Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 23.01.: Gesamtinzidenz in Sachsen bleibt unter 200

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Apotheker nimmt Rachenabstrich
Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

19:42 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir sind am Sonntag an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Bleiben Sie gesund!

19:21 Uhr | Feuerwehrmänner nach Rettungseinsatz in Quarantäne

Nach einem Rettungseinsatz auf der A4 am Freitag müssen mehrere Feuerwehrmänner in Quarantäne. Bei dem Unfall in der vergangenen Nacht kam ein mit Bananen beladener LKW ins Schleudern. Fahrer und Beifahrer wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Später stellte sich heraus, dass beide mit Corona infiziert waren. Neun Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wilsdruff mussten sich deshalb in Quarantäne begeben.

19:08 Uhr | Neues Gebetsangebot in Leipzig

Seit Mitte Januar bieten die evangelische und römische Kirche in Leipzig ein Gebetsangebot in Corona-Zeiten an. Wöchentlich jeden Freitag um 17 Uhr wird zur "Klagezeit" eingeladen. Abwechselnd in der Peterskirche und der Propsteikirche kommen dabei Menschen zu Wort, die von den Folgen der Pandemie persönlich betroffen sind.

Damit trotz der geltenden Kontaktbeschränkungen möglichst viele Menschen an dem Gebet teilnehmen können, gibt es ab sofort ein Online-Angebot der beteiligten Kirchen. Dort kann das Gebet im Livestream mitverfolgt werden. Auch die Gebete und Erfahrungsberichte der vergangenen Freitagsveranstaltungen stehen zum Nachlesen und Anschauen bereit.

18:31 Uhr | Vodafone regt Handydatennutzung zur Pandemie-Bekämpfung an

Vodafone Deutschland hat die Nutzung von Handydaten zur Pandemiebekämpfung angeregt. Deutschlandchef Hannes Ametsreiter sagte dem "Spiegel", Handydaten könnten die Nachverfolgung von Infektionen erleichtern, doch sei das aktuell aus Datenschutzgründen nicht möglich. Er frage sich angesichts hoher Fallzahlen, "ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten". Der Manager verwies auf Österreich, wo Mobilfunkanbieter der Regierung Bewegungsdaten zur Verfügung stellten.

Widerspruch kam von den Grünen. Die Bundestags-Fraktionssprecherin für Netzpolitik, Tabea Rößner, sagte: "Statt über das Schleifen des Datenschutzes zu sinnieren, müssen wir zunächst dafür sorgen, dass die bereits geltenden Maßnahmen besser eingehalten und kontrolliert werden." Sie schlug vor, die Corona-Warn-App weiterzuentwickeln. Prinzipielle Zustimmung signalisierte die FDP, sofern die Bewegungsdaten anonym blieben.

17:53 Uhr | DGB warnt vor "Lohndiebstahl"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice gewarnt. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel nicht erfasst würden. Dabei leisteten Beschäftigte in Deutschland heute schon eine Milliarde unbezahlter Überstunden. Hoffman forderte deshalb klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus sowie ein Recht auf Homeoffice.

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, Beschäftigten bis Mitte März das Arbeiten von zuhause aus zu ermöglichen. Arbeitsminister Hubertus Heil hat in der "Rheinischen Post" eine mögliche Verlängerung dieser Regel über den 15. März hinaus nicht ausgeschlossen.

17:36 Uhr | Bundesfinanzminister fordert mehr Geld für systemrelevante Berufe

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat eine bessere Bezahlung für systemrelevante Berufe gefordert. Der SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sagte auf einem digitalen Parteitag der SPD Sachsen-Anhalt, in der Krise hätten alle den Corona-Heldinnen und Corona-Helden applaudiert. "Aber wir dürfen nicht nur klatschen, wenn alle in Not sind. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft sich ändert und dass diese systemrelevanten Berufe auch in Zukunft besser bezahlt werden", so Scholz.

17:21 Uhr | Gesamtinzidenz in Sachsen bleibt unter 200

Der Freistaat liegt laut den am Sonnabend gemeldeten Neuinfektionen insgesamt bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von 189 pro 100.000 Einwohner. Damit unterschreitet die Gesamtinzidenz den Wert von 200 am zweiten Tag in Folge. Die Inzidenzwerte der Landkreise und kreisfreien Städte sind ebenfalls rückläufig. So verzeichnete der Landkreis Bautzen mit 283 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner, gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 270. Insgesamt acht Landkreise und kreisfreie Städte liegen unterhalb der 200er-Marke.

Zudem sind am Sonnabend 824 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Vor einer Woche waren es noch 1.179 neue Corona-Fälle. Die Zahl der zurzeit in Sachsen bekannten aktiven Fälle ist im Vergleich zum Vortag um 626 auf 19.161 gesunken.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus meldeten die Gesundheitsämter der Landkreise und Großstädte am Sonnabend 50 Todesfälle. Die Gesamtzahl stieg damit auf 5.762.

16:32 Uhr | Unterstützung für Menschen mit Behinderungen im Lockdown

Im Corona-Jahr 2020 haben sich 383 Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten an die EUTB-Beratungsstellen im Landkreis Bautzen gewandt. Gerade im Lockdown gibt es für Behinderte zusätzliche Hürden und gleichzeitig ist ihnen wegen der Infektionsgefahr der Kontakt zu professionellen Beratern nur indirekt möglich.

16:10 Uhr | Nutzung von Gurgeltests in Schulen im Gespräch

Um Corona-Tests an Schulen flächendeckender durchführen zu können, schließt Kultusminister Christian Piwarz eine Nutzung des sogenannten Gurgeltests nicht aus. "Wir arbeiten gerade an Testmöglichkeiten, bei denen ich das Personal nicht brauche", sagte er der Sächsischen Zeitung. Das Sozialministerium hatte Zweifel an der Verlässlichkeit des Gurgeltest geäußert. Auf Anfrage von MDR SACHSEN hatte die Behörde am Mittwoch mitgeteilt, dass diese Methode umstritten sei. Das Leipziger Klinikum St. Georg hat die Kritik des Sozialministeriums an der Verlässlichkeit von Corona-Tests mittels Rachenspülung zurückgewiesen. Die Testergebnisse seien verlässlich, das zeige die Erfahrung.

15:48 Uhr | Kommunalverbände gegen Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr

Die Kommunalverbände haben sich gegen ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr ausgesprochen. Dieses hatte der Verband der Verkehrsunternehmen vorgeschlagen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte dem RND, die Durchsetzung eines solchen Verbots sei weder umsetzbar noch kontrollierbar. Auch der Deutsche Städtetag kritisierte es als lebensfremd. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass manche Fahrgäste zum Telefonieren ihren Mund-Nasen-Schutz abnehmen.

15:24 Uhr | Virus-Mutation aus Südafrika nach Kontakt zu Leipzigern nun auch in Halle nachgewiesen

Nachdem in Leipzig die Variante des Coronavirus aus Südafrika festgestellt wurde, sind jetzt auch in Halle zwei Fälle nachgewiesen worden. Sie sollen Kontakt zu infizierten Personen in Leipzig gehabt haben.

15:03 Uhr | Weltgesundheitsorganisation hält Stoffmasken weiterhin für wirksam

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Stoffmasken trotz der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutationen weiter für ausreichend. Nach Aussage der zuständigen WHO-Expertin Van Kerkhove gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich die Art der Übertragung des Virus verändert hat. Deshalb ändere die WHO ihre Empfehlungen derzeit nicht.

Nicht-medizinische Stoffmasken könnten weiterhin von Menschen unter 60 Jahren ohne gesundheitliche Vorbelastung verwendet werden, sagte Van Kerkhove. Für einen wirksamen Schutz sollten sie allerdings aus drei Lagen bestehen. Deutschland setzt dagegen im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr auf medizinische Masken.

14:44 Uhr | Sächsische Hochschulen im Corona-Modus

Sachsens Hochschulen sind wegen der Corona-Pandemie mit einer Mischung aus Präsenz- und Onlineangeboten in das Wintersemester gestartet. Im Dezember kam es noch zu einer Lockdown-Verschärfung, bei der sich auch die Universitäten nochmals anpassen mussten. Wie die erste Hälfte dieses wechselhaften Semesters verlaufen ist, hat MDR SACHSEN bei Hochschulen in Chemnitz, Leipzig und Dresden erfragt.

14:23 Uhr | Spanische Grippe und Corona: Wie Pandemien Feindbilder befördern

Verschwörungstheorien sind keine Corona-Erscheinung. Schon bei der "Spanischen Grippe" entstanden vor 100 Jahren mächtige Erzählungen über Verschwörungen. Feindbilder damals und heute sowie deren Radikalisierung, erklären Isabelle-Christine Panreck und Mike Schmeitzner vom Hannah-Arendt-Institut in Dresden.

13:56 Uhr | Corona-Schnelltest-Station am Grenzübergang Klingenthal geplant

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen plant die Errichtung einer Corona-Schnelltest-Station am Grenzübergang Klingenthal. Damit sollen die regionalen Unternehmen bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften unterstützt werden. Berufspendler aus der Tschechischen Republik müssen sich nach der aktuellen Regelung in Sachsen zweimal wöchentlich auf das Coronavirus testen lassen. Die Schnelltest-Station soll spätestens Mitte nächster Woche in Betrieb genommen werden, teilte der Rettungsverband Südwestsachsen mit.

13:29 Uhr | Britische Experten unsicher bei Tödlichkeit von Virusmutation

Britische Experten haben verwundert auf die Aussagen von Premierminister Boris Johnson über eine höhere Tödlichkeit der in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante reagiert. Die medizinische Direktorin der britischen Gesundheitsbehörde, Yvonne Doyle, sagte, es sei nicht vollständig klar, dass die Mutation tödlicher sei. Es sei zu früh, das zu sagen. Es gebe zwar Hinweise. Allerdings handele es sich nur um eine kleine Anzahl von Fällen.

Die Mutation des Coronavirus war Ende vergangenen Jahres in Großbritannien aufgetaucht und hatte sich schnell verbreitet. Die Variante ist nach Ansicht britischer Experten bis zu 70 Prozent leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. In Deutschland wurde die Virus-Mutation aus Großbritannien bislang nur in Einzelfällen nachgewiesen, zum Beispiel Anfang Januar bei einer Person in Dresden.

12:48 Uhr | Impfquote in Sachsen liegt bei 1,7 Prozent

In Sachsen haben bisher rund 67.000 Menschen eine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, liegt der Freistaat mit einer Impfquote von 1,7 Prozent der Bevölkerung nur noch knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Mehr als zwei Drittel der Geimpften sind Pflegekräfte oder arbeiten im medizinischen Bereich. 3.800 Sachsen haben auch schon die zweite Dosis erhalten. Erst mit ihr besteht ein nahezu vollständiger Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung. Bundesweit wurden bisher knapp 1,3 Millionen Menschen einmal und 160.000 vollständig geimpft.

12:21 Uhr | Verschärfte Maskenpflicht in Brandenburg

In Brandenburg tritt heute eine verschärfte Maskenpflicht in Kraft. Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und Büros müssen ab sofort die Alltagsmasken durch besser schützende Masken ersetzt werden. Dafür sind nach Angaben der Landesregierung OP-Masken, FFP2-Masken und solche mit der Bezeichnung N95, P2, DS2 oder KN95 zulässig - aber ohne Ausatemventil. Unter anderen sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr von der Maskenpflicht ausgenommen.

Auch in Sachsen sollen zukünftig medizinische Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht werden. Eine entsprechende neue Corona-Schutzverordnung soll im Laufe der nächsten Woche in Kraft treten.

11:43 Uhr | Brotbacken ist im Trend

Immer mehr Menschen entdecken in der Pandemie das Brotbacken für sich. Rezept-Blogger und Anbieter von Kursen berichten über ein starkes Interesse. Die Zugriffe seines Blogs hätten sich im ersten Lockdown verdreifacht, erzählt Brotexperte Lutz Geißler aus dem Erzgebirge. Laut dem Ernährungspsychologen Christoph Klotter von der Hochschule Fulda spielt das Brot nicht nur historisch eine wichtige Rolle bei der Ernährung. Im jetzigen Brotbacktrend sieht er auch einen Ersatz für die fehlenden Kontakte.

11:17 Uhr | EU verärgert über Lieferausfälle von Astra-Zeneca

Die Europäische Union hat verärgert auf die Ankündigung des Pharmakonzerns Astra-Zeneca reagiert, zunächst weniger Corona-Impfstoff zu liefern als zugesagt. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides kündigte an, auf mehr Zuverlässigkeit zu dringen. Der vereinbarte genaue Lieferplan sei die Grundlage für die Impfprogramme der EU-Staaten.

Astra-Zeneca hatte am Freitag offiziell Lieferprobleme eingeräumt. Grund sei eine geringere Produktion an einem Standort in der Lieferkette für Europa. Medienberichten zufolge hatte es in einem Werk in Indien gebrannt. Zudem müsse der Impfstoff des Unternehmens nach dem Auftreten von Corona-Mutationen angepasst werden. Bisher ist das Serum noch nicht in der EU zugelassen.

09:34 Uhr | Was Tschechien beim digitalen Lernen anders macht

Die Entscheidung über Homeschooling liegt auch in Tschechien bei den Schulen selbst. Und die entscheiden sich häufig dafür. Auch auf dem Land, wie unser Besuch in Krabcice zeigt, auf halbem Weg zwischen Dresden und Prag.

08:48 Uhr | Vertreibt Corona gute Mikroorganismen?

Mit Billionen Mikroorganismen gilt der Darm als Zentrum des Immunsystems. Doch die oft schon angegriffene Darmflora kann durch die Corona-Pandemie weiter zerstört werden, schreiben US-Wissenschaftler.

08:19 Uhr | EU plant neue Corona-Reiseauflagen

Die EU plant neue Reiseauflagen aufgrund der Corona-Pandemie. Dazu sollen die Länder je nach Risiko in rote und dunkelrote Gebiete eingeteilt werden. Die Grenzen sollen aber prinzipiell offen bleiben, hieß es nach dem Videogipfel.

05:36 Uhr | Sächsischer Pflegerat gegen Impfpflicht

Der Sächsische Pflegerat hat sich gegen eine Impfpflicht für Menschen in Pflege- und Gesundheitsberufen ausgesprochen. Wie der Pflegedirektor Michael Junge mitteilte, gibt es eine Impfbereitschaft bei beruflich pflegenden Personen. Ein Zwang sei daher nicht notwendig.

Was wir brauchen, sind mehr Impfdosen für die sächsischen Pflegekräfte und eine gute Aufklärungs- und Informationskampagne.

Michael Junge Pflegedirektor

Laut Junge können sich aktuell viele Pflegende aufgrund ausbleibender Impfstofflieferungen nicht impfen lassen. Der Zugang zu Impfungen für das Pflegepersonal müsse so einfach wie möglich gemacht werden. Zudem begrüßte er die Möglichkeit, Impfungen vor Ort in Pflegeheimen und in Krankenhäusern durchzuführen. Dieses Vorgehen solle auch die ambulanten Pflegedienste ohne Anbindung an stationäre Einrichtungen einbeziehen. Er forderte deshalb für Mitarbeiter dieser Einrichtungen, "Termine mit den mobilen Impfteams oder Sammeltermine in den Impfzentren ermöglicht werden."

05:14 Uhr | Plauener Ballettensemble präsentiert "Mich eingeschlossen"

Während des Corona-Lockdowns verbringen auch die Kunstschaffenden der Theater Plauen-Zwickau ihre Zeit zu Hause. Das Ballettensemble hat im Homeoffice geprobt und präsentiert nun als Video-Premiere "Mich eingeschlossen". Das Stück will die Zeit des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen reflektieren.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.01.2021 | 19:00 Uhr

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