Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 27.02.: Kretschmer verlangt Freigabe von Astrazeneca für alle Erwachsenen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

18:33 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir sind am Sonntag wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, bleiben Sie gesund!

18:22 Uhr | Was tun, wenn Freunde die Corona-Regeln ignorieren?

Die Zahl der Corona-Genesenen und Geimpften wächst. MDR-Nutzer berichten immer häufiger über sich oder Mitmenschen, die keine Lust mehr auf Kontaktbeschränkungen haben und bewusst die Regeln brechen. Warum tun sie das? Was bedeutet das für unser Zusammenleben und Freundschaften?

17:59 Uhr | Massive Umsatzeinbußen für Tourismusbranche in Dresden

Die Corona-Krise hat der Tourismusbranche in Dresden und dem Elbland im vergangenen Jahr einen Umsatzverlust von rund 500 Millionen Euro beschert. Allein in Dresden gab es rund zweieinhalb Millionen weniger Übernachtungen, teilte die Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) mit.

17:42 Uhr | Kretschmer verlangt zügige Freigabe von Astrazeneca für alle Erwachsenen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat verlangt, den Impfstoff von Astrazeneca für Erwachsene jeden Alters freizugeben. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte er, die Priorisierung für Astrazeneca sollte zügig aufgehoben werden. "Die Priorisierung ist ein Mittel der Mangelverwaltung. Jetzt sehen wir, dass mehr davon vorhanden ist, als kurzfristig verimpft werden kann", sagte der Ministerpräsident. Es gebe zwar Skepsis in der Bevölkerung, aber es werde sich schnell herumsprechen, dass der Astrazeneca-Impfstoff genau so gut schütze wie der von Biontech.

Im Hinblick auf eine mögliche Impfpflicht gegen das Coronavirus sagte Kretschmer, bei Zwang würden "die Leute zumachen". Momentan lehne er eine solche Pflicht ab. In einigen Monaten könne das aber anders sein. "Reden wir mal Ende des Sommers darüber. Möglicherweise stellt sich diese Frage dann neu. Wenn sechzig, siebzig Prozent geimpft sind, dann kann man noch mal über die Impfpflicht reden. Bis dahin werden wir eine ganze Menge erlebt haben", so Kretschmer.

17:26 Uhr | Insgesamt 499 neue Corona-Fälle am Sonnabend

Sachsens kreisfreie Städte und Landkreise haben am Sonnabend 499 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Aus Leipzig und dem Landkreis Zwickau liegen allerdings keine Zahlen vor. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in den vier Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, dem Landkreis Nordsachsen, dem Landkreis Bautzen und dem Vogtlandkreis über dem Wert 100. Der Inzidenz-Wert für Sachsen insgesamt erhöht sich gegenüber dem Vortag weiter und liegt nun bei 92. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden 51 neue Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 7.825.

16:47 Uhr | Bundesgesundheitsminister am Tag vor Corona-Positivtest bei Essen in Leipzig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Tag, bevor er selbst im Oktober ein positives Corona-Testergebnis erhalten hat, an einem Abendessen mit mehreren Personen in Leipzig teilgenommen. Laut Kalendereintrag sei Spahn von 20 Uhr bis rund 21:30 Uhr bei dem Essen anwesend gewesen, teilte sein Bundestagsbüro am Sonnabend auf Anfrage mit. Am Vormittag darauf hatte Spahn noch an einer Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin teilgenommen, bevor sein Ministerium die Infektion des Ministers mitteilte. Das Magazin "Spiegel" hatte berichtet, Spahn habe am 20. Oktober an einem Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmern in Leipzig teilgenommen.

"Die damals gültigen Regeln der sächsischen Corona-Schutzverordnung wurden nach Bestätigung des Gastgebers eingehalten", teilte Spahns Büro mit. Alle Teilnehmer des Abendessens seien nach der Positivtestung dem zuständigen Gesundheitsamt als Kontaktpersonen gemeldet und parallel auch durch Spahn beziehungsweise den Gastgeber informiert worden. Alle hätten sich, so weit bekannt, direkt danach in Quarantäne begeben und seien nach Angaben des Gastgebers negativ getestet worden.

16:13 Uhr | Berufstätige Frauen sind psychisch stärker vom Lockdown betroffen

Für viele ist der Alltag im Lockdown ein Härtetest für die Psyche, besonders für Frauen. Forschende aus Chemnitz haben untersucht, wie sich die ersten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im März 2020 psychologisch ausgewirkt haben. Von April bis Juni letzten Jahres befragten sie dazu 3.862 Männer und Frauen, davon 2.900 Berufstätige. In drei Wellen erfassten die Wissenschaftler, wie die Teilnehmer die Belastungen durch die Einschränkungen empfanden und wie sich ihr Erschöpfungszustand im Lauf der Zeit veränderte. Nach der Untersuchung empfehlen die Forschenden maßgeschneiderte Hilfsangebote.

15:31 Uhr | Tattoobranche als Vorbild in Pandemiezeiten

Tätowiererinnen und Tätowierern hängt in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch ein Rest von Misstrauen und Argwohn an. Obwohl die Körperkunst des Tattoos schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, kämpft die Szene weiter mit Vorurteilen. Dabei könnte sie in Hinsicht auf hygienische Standards vor allem in Pandemie-Zeiten als Vorbild gelten.

15:06 Uhr | Masken helfen auch bei Heuschnupfen

Vielen Allergikern macht der vorzeitige Frühlingseinbruch zu schaffen: Die alljährliche Pollensaison beginnt. Nun können Corona-Masken in diesem Jahr Erleichterung verschaffen - zumindest teilweise.

14:44 Uhr | Über 20.000 Corona-Tote in Tschechien

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 20.000 überschritten. Das Gesundheitsministerium in Prag teilte am Sonnabend mit, seit Beginn der Pandemie seien 20.194 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden habe man fast 15.000 Neuinfektionen zu verzeichnen. Damit liege die Gesamtzahl der Infektionen bei mehr als 1,2 Millionen. Tschechien hat derzeit die höchste Infektionsrate unter allen EU-Staaten. 

14:15 Uhr | Weitere Ansteckung mit Mutation in Görlitz

Unter den 32 Corona-Neuinfektionen im Landkreis Görlitz am Sonnabend wurde bei einer Person die Virus-Mutation der britischen Variante (B.1.1.7) festgestellt. Laut Landratsamt beläuft sich damit die Zahl der an einer Coronavirus-Mutation erkrankten Menschen in Görlitz auf 16. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 31 Erwachsene und ein Kind, verteilt auf die unterschiedlichen Kommunen des Landkreises Görlitz.

13:53 Uhr | Gleichstellungsministerin fordert Aufwertung von Pflege und Erziehung

Sachsens Gleichstellungsministerin Katja Meier fordert eine Aufwertung der Arbeit in Pflege und Erziehung. "Die aktuelle Covid-19-Krisensituation verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung von Sorgearbeit und der Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit", sagte Meier mit Blick auf den Aktionstag "Equal Care Day" am Montag. Aus Erhebungen des Bundesfamilienministeriums gehe hervor, dass Sorgearbeit in Deutschland immer noch überwiegend durch Frauen geleistet werde. Eine ungleiche Aufteilung führe auch dazu, dass Frauen, vor allem Mütter, im Laufe ihres Lebens weniger Einkommen und Altersbezüge erwirtschaften könnten.

Offiziell jährt sich der Equal Care Day am 29. Februar und findet in diesem Jahr am 1. März statt. Für den Tag wurde der 29. Februar ausgewählt, weil er nur alle vier Jahre im Kalender steht. Damit soll symbolisch gezeigt werden, dass Frauen viermal mehr solche Arbeit leisteten als Männer.

13:16 Uhr | Absagen nach Testpflicht für Friseurbesuche im Vogtland

Der Vogtlandkreis hat in seiner neuen Allgemeinverfügung Zugangsbeschränkungen für Friseure erlassen. Kunden müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Viele Friseurbetriebe reagieren empört, es hagelt Absagen von Kundinnen und Kunden.

12:45 Uhr | Schnelltest-Angebote im Vogtland werden gut angenommen

Das Corona-Schnelltest-Angebot im Vogtland wird sehr gut angenommen. Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, haben sich in den 14 geöffneten Corona-Testzentren bis 17:30 Uhr bereits 704 Bürger einem kostenlosen Schnelltest unterzogen. Dabei seien 16 Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. Zusätzlich sollen am Montag zwei weitere Testzentren öffnen. Eins in Plauen und eins in Elsterberg. In beiden seien keine Anmeldungen notwendig, hieß es.

12:16 Uhr | Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein

Wegen der dramatischen Infektionslage schränkt Tschechien ab Montag die Bewegungsfreiheit der Menschen im ganzen Land weiter ein. Wie das Innenministerium mitteilte, dürfen die Bürger ihren Bezirk nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Die Bezirke in Tschechien entsprechen in ihrer Größe etwa den Landkreisen in Deutschland. Erlaubt bleiben nur Fahrten zur Arbeit, zum Arzt oder zu Behörden. Spaziergänge und Freizeitsport sind sogar nur in der eigenen Kommune erlaubt.

Die Maßnahmen sollen von der Polizei und von 5.000 Soldaten kontrolliert werden. Tschechien hat die höchste Infektionsrate in der EU. Allein gestern wurden mehr als 14.000 neue Fälle gemeldet. Das Gesundheitssystem ist nach Angaben der Regierung am Limit.

11:52 Uhr | Sachsens Handelsverband verlangt Perspektive

Sachsens Handelsverband hat vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen am nächsten Mittwoch eine klare Perspektive für den Einzelhandel gefordert. "Wir erwarten jetzt ein transparentes, klares, faires und verbindliches Konzept für eine zeitnahe und gerechte Öffnung", sagte Landesverband-Hauptgeschäftsführer René Glaser. Seit dem 14. Dezember seien große Teile des Einzelhandels in Sachsen geschlossen und finanziell ausgezehrt. Es gebe sichere und bewährte Hygienekonzepte, die auch bei Inzidenzzahlen über 35 oder 50 greifen würden, betonte Glaser.

Unterdessen hat sich der Handel rund zwei Wochen nach der Einführung von Click & Collect enttäuscht gezeigt. "Die Kundenzahlen waren größtenteils überschaubar, die Nachfrage eher sehr verhalten", sagte Glaser. Es sei kein Ersatz zu geöffneten Läden und könne die Unternehmen nicht vor Engpässen retten.

10:41 Uhr | 240 Verstöße bei Geschwindigkeitskontrollen nach Schulöffnungen in Dresden

Für mehr Schulwegsicherheit führte das Ordnungsamt Dresden vom 16. bis zum 25. Februar 2021 vor 14 Dresdner Schulen und Kindertagesstätten Geschwindigkeitsmessungen durch. Von rund 4.000 kontrollierten Fahrzeugen missachteten 240 die zulässige Höchstgeschwindigkeit. "Wegen des Lockdowns waren Schulkinder in den vergangenen Wochen im Straßenverkehr kaum präsent", sagte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel. "Mit der Rückkehr der Schülerinnen und Schüler an die Grundschulen müssen alle Verkehrsteilnehmer wieder ihren Beitrag zu sicheren Schulwegen leisten." Zu schnelles Fahren gefährde alle und insbesondere jüngere Schulkinder. Sie könnten die Geschwindigkeiten oftmals noch nicht zuverlässig einschätzen.

09:43 Uhr | Kostenlose Schnelltests im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bietet ab Sonnabend kostenlose Corona-Schnelltests für Beschäftigte an, die beruflich einer Testpflicht unterliegen. Dazu gehören etwa Friseure, Fußpfleger und Mitarbeiter von Fahrschulen. Diese dürfen ab dem 1. März wieder öffnen. Insgesamt werden vier Testzentren in Dippoldiswalde, Bannewitz, Neustadt und Heidenau eingerichtet.

09:24 Uhr | Schulöffnungen in Sachsen doch nicht durch Forscher begleitet

Schon seit Mitte Februar sind in Sachsen die Grundschulen wieder geöffnet. Das Infektionsgeschehen dort sollte laut Kultusministerium durch zwei Forscher wissenschaftlich begleitet werden. Doch laut dem ARD-Magazin "Kontraste" wissen die beiden Forscher nichts davon.

09:03 Uhr | Wirtschaft begrüßt Duligs Öffnungsstrategie

Vertreter der sächsischen Wirtschaft begrüßen den Vorstoß von Wirtschaftsminister Martin Dulig, den Ausstieg aus dem Lockdown nicht mehr nur an den Inzidenzwert zu knüpfen. Der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Jörg Dittrich, sagte am Freitagabend, es sei ein richtiger Schritt auf dem Weg des Ermöglichens. Die Unternehmen bräuchten eine Rückkehr in die Normalität. Dulig will verstärkt auf Schnelltests setzen. Diese sollen überall bereitgestellt werden: in Geschäften, Restaurants, Hotels und Kulturstätten. Zudem können Kunden und Gäste Negativ-Tests mitführen. Für Menschen mit der zweiten Impfung sind weitere Erleichterungen geplant. Dulig will das Konzept in der kommenden Woche im sächsischen Kabinett einbringen.

08:42 Uhr | Hilfe, die nicht ankommt - kleine Unternehmen in der Pandemie

Gastronomen und Einzelhändler sind bekannte Opfer der Pandemie. Aber es gibt auch leidtragende Unternehmer in Branchen, die nicht so sehr im Fokus stehen. So fühlt sich auch der soloselbstständige Dentaltechniker Volker Schmidt von der Politik vergessen.

08:13 Uhr | Impfbereitschaft in der Pflege zu gering

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat an das Personal in Pflegeheimen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die bisherige Bereitschaft sei nicht zufriedenstellend, sagte die Ministerin in Dresden. Köpping zufolge hat sich bislang nicht einmal ein Viertel der Beschäftigten impfen lassen. Dabei sei das Einverständnis in den Städten höher als in einigen ländlichen Regionen. In Sachsen gibt es 690 Pflegeheime. Köpping zufolge sind in 13 Einrichtungen die Bewohner noch nicht gegen Corona geimpft.

05:46 Uhr | Semperopernball soll nach Corona-Pause 2022 wieder stattfinden

Nachdem der Semperopernball in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste, soll es im nächsten Jahr auf jeden Fall weitergehen. Wie der Ballverein mitteilte, wird der Ball am 28. Januar 2022 wieder stattfinden. Zum Neustart sind dann auch einige konzeptionelle Änderungen geplant. Unter anderem soll der umstrittene St. Georgs-Orden nicht mehr verliehen werden. Um die Zeit bis zum nächsten Ball zu überbrücken, veranstaltet der Semper Opernball e.V. am 25. Juni dieses Jahres "Die Große Sommer-Benefizgala des SemperOpernballs".  

05:29 Uhr | Corona-Selbsttests vor Zulassung

Anfang März sollen die ersten von rund 30 beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragten Corona-Selbsttests offiziell zugelassen werden. Sie sollen dann in Apotheken, Drogerien und im Internet erhältlich sein. In vielen Ländern Europas kommen sie längst zum Einsatz. Sie werden bereits sehnsüchtig in der Praxis erwartet, etwa in Kitas und Schulen.

05:13 Uhr | Impftruck erfreut Kommunen im Vogtland

Der Einsatz eines sogenannten Impftrucks im oberen Vogtland war ein voller Erfolg. Das haben die sechs am Modellprojekt beteiligten Kommunen am Freitag in Klingenthal bekannt gegeben. Sie hatten sich für die mobile Impfstation stark gemacht, weil das Impfzentrum des Vogtlandkreises in Eich für die Senioren nur schwer zu erreichen ist.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 27.02.2021 | 19:00 Uhr

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