Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 20.03.: Freistaat gibt Impfdosen an Sachsen-Anhalt ab

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

19:21 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker für heute. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und sind morgen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

17:34 Uhr | Sachsen gibt Impfdosen an Sachsen-Anhalt ab

Sachsen gibt 10.000 Dosen seines zusätzlichen Impfstoffs von Biontech zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an Sachsen-Anhalt ab. Ein Regierungssprecher in Magdeburg sagte, darauf hätten sich die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Reiner Haseloff nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern verständigt. Vereinbart sei, dass 10.000 der 100.000 für Sachsen bestimmten Dosen in den Burgenlandkreis gehen, wo das Infektionsgeschehen besonders hoch ist. Es handele sich dabei um mitteldeutsche Solidarität bei der Bekämpfung der Pandemie.

Als ein Ergebnis des gestrigen Impfgipfels bekommen mehrere Bundesländer mit besonders belasteten Regionen oder Außengrenzen zusätzlichen Impfstoff. Dazu gehören neben Sachsen und Bayern auch das Saarland und Rheinland-Pfalz sowie Thüringen.

17:25 Uhr | Positiver Schnelltest: Chemnitz sagt Testspiel in Braunschweig ab

Wegen eines positiven Schnelltests auf das Coronavirus hat Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC ein für Sonntag geplantes Testspiel bei Zweitligist Eintracht Braunschweig vorsorglich abgesagt. Wie der CFC am Sonnabend mitteilte, wurde die betreffende Person umgehend von der Mannschaft isoliert. Bis zum Ergebnis des PCR-Tests sei der betroffene Spieler in häuslicher Quarantäne. Alle weiteren Schnelltests ergaben laut Verein ein negatives Ergebnis.

17:17 Uhr | Inzidenz in Sachsen steigt auf 134

Heute haben die sächsischen Landkreise und Großstädte 1.049 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zudem gab es 23 neue Todesfälle. Die sachsenweite Inzidenz der vergangenen sieben Tage steigt nach Angaben des Robert-Koch-Institutes auf 134. Nur in Dresden, Leipzig und im Landkreis Bautzen liegt die Inzidenz noch unter 100. Den höchsten Wert weist weiterhin der Vogtlandkreis auf (326). Auch die Zahl der aktiven Fälle im Freistaat wächst weiterhin. Heute liegt sie bei 11.526. Das sind 526 aktive Fälle mehr als gestern. Der bisherige Höchststand wurde an Heiligabend des vergangenen Jahres vermeldet (38.889).

16:16 Uhr | Neugeborene brauchen Körperkontakt

Babys brauchen Streicheleinheiten, Frühgeborene ganz besonders. Darüber sind sich Experten schon lange einig. Doch was ist, wenn Mama Corona hat? Trotzdem kuscheln, sagt die WHO, denn die Vorteile überwiegen.

15:57 Uhr | Jubiläumsfeier am Barockschloss Rammenau

Das Barockschloss Rammenau begeht dieses Jahr sein 300-jähriges Bestehen. Wie die Veranstalter mitteilten, soll das Jubiläumsjahr mit einer einer symbolischen Grundsteinlegung am 20. Juni beginnen. Begleitet werde das Festjahr unter anderem mit Vorträgen zum Schloss, seiner Geschichte und dem Park sowie Konzerten und Aufführungen.

Zu den Referenten gehört auch Hans-Henning von Kleist. Er ist der Nachfahre des ehemaligen Schlossbesitzers Friedrich von Kleist und betreibt heute in der Oberlausitz eine Leinenmanufaktur. In welchem Rahmen das Ganze stattfindet, zum Beispiel ob mit Publikum oder nicht, ist bislang nicht bekannt.

15:10 Uhr | Rekordumsatz bei Unternehmen 2019

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie habe die sächsischen Unternehmen einen neuen Rekordumsatz erzielt. Laut Statistischem Landesamt stieg der Umsatz um 6,2 Milliarden Euro.

14:42 Uhr | Patientenschützer: Lockerungen bei ausreichender Impfung von Älteren

Patientenschützer fordern, bei Entscheidungen über Corona-Beschränkungen stärker den Fortschritt der Impfungen der älteren Bevölkerung zu brücksichtigen. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, es braucht eine verbindliche Impfrate von 85 Prozent bei den über 80-Jährigen und 70 Prozent bei den über 70-Jährigen. Zusammen mit einem täglichen Test-Konzept für Schule, Kultur und Wirtschaft könne dies helfen, mit den Virus zu leben.

14:16 Uhr | Landkreis Görlitz muss Lockerungen zurücknehmen

Der Landkreis Görlitz verschärft wegen des überschrittenen Inzidenzwertes von 100 ab dem 23. März seine Corona-Maßnahmen. Wie das Landratsamt mitteilte, war der Wert binnen einer Woche an drei Tagen in Folge überschritten worden. Am Donnerstag lag der Wert bei 121, am Freitag bei 132 und heute liegt der Wert bei 143. Ab Dienstag werde es darum mit Lockerungen und Öffnungen wieder vorbei sein, so das Landratsamt.

Die Stadt Chemnitz musste bereits am 17. März die Lockerungen zurücknehmen. In anderen Landkreisen schließen ab dem kommenden Montag wieder Schulen und Kitas.

13:48 Uhr | Inzidenz in Sachsen steigt weiter an

Die Neuansteckungsrate in Sachsen steigt weiter an. Das Robert-Koch Institut meldete am Samstag eine Inzidenz von 133,8 für den Freistaat. Am Vortag hatte der Wert noch bei 127,1 gelegen. Bundesweit lag der Wert am Sonnabend bei 99,9.

Von den 13 Regionen in Sachsen liegen nur noch drei unter der 100er-Grenze, die Bund und Länder als kritische Marke definiert haben. Das sind der Landkreis Bautzen mit 95,7 sowie die beiden Großstädte Dresden (89,3) und Leipzig (81,3). Aber auch dort war die Tendenz in den vergangenen Tagen steigend. Corona-Hotspot in Sachsen bleibt das Vogtland. Der Inzidenzwert von 325,7 lag allerdings unter dem des Vortages mit 358,9.

13:01 Uhr | Stadtführerin wird Trauerrednerin

Menschen in ganz Sachsen befinden sich durch die Corona-Pandemie in beruflich schwierigen Zeiten. Für einige von ihnen birgt die Krise aber auch eine Chance auf einen Neuanfang oder eine berufliche Veränderung. So auch für Silke Rogalla aus Bautzen.

12:47 Uhr | Kritik an Einbindung der Hausärzte bei Impfung

Ulrich Weigelt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands, äußerte sich gestern Abend in einem ARD Extra kritisch zu der Einbindung der Hausärzte bei den Corona-Schutzimpfungen. Seiner Auffassung nach geht das zu langsam. "Es entsteht immer der Eindruck, dass wir sehr gut sind im Verwalten von dieser Pandemie, aber wir müssen jetzt Fahrt aufnehmen", so Weigelt. Zudem kritisierte er die priorisierte Impfstofflieferung an die Impfzentren. Viele Menschen würden sich lieber bei einem Hausarzt als bei einem Impfzentrum impfen lassen.

Warum muss ein Mensch auf dem Land 40 Kilometer in ein Impfzentrum reisen, wenn die Hausärzte nebenan wohnen?

Ulrich Weigelt Vorsitzender Deutscher Hausärzteverband

12:03 Uhr | Wie geht es der Jugend?

Wie geht es jungen Menschen nach einem Jahr Pandemie? Wie groß ist die Zukunftsangst? Wie könnte die Politik gegensteuern? Simon Schnetzer beleuchtet die Lebens- und Arbeitswelten der 14- bis 39-Jährigen.

11:07 Uhr | Kekulés Corona-Kompass zu Schwangeren und Brötchenkrümeln

In der Sonnabend-Ausgabe widmet sich Kekulés Corona-Kompass wie immer den Fragen der Hörerinnen und Hörer. Diesmal u.a.: Sollten sich Schwangere und stillende Mütter impfen lassen? Kann man sich durch Brötchenkrümel mit Sars-Cov2 anstecken? Und: Der Schnelltest war positiv, der PCR-Nachtest aber negativ. Wie kann das sein?

10:03 Uhr | Weniger Auslandsaufenthalte bei Studierenden

Trotz Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen wegen der anhaltenden Pandemie gehen sächsische Studierende weiter zeitweise zum Studium ins Ausland. Verglichen mit dem Herbstsemester des Vorjahres ist deren Zahl jedoch deutlich zurückgegangen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Universitäten ergab.

Grundsätzlich raten wir dringend von Ausreisen in Corona-Risikogebiete ab, oder wenn eine Corona-Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht.

Michael Flacke Sprecher Deutscher Akademischer Austauschdienst

Wie Mario Steinebach, Sprecher der TU Chemnitz, mitteilte, ist das Auslandsstudium jedoch stark vom Pandemiegeschehen und den im Zielland dazu geltenden Regelungen abhängig. Nicht selten stehe ein Quarantäne am Anfang des Auslandsaufenthalts und Lehrveranstaltungen fänden auch an Partnerhochschulen oft kombiniert als Präsenz- und Internetangebot oder rein virtuell statt, so Steinebach.

09:25 Uhr | Marburger Bund drängt auf Notbremse

Die Ärztevereinigung Marburger Bund warnt wegen der steigenden Corona-Infektionen vor Lockerungen. Wie die Vorsitzende Susanne Johna der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte, muss definitiv die vereinbarte Notbremse gezogen werden. Ausnahmen dürfe es nicht geben. Johna rechnet zu Ostern mit einer noch kritischeren Lage als zum Jahreswechsel. Der Puffer auf den Intensivstationen werde rasant wegschmelzen. Durch die Virusmutationen erhöhe sich das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes um 60 Prozent. Auch die Sterblichkeit sei um 60 Prozent höher. 

09:03 Uhr | Sachsens Unternehmer fordern staatliche Existenzsicherung

Der sächsische Unternehmerverband fordert in der Coronakrise eine staatliche Existenzsicherung für Selbstständige und Gewerbetreibende. Verbandspräsident Dietrich Enk nannte bei MDR AKTUELL als Vorbild das Land Berlin. Dort sollen Kleinunternehmer ab Mai mit monatlich 1.000 Euro unterstützt werden. Enk sagte, einen Schritt in diese Richtung wünsche er sich auch in Sachsen. Nach einem Jahr Pandemie seien bei vielen die Reserven aufgebraucht. Deshalb müsse man jetzt auch über Unternehmerlöhne diskutieren. Die Wirtschaftsministerien von Sachsen und Sachsen-Anhalt wollten sich nicht zu dem Thema äußern. Aus Thüringen hieß es, ein Unternehmerlohn müsse vom Bund finanziert werden.

08:48 Uhr | Ärztekammer prüft Attest-Vorwürfe gegen Ärzte

Die sächsische Landesärztekammer verfolgt mehrere Hinweise, nach denen Ärzte im Freistaat gegen Corona-Regeln verstoßen oder falsche Atteste ausgestellt haben sollen. Wie die Kammersprecherin Knut Köhler mitteilte, gibt es bisher 60 Meldungen, wobei auf einen Arzt mehrere entfallen könnten. Verstöße gegen den Infektionsschutz würden an die Gesundheitsämter weitergeleitet - bisher seien das zwölf Meldungen gewesen. Zudem gebe es vier Fälle, die zu Strafanzeigen geführt hätten. Nach Einschätzung der Landesärztekammer handelt es sich jedoch um Einzelfälle, da in Sachsen mehr als 18.400 Ärzte tätig sind, so Köhler.

08:37 Uhr | Kolumne von Schriftsteller Marcel Beyer zu einem Jahr Lockdown

Der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer hört "Herrengebrüll auf der Straße" und konstatiert nach einem Jahr Corona, wie selbst brave Familienväter nun manchmal den Verstand verlieren zu scheinen und aufeinander losgehen. Nicht nur die. Der Büchner-Preisträger ist bekannt dafür, Sprach- und Denkschablonen zu zerlegen. In seiner MDR KULTUR- Kolumne skizziert er, wie die Pandemie von den einen gefürchtet und von anderen geleugnet wird, vor allem überdenkt er, was der Antrieb dahinter sein könnte.

08:20 Uhr | Österreich plant Gastland-Auftritt für Leipziger Buchmesse um

Wegen der Corona-Verwerfungen in der Messebranche plant Österreich seinen für 2022 vorgesehenen Auftritt als Gastland der Leipziger Buchmesse um. Wie die Messe am Freitag mitteilte, werden die Pläne von 2022 auf 2023 ausgeweitet. Nächstes Jahr solle es zunächst einen Auftakt auf der Buchmesse geben. Daran soll sich ein Jahr der österreichischen Literatur mit Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten anschließen. Der große Gastlandauftritt sei nunmehr für 2023 geplant.

08:10 Uhr | Landrat besorgt über Ausbreitung der Mutationen im Vogtland

An 30 Schulen und 25 Kitas im Vogtland gibt es derzeit Corona-Infektionsherde. Und das, obwohl Kitas und Grundschulen seit Anfang März wieder geschlossen sind und nur eine Notbetreuung anbieten, berichtet Landrat Rolf Keil. Sorge bereitet dem Landrat vor allem die rasante Ausbreitung der deutlich infektiöseren Virus-Varianten. Der Jenaer Infektiologe Mathias Pletz teilt diese Einschätzung. Er sagt mit Blick auf den Vogtlandkreis: "Wir beobachten jetzt, dass sich Erwachsene bei Kindern anstecken, das hatten wir in der ersten Welle kaum."

08:05 Uhr | Autohäuser empfangen wieder Kunden

Die Corona-Krise macht nicht nur den kleinen Innenstadtläden zu schaffen, sondern auch dem Autohandel. Allein im Januar und im Februar haben Privatkunden nach Händlerangaben rund 60 Prozent weniger Neuwagen bestellt als in den Vorjahresmonaten. Dort, wo es die Infektionslage zulässt, dürfen Autohäuser nun seit wenigen Tagen wieder Kundschaft begrüßen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.03.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 20.03.2021 | 19:00 Uhr

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