD will gegen Corona-Schutzverordnung klagen

Die sächsische AfD will noch heute beim Verfassungsgericht des Freistaates Klage gegen die neue Corona-Schutzverordnung einreichen. Das kündigte Parteichef Jörg Urban an. Aus Sicht der AfD ist die Verordnung verfassungswidrig. Sie greife in das Arbeits - und Privatleben vieler Menschen intensiv ein, ohne dass die Maßnahmen begründet würden, so Urban.

Außerdem fordert die AfD eine Beteiligung des Landtages. Derart weitreichende Eingriffe dürften nicht allein mit einer Verordnung geregelt werden, sondern erforderten ein Gesetz.

14:50 Uhr | Ministerpräsident informiert sich im Chemnitzer Klinikum

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich am Klinikum Chemnitz über die Behandlung von Covid-19-Patienten informiert. Das Klinikum koordiniert für insgesamt 29 Krankenhäuser in Südwestsachsen die Belegung mit Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das soll verhindern, dass einzelne Standorte überlastet sind.

In der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Chemnitzer Klinikum wurden seit Beginn der Pandemie rund 150 Corona-Fälle ambulant und stationär behandelt.

14:29 Uhr | Bereiche im Leipziger Wildpark geschlossen

Der Wildpark Leipzig im Stadtteil Connewitz hat ab heute seinen inneren Bereich mit dem Teehaus und der Haustierfarm für Besucher geschlossen. Die Gehege der Wildschweine, Elche und Hirsche bleiben weiterhin einsehbar und können besucht werden. Die Schließung gilt zunächst bis Ende November.

13:51 Uhr | Dresdner Oberbürgermeister in Quarantäne

Dirk Hilbert
Bildrechte: dpa

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert muss bis einschließlich 6. November in Quarantäne bleiben. Er habe kurz vor seinem Urlaub Kontakt zu einer Person gehabt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, erklärte der OB in einer Mitteilung. Vom Gesundheitsamt wurde daher die Quarantäne angeordnet.

An dieser Stelle will ich auch noch einmal meinen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aussprechen, die wie in meinem Fall durch die Kontaktnachverfolgung versuchen, die Pandemie in unserer Stadt einzudämmen. Dieser großartige Einsatz macht aber nur dann Sinn, wenn wir uns alle an die seit heute geltenden Regelungen halten und gemeinsam unsere sozialen Kontakte auf das Notwendigste beschränken.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister von Dresden

Ebenfalls bis einschließlich 9. November wird die Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch in Quarantäne sein.

13:25 Uhr | Nachtcafés in Dresden öffnen trotz Corona

Obdachlose in Dresden können im Winter auch in der Corona-Zeit in einem Nachtcafé Zuflucht finden. Bis zum 31. März gibt es für Wohnungslose eine Ruhemöglichkeit und eine warme Mahlzeit, teilte der Koordinierungskreis heute mit. Unter anderem beteiligen sich die Dreikönigskirche, das Gemeindehaus Loschwitz und die Zionskirche.

Coronabedingt gebe es in diesem Jahr allerdings weniger Angebote. Zwei Kirchgemeinden könnten wegen mangelnder Belüftungsmöglichkeit keine Räume zur Verfügung stellen, hieß es. Um die Abstandsregeln einzuhalten, werde es in den Nachtcafés zudem weniger Unterkunftsmöglichkeiten geben. Die Ausgabe der Mahlzeiten werde in mehreren Durchgängen erfolgen. Die Kirchgemeinden suchen derzeit noch nach ehrenamtlichen Helfern mit Gesundheitsausweis.

13:04 Uhr | Sächsische Corona-Schutzverordnung oder Allgemeinverfügung: Was gilt seit Montag?

Mit der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung verlieren die Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte ab dem 2. November ihre Gültigkeit. Im Freistaat gelten ab sofort einheitliche Regelungen. Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel sagte, man begrüße das sehr. "Damit endet die Verunsicherung vieler Bürgerinnen und Bürger, was wo, wann und wie zu beachten ist", so Sittel.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte allerdings, dass es den Städten und Gemeinden weiterhin freistehe, bei Bedarf weitere, eigene Regelungen zu erlassen.

12:44 Uhr | Blutspenden beim DRK trotz Corona-Einschränkungen möglich

Trotz der neuen Einschränkungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz weiterhin problemlos möglich. Voraussetzung ist, dass die Spendewilligen frei von Erkältungssymptomen, Fieber und anderen akuten Erkrankungen sind, wie der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost heute mitteilte.

Durch die kurze Haltbarkeit bestimmter Blutbestandteile werde regelmäßig Nachschub benötigt. Um das Ansteckungsrisiko für Blutspender, Personal und Ehrenamt so gering wie möglich zu halten, würden die Maßnahmen der aktuellen Pandemiephase ständig angepasst, hieß es weiter. Aktuell bestehen diese in Zugangskontrolle, Kurzanamnese, Messen der Körpertemperatur, Hand-Desinfektion, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz durch Personal, Ehrenamtliche und Spender.

12:25 Uhr | Saisonstart von Basketball Bundesligist Niners Chemnitz nicht in Gefahr

Trotz mehrerer Corona-Fälle im Kader und Betreuerstab ist der Saisonauftakt von Aufsteiger Niners Chemnitz in der Basketball-Bundesliga aktuell nicht gefährdet. Die Niners sind am Sonnabend bei den Crailsheim Merlins zu Gast und werden dort das erste Bundesligaspiel bestreiten, sagte Geschäftsführer Steffen Herhold am Montag bei "Sport im Osten".

Drei Spieler und zwei Mitglieder des Betreuerstabes waren innerhalb der vergangenen zehn Tage jeweils positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die drei infizierten Spieler werden den Chemnitzern in Crailsheim fehlen. "Bevor wir die Spieler wieder in die Belastungsspitze schicken, werden wir eingehende Nachuntersuchungen machen", so Herhold. Dazu gehöre auch eine computertomografische Untersuchung der Lunge.

12:00 Uhr | Leipziger Superintendent ruft mit Blick auf Weihnachten zu Mut und Kreativität auf

Der evangelische Leipziger Superintendent Sebastian Feydt hat mit Blick auf das Weihnachtsfest in Corona-Zeiten zu Mut und Kreativität aufgerufen. "Fürchten wir uns doch nicht jetzt schon vor Weihnachten, sondern überlegen wir gemeinsam, was uns an diesem Fest wirklich wichtig ist und wie wir einander trotz der Pandemie beschenken können", sagte Feydt. Auch wenn die konkreten Bedingungen noch nicht absehbar seien, gebe es für Weihnachten bereits zahlreiche gute Ideen in den Kirchgemeinden, teils auch gemeinsam mit den Katholiken. Als Beispiel nannte der Superintendent Christvespern unter freiem Himmel und offene Angebote die Heilige Nacht hindurch.

Pfarrer Sebastian Feydt anläßlich der Aufzeichnung der MDR - Talkshow Riverboat am 26.05.2018 im Sächsischen Staatsministerium für Finanzen, Dresden.
Der Leipziger Superintendent Sebastian Feydt hat mit Blick auf das Weihnachtsfest zu Mut und Kreativität aufgerufen. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

11:40 Uhr | Kita "Friedrich Schiller" in Bautzen wird geschlossen

Die Kindertageseinrichtung "Friedrich Schiller" in Bautzen wird vorübergehend geschlossen. Nachdem das Gesundheitsamt weitere Quarantänen angeordnet hat, kann ab dem 3. November keine Betreuung in der Einrichtung gewährleistet werden, teilte das Landratsamt am Montag mit. Diese Situation werde voraussichtlich bis zum 11. November andauern. Am 12. und 13. November soll zwischen 7 Uhr und 16 Uhr Uhr eine Notbetreuung angeboten werden. Ab dem 16. November werde man die Kinder voraussichtlich wieder regulär betreuen können, hieß es.                                    

11:33 Uhr | Sächsische Corona-Schutzverordnung in leichter Sprache

Die aktuell gültige Corona-Verordnung für Sachsen ist nun auch in leicht verständlicher Sprache abrufbar. Daran hat die Redaktion für verständnisorientierte und barrierefreie Kommunikation (Verso) Dresden gearbeitet. Verso ist eine Ausgründung der TU Dresden, die Dienstleitungen rund um barrierefreie und leicht verständliche Kommunikation im öffentlichen Raum anbietet. Die Verordnung in leichter Sprache ist ab sofort hier abrufbar.

11:26 Uhr | Die Linke fordert dezentrale Unterbringung von Geflüchteten

Nach Corona-Infektionen in der Erstaufnahme für Geflüchtete in Dresden hat die Linke im Landtag eine Unterbringung Betroffener in Wohnungen verlangt. Dafür werde ein verantwortungsvolles Konzept gebraucht, sagte die Abgeordnete Juliane Nagel am Montag. Mitte Oktober hätten fast 1.900 Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen gelebt, während in den Kommunen große Kapazitäten an Wohnungen leer ständen. "Dass es im Frühjahr keine nachgewiesenen Covid-19-Infektionen in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete gab, war reines Glück. Inzwischen ist es in verschiedenen Standorten zu Infektionen gekommen", so Nagel.

Man bleibe bei der Diagnose, dass Massenunterkünfte in Pandemiezeiten per se gefährlich sind. "Diese Einschätzung stützt sich auf Untersuchungen des Robert Koch-Instituts und des Kompetenznetzes Public-Health-Covid19. Geflüchtete haben in Sammelunterkünften nur mindestens sechs Quadratmeter zum Leben", erklärte Nagel. In großen Einrichtungen würden zwischen 200 und 300 Menschen in Mehrbettzimmern leben. Dort könnten sich Infektionen rasant verbreiten.

10:33 Uhr | Vier Corona-Fälle in JVA Torgau

In der Justizvollzugsanstallt in Torgau haben sich vier Häftlinge mit dem Corona-Virus infiziert. Das bestätigte Sachsens Justizministerin Katja Meier am Montag. Sie seien von den anderen Strafgefangenen isoliert worden, hieß es weiter. Die Ursachensuche laufe noch, da neu aufgenommene Häftlinge in der Regel 14 Tage auf einer Aufnahmestation isoliert würden. Bedienstete und Gefangene seien getestet worden.

09:55 Uhr | Rund 300 Intensivbetten in Sachsen können nicht genutzt werden

In sächsischen Kliniken können etwa 300 Intensivbetten nicht genutzt werden. Grund sei der Mangel an Fachpersonal, sagte Gesundheitsministerin Köpping dem MDR. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sei die Situation besorgniserregend. Einen Engpass befürchtet Köpping aber nicht. Um den Mangel abzufedern, sei in den vergangenen Monaten mehr Personal intensivmedizinisch geschult worden. Ein Unsicherheitsfaktor bleibe aber, wie viele Pflegekräfte ausfielen, weil sie selbst an Covid-19 erkrankten.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Sachsen insgesamt 2.000 Intensivbetten. Davon seien derzeit knapp 1.300 belegt. Der Anteil der Corona-Patienten liege bei 9,3 Prozent.

09:30 Uhr | Kaum noch Passagierflüge von Leipzig-Halle

Am Flughafen Leipzig-Halle gibt es wegen der Corona-Krise tageweise keine Passagierflüge mehr. Wie aus den online veröffentlichten Flugplandaten hervorgeht, sind am Dienstag und Donnerstag keine Flüge geplant. Am Mittwoch steht lediglich ein einziger Abflug nach Antalya in der Türkei im Flugplan. Auch Linienverbindungen von und nach Leipzig-Halle sind vorerst gestrichen. Am Montagmorgen flog die vorerst letzte Maschine nach Wien.

Reisewarnungen haben außerdem zu einer drastischen Ausdünnung des Flugverkehr zu klassischen Urlaubszielen geführt. Am Flughafen Dresden werden aktuell Linienflüge nach Düsseldorf, Frankfurt und München angeboten, jedoch in stark verringertem Umfang.

09:10 Uhr | Wie geht es weiter auf dem Sternenmarkt in Seiffen - ein Männlmacher aus dem Erzgebirge erzählt

Restaurants und Hotels in Sachsen bleiben ab Montag vorerst geschlossen. Und auch der Sternenmarkt in Seiffen pausiert bis Ende des Monats. "Das ist nur eine Pause", sagt Männlmacher Tino Günther. Er baue nichts ab, das Licht bleibe an. "Wir lassen uns doch die Hoffnung nicht nehmen", meint Günther.

08:46 Uhr | Zum Schulstart: Sachsens Kultusminister Piwarz im Interview

Nach den Herbstferien beginnt in den Schulen und Kindergärten ab Montag wieder der sogenannte Regelbetrieb, allerdings mit strengeren Corona-Auflagen als vor den Ferien. Auf was müssen sich Kinder, Lehrer und Erzieher einstellen? Sachsen Kultusminister Christian Piwarz spricht im Interview mit MDR SACHSEN unter anderem über die Maskenpflicht und den Schulsport. Piwarz will am Schulsport in Turnhallen festhalten. Allerdings sollte derzeit auf Mannschaftssport verzichtet und stattdessen auf Individualsportarten gesetzt werden.

07:14 Uhr | Landkreis Nordsachsen schließt Ausstellungen

Der Landkreis Nordsachsen schließt die Ausstellungen auf Schloss Hartenfels für den November. Wie der Landkreis mitteilte, ist davon auch der Hausmannsturm betroffen, dessen bauliche Enge eine Umsetzung der geforderten Hygienemaßnahmen nicht zulasse. Die Schließzeit werde aber für Bauarbeiten an der Elbseite des Schlosses genutzt.

Auch die Volkshochschule und die Musikschule des Landkreises Nordsachsen können ab Montag aufgrund der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung keinen Präsenzunterricht mehr anbieten. Stattdessen wollen beide Einrichtungen wieder verstärkt auf Online-Formate ausweichen.

06:15 Uhr | Beamte helfen in sächsischen Gesundheitsämtern aus

In Sachsen haben sich zahlreiche Landesbeamte bereit erklärt, in den Gesundheitsämtern auszuhelfen. Staatskanzlei-Chef Oliver Schenk sagte dem MDR, es gebe eine große Bereitschaft, die Gesundheitsämter in der Corona-Krise zu unterstützen. Bis Freitag habe es rund 170 Rückmeldungen aus den Verwaltungen gegeben. Rund 100 Landesbedienstete seien bereits im Einsatz, um bei der Kontaktnachverfolgung zu helfen. Man wolle aber keine Beamten abkommandieren, sondern setze stattdessen auf Freiwilligkeit.

06:00 Uhr | Verschärfte Corona-Beschränkungen in Sachsen

In Sachsen tritt heute die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Sie schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Vor allem Gastronomen, Kultureinrichtungen und Sportvereine werden hart getroffen. Die Regelungen sollen vorerst bis 30. November gelten. Kindergärten, Schulen und Geschäfte bleiben geöffnet. Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Vorabend in einer Fernsehansprache an alle Sachsen appelliert, die neuen Corona-Beschlüsse mitzutragen.

05:50 Uhr | Videobotschaft des Zittauer Oberbürgermeisters

Unmittelbar vor dem zweiten bundesweiten Lockdown hat sich der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker mit einer Videobotschaft an seine Einwohner gewandt. Darin brachte er sein Bedauern über die harten Maßnahmen zum Ausdruck, warb aber zugleich um Verständnis. Zenker appellierte an die Zuschauer, die regionalen Vereine, Einrichtungen, Händler und Gastronomen weiter zu unterstützen. Er kündigte eine Übersicht über die Serviceleistungen vor Ort an.

05:37 Uhr | Ja zu Kontaktbeschränkungen, Nein zu Schließungen in Kultur und Gastronomie

Die Kontaktbeschränkungen, die im November in Deutschland gelten sollen, stoßen bei den MDRfragt-Mitgliedern auf großes Verständnis, wie die aktuelle Befragung des Meinungsbarometers zeigt. An ihr haben sich mehr als 20.000 Menschen aus Mitteldeutschland beteiligt. 63 Prozent von ihnen finden die Einschränkungen für private Treffen angemessen. Großes Unverständnis gibt es hingegen für die angeordneten Schließungen in der Gastronomie und der Kultur- und Tourismusbranche.

05:15 Uhr | Vier Kindertagesstätten in Altenberg geschlossen

Wegen positiver Corona-Fälle bleiben vier Kindertageseinrichtungen in Altenberg bis vorerst einschließlich 3. November geschlossen. Das betrifft nach Angaben des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Kita "Villa Waldwichtel", das "Zwergenhäusl", die Kita "Sonnenschein" und das Berghaus in der Kita "Bärenstarke Kinder".

05:00 Uhr | DHfK Leipzig komplett in Quarantäne

Nach dem Auftreten weiterer Coronafälle hat sich die komplette Mannschaft des Handball-Bundesligisten DHfK Leipzig in Quarantäne begeben. Somit kann Nationalspieler Philipp Weber in der anstehenden Länderspielpause nicht die Reise zur Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) antreten. Zudem stehe das für den 12. November angesetzte Heimspiel gegen TUSEM Essen vor einer Absage.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 02.11.2020 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen