Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 13.02.: Vorbereitungen für Grenzkontrollen nach Tschechien laufen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Grenzübergang zu Tschechien
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Meldungen des Folgetags

18:40 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir unseren Corona-Ticker für heute. Am Sonntag geht es mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen weiter. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend.

Update Anders als vom Landratsamt in Pirna gemeldet (siehe 17:30 Uhr), teilte die Bundespolizei MDR SACHSEN nach Redaktionsschluss am späten Abend mit, dass alle sächsischen Grenzübergänge auch ab Sonntag weiterhin 24 Stunden am Tag geöffnet bleiben. Die Beamten kontrollierten schwerpunktmäßig die Einhaltung der Einreisebestimmungen, hieß es. Am Sonntag soll es weitere Informationen geben.

18:37 Uhr | Leipzig und Dresden mit 7-Tage-Inzidenz um die 50

Sachsens Gesundheitsämter melden am Sonnabend 282 Corona-Neuinfektionen. Bei der 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner überschreiten aktuell nur noch der Vogtlandkreis und die Landkreise Leipzig sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge den Wert von 100. Eine Inzidenz von 50 beziehungsweise knapp darunter melden die Städte Dresden und Leipzig. Der Inzidenz-Wert für ganz Sachsen sinkt auf aktuell 73. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden 34 neue Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 7.200.

17:30 Uhr | Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lässt vier Grenzübergänge offen

Wegen der Corona-Mutationen in Tschechien gibt es an Sachsens Grenzübergängen ab Sonntag wieder Kontrollen. Pendler sollten dabei beachten, dass nur bestimmte Grenzübergänge genutzt werden können und an diesen unterschiedliche Öffnungszeiten gelten. Nach Angaben des Landratsamtes stehen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge folgende Grenzübergänge zur Verfügung:

  • Grenzübergang Breitenau an der A17 (24 Stunden geöffnet)
  • Grenzübergang Altenberg an der B170 (24 Stunden geöffnet)
  • Grenzübergang Schmilka/Bad Schandau an der B172 (5 bis 23 Uhr geöffnet)
  • Grenzübergang Sebnitz (5 bis 23 Uhr geöffnet)

Personen, die nach Sachsen einreisen, müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise abgenommen wurde. Außerdem gilt die Pflicht, sich digital anzumelden. Es ist zudem vorgeschrieben, sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Ausnahmen von der Quarantänepflicht gibt es unter anderem für Mitarbeiter des Gesundheits- und Pflegewesens (wenn sie sich täglich auf Corona testen lassen), Durchreisende (ohne Aufenthalt im Freistaat Sachsen) sowie Transportpersonal wie Lkw-Fahrer, die weniger als 72 Stunden in Deutschland sind.

17:18 Uhr | Dresden geht erste Lockerungsschritte

Dresden hebt erste Beschränkungen des öffentlichen Lebens auf, die wegen der Corona-Pandemie verhängt worden waren. Wie die Stadt am Sonnabend in einer neuen Allgemeinverfügung mitteilte, sollen ab Sonntag die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr und ab Montag der 15-Kilometer-Radius um den Wohnbereich, die Unterkunft oder den Arbeitsplatz aufgehoben werden. Allerdings sind touristische Ziele weiterhin tabu, lediglich Einkaufen, Individualsport und Bewegung im Freien ist erlaubt. Darüber hinaus muss auch der Nachbarlandkreis, der betreten wird, die 15-Kilometer-Regel abgeschafft haben. Die Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen gelten unverändert.

Dirk Hilbert
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Der Staat musste in nie dagewesener Art und Weise in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen. Die hohen Todeszahlen im Dezember und Januar haben aber auch gezeigt, wie richtig dieser Schritt gewesen ist. Das Mitwirken aller Dresdnerinnen und Dresdner hat sich aber jetzt ausgezahlt. Wir alle werden durch den Rückgang der Fallzahlen belohnt und können uns nun erlauben, erste Schritte in Richtung Lockerung zu gehen.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister von Dresden

16:53 Uhr | Klinikum Oberlausitzer Bergland rüstet sich für Grenzschließung

Das Klinikum Oberlausitzer Bergland mit den Standorten in Ebersbach-Neugersdorf und Zittau hat Vorkehrungen getroffen, damit dort auch nach der Verschärfung der Grenzkontrollen die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann. Das Unternehmen biete seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenlose Schnelltests an. Auch wenn diese täglich erforderlich sein sollten, könnten die Krankenhäuser das leisten, teilte eine Kliniksprecherin auf Anfrage mit. Sollten Mitarbeiter aus Polen oder Tschechien während der Grenzschließungen Quartiere in Deutschland beziehen wollen, würde die Klinik die Mitarbeitenden auch da unterstützen. In den Krankenhäusern in Ebersbach und Zittau kommen 20 Prozent der Beschäftigten aus dem Ausland - der größte Teil davon aus Tschechien, aus Polen und der Slowakei.

15:48 Uhr | FSV Zwickau verkauft "Geistertickets" für Dynamo-Spiel

Der Fußball-Drittligist FSV Zwickau startet zum Heimspiel gegen Dynamo Dresden in einer Woche den Verkauf von "Geistertickets". Eine Karte für das Sachsen-Duell kostet 5,10 Euro. Von den Einnahmen will der FSV nach eigenen Angaben zehn Prozent an Dynamo weiterreichen. Außerdem sollen pro verkauftem Ticket zehn Cent an verschiedene Einrichtungen in Zwickau und Dresden gespendet werden. Die Fans des FSV und von Dynamo pflegen seit mehreren Jahren eine enge Freundschaft.

Dynamo Dresden war mit einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr extrem erfolgreich: Die Aktion zum DFB-Pokalspiel gegen den SV Darmstadt 98 im Dezember letzten Jahres hatte dem Verein dank der Unterstützung seiner Fangemeinschaft einen ordentlichen Gewinn beschert. Mehr als 72.000 Tickets wurden den Angaben zufolge gekauft.

14:45 Uhr | Tschechien weiter in schwieriger Lage

In Tschechien endet in der Nacht zum Montag der Ausnahmezustand. Nun herrscht in dem Land offenbar Unsicherheit, wie es mit den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus weitergeht. Das Parlament hatte eine Verlängerung des Ausnahmezustandes abgelehnt. An den Corona-Notstand knüpfen sich Teile des Lockdowns wie Geschäftsschließungen und die nächtliche Ausgangssperre. Die Regierung war in Gesprächen mit den Präsidenten der Verwaltungsregionen, die das Kabinett angesichts der hohen Infektionszahlen um einen neuerlichen Notstand ersuchen könnten. Der Verfassungsrechtler Jan Kysela warnte in der Zeitung "Pravo": "Wenn das Parlament dafür gestimmt hat, dass wir nicht mehr im Notstand leben werden, und man ihn gleich wieder ausruft, dann ist das ein absoluter Verstoß gegen die Verfassung."

Besonders dramatisch bleibt die Situation in den drei Hotspots: Trutnov an der Grenze zu Polen sowie Cheb und Sokolov im bayerisch-sächsischen Grenzbereich. Die Orte sind abgeriegelt. Das Gesundheitsministerium in Prag meldete am Sonnabend 8.782 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden.

14:25 Uhr | Polizisten lösen zwei Partys auf

Zwei private Feiern sind am Freitag nach Hinweisen von der Polizei aufgelöst worden. In einem Vereinslokal in Elsterberg im Vogtland trafen Beamte am späten Abend elf Menschen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren an. Nach Angaben der Polizeidirektion Zwickau hatten sie weder Masken auf, noch hielten sie den Mindestabstand ein. Ein abruptes Ende fand auch eine Garagenparty im mittelsächsischen Penig. Laut Polizeidirektion Chemnitz feierten dort 15 Personen aus verschiedenen Haushalten. In beiden Fällen wurden die Verstöße gegen die geltende Corona-Schutzverordnung als Ordnungswidrigkeiten geahndet.

14:12 Uhr | Pendler haben viele Fragen an der tschechisch-sächsischen Grenze

Aufgrund der angekündigten Einreisebeschränkungen hat offenbar der Grenzübergang in Bärenstein am Sonnabend deutlich Zulauf erhalten. Nach Reporter-Angaben wurden bereits Autos kontrolliert - vereinzelt eine halbe Stunde lang. Auch hätten mehrere Menschen die Grenze nach Sachsen übertreten, um die Bundespolizisten zu den neuen Einreiseregeln zu befragen. Die Beamten hätten aber keine Auskunft geben können. Er sprach von teils chaotischen Zuständen.

Ein Sprecher der Bundespolizei wollte das auf Anfrage von MDR SACHSEN nicht bestätigen. Wenn überhaupt, handle es sich bei den Schilderungen um eine Momentaufnahme, zu Staus oder gar Chaos sei es nicht gekommen. Allerdings bestätigte er, dass die Beamten vor Ort aktuell keine Auskünfte zu den verschärften Einreisebestimmungen geben könnten. Es gebe noch Abstimmungsbedarf - beispielsweise darüber, welche Ausnahmen ab morgen gelten. Die entsprechenden Informationen sollen im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Tschechische Pendler überqueren die Grenze in Bärenstein
Tschechische Pendler überqueren die Grenze in Bärenstein. Sie sind wegen der anstehenden Einreisebeschränkungen verunsichert. Bildrechte: MDR/Bernd März

13:22 Uhr | Lauterbach kritisiert Heimspiel-Verlegungen im Profifußball

Karl Lauterbach, SPD
Karl Lauterbach, SPD Bildrechte: imago images/photothek

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich kritisch über die Verlegung der Champions-League-Heimspiele von RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach nach Budapest geäußert. Der Mediziner sagte Sport1: "Niemand weiß genau, wie die Infektionslage in Ungarn wirklich ist. Und dass Spieler aus UK ausreisen dürfen für ein solches Spiel, ist auch falsch." Das würde Pandemiemüdigkeit beitragen, weil es die Glaubwürdigkeit der Regeln in Frage stelle. In der Europa League und Champions League sind wegen der Coronavirus-Pandemie und der derzeitigen Reisebeschränkungen insgesamt bislang acht Partien in andere Länder verlegt worden. So spielen die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gegen den FC Liverpool am 16. Februar und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City am 24. Februar jeweils in Budapest. Die TSG 1899 Hoffenheim tritt am 18. Februar in der Europa League gegen den Molde FK nicht in Norwegen an, sondern im Stadion des FC Villarreal in Spanien. Die rege Reisetätigkeit der Clubs in der Corona-Pandemie ist umstritten.

12:30 Uhr | Start der Fußball-Regionalliga Nordost erneut verschoben

Die Fußball-Regionalliga Nordost wird ihren Spielbetrieb offenbar nicht wie geplant am 1. März aufnehmen können. Spielleiter Wilfried Riemer sagte auf einer Videokonferenz mit den Vereinen: "Wenn wir die Halbserie im März/April beginnen und spätestens im Juni beenden können, dann sind wir gut und können uns glücklich schätzen." Bereits zuvor hatte Riemer der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass es einen Puffer bis Ende März gebe, um die Spielzeit mit einer einfachen Runde abzuschließen. Die 20 Vereine haben bis zur Unterbrechung im November zwischen zehn und 13 Spiele absolviert. Als neuer Starttermin für die Liga ist der 15. März im Gespräch.

11:50 Uhr | SC DHfK Leipzig sorgt sich um Finanzen

Philipp Weber (SC DHfK Leipzig)
Der SC DHfK Leipzig darf spielen - allerdings ohne Zuschauer. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Ohne die Rückkehr von Zuschauern in den kommenden Monaten droht Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig eine finanzielle Schieflage. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther sagte der Leipziger Volkszeitung, aktuell sei die Lage aufgrund der Partner stabil. "Sie sind sehr leidgeprüft, durften seit fünf Spielen nicht in die Halle - und haben trotzdem bezahlt. Wenn das aber noch ein halbes Jahr so bleibt, dann bekommen wir ein richtiges Problem." Das könne auch kein Hilfsprogramm vom Bund auffangen - zumindest nicht die aktuellen Programme. Laut Günther sei es essenziell, dass Fans bald zurück in die Arena dürften. Der Manager äußerte die Hoffnung, im März wieder vor Fans zu spielen.

11:34 Uhr | Morddrohungen gegen Ministerpräsident Kretschmer in sozialen Netzwerken

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird nach eigenen Angaben in sozialen Netzwerken bedroht. Der Süddeutschen Zeitung sagte er: "Mir haben Menschen geschrieben, dass in Telegram-Gruppen gesprochen wurde, ob man mein Haus anzündet und ob man mich am Mast davor aufhängt." Er sei über solche Rückmeldungen sehr dankbar. Kretschmer kritisierte, dass in der angespannten Corona-Situation Politiker als "Blitzableiter" herhalten müssten, bei allen lägen die Nerven blank.

11:25 Uhr | Ferienwohnungen: Keine Sonderrechte für Geimpfte

Auch wer eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten hat, darf keine Ferienwohnung mieten. Das hat das Verwaltungsgericht Greifswald entschieden (Az. 4 B 122/21 HGW). Die Besitzerin einer Ferienwohnung wollte eine Ausnahmegenehmigung vom zuständigen Kreis, für Personen die entweder geimpft wurden oder eine Covid-19-Infektion hinter sich haben. Die Richter stellten in der Urteilsbegründung klar, dass nicht sicher sei, ob eine Übertragung des Virus durch die Personengruppe auszuschließen sei. Der Gesundheitsschutz habe Vorrang vor den persönlichen finanziellen Interessen der Ferienwohnungsbesitzerin.

10:45 Uhr | Seehofer gegen mehr Ausnahmen bei Einreisebeschränkungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat "Ermahnungen" der EU-Kommission angesichts der neuen Einreisebeschränkungen für Tschechien und Tirol zurückgewiesen. Am Freitag erklärte Seehofer: "Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität. In unserer Nachbarschaft sehen wir eine besorgniserregende Entwicklung bei den Virus-Mutationen." Die EU-Kommission weise selbst darauf hin, dass in diesen Fällen striktere Regeln zulässig seien. Ausnahmen zu den Einreisebeschränkungen soll es vorerst nicht geben.

Seehofer reagierte auf Äußerungen eines Sprechers der EU-Kommission. Demnach hätten sich die EU-Staaten auf gemeinsame Empfehlungen zum Thema Reisen geeinigt. Deutschland sei aufgefordert, zumindest unverzichtbare Reisen und Grenzpendler von den Beschränkungen auszunehmen. Sachsen hat eine Ausnahme für Berufspendler verfügt: Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegewesen dürfen auch nach Sonntag weiterhin pendeln, wenn sie sich täglich auf das Coronavirus testen lassen.

09:10 Uhr | Ausweitung Übernachtungszuschuss für Grenzpendler

Autos fahren an der deutsch-tschechischen Grenze im Landkreis Cham.
Ab Sonntag ist die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien vorerst geschlossen. Bildrechte: dpa

Aufgrund der verschärften Einreisebestimmungen für Berufspendler nach Sachsen weitet der Freistaat den Übernachtungszuschuss aus. Wie das Wirtschaftsministerium bekannt gab, soll der Zuschuss nun für alle Berufsgruppen gelten. Bisher wurden lediglich Übernachtungen von Beschäftigten in systemrelevanten Berufen gefördert. Laut Ministerium übernimmt der Freistaat für ihre Übernachtung jeweils 40 Euro, für ihre Angehörigen jeweils 20 Euro. Voraussetzung ist, dass sich Berufspendler entscheiden, vor einer Grenzschließung, wie sie an der Grenze zu Tschechien am Sonntag eintritt, zunächst in Sachsen zu bleiben. Die Förderung erfolgt über die Landesdirektion. Die Formulare sollen demnächst online zur Verfügung stehen.

Vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung Tschechien als Virusmutations-Gebiet ausgewiesen. Das führt zu einer vierzehntägigen Quarantänepflicht für die meisten Berufspendler, die ihre Beschäftigung in sächsischen Unternehmen faktisch ausschließt. Laut Wirtschaftsminister Martin Dulig sind rund 9.000 Berufspendler aus Tschechien davon betroffen.

08:41 Uhr | Psychologen an Bildungseinrichtungen stark gefragt

Während der Corona-Pandemie und des Lockdowns sind die Psychologen an Schulen und Universitäten verstärkt gefordert. Verglichen mit der Zeit vor Corona seien die Anfragen an die Schulpsychologen zwar nicht häufiger, aber dringender geworden. Das sagte die Vorsitzende des Berufsverbandes der Schulpsychologen Sachsens, Sabine Randowe. Dabei gehe es vor allem um die Organisation des Homeschoolings, die Lernmotivation sowie Prüfungs- und Zukunftsängste. Viele Eltern fühlten sich überfordert, wenn sie ihre Kinder und ihren Beruf miteinander vereinbaren müssten. 50 Schulpsychologen kümmern sich in Sachsen um Schüler, Eltern und Lehrer.

08:30 Uhr | Deutlich mehr Anfragen bei Schuldnerberatern

Viele Schuldnerberatungen verzeichnen in der Corona-Krise eine steigende Nachfrage. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Schuldnerberatungen in großen Städten hervor. In Dresden rechnen demnach die Schuldner- und Insolvenzberatungen der Caritas und der AWO in diesem Jahr mit einem Anstieg von Anfragen. "Das Telefon klingelt jetzt ständig", sagte der Leiter der AWO-Schuldnerberatung in Dresden, Jens Heinrich.

Die Verbraucherzentrale Hamburg registrierte den Angaben zufolge 2020 mit 1.739 telefonischen Beratungen fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor (928). Bei Schuldnerberatungen in Nordrhein-Westfalen müssten Ratsuchende teilweise mehrere Monate auf einen Termin warten. In Berlin müssten inzwischen auch Menschen die Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, die bislang keine finanziellen Probleme hatten.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher geraten nun infolge der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie plötzlich in finanzielle Schieflage, weil sie seit Monaten in Kurzarbeit sind oder arbeitslos werden.

Marco Rauter Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin

Ein Taschenrechner auf 100-Euro-Scheinen zeigt die Zahl 2021
Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie führen bei immer mehr Menschen zu einer finanziellen Schieflage. Bildrechte: imago images/Alexander Limbach

08:14 Uhr | Sächsische Landesärztekammer empfiehlt Astra-Zeneca-Impfstoff für unter 65-Jährige

Laut der Sächsischen Landesärztekammer ist der Impfstoff von Astra-Zeneca gegen eine Corona-Erkrankung besonders für die Altersgruppe der unter 65-Jährigen geeignet.

Nach Einschätzung von Experten ist der Impfstoff gut verträglich und schützt zu 100 Prozent vor einem schweren Krankheitsverlauf. Auch wenn eine leichte Corona-Erkrankung nicht ganz so zuverlässig verhindert werden kann wie bei einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (70 Prozent versus 95 Prozent), so ist er doch wirksamer als der jährliche Grippeimpfstoff (ca. 65 Prozent je nach Jahrgang).

Erik Bodendieck Präsident der Sächsischen Landesärztekammer

08:07 Uhr | Landesverband der Freien Berufe Sachsen kritisiert Lockdown-Verlängerung

Der Landesverband der freien Berufe Sachsen e.V. (LFB) kritisiert die Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und fordert "schnelle, deutliche und vor allem verlässliche Perspektiven für die Wirtschaft". Hans-Joachim Kraatz, Präsident des LFB, äußerte Unverständnis darüber, dass nun erst ab einer Inzidenz von 35 weiter gelockert werden soll.

Dies ist nach unserem Verständnis kein wissenschaftlich begründeter Wert, sondern ein rein politischer und erscheint deshalb absolut willkürlich gewählt.

Hans-Joachim Kraatz Präsident des LFB

Positiv äußerte er sich zur sofortigen Freigabe der Überbrückungshilfe III, fordert jedoch "eine entsprechende unbürokratische, mittelstandsorientierte, schnelle und zeitnahe Auszahlung der Gelder an die Betroffenen".

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 13.02.2021 | 19:00 Uhr

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