Meldungen am Ostermontag Corona-Ticker Sachsen am 05.04.: Bettenauslastung übersteigt die Zahl 1.000

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Wiebke Bunzenthal, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht mit einer Infusion auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hinter einer Glastür.
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Meldungen des Folgetages

19:00 Uhr | Tickerende

Damit beenden wir den Corona-Ticker Sachsen für heute. Lassen Sie bei einem Schlückchen Osterwasser den Ostermontag in den heimischen Wänden gemütlich ausklingen. Wir sind morgen wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da.

18:20 Uhr | Müller: Vorfristige Ministerpräsidentenkonferenz macht keinen Sinn

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sieht keinen Anlass für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz. Müller äußerte sich zu einem entsprechenden Vorstoß des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet gegenüber der ARD wie folgt: "Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint. Ein Brückenlockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles? Also, ich glaube, da sind viele Überlegungen auch bei Herrn Laschet noch nicht abgeschlossen, und insofern glaube ich, macht es auch keinen Sinn, jetzt vorfristig zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammenzukommen."

18:00 Uhr | Normalstationen füllen sich zusehends mit Corona-Patienten

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben am Ostermontag 738 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind 153 Fälle mehr als am vergangenen Montag. Der Inzidenzwert liegt bei 190 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Zu beachten ist, dass nicht alle Ämter neue Infektionszahlen gemeldet haben und dass über die Osterfeiertage weniger getest wurde.

In den sächsischen Krankenhäusern liegen inzwischen 1.002 Covid-19-Patienten auf den Normalstationen, gestern waren es 945. Die Zahl der mit Corona-Patienten belegten Normalstationen ist in Sachsen entscheidend für Lockerungen oder Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Sobald 1.300 Patienten auf den Stationen versorgt werden, treten schärfere Regeln in Kraft.

17:15 Uhr | Ab morgen wieder Lockerungen

Ab Dienstag können die Landkreise nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung auch inzidenzunabhängige Lockerungen verfügen. Doch welche Regeln gelten wo? MDR SACHSEN hat sie zusammengefasst.

16:34 Uhr | Wocheninzidenzen steigen

Nach einem leichtem Rückgang hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner in Sachsen wieder erhöht. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hat am Ostermontag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 189,7 ausgewiesen. An den beiden Vortagen waren es 185,9 und 184,9 (Stand: 5. April 3:08 Uhr).

Auch der bundesweite Wert lag mit 128 wieder etwas höher nach 127 am Ostersonntag.

16:23 Uhr | Spahn: Bis Ende April ein Fünftel der Bundesbürger geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass bis Ende April ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland eine erste Impfdosis erhalten hat. Zu den zehn Prozent von Januar bis März kämen noch einmal so viele im April hinzu, sagte er während eines Besuch eines Impfzentrums in Berlin. Er mahnte, dass das größere Tempo beim Impfen die steigende Zahl der Infektionen nicht verhindern könne. Die Ausbreitung der Virusmutationen ließe sich abschwächen, wenn Kontaktbeschränkungen eingehalten würden, so Spahn.

15:59 Uhr | Tschechien will Notstand nicht verlängern

Tschechien wird den derzeit geltenden Corona-Notstand nicht weiter verlängern. Die Regierung hatte vorgeschlagen, den Notstand zu verlängern. Das Parlament lehnte das ab. Die Maßnahmen sollen am 11. April beendet werden, sagte Premierminister Andrej Babiš in einem Interview. Das gelte vor allem für die Reisebeschränkungen und nächtliche Ausgangssperre. Tschechen dürfen ihren Wohnbezirk derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen.

14:47 Uhr | Stadträte in Radeburg: "Mehr Mut und sinnhaftere Corona-Politik"

Mehrere Stadträte in Radeburg haben sich in einem Video für ein Abrücken von Inzidenzwerten ausgesprochen und eine entschlossenere Corona-Politik verlangt. Sie baten um sinnvolle Konzepte für Kindereinrichtungen, Schulen und Vereine, damit die verlässlich und zum Wohle der Kinder arbeiten könnten. Gleichzeitig sprachen sich die Räte weiterhin für Besonnenheit aus und betonten, dass sie die Gefahren der Pandemie nicht herunterspielten.

13:40 Uhr | Besucher aus ganz Deutschland bei Augustusburger Öffnungsprojekt

Für Sachsens Covid19-Exit-Pilotprojekt hat Bürgermeister Dirk Neubauer erste Bilanz gezogen. Demnach haben 20 Cafés, Restaurants und Hotels geöffnet und großen Besucherzuspruch erhalten, sagte der Bürgermeister. Gäste seien aus ganz Deutschland angereist und ließen sich freiwillig testen, bevor sie Einrichtungen nutzten. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag wurden bei rund 3.500 Tests 13 positive Corona-Fälle festgestellt.

Das System funktioniert. Was mich sehr freut: Die Leute bleiben vorsichtig, halten Abstand, tragen Masken.

Dirk Neubauer Bürgermeister Stadt Augustusburg

13:14 Uhr | Polizeikontrollen im Leipziger Umland

Am Ostersonntag haben sich in Trebsen rund 100 Menschen bei einer Versammlung zusammengefunden. Laut Polizei haben sie die Corona-Regeln eingehalten.

Zeitgleich wurden auf dem Marktplatz in Borna mehr als drei Dutzend Personen festgestellt, die in Grüppchen unterwegs waren. Als die Polizei einen Verantwortlichen ansprechen wollte, liefen die Menschen unter Einhaltung der Hygienevorschriften auf Gehwegen durch die Stadt. Später meldete eine Person eine Spontanversammlung von Corona-Kritikern auf dem Markt an. Die begann um 11:30 Uhr mit 70 Menschen und verlief laut Polizei störungsfrei.

Mit Hilfer der sächsischen Bereitschaftspolizei wurden am Ostersonntag die Parks, Grünanlagen und Naherholungsgebiete rund um Leipzig , mit dem Schwerpunkt im Leipziger Seenland, kontrolliert. Alle Angetroffenen hielten sich an die Maßnahmen zum Infektionsschutz, informierte die Polizei.

12:40 Uhr | Teilnehmerbilanz Osterreiten

Nach Angaben der Polizei ist es bei den Oster-, Kreuz- und Saatreiterprozessionen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen zu keinerlei Störungen gekommen. "Die erteilten Auflagen wurden eingehalten", hieß es. Die Bilanz der Polizei:

  • Panschwitz-Kuckau - Crostwitz und zurück, Nebelschütz - Ostro und zurück: 353 Reiter und rund 1.500 Zuschauende an den Strecken, hauptsächlich Familien aus den einheimischen Gemeinden.
  • Bautzen - Radibor und zurück, Radibor - Storcha und zurück, Storcha - Radibor und zurück: 171 Reiter und 750 Menschen an der Strecke, größtenteils Anwohner, so die Polizei Hoyerswerda.
  • Saatreiten in Ostritz: 50 Reiter und vereinzelt Anwohner entlang der Strecke.

12:32 Uhr | Polizei: "Reichlich Verstöße" in Mittelsachsen

Die Polizei ist am Karsamstag zu einer Party im Leisniger Ortsteil Börtewitz gerufen worden. Dort sei eine größere Gruppe "zunächst unkooperativ" gewesen und habe die Ansprache durch die Beamten ignoriert. Nachdem Verstärkung eingetroffen war, löste die Polizei die Feier auf. 13 Personen unterschiedlicher Hausstände wurden wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung angezeigt.

11:27 Uhr | Keine Feiertagspause in Nordsachsens Impfzentren

Damit sich in Nordsachsen so viele Menschen wie möglich impfen lassen können, haben die Impfzentren auch zu Ostern geöffnet. Am Ostersonntag lag die Sieben-Tages-Inzidenz in Nordsachsen laut Robert-Koch-Institut bei 203.

11:17 Uhr | Museumsbund fürchtet kulturelle Verarmung

Der Sächsische Museumsbund geht davon aus, dass in kleineren Kommunen viel für die Museumslandschaft und Kultur verlorengehen wird. Einige Häuser seien bereits geschlossen und das Personal in andere Verwaltungsabteilungen versetzt worden, sagte die Vorsitzende Sabine Wolfram.

Mancherorts, wo man sich sowieso eines Museums entledigen will, wird man diese Zeit jetzt nutzen.

Sabine Wolfram Vorsitzende des Sächsischen Museumsbundes

Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) ist dagegen optimistisch, dass Dichte, Vielfalt und Reichhaltigkeit der Kultur in Sachsen erhalten werden können. Mit dem neuen Doppelhaushalt stehe nicht weniger Geld als in Vorjahren zur Verfügung, sagte sie.

10:56 Uhr | Mitteldeutsche Kirchen verlangen neues Pflegekonzept

Die Corona-Pandemie bringt besonders medizinisches Personal an seine Grenzen. Viele Mitarbeitende litten schon vor der Corona-Krise unter chronischer Überlastung am Arbeitsplatz. Um sie zu entlasten, müsse die Pflege neu aufgestellt werden, verlangen die Kirchen in Mitteldeutschland.

10:08 Uhr | GEW notfalls für Ausfall der Abitur-Prüfungen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt, wegen der Corona-Pandemie die Abitur-Prüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. "Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen", sagte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Leistungen aus dem Unterricht könnten beispielsweise zur Grundlage für Abi-Zensuren gemacht werden.

Tepe verwies auf die Erklärung der Kultusministerinnen und Kultusminister, wonach sie die Abiture mit verschiedenen Prüfungsformaten gegenseitig anerkennen. Das müsse eingehalten werden. Der Kultusminister Alexander Lorz (CDU) aus Hessen sagte, die Kultusministerkonferenz (KMK) gehe davon aus, dass die Abiturprüfungen 2021 überall stattfänden. Eine Absage von Prüfungen wäre zum Nachteil der Schüler, meinte Lorz, der die Unions-Länder in der KMK koordiniert.

Sie würde den Jugendlichen fürs Leben einen Malus mitgeben. Das wären für immer diejenigen, die das Corona-Notabitur gemacht hätten. Nach dem Motto: Die haben ja keine richtige Prüfung geschrieben.

Der Deutsche Lehrerverband kritisierte den GEW-Vorschlag. In einem Zeitungsinterview sagte der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger, 2020 hätten die Abiturienten unter ähnlichen Bedingungen ihre Prüfungen abgelegt. Die Ergebnisse seien sogar etwas besser gewesen als in den Vorjahren.

09:51 Uhr | Festschmankerl für die Ohren

Wolfgang Amadeus Mozarts berühmte und oft aufgeführte Oper "Die Zauberflöte" ist kurz vor Ostern in der Semperoper Dresden aufgezeichnet worden. Der Saal war zwar leer, das Publikum kann jedoch ab Ostermontag 15 Uhr online dabei sein.

09:00 Uhr | Zweites Osterfest unter Corona-Bedingungen

Christen in Sachsen haben am Ostersonntag ganz unterschiedlich die Auferstehung Jesu gefeiert. Ob Osterfeuer, Osterreiten oder Online-Gottesdienst - alle Veranstaltungen mussten unter strengen Corona-Hygieneregeln stattfinden. Es war bereits das zweite Osterfest, das von der Corona-Pandemie bestimmt wurde.

Ostern muss in der Pandemie zum zweiten Mal ohne herzerfrischende Gemeinschaft und Nähe, ohne Gesang aus hunderten Kehlen, unter Verzicht auf große Posaunenchöre auskommen.

Angelika Behnke Pfarrerin der Dresdner Frauenkirche

Etwas mehr Gemeinschaft als geplant erfuhren dagegen die Osterreiter in der Oberlausitz. Zuschauer waren zwar ausdrücklich nicht erwünscht, allerdings ließen es sich viele Menschen nicht nehmen, die Reiter zu begrüßen.

Meldungen vom Vortag

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.04.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 05.04.2021 | 19:00 Uhr

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