Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 20.02.: Spahn fordert höhere Impfpriorität für Lehrkräfte und Kita-Mitarbeitende

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Krankenschwester hält Spritze mit Corona-Impfung
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Meldungen am Folgetag

20:00 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen für heute. Am Sonntag sind wir mit neuen Informationen wieder für Sie da. Bis morgen und bleiben Sie gesund!

19:02 Uhr | Die aktuellen Corona-Zahlen für Sachsen

Die Gesundheitsämter der sächsischen Großstädte und Landkreise haben am Sonnabend 412 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das sind 130 Fälle mehr als am Sonnabend der Vorwoche. Auch die Sieben-Tages-Inzidenz in Sachsen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 79. Die höchste Inzidenz herrscht im Vogtlandkreis (180), am niedrigsten ist der Wert in den Städten Leipzig und Chemnitz (44). Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 13 auf insgesamt 7.511. Eine Gesamtübersicht finden Sie hier.

18:50 Uhr | Bundesgesundheitsminister Spahn für höhere Impf-Priorität bei Lehrkräften und Kita-Mitarbeitenden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, dass Kita-Mitarbeitende sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer von der dritten in die zweite Prioritätengruppe hochgestuft werden sollen. Es sei gesellschaftlich wichtig, dass die Einrichtungen den Betrieb wieder aufnähmen. Zuvor hatte die niedersächsische Landesregierung angekündigt, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher früher als geplant zu impfen. Zusammen mit anderen Bundesländern soll erreicht werden, dass der Bund die Impfverordnung ändere. - Derzeit genießen vor allem über 80-Jährige sowie Personen im Pflege- und medizinischen Dienst höchste Impfpriorität.

16:44 Uhr | Autokorsos gegen Corona-Maßnahmen in Dresden und Annaberg-Buchholz

Am Sonnabend haben in Dresden hunderte Menschen mit einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich 482 Fahrzeuge an der Aktion beteiligt. Aufgerufen hatten zu dem Autokorso unter dem Motto "Lautstarke Aufklärung" die Bürgerinitiativen "Eltern Stehen Auf" und "Querdenken 351 Dresden".

Auch in Annaberg-Buchholz versammelten sich rund 500 Menschen, um mit einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Reporterangaben zufolge musste die Polizei mehrfach wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingreifen.

16:15 Uhr | Polen denkt über Grenzschließungen nach

Polen erwägt wegen des Infektionsgeschehens strengere Einreiseregeln an den Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Slowakei. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP für nächste Woche eine Entscheidung an. Für Menschen, die mit einem Testergebnis ihre Gesundheit nachweisen könnten, blieben die Grenzen offen. Das könne sich aber abhängig von der Entwicklung ändern.

Auch Deutschland reagierte bereits auf die Entwicklungen in Tschechien. Nach einer Verordnung des Bundesinnenministeriums gelten für Pendler aus Tschechien seit vergangenem Sonntag verschärfte Einreiseregeln in den Freistaat. Das sächsische Kabinett hatte die Regelungen für einige Arbeitnehmer gelockert.

15:41 Uhr | Noch keine Impftermine für Lehrpersonal und Polizeibeamte

Lehrer und Polizisten konnten zeitweise auf dem sächsischen Impfportal Termine für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Doch das Buchungsportal war versehentlich zu früh freigeschaltet worden. Bereits vereinbarte Termine werden laut DRK-Sprecher Kai Kranich trotzdem durchgeführt.

15:16 Uhr | Beginn der dritten Welle steht bevor

Inzwischen liegen immer mehr Daten zur Verbreitung der ansteckenderen Corona-Variante aus Großbritannien in Deutschland vor. Und die zeigen: Die dritte Welle steht kurz vor dem Anfang.

14:56 Uhr | Höhere Ausbildungsprämie geplant

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will im März ein neues Förderprogramm für Ausbildungsplätze auflegen und Unternehmen dabei eine erhöhte Prämien anbieten. Der SPD-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, viele Betriebe zögerten, ob sie angesichts der wirtschaftlichen Lage, Ausbildungsplätze anböten. Aber ein Einbruch bei den Ausbildungsstellen wäre für alle fatal.

Die Ausbildungsprämie werde daher großzügiger als bislang bemessen. Seit vergangenem Sommer können kleine und mittelständische Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.

14:27 Uhr | Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen ermöglichen

Zahlreiche Einrichtungen aus Wissenschaft, Sport und Kultur wollen mit einem Stufenplan ermöglichen, dass trotz der Corona-Pandemie Veranstaltungen stattfinden können. Laut des Positionspapiers soll jeweils ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept vorliegen.

Die Auslastung soll in Hallen bei höchstens 30 Prozent liegen, im Außenraum bei höchstens 40 Prozent. Die Tickets werden personalisiert, medizinische Masken sind Pflicht und auf den Verkauf von Speisen oder Getränken wird verzichtet. Je größer der Aufwand zur Infektionsvermeidung ist, desto mehr Zuschauer werden erlaubt.

Das Konzept wird unter anderem von Virologen getragen, mehreren Sportverbänden sowie von Organisatoren von Musikfestivals wie Wacken und Rock am Ring.

13:38 Uhr | Merkel sieht Digitalisierungsschub durch Pandemie

Die Corona-Pandemie wird laut Kanzlerin Angela Merkel einen nachhaltigen Schub für die Digitalisierung bringen. Sie verwies in ihrem wöchentlichen Videopodcast auf digitalen Unterricht, virtuelle Hörsäle und Videokonferenzen. Das alles sei aus der Krise geboren, aber man könne es auch als Rückenwind sehen. Die Bundesregierung wolle das Lernen mit digitalen Angeboten verbessern, betonte die Kanzlerin. Gerade ältere Menschen wünschten sich mehr Hilfsangebote.

Seit heute könne die Lernapp "Stadt/Land/Datenfluss" heruntergeladen werden. Sie wurde vom Volkshochschulverband entwickelt und bietet Informationen zum Thema Daten und Datenschutz.

13:04 Uhr | Zoo der Minis in Aue suchen Unterstützer

Der andauernde Lockdown bringt auch die Tierparks in finanzielle Nöte. Fehlenden Einnahmen stehen laufende Kosten für Futter und Energie gegenüber. Mit einer kreativen Idee stemmt sich der Zoo der Minis in Aue dagegen.

12:01 Uhr | Nach Facebook-Appell an Politiker: MP Kretschmer trifft Kati Witt

Nachdem Katarina Witt Anfang vergangener Woche in einem Facebook-Post die politischen Maßnahmen gegen die Pandemie kritisierte, traf sich die ehemalige Eiskunstläuferin gestern mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Er bedankte sich via Instagram für das gute Gespräch. Über die konkreten Inhalte ist bislang nichts bekannt.

Katarina Witt hatte in einem Facebook-Post am 8. Februar auf die missliche finanzielle Lage kleiner mittelständischer Unternehmen, Einzelhändler, Solo-Selbstständiger und Künstler aufmerksam gemacht. Sie forderte Politiker und Entscheidungsträger als Akt der Solidarität dazu auf, komplett auf ihr Einkommen und Diäten zu verzichten.

Ich bin mir sicher, wenn Politiker diese ökonomische Selbsterfahrung machen würden und die damit einhergehende Verzweiflung, beim ängstlichen Blick auf das schrumpfende Bankkonto, würden Entscheidungen flotter und unbürokratischer getroffen werden.

Katarina Witt Ehemalige Eiskunstläuferin

11:40 Uhr | Spontanimpfungen könnten häufiger werden

Allein in Sachsen gab es in den vergangenen Wochen rund 3.000 übrig gebliebene Impfdosen, die spontan verimpft werden mussten. Dabei sorgten auch immer wieder Meldungen über Impfungen von bisher nicht priorisierten Personen für Schlagzeilen. Wie es zu solchen Spontanimpfungen kommt und warum das Problem noch größer werden könnte, erklärt Sachsens DRK-Sprecher Kai Kranich im Interview.

11:25 Uhr | Neues Testzentrum in Bad Brambach eröffnet

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen hat heute ein weiteres Corona-Testzentrum an der Grenze zu Tschechien eröffnet. Wie Geschäftsführer Jens Leistner mitteilte, ist es am Grenzübergang in Bad Brambach zu finden. Dort können sowohl Schnelltests als auch Laborproben für eine PCR-Diagnostik abgenommen werden.

Der Rettungszweckverband betreibt eine ähnliche Einrichtung bereits in Klingenthal, die auch samstags bis 16 Uhr geöffnet ist.

10:19 Uhr | Kassenärztliche Vereinigung will Impfungen mit Astra-Zeneca-Impfstoff vorantreiben

Zuletzt gab es Berichte über freibleibende Impftermine mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff. Eine Lösung könnte laut dem Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Klaus Heckemann, in der Aussetzung der Priorisierungsregelung liegen. Er plädierte dafür, den Astra-Zeneca-Impfstoff für alle frei zugänglich zu machen.

09:40 Uhr | Podcast der TU Chemnitz zum Thema "digitale Arbeit"

Die Technische Universität Chemnitz hat einen neuen Podcast zum Thema "der Preis der digitalen Arbeit" veröffentlicht. Darin spricht der Soziologe Dr. Philipp Lorig darüber, wie die Pandemie die Arbeitswelt auf den Kopf stellt, dass digitale Arbeitsmodelle auf dem Vormarsch sind und was das für die Zukunft der Arbeit bedeutet.

Diesen und alle anderen bereits erschienen Podcasts der TU Chemnitz können sie hier nachhören.

09:10 Uhr | Warum trifft Corona Tschechien so hart?

Die Corona-Lage in Tschechien ist dramatisch. Besonders betroffen ist das Bäder-Dreieck rund um Karlsbad. MDR-Korrespondent Danko Handrik hat es geschafft, mit Abstand den Menschen dort näherzukommen. Viele berichten ihm von langen Wartezeiten, bevor man einen Corona-Test machen kann oder von Menschen, die Mindestabstände oft nicht einhalten.

08:57 Uhr | Kultusministerium weist Schulen zu Digitalunterricht an

Für Sachsens Schulen gibt es erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Vorgaben im Umgang mit dem häuslichen Lernen. Nach Informationen von MDR AKTUELL hat das Kultusministerium ein Schreiben an alle Schulen geschickt. Kultusminister Christian Piwarz reagiert damit nach eigenen Angaben auf Fälle, in denen Lehrerinnen und Lehrer den Distanzunterricht verweigerten. In dem Schreiben heißt es, häusliche Lernzeit sei Unterrichtszeit. Ein völliger Verzicht auf Online-Angebote sei nicht angemessen. Vorgeschrieben werden unter anderem verlässliche Strukturen, Feedback und das Angebot von Präsenz-Sprechzeiten.

08:45 Uhr | Rückstand beim Schwimmunterricht laut DLRG kaum aufzuholen

Der Lockdown führt nach Ansicht der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zu einem nicht aufholbaren Rückstand beim Schwimmunterricht für Grundschüler. Wie DLRG-Sachsen-Geschäftsführer Sebastian Knabe mitteilte, gibt es auch nach einer Öffnung zu wenige Schwimmhallen. Außerdem fehlten Schwimmlehrerinnen und -lehrer.

Laut des sächsischen Kultusministeriums haben rund 10.000 Zweitklässler im vergangenen Schuljahr keinen oder nur zum Teil Schwimmunterricht erhalten. Für das aktuelle Schuljahr müssten die Zahlen noch ermittelt werden.

08:30 Uhr | Impfbus für Senioren rollt durch Sachsen

Die Politik nennt es mobiles Impfzentrum, das DRK Mobile Medizinische Versorgungseinheit. Für andere handelt es sich schlicht um einen Impfbus. Egal, wie man den umgebauten Sattelauflieger nennt, darin kann man sich impfen lassen. In drei Gemeinden fährt der Bus vor, damit Über-80-Jährige geimpft werden und sich weite Wege ins Impfzentrum sparen können. Am Sonntag hält der Bus im mittelsächsischen Großhartmannsdorf, nächste Woche im vogtländischen Adorf.

08:12 Uhr | Kreuzchor hat es wegen Corona schwer Talente zu finden

Für den Dresdner Kreuzchor wird es in diesem Jahr besonders schwer, neue Gesangstalente aufzuspüren. Wie die Verantwortlichen mitteilten, soll eigentlich am 24. Februar das traditionelle Vorsingen losgehen. Derzeit wisse aber keiner, ob es im Innenhof, per Internet oder vielleicht doch live stattfindet, hieß es. Damit die Rekrutierung dennoch klappt, stehen die Talentsucher des Kreuzchores in engem Kontakt mit den Musiklehrern der Schulen. Diese hören sich potenzielle Sänger stellvertretend an.

08:00 Uhr | Senioren bleiben auch im Lockdown psychisch stabil

Ältere Menschen verkraften den Lockdown besser als gedacht. Zu diesem Schluss kommt die Forscherin Prof. Steffi Riedel-Heller vom Institut für Sozialmedizin in Leipzig. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 seien bei den untersuchten Menschen trotz der akuten Belastung und der fehlenden sozialen Kontakten Depressivität und Ängstlichkeit im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie nicht erhöht gewesen. Eine Rolle spielte dabei, dass es diese Menschen im Laufe ihres Lebens gelernt hätten, mit schwierigen Situationen umzugehen, so Riedel-Heller. Die Forscherin hatte mit ihrem Team rund 1.000 Menschen zwischen 65 und 90 Jahren befragt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 20.02.2021 | 19:00 Uhr

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