Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 27.03.: Vogtländische Ärzte richten Impfappell an Mitmenschen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Mehrere Menschen warten vor dem am selben Tag eröffneten zweiten Impfzentrum im Vogtland.
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Meldungen am Folgetag

19:38 Uhr | Tickerende

Das war's mit dem Corona-Ticker für heute. Damit Sie keine Entzugserscheinungen bekommen, sind wir schon morgen mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen zurück. Wir wünschen Ihnen einen ruhigen und entspannten Samstagabend im Kreise Ihrer Lieben. Bleiben Sie gesund!

19:05 Uhr | 45 Anzeigen nach Demonstration in Chemnitz

Die nicht genehmigte Demonstration in Chemnitz hat für einige Teilnehmer ein Nachspiel. Wie die Polizei mitteilte, hat sie 40 Ordnungswidrigkeiten- und fünf Strafanzeigen aufgenommen. Unter anderem wird gegen einen 29-Jährigen ermittelt, weil er Polizisten angegriffen und bedroht haben soll. Außerdem soll er den Hitlergruß gezeigt haben. Der Mann war Teil einer Gruppe von 25 Personen, aus der eine Flasche auf einen Beamten geworfen worden war.

Darüber hinaus gab es laut Polizei zahlreiche Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung. 20 Personen mussten in sogenannten Unterbindungsgewahrsam genommen werden.

18:52 Uhr | 1.101 neue Corona-Infektionen in Sachsen

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen melden am Sonnabend 1.101 neue Corona-Infektionen. Das sind 52 mehr als vor einer Woche. Von den 1.477 Intensivbetten im Freistaat sind derzeit 1.153 belegt, 260 davon mit Covid-19-Patienten. 324 Intensivbetten sind frei. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden elf neue Todesfälle gemeldet. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der an Corona gestorbenen Menschen im Freistaat auf 8.416.

18:32 Uhr | Spahn: Lockdown muss nach Ostern weitergehen

Bundesgesundheitsminister Spahn hält einen weiteren Lockdown nach Ostern für erforderlich. Angesichts der Corona-Infektionszahlen müssten nochmals mindestens 10 bis 14 Tage lang Kontakte und Mobilität heruntergefahren werden, sagte der CDU-Politiker am Sonnabend bei einer Bürgerfragestunde im Internet.

18:18 Uhr | Flaschen auf Beamte geworfen

In der Chemnitzer Innenstadt haben am Sonnabend Gegner der Corona-Einschränkungen demonstriert, darunter auch Rechtsextreme. Nach Angaben von Reportern wurden Flaschen gegen Polizisten geworfen. Bei den Angreifern habe es sich um etwa 20 Personen gehandelt, die Ansammlung sei aber weit größer gewesen.

Die Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen war Sonnabend ebenso wie eine Gegendemonstration von der Stadt verboten worden. Die Anmelder des Bündnisses "Chemnitz steht auf" waren später mit Eilanträgen sowohl am Verwaltungsgericht Chemnitz als auch am Oberverwaltungsgericht Bautzen gescheitert.

Polizisten mit dunklen Helmen werden von zahlreichen Demonstranten umringt.
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17:14 Uhr | Auch in Dresden Demonstrierende auf der Straße

Ähnlich wie in Chemnitz und Zwickau sind auch in Dresden am Sonnabend Gegner der Corona-Einschränkungen durch die Innenstadt gelaufen. Dabei wurden Journalisten bedroht. Die Versammlung war nicht angemeldet. Nach Reporterangaben lag die Teilnehmerzahl im dreistelligen Bereich. Bei der Kundgebung wurde gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen.

Menschen laufen in großer Gruppe durch eine Straße.
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16:55 Uhr | Chefarzt von Zittauer Corona-Station stirbt an Corona

Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Zittauer Krankenhaus ist offenbar am Corona-Virus gestorben. Das hat die Sächsische Zeitung gemeldet. Auf seiner Internetseite hat das Klinikum Oberlausitzer Bergland einen Nachruf für Dr. Wolfgang Eipperle veröffentlicht. Der Mediziner war erst seit April vergangenen Jahres am Zittauer Krankenhaus tätig. Er war unter anderem Facharzt für Intensivmedizin. Die Corona-Station am Zittauer Krankenhaus arbeitete unter seiner Leitung. Der 61-Jährige starb am 11. März in der Dresdner Uniklinik.

15:32 Uhr | 200 Menschen demonstrieren in Zwickau

In Zwickau haben sich am Sonnabend um kurz nach 15 Uhr reichlich 200 Demonstrierende versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren. Wie MDR-Reporter berichten, wird die angemeldete Kundgebung auf dem Platz der Völkerfreundschaft von Musik und Luftballons flankiert. Außerdem waren fünf bis sechs Autokorsos zu hören, die hupend auf dem Platz eintrafen. Die Polizei ist mit zahlreichen Streifenwagen vor Ort. Nach Reporterangaben läuft die Demonstration friedlich ab, allerdings tragen nicht alle Teilnehmenden einen Mund-Nasen-Schutz. Darüber hinaus sind die Abstände zwischen den Menschen nicht überall coronakonform.

Auf dem Platz der Völkerfreundschaft haben sich am Sonnabend in Zwickau 200 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zu demonstrieren.  (Eine große Menschenmenge mit zahlreichen bunten Regenschirmen steht auf einem asphaltierten Platz vor einer gelblichen Häuserfront.)
Trotz Schneeregens und kühler Temperaturen trafen sich die Demonstrierenden in Zwickau zu ihrer Kundgebung. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

15:02 Uhr | Vogtländische Ärzte richten Impfappell an Mitmenschen

Mehr als 60 Ärzte und Zahnärzte im Vogtland haben sich mit einem Appell an ihre Mitmenschen gewandt. Darin fordern sie alle Vogtländer auf, sich testen und impfen zu lassen. Das helfe, die Infektionszahlen zu reduzieren und zur Normalität zurückzukehren. Der Appell geht auf eine ähnliche Aktion von 50 Medizinern der Region Hof Anfang des Monats zurück.

14:55 Uhr | Wöller: Infektionsschutz ist nicht immer durchsetzbar

Sachsens Innenminister Roland Wöller hält den Infektionsschutz bei Corona-Protesten der "Querdenken"-Bewegung nicht unter allen Umständen für durchsetzbar. "Die Polizei muss erstens das Versammlungsrecht gewährleisten, zweitens Auflagen oder Verbote durchsetzen und drittens den Infektionsschutz berücksichtigen", sagte Wöller der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse". Dies seien "Dinge, die nicht überall, gleichzeitig und auf einmal derart möglich sind, dass eine gesamte Veranstaltung friedlich bleibt".

14:36 Uhr | Kleinere Gruppe versammelt sich auf Chemnitzer Marktplatz

Obwohl die Kundgebung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Chemnitz untersagt wurde, haben sich nach Angaben von MDR-Reportern etwa 50 bis 60 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Die Polizei spricht potenzielle Demoteilnehmer sofort an und versucht, mögliche Versammlungen zeitnah aufzulösen. In sozialen Netzwerken ist davon die Rede, dass andere Protestgruppen nun nach Zwickau ausweichen wollen. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hatte am Sonnabend das von der Stadt Chemnitz verhängte Versammlungsverbot bestätigt.

Trotz Demonstrationsverbots haben sich am Sonnabend in Chemnitz am frühen Nachmittag 50 bis 60 Demonstranten eingefunden.
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14:19 Uhr | Neues Chemnitzer Impfzentrum nimmt den Betrieb auf

Der Umzug des Chemnitzer Impfzentrums ist abgeschlossen. Am Sonnabend hat die Einrichtung in der Richard-Hartmann-Halle ihren Betrieb aufgenommen - zwei Tage früher als geplant. In der Hartmann-Halle können mehr Impfstrecken aufgebaut werden als am früheren Standort in der Wilhelm-Raabe-Straße. Nach Angaben der Stadt ist es jetzt möglich, täglich bis zu 3.000 Menschen zu impfen, vorausgesetzt es ist genügend Impfstoff vorhanden. Geimpft wird an sieben Tagen in der Woche, auch zu Ostern. Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Impfen sowie für organisatorische Fragen ist das DRK.

Eine Menschenschlange bildet sich vor dem Eingang des neuen Impfzentrums in Chemnitz
Eine Schlange von wartenden Menschen bildete sich am Sonnabend vor dem Eingang des neuen Impfzentrums in Chemnitz. Bildrechte: Harry Härtel

13:45 Uhr | Dresden verschärft Corona-Schutz, aber Läden sollen offen bleiben

Angesichts steigender Corona-Zahlen wählt Dresden eine zweitgeteilte Strategie. Wie die Stadt mitteilte, würden entsprechend der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ab Dienstag wieder Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum in Kraft treten. Dresden hatte am Sonnabend zum dritten Mal in Folge die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Keine Verschärfungen soll es hingegen für den Handel geben. Mit Blick auf eine in Kürze in Kraft tretende neue Corona-Schutz-Verordnung sollen Geschäfte weiter offen bleiben.

Dirk Hilbert
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Die aktuelle Regelung führt dazu, dass wir am kommenden Dienstag alles schließen müssten, um es dann laut dem vorliegenden Entwurf der neuen Verordnung ab dem 6. April 2021 wieder unabhängig der Inzidenz öffnen zu können. Eine Schließung für wenige Tage ist weder pragmatisch noch erklärbar, sondern mit übertrieben Härten und Kosten verbunden.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister der Stadt Dresden

13:18 Uhr | Eine Milliarde Euro für lernschwache Schüler

Zur Unterstützung lernschwacher Schüler plant Bundesbildungsministerin Anja Karliczek ein bundesweites Nachhilfeprogramm. Die CDU-Politikerin sagte den Funke-Medien, am Ende des Schuljahres solle es in allen Bundesländern Erhebungen über den Lernstand in den Kernfächern geben.

Anja Karliczek
Anja Karliczek Bildrechte: imago images / Arnulf Hettrich

20 bis 25 Prozent der Schüler hätten vermutlich große oder sogar dramatische Rückstände. In den Sommerferien oder spätestens zum neuen Schuljahr sollten zusätzliche Förderangebote bereitgestellt werden. Die Kosten bezifferte Karliczek auf eine Milliarde Euro.

12:55 Uhr | Wocheninzidenz für Sachsen steigt auf 176

Die Wocheninzidenz auf 100.000 Einwohner steigt in Sachsen weiter deutlich an. Am Sonnabend meldete das Robert-Koch-Institut einen Wert von 176. Bundesweit beträgt die Inzidenz nun 125. Am stärksten ist in Sachsen nach wie vor das Vogtland betroffen. Hier ging die 7-Tage-Inzidenz am Sonnabend auf 406 leicht zurück. Am Vortag waren es 419 gewesen. Weitere vier Regionen haben Werte von mehr als 200: Landkreis Zwickau (270), Erzgebirgskreis (239), Stadt Chemnitz (238) und der Landkreis Nordsachsen (207). Nur die Stadt Leipzig liegt mit einem Wert von 78 unter der Marke von 100.

12:28 Uhr | OVG bestätigt Demoverbot in Chemnitz

Die für Sonnabend geplante Kundgebung des Bündnisses "Chemnitz steht auf" gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bleibt untersagt. Nach dem Chemnitzer Verwaltungsgericht bestätigte auch das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen das von der Stadt Chemnitz verhängte Versammlungsverbot. Ausschlaggebend sei die besondere Gefährdungslage mit hohen Corona-Inzidenzwerten in der Stadt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die 7-Tage-Inzidenz dort derzeit bei 238.

Trotz des Verbots haben verschiedene Gruppen ihr Kommen angekündigt. Die Polizei zeigt deshalb deutlich Präsenz. MDR SACHSEN ist vor Ort und beobachtet die Lage.

Mehrere Polizeiwagen bei ihrem Weg durch die Chemnitzer Innenstadt.
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12:12 Uhr | Spahn beantwortet im Internet Fragen zu Corona

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich am heutigen Sonnabend ab 14 Uhr im Internet den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Impfsituation, zu Schnelltests und anderen Themen rund um die Corona-Pandemie. Der Livestream wird auf der Seite www.zusammengegencorona.de übertragen.

Gesundheitsminster Jens Spahn im Interview
Bundesgesundheitsminster Jens Spahn Bildrechte: ZDF

Neben Spahn kann unter anderem auch der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, befragt werden. Mit dabei ist zudem die Tübinger Notärztin Lisa Federle. Sie gilt als treibende Kraft des Modellversuchs in der baden-württembergischen Stadt - mit Öffnungsschritten und verstärkten Tests. Fragen können vorab auf der Homepage über ein Online-Formular eingegeben werden.

12:02 Uhr | Pandemie verändert unser Verhalten

Die Corona-Pandemie verändert unser Verhalten. Statt sich die Hand zu geben, wird freundlich gegrüßt und spazieren gehen ist zum Hobby vieler geworden. Auch nach der Pandemie wollen die Menschen einige Dinge beibehalten, wie eine Umfrage des evangelischen Magazins Chrismon ergeben hat. So gaben 62 Prozent der Befragten an, sich auch nach Corona lieber freundlich zu grüßen, statt sich die Hand zu geben. 79 Prozent wollen auch weiterhin viel spazieren gehen und 23 Prozent wollen in Zukunft häufiger von zu Hause aus arbeiten.

11:32 Uhr | Verhaltener Optimismus bei Virologen

Deutsche Virologen sind verhalten optimistisch. Impfungen würden Sterbezahlen und schwere Verläufe drastisch senken – trotz Mutanten. Da sind sich die neun deutschen Virologinnen und Virologen einig, die sich am Abend zum Abschluss der jährlichen Fachtagung der Gesellschaft für Virologie den Fragen von Nutzerinnen und Nutzern von MDR WISSEN gestellt haben. Ob aber schon im Sommer alles gelockert werden kann, erscheint ihnen fraglich.

11:18 Uhr | Weiter Erleichterungen für Sonntagsarbeit und Überstunden

Wegen der Corona-Pandemie gibt es weiter für zahlreiche Tätigkeiten in Sachsen eine Ausnahme vom Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit. Zugleich wird in einigen Fällen die tägliche Höchstarbeitszeit bis auf zwölf Stunden verlängert. Die Landesdirektion hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die am 1. April in Kraft tritt und bis Ende Juni gilt. Sie löst die bisherige Verfügung von Mitte Dezember vergangenen Jahres ab. Direktionspräsidentin Regina Kraushaar sagte, mit der neuen Allgemeinverfügung sei zum Beispiel der Betrieb von Corona-Testzentren auch an Sonn- und Feiertagen möglich.

10:11 Uhr | Sachsens Krankenhäuser in wirtschaftlicher Not

Die Krankenhäuser in Sachsen geraten wegen der Corona-Pandemie immer mehr in wirtschaftliche Nöte. Nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft Sachsen sind alle Einrichtungen von Einnahmeverlusten betroffen. Wegen Corona komme es immer wieder zu Minderbelegungen, weil andere Behandlungen verschoben werden. Die Kosten liefen jedoch unverändert weiter. Der Vizecef der Krankenhausgesellschaft, Friedrich München, forderte Unterstützung aus der Politik, um die Budgets und die Zahlungsfähigkeit der Häuser zu sichern. Das sächsische Sozialministerium erklärte, keine Kenntnisse über coronabedingte Zahlungsschwierigkeiten bei Krankenhäusern zu haben.

09:41 Uhr | Corona-Notstand in Tschechien verlängert

Tschechien hat den Corona-Notstand um zwei Wochen verlängert. Das entschied das Parlament in Prag am Abend. Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte einschränken. So dürfen aufgrund hoher Infektionszahlen die Tschechen bis zum 11. April ihre Wohnbezirke nur in Ausnahmefällen verlassen. Das Robert-Koch-Institut wies das Land inzwischen als Hochinzidenzgebiet aus, gemeinsam mit Frankreich und der Slowakei. Die Einstufung als Virusvarianten-Gebiet wurde für Tschechien, die Slowakei und Tirol zurückgenommen.

09:14 Uhr | Demos in Chemnitz und Schwarzenberg untersagt

Der Erzgebirgskreis hat eine für heute geplante Demonstration von Gegnern der Corona-Einschränkungen in Schwarzenberg verboten. Zuvor hatte bereits die Stadt Chemnitz zwei Demonstrationen untersagt. Zu den Kundgebungen dort waren insgesamt 1.500 Teilnehmer angemeldet worden. Die Stadt und der Kreis begründeten die Verbote mit einer Inzidenz von über 200 sowie den fast vollständig belegten Intensivbetten in den Krankenhäusern der Region.

08:56 Uhr | Infektionszahlen in Sachsen steigen weiter

In Sachsen wurden erneut mehr Corona-Fälle registriert. Bis zum Abend meldeten die Gesundheitsämter 1.577 neue Fälle und damit rund 280 mehr als noch eine Woche zuvor. Einen besonders hohen Anstieg meldeten das Vogtland, der Erzgebirgskreis und die Stadt Dresden. Die sächsischen Schulen sind nach Ansicht des Kultusministeriums kein Corona-Infektionsherd. Wie das Ministerium mitteilte, gab es unter den Schülern in dieser Woche 191 positive Fälle. Bei fast 150.000 Tests an den Schulen entspricht das einer Infektionsrate von 0,13 Prozent.

Das Robert-Koch-Institut sieht Schulen dagegen sehr wohl als Infektionsherde. Demnach ist die Zahl der Infektionen in allen Altersgruppen gestiegen, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, heißt es im jüngsten Online-Lagebericht des RKI. Auch bundesweit verschärft sich die Infektionslage weiter. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 125. Vor einer Woche lag der Wert noch bei rund 100.

08:21 Uhr | Polen verschärft Lockdown weiter

In Sachsens Nachbarland Polen gelten seit heute noch strengere Corona-Beschränkungen. Jetzt müssen auch Möbelgeschäfte und Baumärkte wieder schließen, das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Grund ist der drastische Anstieg von Corona-Neuinfektionen. Er hatte gestern den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Die Bundesregierung hat Polen bereits als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise ist deshalb nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

08:00 Uhr | Online-Preisverleihung für junge Forscher

Das Finale des sächsischen Landeswettbewerbs von "Jugend forscht" findet wegen der Corona-Pandemie heute live im Internet statt. Ab 9 Uhr startet die Übertragung des Rahmenprogramms, unter anderem mit der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge. Am Nachmittag findet die Kür der Sieger statt, die am Bundesfinale im Mai teilnehmen werden.

07:45 Uhr | Diskussion um Astrazeneca bremst Impffortschritt in Sachsen

Sachsen liegt bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus bundesweit auf dem letzten Platz - obwohl der Freistaat wegen seiner Nähe zu den Risikogebieten Polen und Tschechien sowie steigender Fallzahlen mehr Impfstoff erhält als andere Bundesländer. Ein Grund für den Verzug sind offenbar Vorbehalte gegen den Impfstoff Astrazeneca. Dieser darf seit dem vergangenen Wochenende wieder verimpft werden. Aber der kurzzeitige Impfstopp und die öffentlichen Diskussionen über eine möglicherweise geringere Wirksamkeit haben Spuren hinterlassen. Zahlreiche Sachsen sind offenbar verunsichert und sagen Impftermine ab oder nehmen sie gar nicht erst wahr. Hausärzte sollen deshalb für mehr Vertrauen sorgen und den Stoff verimpfen.

07:35 Uhr | Besuchereinbruch in Sachsens Schlössern und Parks

Im vergangenen Jahr haben knapp 1,2 Millionen Menschen die staatlichen Schlösser, Burgen und Parks in Sachsen besucht. Das sind 45 Prozent weniger als 2019, wie die Verwaltung in ihrer Jahresbilanz mitteilte. Hauptgrund sei die fast viermonatige Corona-Zwangspause gewesen. Besonders betroffen waren demnach Häuser mit sonst erfolgreicher Wintersaison, wie Schloss Moritzburg mit seiner begehrten "Aschenbrödel"-Schau.

07:12 Uhr | Nur Online dabei - Beisetzungen in Corona-Zeiten

Wegen der Corona-Pandemie können auch Beerdigungen derzeit nicht in gewohnter Form stattfinden. Statt einer großen Trauergemeinde dürfen in Sachsen nur maximal zehn Personen zusammenkommen. Das macht für alle, die nicht dabei sein dürfen, den Abschied noch schwerer. Deswegen bieten bundesweit mehrere Bestattungsunternehmen inzwischen eine neue Form der Teilnahme an: per Live-Übertragung im Internet. Das Angebot nutzen auch Hinterbliebene in Sachsen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.03.2021 | ab 07:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 27.03.2021 | 19:00 Uhr

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