Meldungen am Montag Corona-Ticker am 12.07.: Corona trifft vor allem Ältere und Frauen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Altenpflegerin betreut im Seniorenheim eine 101 Jahre alte Frau.
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Meldungen am Folgetag

20:00 Uhr | Tickerende

Der Ticker schließt für heute. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und wünschen einen schönen Abend. Bis morgen!

18:05 Uhr | Sächsische Flughäfen verzeichnen Passagier-Rückgang um 78 Prozent

Die Mitteldeutsche Flughafen AG verzeichnet an den beiden Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden einen drastischen Passagierrückgang. Im vergangenen Jahr wurden demnach rund 918.000 Fluggäste und damit gut 78 Prozent weniger als im Jahr davor an beiden sächsischen Airports registriert. Die Corona-Pandemie mit Reisebeschränkungen, Lockdown und Quarantäneregelungen hätten zu "fragilen Flugplänen" und zu entsprechenden Passagierzahlen geführt, hieß es. Hingegen entwickelte sich der Frachtumschlag am Flughafen Leipzig/Halle positiv. Mehr Zahlen dazu soll es am Dienstag geben.

17:51 Uhr | 16 Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsämter haben am Montag 16 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Keine neuen Fälle gab es in Chemnitz und den Landkreisen Bautzen, Görlitz, Meißen, Mittelsachsen und Zwickau. Im Landkreis Görlitz gibt es den Angaben zufolge keine aktiven Fälle mehr. Im Landkreis Leipzig gab es einen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

16:10 Uhr | Trotz Corona: PlusBusse in der Oberlausitz gefragt

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 gibt es im ZVON-Verbundgebiet PlusBuslinien. Im vergangenen Jahr wurden im Verbundgebiet 440.000 Bus-Kilometer mehr gefahren. Das hat sich laut ZVON trotz Corona-Widrigkeiten gelohnt. Ein Beispiel des Omnibusbetriebes Siegfried Wilhelm zeige das deutlich: Von Mai 2020 zu Mai 2021 hätten sich die Einnahmen auf der Buslinie 101 um 25 Prozent gesteigert. Ilka Hunger, Angebotsplanerin beim ZVON: "Angebote im Stundentakt bis spät abends, Anschlüsse zum Zug und ein recht gutes Angebot am Wochenende machen es dem Fahrgast relativ leicht, das Angebot zu nutzen."

14:54 Uhr | Theater der Jungen Welt startet in schwieriges Jubiläumsjahr

Auch für das Theater der Jungen Welt in Leipzig waren die vergangenen Monate eine schwierige Zeit. Die finanzielle Situation bleibt wegen steigender Kosten und fehlender Einnahmen durch die Corona-Beschränkungen weiter angespannt. Die neue Spielzeit "All in" soll deswegen mit vielen Premieren und Nachholterminen eine ganz besondere werden. MDR-Reporter Dirk Hentze berichtet: "Das Theater feiert seinen 75. Geburtstag. Und hat dafür den Kinderbuchklassiker 'Emil und die Detektive' von Erich Kästner neu inszeniert. Premiere ist am 7. November." Außerdem hoffe das Theater darauf, mehrere Stücke auf die Bühne bringen zu können, die in der vergangenen Spielzeit ausgefallen waren. Insgesamt sind 13 Premieren angekündigt. Die neue Jubiläumsspielzeit steht unter der Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

14:10 Uhr | Corona trifft vor allem Ältere und Frauen

Laut der Präsidentin der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Gerlinde Schneider trifft Corona vor allem Menschen über 80 Jahre und Frauen. Eine Begründung dafür laut ihrem Bericht: Die jüngeren Frauen hätten mehr Kontakt zu Kindern und ein höheres Infektionsrisiko, weil sie stärker in Erzieher-, Pflege- und Betreuungsberufen tätig sind. Auch die familiäre Kinderbetreuung werde noch immer mehr von Frauen als von Männern übernommen.

Die Corona-Pandemie hat die Behörde 2020 an den Rand ihrer Kapazitäten gebracht. Wie Präsidentin Schneider erklärte, gingen anfangs 700 Proben pro Tag ein, gab es dann Tage mit bis zu 2.000 und die Spitze waren knapp 7.000 in der letzten Oktoberwoche. Die Herausforderung konnte demnach zeitweise nur durch externe Helfer und das Engagement der Mitarbeiter gestemmt werden. Von März bis Jahresende stehen darin 112.159 PCR-Tests zu Buche, 14.070 davon waren positiv. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) dankte für die "immense Arbeitsleistung".

13:55 Uhr | Mobile Impfteams im Vogtland unterwegs

Zusätzlich zu den bestehenden Impfzentren sind mobile Impfteams für die Corona-Erstimpfung im Vogtland unterwegs. Diese stehen ab kommenden Sonnabend jeweils von 8 bis 16 Uhr bereit.

Folgende Termine werden angeboten:

17.07.2021 - Stadt Auerbach, Schloßplatz 4 | 18.07.2021 - Testzentrum Adorf, Oelsnitzer Straße 44a | 19.07.2021 - Stadt Oelsnitz, Damaschkestraße 55a | 20.07.2021 - Gemeinde Heinsdorfergrund, Am Bahndamm | 12 21.07.2021 - Stadt Elsterberg, Gippe 1

Verimpft wird der Biontech-Impfstoff.

13:29 Uhr | Telefonbetrüger benutzen Pandemie-Situation

Betrugsfälle haben während der Corona-Pandemie zugenommen. Das bekräftige die Opferberatungstelle Weißer Ring Sachsen. Die stellvertretende Landesvorsitzende Mandy Hennig verwies im Gespräch mit MDR SACHSEN auf den sogenannten Enkeltrick.

Betrüger würden dabei einen vermeintlichen Enkel ins Spiel bringen, der aufgrund einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus liege und Geld für teure Medikamente benötige. Als weiteres Beispiel nannte Hennig Anrufer, die "innovative Impfangebote" für wenig Geld anpriesen.

12:48 Uhr | Starker Anstieg bei Baukosten

Die Baukosten in Sachsen sind so stark gestiegen wie seit Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz lag der Baupreisindex für den Neubau eines Wohngebäudes im Mai um fast neun Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Für Schönheitsreparaturen mussten knapp fünf Prozent mehr eingeplant werden.

Gestiegen seien sowohl die Lohnkosten für Handwerker als auch die Materialpreise. Hinzu kämen Lieferengpässe durch die Corona-Pandemie und höhere Transportkosten aufgrund der Kraftstoffpreisentwicklung.

12:10 Uhr | Impfkampagne gegen Corona stockt

Die Impfkampagne in Deutschland stockt. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurden gestern so wenige Menschen geimpft wie zuletzt im Februar. Anders als damals sei nun aber genug Impfstoff da, schrieb Spahn auf Twitter. Der Minister appellierte erneut an die Bürger, sich impfen zu lassen.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält die vom Robert-Koch-Institut angestrebte Impfquote von 85 Prozent für wenig realistisch. Die Impfkampagne werde an eine unsichtbare Wand stoßen, weil Menschen sich nicht impfen lassen wollen, sagte Gassen im Bild-Politiktalk. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge haben bislang 42,6 Prozent der Deutschen den vollen Impfschutz, 58,5 Prozent sind mindestens einmal geimpft.

Blick in die Halle des Corona-Impfzentrums Messe Berlin.
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11:56 Uhr | Kontaktabbruch nach Corona-Diskussionen

Corona entzweit die Gesellschaft wie kaum ein Thema zuvor. Langjährige Freundschaften zerbrechen wegen unterschiedlicher Ansichten, Familien streiten sich. Wie soll man aber damit umgehen, wenn Menschen, die einem nahestehen, plötzlich eine völlig andere Wahrnehmung der Realität haben?

11:07 Uhr | Millionenverluste beim Mitteldeutschen Verkehrsverbund

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) beziffert die corona-bedingten Fahrgeldausfälle von März bis Dezember 2020 auf 34,6 Millionen Euro. Wie der MDV mit Sitz in Leipzig mitteilte, gehe man für das laufende Jahr von ähnlich hohen Verlusten aus. Für die Einnahmeausfälle im Vorjahr greift der ÖPNV-Rettungsschirm.

Im Mitteldeutschen Verkehrsverbund sind 18 Nahverkehrsunternehmen zusammengeschlossen. Das Verkehrsgebiet erstreckt sich anteilig auf die drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Verkehrsunternehmen im MDV sind unter anderem die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), Regionalbus Leipzig und die Omnibus-Verkehrsgesellschaft Heideland (OVH)

09:57 Uhr | Ethikratmitglied: Impfpflicht für Erzieher und Lehrer

Der Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethikrat hat sich für eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen und Kitas ausgesprochen. Henn sagte der Rheinischen Post, wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegebe, trage besondere berufsbezogene Verantwortung.

Lehr- und Kitakräfte sollten geimpft werden, um vor allem Kinder unter zwölf Jahren zu schützen, die selbst derzeit keine Impfung bekommen dürfen. Eine allgemeine Impfpflicht lehnte das Mitglied des Ethikrats aber ab.

09:09 Uhr | Fünfmal Karl-May-Fest in Radebeul

In Radebeul gab es am Wochenende das Karl-May-Fest der besonderen Art. Coronabedingt wurde an fünf verschiedenen Orten gefeiert - von Wahnsdorf über den Lößnitzgrund und das Karl-May-Museum bis runter zu den Elbwiesen. Die Veranstalter vom Radebeuler Kulturamt zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz.

08:21 Uhr | Wocheninzidenz liegt in Sachsen bei zwei

Die Corona-Lage in Sachsen bleibt entspannt. Das geht aus den in der Nacht veröffentlichten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat weiter bei zwei - wie schon in den vergangenen Tagen. Den höchsten Wert hat das Gesundheitsamt aus Dresden an das RKI übermittelt mit einer Wocheninzidenz von fünf.

07:53 Uhr | Festakt in Görlitzer Synagoge

Nach mehrmaliger Verschiebung wegen der Corona-Pandemie wird heute die Görlitzer Synagoge als Kulturforum wiedereröffnet. 30 Jahre lang war das Haus schrittweise saniert worden. Zu dem Festakt um 17 Uhr haben sich auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) angekündigt.

07:11 Uhr | Landesuntersuchungsanstalt durch Pandemie stark gefordert

Die Corona-Pandemie hat auch maßgeblich die Tätigkeit der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) 2020 bestimmt: Nach Angaben des Sozialministeriums war Covid-19 der absolute Schwerpunkt im gesamten vergangenen Jahr. Im vierten Quartal kamen dann Untersuchungen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) dazu und im Dezember die zur Geflügelpest.

Die Probeneingänge umfassten an einigen Tagen 300 Prozent des "Abarbeitbaren", wie es hieß. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und LUA-Präsidentin Gerlinde Schneider stellen heute den Jahresbericht für 2020 vor. Die LUA nimmt jedes Jahr tausende Proben von Lebensmitteln im Land unter die Lupe, um Falschinformationen oder Gefährdungen von Verbrauchern zu vermeiden. Mit der Corona-Pandemie bekam sie viel Zusatzarbeit: Sie wertet einen Großteil der über die Ämter eingereichten Proben zum Nachweis von Sars-CoV-2 aus.

06:28 Uhr | Schwierige Lage bei Sachsens Heilbädern

Die Corona-Pandemie hat die schwierige Lage von Heilbädern in Sachsen nach Darstellung ihres Branchenverbandes weiter verschlechtert. Sie müssten zwar umfangreiche Gesetzesauflagen erfüllen und dafür erhebliche Mittel aufbringen, hätten aber keine entsprechenden Einnahmen, sagte Helfried Böhme, Geschäftsführer des Sächsischen Heilbäderverbands.

"Wir fordern daher nachdrücklich eine finanzielle Unterstützung der Kurorte durch den Freistaat Sachsen, um deren Rolle als wichtige Wirtschaftsfaktoren in strukturschwachen Regionen auch in Zukunft ausfüllen zu können." Diese Hilfe gebe es in einigen Bundesländern schon lange und sie sei in Sachsen überfällig und überlebensnotwendig. Sonst könne man im Wettbewerb nicht bestehen.

05:52 Uhr | Bibliotheken starten Buchsommer

Mehr als hundert Bibliotheken in Sachsen starten heute in den Buchsommer. Die Aktion zur Leseförderung steht unter dem Motto "Beim Lesen tauch ich ab". Die Teilnehmer am Lesesommer erhalten einen speziellen Clubausweis und ein Logbuch. Damit können sie speziell gekennzeichnete Bücher ausleihen.

Wer während des Buchsommers mindestens drei dieser Bücher gelesen hat, erhält zum Abschluss ein Zertifikat. Das kann dann im Deutschunterricht vorgelegt werden und zu einer besseren Note führen.

05:34 Uhr | RKI: Hospitalisierung als weitere Kennzahl für Pandemiegeschehen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) will zur besseren Einordnung des Pandemiegeschehens in Deutschland offenbar künftig nicht nur auf die Inzidenz schauen. Die Bild-Zeitung berichtet über eine interne Präsentation, wonach die Hospitalisierung als zusätzlicher Leitindikator herangezogen werden soll - also die Behandlung in einem Krankenhaus.

Demzufolge rechnet das RKI durch die Impfungen mit weniger schweren Krankheitsverläufen. Es fordert, zur Beurteilung der Lage künftig stärker die Folgen der Infektionen in den Blick zu nehmen. Die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI heute bei 6,4. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages 324 Corona-Neuinfektionen.

Schutzmaske mit Etikett und Aufschrift RKI
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05:09 Uhr | 2,5 Millionen Euro für Grenzpendler

Sächsische Unternehmen haben in der Corona-Pandemie bis Ende Juni insgesamt 1.517 Anträge auf Förderung für Berufspendler aus Tschechien und Polen gestellt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums waren es 2020 von März bis Mai 290 und 1.251 zwischen Mitte Dezember 2020 und Ende Juni 2021. Dabei wurden insgesamt 55.206 Übernachtungen für Beschäftigte und deren Familienangehörige aus den beiden Ländern bezuschusst. Die Gesamtförderung summierte sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Der Freistaat hatte Firmen, die Pendler und Pendlerinnen aus Tschechien und Polen beschäftigen, bei Test- und Übernachtungskosten finanziell unterstützt. Das Programm ist ausgelaufen, nachdem der Bund bei der Einreise seit Mitte Mai keine verpflichtenden Corona-Tests für Berufspendler mehr vorsah und die Grenze zum Arbeiten ohne Einschränkungen überquert werden darf.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 12. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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