Meldungen am Sonntag Corona-Ticker Sachsen am 28.02.: Sachsen will Tschechien mit Impfstoff aushelfen

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Eine Person wird geimpft.
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Meldungen des Folgetages

19:15 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute und den Monat Februar. Wir sind am Montag wieder für Sie da, der für einige Dienstleistungsbereiche leichte Lockerungen bringt. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Gleichzeitig gratulieren wir all jenen, die morgen schon einen Friseurtermin bekommen konnten. Bleiben Sie gesund!

19:02 Uhr | Tschechien bittet um russischen Impfstoff

Während Sachsen, Thüringen und Bayern Tschechien mit Impfstoff aushelfen wollen, hat das Nachbarland um zusätzliche Hilfe gebeten. Präsident Miloš Zeman hat in einem Schreiben an den russischen Präsidenten Wladimir Putin um die Lieferung von Sputnik V gebeten. Zeman schloss auch den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm nicht aus.

Vakzine haben keine Ideologie.

Miloš Zeman tschechischer Staatspräsident

Beide Impfstoffe sind noch nicht von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Tschechiens Regierung strebt jedoch schon vor der EU-Zulassung die Erlaubnis der tschechischen Behörden an. Das Land hat bei 10,7 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Corona-Infektionen. Mehr als 20.000 Corona-Patienten starben.

18:17 Uhr | Freiwillig ein Schuljahr zusätzlich?

Der Deutsche Lehrerverband hat ein freiwilliges zusätzliches Schuljahr vorgeschlagen. Dadurch sollen Schülerinnen und Schüler Lernrückstände durch coronabedingte Schulschließungen aufholen. 2020 seien fast alle Schüler versetzt worden. Viele schafften aber nicht mehr den Anschluss, argumentierte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger.

Für den zusätzlichen Unterricht könnten Lehrer aus dem Ruhestand zurückgeholt werden, Teilzeitkräfte sollten ihre Stunden aufstocken, schlug Meidinger vor.

17:50 Uhr | 316 Corona-Neuinfektionen in Sachsen gemeldet

Die Gesundheitsämter haben am Sonntag 316 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 183 weniger als am Sonnabend. Allerdings geben am Wochenende nicht alle sächsischen Stellen ihre Fallzahlen weiter. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt weiterhin in drei Landkreisen über dem Wert von 100: in Bautzen, Nordsachsen und im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Vogtlandkreis bleibt mit 240 weiterhin Sachsens Corona-Hotspot.

Im Zusammenhang mit Covid19 wurden seit Sonnabend vier weitere Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl in Sachsen auf 7.829.

17:36 Uhr | Die vergessene Generation an Hochschulen?

Studium während des Lockdowns sieht seit zwei Semestern völlig anders aus als früher: Keine direkten Vorlesungen, Mensen geschlossen, keine Seminargruppen, Studentenjobs futsch. Was die Betroffenen belastet und ob es Corona-Boni gibt, erzählen Studierende und Dozenten.

Wissen

Stilisierte weiße Backsteinwand mit einem Videokonferenz-Icon, Schrift: ALINA & PHILIPPE ALLEIN ZU HAUS, STUDIEREN IM LOCKDOWN , Logo: MDR WISSEN 8 min
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Seminarräume, Hörsaal und Mensa sind geschlossen, der Lockdown macht Studenten zu Einzelkämpfern. Ist der Studienerfolg eines ganzen Jahrgangs gefährdet?

MDR Wissen Di 02.03.2021 11:00Uhr 08:22 min

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16:06 Uhr | Drei-Stufen-Plan für Lockerungen im Breitensport

Die sächsische Landesregierung will die Corona-Beschränkungen für den Breitensport so bald wie möglich lockern. Innenminister Roland Wöller plädiert dabei wie seine Länder-Kollegen für einen Drei-Stufen-Plan. Dabei gehe es zunächst um Sport im Freien, dann um die schrittweise Zulassung für die jeweiligen Gruppengrößen und als letztes um die Wettkämpfe mit Zuschauern. "Diese Empfehlung haben wir gemacht und diese werden am Mittwoch mit den Regierungschefs und der Kanzlerin beraten", sagte Wöller.

Der Sport muss meiner Ansicht nach als Erstes mit aufgemacht werden. Dabei muss aber auf das Infektionsgeschehen geachtet werden.

Roland Wöller Sächischer Innenminister (CDU)

15:21 Uhr | Sachsen will Tschechien mit Impfstoff aushelfen

Sachsen, Thüringen und Bayern wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ministerpräsident Michael Kretschmer bestätigte dem MDR, dass die drei Nachbar-Bundesländer Tschechien ab Montag 15.000 Dosen Impfstoff zur Verfügung stellen werden. Über die weitere Verteilung werde die tschechische Regierung entscheiden. Um welchen Impfstoff es sich genau handelt, sagte Kretschmer nicht.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat unterdessen bestätigt, einige Tausend Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs aus der für den Fall von Lieferausfällen angelegten Sicherheitsreserve zur Verfügung zu stellen.

Ich halte diese Hilfsmaßnahme angesichts der Tragödie für alternativlos.

Heike Werner Gesundheitsministerin Thüringens

14:53 Uhr | Sportvereine rufen zu T-Shirt-Aktion in Kamenz auf

Mitgliedsvereine des Kreissportbundes Bautzen haben zu einer symbolischen Aktion in Kamenz aufgerufen. Sportlerinnen und Sportler, die am Sonntag in der Umgebung individuell Sport treiben, sollen am Jahnsportplatz vorbeikommen. Dort sollen sie bei einem Zwischenstopp ein altes, nicht mehr gebrauchtes Sport-Shirt ihres Vereins ablegen. Mit der Aktion unterstützen die Vereine die Ideen des Kreissportbundes zur Öffnung des Vereinssports.

Aktion Kreissportbbund Bautzen
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14:01 Uhr | Aufruf zum Corona-Massentest in Radeberg

Das Landratsamt Bautzen ruft nach der Ausbreitung der britischen Virusvariante in der Region Radeberg zu einem Massentest auf. Am Dienstag können sich die Menschen per Schnelltest testen lassen, teilte der Landkreis am Sonntag mit. So solle das Infektionsgeschehen in und um Radeberg eingedämmt werden.

Der Aufruf richtet sich an die Einwohner von Radeberg, Großröhrsdorf, Lichtenberg, Ottendorf-Okrilla, Wachau und Arnsdorf. Im Kreis Bautzen gebe es inzwischen 53 Verdachtsfälle auf die britische Mutation. Besonders betroffen sei eine Kita in Ullersdorf mit zehn Fällen.

13:46 Uhr | Enkel spendet Haarpracht für Omas Perücke

Der zwölf Jahre alte Immanuel hat coronabedingt mit seinen Haaren zu kämpfen. Weil er immer wieder für ein Mädchen gehalten wird, sollen sie jetzt ab. Seine Oma freut sich: Sie hatte sich schon immer eine Perücke gewünscht.

12:18 Uhr | "Stupsis": Die Hasenfamilie im Lockdown-Look

Bei den Männelmachern der Drechselei Kuhnert im Vogtland hat die Corona-Pandemie einen kreativen Schub ausgelöst. Pünktlich zu Ostern gibt es die neue Edition der preisgekrönten Hasenfamilie "Stupsis".

11:53 Uhr | Grüne fordern flächendeckenden Einsatz von Schnelltests an Schulen

Für Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, werden aktuell nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um Schulen sicherer zu machen. Sie erwarte, dass die nun zugelassenen einfachen Schnell- und Selbsttests zügig zur Anwendung kommen.

"Das Land muss einen flächendeckenden, regelmäßigen Einsatz sicherstellen, entsprechende Mengen beschaffen und Schülerinnen und Schülern sowie pädagogischem Personal kostenlos zur Verfügung stellen", sagte Melcher. Die Tests seien für mehr Sicherheit im Schulbetrieb während der Pandemie essenziell.

11:38 Uhr | Gedenkort für Corona-Tote in Meißen

Mehr als 7.800 Menschen sind seit Beginn der Pandemie in Sachsen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Hinterbliebene konnten oft nicht an Trauerfeiern teilnehmen, für Trauerarbeit war kein Raum. Das ändert sich in Meißen. Ab 2. März wird es dort einen Erinnerungsort geben.

11:12 Uhr | SMS mit Corona-Regeln für Einreisende nach Deutschland

Wer nach Deutschland einreist, bekommt ab Montag eine SMS mit Informationen über die geltenden Corona-Regeln. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, enthält die Kurznachricht den Link auf eine Internetseite. Dort würden die Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie allgemeine Hygienevorschriften wie die Maskenpflicht erläutert.

Die SMS wird demnach verschickt, sobald sich ein Handy in ein deutsches Netz einwählt. Die neue Maßnahme geht auf die Corona-Einreiseverordnung zurück. Darin werden Mobilfunkanbieter verpflichtet, ab dem 1. März entsprechende Kurznachrichten zu versenden.

09:43 Uhr | Warum ist uns der Friseur so wichtig?

Am 1. März öffnen in Sachsen die Frisiersalons wieder. Sie können sich vor Terminanfragen kaum retten. Ein großer Teil der Bevölkerung scheint die Tatsache, die Haarpracht nicht unter Kontrolle zu haben, nicht ertragen zu können. Aber warum ist das so?

09:27 Uhr | Kita in Chemnitz ab morgen geschlossen

Die Kita "Glückskäfer" in Chemnitz bleibt ab Montag aufgrund mehrerer Corona-Fälle für die kommenden 14 Tage geschlossen. Nach Angaben des Gesundheitsamtes Chemnitz wurden dort mehrere Kinder, Erzieher und Erzieherinnen positiv auf die britische Mutante des Virus getestet. Auch die Familien der Betroffenen sollen sich zu Hause isolieren. Das Gesundheitsamt ist laut der Stadt Chemnitz bereits dabei, mit allen Kontakt aufzunehmen.

09:12 Uhr | Autokorso auf B99 und B96 ohne Störungen

Am Samstagnachmittag haben etwa 220 Personen an einem Autokorso zum Thema "Freiheitliche Grundrechte bewahren" teilgenommen. Wie die Polizei mitteilte, führte die Fahrt entlang der B99 von Görlitz nach Zittau und danach über die B96 nach Bautzen.

Etwa 70 Beamte der Polizeidirektion Görlitz begleiteten die angezeigte Versammlung im Freien. Laut Polizei verlief die Versammlung reibungslos.

08:51 Uhr | Aktion zur Wiedereröffnung der Kinos

Bundesweit wollen heute Abend mehr als 300 Kinos auf ihre angespannte Situation aufmerksam machen und für eine Öffnungsperspektive werben. Die Aktion steht unter dem Motto "Kino leuchtet. Für dich". Dazu sollen die Kinos erleuchtet werden. Auch Kinos in Dresden, Gera, Weimar und Erfurt beteiligen sich. Seit November sind Kinos wegen der Corona-Pandemie bundesweit geschlossen.

08:23 Uhr | Keine Ausnahme für betroffene Familien bei Grenzschließungen

Familien, die nach der Schließung der deutsch-tschechischen Grenze getrennt sind, können vorerst nicht mit Erleichterungen rechnen. Sachsen wird keine weiteren Ausnahmen in die Corona-Quarantäne-Verordnung aufnehmen, informierte das Sozialministerium.

Schätzungen, wie viele Betroffene es gibt, lägen nicht vor. Der Regierung sei bewusst, dass die Verordnung für einzelne Personen Härten zur Folge habe. Im Vordergrund stehe aber die Bekämpfung des Infektionsgeschehens.

08:02 Uhr | Bundesregierung will Einreiseverbot für Mutationsgebiete verlängern

Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis zum 17. März verlängern. Das geht aus einem Referenten-Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über den die "Funke Mediengruppe" berichtet.

Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das auch Einreisen aus Tschechien, der Slowakei und aus dem österreichischen Bundesland Tirol betrifft, bis zum 3. März.

Deutsche Polizeibeamte kontrollieren ein Fahrzeug am tschechisch-deutschen Grenzübergang Petrovice/Bahratal im Erzgebirge
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07:46 Uhr | Finanzminister Scholz will Einigkeit bei Lockerungen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will ein unterschiedliches Vorgehen der Bundesländer bei möglichen Corona-Lockerungen offenbar nicht mehr hinnehmen. Der SPD-Politiker sagte dem Deutschlandfunk, für Deutschland müsse eine gemeinschaftliche Führungsleistung zustande gebracht werden. Er erwarte von der Bund-Länder-Runde in der kommenden Woche eine präzise Strategie, an der sich Bürger und Wirtschaft orientieren könnten.

Scholz hält vorsichtige Öffnungsstrategien für möglich. Dafür müssten u.a. mehr Testmöglichkeiten entstehen, vor allem in Firmen, Arztpraxen und Apotheken.

07:02 Uhr | Testzentrum Plauen erweitert Kapazitäten

Wegen der hohen Nachfrage erweitert das Corona-Testzentrum in Plauen am Sonntag seine Kapazitäten. Wie der Rettungszweckverband Südwestsachsen mitteilte, verlängere man in Abstimmung mit der Kassenärztliche Vereinigung die Öffnungszeiten der Corona-Ambulanz am Helios Vogtland-Klinikum. Dort werde dann noch ein zweites Testzentrum betrieben, sodass die doppelten Kapazitäten vorhanden seien.

Bei allen Testzentren sei keine Terminreservierung notwendig, hieß es. Die Einwohner müssten zum Test nur ihre elektronische Gesundheitskarte mitbringen. Privat Versicherte, die keine Gesundheitskarte besitzen, könnten sich ebenfalls kostenlos testen lassen. Gleiches gelte für Arbeitspendler, die im Vogtland arbeiten und außerhalb wohnen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.02.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 28.02.2021 | 19:00 Uhr

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