Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 09.01.: Impfzentrum im Vogtland nimmt Arbeit vorzeitig auf

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Wegweiser zum Corona Impfzentrum
Bildrechte: imago images / Andre Lenthe

19:00 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen für heute. Bleiben Sie gesund! Wir sind am Sonntag wieder für Sie da.

18:35 Uhr | Unter Vorbehalt: 1.058 neue Coronainfektionen in Sachsen

Am Sonnabend sind in Sachsen 1.058 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. 48 weitere Menschen sind in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Zahlen sind am Wochenende jedoch nur bedingt aussagekräftig, da einige Landkreise nur an Wochentagen neue Fälle aufzeichnen. Die Städte Chemnitz und Leipzig sowie der Erzgebirgskreis, der Landkreis Zwickau und der Vogtlandkreis haben heute keine neuen Zahlen gemeldet.

18:15 Uhr | Impfzentrum im Vogtland nimmt vorzeitig Arbeit auf

Das Impfzentrum im sächsischen Eich hat am Sonnabend vorzeitig seine Arbeit aufgenommen. Wie Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz mitteilte, wurden 300 Impfdosen an Mitarbeitende der Rettungsdienste und ambulanter Pflegedienste im Vogtlandkreis ausgeben. Weil die mobilen Impfteams die Impfungen in vier Pflegeeinrichtungen im Vogtland aufgrund der Quarantäne nicht durchführen konnten, hatte man sich entschieden, diese nicht verfallen zu lassen und anderweitig einzusetzen. "Ich denke wir haben hier eine gute Lösung gefunden, die dem Landkreis hilft", so DRK-Pressesprecher Kranich. Am kommenden Montag sollen weitere Impfungen erfolgen.

Am 11. Januar werden die Impfzentren in Sachsen offiziell geöffnet. Über ein Buchungsportal können sich zuerst Menschen der Kategorie 1 für Impftermine anmelden. Zu dieser Kategorie gehören Sanitäter, Mitarbeitende des Rettungswesens, ambulante Pflegedienste und Menschen mit bestimmten Behinderungen. Danach sollen die über 80-Jährigen geimpft werden, die zu Hause leben. Alle anderen Sachsen bat Sozialministerin Petra Köpping in einer Erklärung Anfang Januar noch um etwas Geduld.

16:50 Uhr | Polizei will Kontaktbeschränkung in Sachsen nicht ohne Anlass kontrollieren

Die Polizei in Sachsen will die ab Montag geltenden verschärften Corona-Regelungen zum 15-km-Bewegungsradius und zur Kontaktbeschränkung auf eine haushaltsfremde Person nicht ohne Anlass kontrollieren. Die Regeln werden im Rahmen allgemeiner Kontrollen der Corona-Schutzverordnung überprüft, hieß es vom Landespolizeipräsidium. Die Polizei spricht von einem "kommunikativen Ansatz". Seit Mitte Dezember hat die Polizei in Sachsen nach eigenen Angaben 2.477 Bußgeldverfahren eingeleitet und 83 Verwarngelder im Zusammenhang mit Verstößen gegen die aktuelle Corona-Schutzverordnung ausgesprochen.

16:30 Uhr | Deutscher Hausärzteverband fordert Lockerungen der Corona-Einschränkungen für Geimpfte

Der Deutsche Hausärzteverband hat Lockerungen der Corona-Einschränkungen für Geimpften gefordert. "Die Menschen wollen zu Recht jedenfalls dann von den Vorteilen des Impfens profitieren dürfen, wenn diese Impfungen tatsächlich nicht nur vor Erkrankung schützen, sondern auch die Übertragung des Virus verhindern", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt.

Angesichts der Forderung von einer Spaltung der Gesellschaft oder gar einer Privilegierung der Geimpften zu sprechen, sei nicht angemessen, so Weigeldt. Die Impfung stelle lediglich die normalen Lebensmöglichkeiten wieder her. "Die Politik muss den Geimpften zubilligen, diese Möglichkeiten auch wieder wahrzunehmen. Nur so lässt sich die Akzeptanz der Maßnahmen sicherstellen", erklärte Weigeldt.

15:40 Uhr | Nummer 586 oder 587: Welcher Striezelmarkt findet dieses Jahr statt?

In Dresdens Verwaltung wird derzeit diskutiert, ob in diesem Jahr der 586. oder 587. Striezelmarkt abgehalten wird. Wegen der Corona-Pandemie ist 2020 der eigentlich 586. Striezelmarkt komplett ausgefallen. Nun stellt sich die Frage, wie die diesjährige Auflage gezählt wird.

14:15 Uhr | Hohe Impfbereitschaft bei Personal von Uni-Kliniken

Die Unikliniken in Leipzig und Dresden haben eine hohe Impfbereitschaft ihres Personals registriert. Helena Reinhardt, Sprecherin des Uniklinikums Leipzig, sagte: "Wir haben mehr Anfragen nach Impfterminen als wir im Moment anbieten können." In Dresden liege die Bereitschaft, sich gegen Corona impfen zu lassen, "in einzelnen Bereichen über 90 Prozent", erklärte der Medizinische Vorstand Prof. Michael Albert. Generell gebe es beim sächsischen Krankenhauspersonal eine "überdurchschnittlich hohe Bereitschaft", sich impfen zu lassen. Mit Stand Donnerstag seien bereits 21 Prozent der Klinik-Beschäftigten im Freistaat geimpft worden, erklärte Albrecht. Das sei deutlich mehr als der Bundesschnitt von 16 Prozent.

Beide Unikliniken hatten Ende Dezember mit den Impfungen begonnen. In Dresden fehle inzwischen Impfstoff-Nachschub, um wie geplant 150 bis 200 Mitarbeiter pro Tag damit versorgen zu können. "Das Universitätsklinikum braucht deshalb möglichst schnell weitere Lieferungen, um diejenigen aus der Belegschaft impfen zu können, die dies wünschen", sagte Albrecht. In Leipzig hätten bislang rund 1.900 Mitarbeiter eine Impfung erhalten, erklärte die Kliniksprecherin Reinhardt. Noch stünden 500 weitere Dosen zur Verfügung.

12:00 Uhr | Polizei kontrolliert Corona-Regeln in Wintersportgebieten

Die sächsische Polizei hat Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Schutzverordnung in Wintersportgebieten angekündigt. Im Blick haben die Beamten dabei Parkplätze zu den Ski- und Rodelhängen im Erzgebirge und im Vogtland, sagten Sprecher der Polizeidirektionen Chemnitz und Zwickau. Im Vogtland kündigte die Polizei Kontrollen in Schöneck und Klingenthal an, im Erzgebirge wird ein Schwerpunkt Augustusburg sein. Touristische Ausflüge in den Schnee sind ohne trifftigen Grund nicht erlaubt.

11:43 Uhr | Kampagne gegen häusliche Gewalt in Lockdown-Zeiten

In Sachsen startet kommende Woche eine Informationskampagne in Bussen und Bahnen, bei der Gewaltopfern Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Auf Plakaten wird auf das Infotelefon und Hilfsangebote für Opfer von häuslicher Gewalt hingewiesen, sagte Sachsens Ministerin für Gleichstellung, Katja Meier. Derzeit befänden sich 150 von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Schutzeinrichtungen in Sachsen.

Wir wissen das aus anderen Bundesländern, dass die Dunkelziffer von Gewalt gegen Frauen und Kinder während des Lockdowns extrem hoch ist.

Katja Meier | Ministerin für Gleichstellung in Sachsen

Die Ministerin verwies darauf, dass die Zahlen seit dem ersten Lockdown kontinuierlich gestiegen seien. Besonders knapp seien die Plätze in Zwickau, Dresden, Bautzen und Görlitz. Das Ministerium bemühe sich, weitere Plätze für Gewaltopfer bereit zu stellen.

10:11 Uhr | Städtetag fordert: Impfkampagne muss zügig an Fahrt aufnehmen

Der Deutsche Städtetag hat Bund und Länder zu mehr Tempo bei den Corona-Impfungen aufgefordert. Städtetagspräsident Burkhard Jung, zugleich OB von Leipzig, sagte: "Derzeit impfen überwiegend mobile Teams in Pflege- und Altenheimen. Das ist wichtig. Dadurch stehen aber die Impfzentren überwiegend leer. Hier muss die Impfkampagne zügig an Fahrt gewinnen."

Die Menschen setzten große Hoffnungen in rasche flächendeckende Impfungen. "Diese dürfen nicht enttäuscht werden." An der Impfstrategie hatte es zuletzt große Kritik wegen bisher knapper Impfstoffmengen gegeben. Jung sagte: "Die kommunalen Impfzentren stehen bereit, in großem Umfang und rasch zu impfen. Pro Tag könnten dort bundesweit einige hunderttausend Menschen geimpft werden. Aber wir können erst richtig durchstarten, wenn mehr Impfstoff vor Ort ankommt."

10:02 Uhr | Dickes Besucherminus in Sachsens Zoos und Tiergärten

Die Auszeit während des Corona-Lockdowns im Frühjahr und Herbst hat den Zoos und Tierparks in Sachsen heftige Einbußen beschert. "Vor allem für große Zoos ist es ein schwieriges Jahr gewesen", sagte der Leipziger Zoo-Direktor Jörg Junhold, der zugleich Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten ist. Beim Zoo Leipzig sind die Besucherzahlen um etwa 400.000 auf 1,35 Millionen Besucher eingebrochen. Rund 630.000 Tierfreunde kamen in den Zoo Dresden, ein Minus von etwa 270.000. Auch die übrigen Zoos und Tierparks in Sachsen leiden unter den Beschränkungen.

Erdmännchen im Zoo Leipzig
Im Zoo von Leipzig haben die Erdmännchen derzeit wenig zu gucken: Besucher müssen wegen Corona draußen bleiben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

09:12 Uhr | Wenige Corona-Fälle in Sachsens Gefängnissen

In Sachsens Gefängnissen konnte die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden, sagte Justizministerin Katja Meier. Aktuell seien 23 Bedienstete und vier Gefangene positiv auf das Coronavirus getstet worden (Stand: 8.1.2021). Die Bediensteten sind in Quarantäne oder vom Dienst freigestellt worden, so die Grünen-Politikerin.

In den Haftanstalten versuche das Ministerium, Kontaktmöglichkeiten zu Familien auch während der Pandemie zu ermöglichen. Über die Weihnachtsfeiertage seien Videokonferenzen mit Familienangehörigen und Kindern organisiert worden. Derzeit verbüßen 2.910 Gefangene ihre Haftstrafen in sächsischen Jusitizvollzugsanstalten. Ministerin Meier bezifferte die Belegungsquote der Anstalten auf 78 Prozent.

08:07 Uhr | Kretschmer räumt Fehler bei Krisenmanagement ein

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Fehler beim Corona-Krisenmanagement eingeräumt. Der CDU-Politiker sagte der Chemnitzer "Freien Presse", im Herbst sei die Landesregierung zu zögerlich gewesen. Wegen der allgemeinen Stimmung in der Bevölkerung habe sie es zunächst vermieden, mit harten Maßnahmen auf die steigenden Infektionszahlen zu reagieren. Rückblickend betrachtet wäre es besser gewesen, das Land deutlich früher herunterzufahren.

Kretschmer sagte, ihm selbst sei die ganze Dramatik der Lage erst durch den Besuch mehrerer Krankenhäuser am 11. Dezember bewusst geworden. Ihm sei nicht klar gewesen, dass das Personal schon Wochen vorher am Limit gearbeitet habe. Da hätte er sich eine frühere Warnung gewünscht.

07:50 Uhr | Dulig appelliert an Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise hat der Bund bislang rund 50 Millionen Euro an sächsische Unternehmen und Soloselbstständige im Rahmen der sogenannten Novemberhilfe überwiesen. Das teilte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) gestern Abend mit. Die ersten Abschlagszahlungen für den Dezember 2020 seien am 5. Januar gestartet. Seitdem überwies das Bundeswirtschaftsministerium an sächsische Antragsteller 17 Millionen Euro.

Dulig appellierte am Freitagabend eindringlich an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Wort zu halten und die Auszahlung der Hilfen für diesen Monat zu beschleunigen. Erste Abschlagszahlungen sollten auch schon im Januar starten.

Wir müssen uns auf das Wort Peter Altmaiers verlassen, dass er zügig die Abschlagszahlungen möglich macht.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

07:35 Uhr | Ehrenamtliche bei der Tafel legen wieder los

Die Tafeln, die ehrenamtlich Lebensmittel einsammeln und an Bedürftige verteilen, haben immer mehr zu tun. Doch im Dezember mussten viele ihre Arbeit coronabedingt einstellen. In Lugau durfte die Tafel nun wieder öffnen. Dank der 32 ehrenamtlichen Helfer, der Unterstützung der Stadt und durch die Spenden vieler Händler sind die Lager der Ausgabestelle gefüllt mit Lebensmitteln, die sonst vernichtet würden.

07:20 Uhr | DGB kritisiert Vorgehen bei Grenzpendler-Tests

Der DGB Sachsen zeigt sich auch mit den Nachbesserungen bei den Corona-Tests für Grenzpendler unzufrieden. Nach wie vor werde der Gleichbehandlungsgrundsatz nicht eingehalten, erklärte Landesvorsitzender Markus Schlimbach. Er sieht die geänderte Testpflicht juristisch auf wackligen Beinen und sprach von einer drohenden Klagewelle.

In Bayern hatte das Verwaltungsgericht die Testpflicht für Grenzgänger außer Vollzug gesetzt. Es ist unverständlich, dass nach diesem Urteil in Sachsen eine Testpflicht eingeführt wird.

Markus Schlimbach DGB-Vorsitzender Sachsen

Sachsen will ab dem 18. Januar eine Testpflicht für Grenzpendler einführen. Anders als zunächst geplant soll er nur einmal pro Woche erfolgen. Unternehmen, die ihre Pendler unterstützen, sollen einen Zuschuss bis zu zehn Euro pro Schnelltest erhalten. In Sachsen arbeiten 10.466 Grenzgänger aus Polen und 9.134 aus Tschechien.

07:00 Uhr | Heilbäder halten sich mit Mühe über Wasser

In der Kur- und Rehaklinik im Erzgebirge geht es derzeit eher ruhig zu. Ausschließlich Gäste, die eine medizinische Anwendung bekommen, dürfen jetzt behandelt und untergebracht werden. Das klassische Kurgeschäft ruht - coronabedingt. Für das Unternehmen keine leichte Situation.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 09.01.2021 | 19:00 Uhr

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