Meldungen am Sonntag Corona-Ticker Sachsen am 21.03: Inzidenz in Sachsen steigt weiter

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Corona Test
Bildrechte: IMAGO / Xinhua

Meldungen des Folgetages

19:21 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker für heute. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und sind morgen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

19:10 Uhr | Mehrheit für Öffnung der Hotels und Restaurants zu Ostern

Trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen eine Öffnung der Hotels und Restaurants unter bestimmten Auflagen zu Beginn der Osterferien. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädieren 52 Prozent dafür, Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben die Öffnung mit geeigneten Hygiene- und Abstandsregeln wieder zu erlauben. 14 Prozent sind gar für eine unbeschränkte Öffnungsmöglichkeit. 25 Prozent der Befragten meinen, die Hotels sollten auch in den Osterferien geschlossen bleiben. 9 Prozent machten keine Angaben.

Bei Restaurants, Biergärten, Kneipen und Cafés sind zwei Drittel der Befragten für eine Öffnung. 32 Prozent sagen, nur im Außenbereich sollten unter bestimmten Auflagen zu Ostern wieder Gäste bewirtet werden können. Weitere 34 Prozent sind dafür, auch den Innenbereich zu öffnen. 11 Prozent wollen den Gastwirten die Öffnung ohne Auflagen erlauben. 16 Prozent sagen, Restaurants und Kneipen sollten geschlossen bleiben.

18:29 Uhr | Inzidenz in Sachsen steigt weiter

Auch am vierten Tag in Folge steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts der Inzidenzwert im Freistaat. Lag die 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag noch bei 110, lag sie Freitag schon bei 127 und am Sonnabend bei 134. Am heutigen Sonntag beträgt der Wert 145. Einzig die Städte Dresden und Leipzig liegen noch unter der 100er-Grenze. Den höchsten Wert weist weiterhin der Vogtlandkreis mit 376 auf. Auch die Zahl der aktiven Fälle im Freistaat wächst weiter. Heute liegt sie bei 12.139. Das sind 613 aktive Fälle mehr als gestern. Der bisherige Höchststand wurde an Heiligabend des vergangenen Jahres vermeldet (38.889).

Zudem haben die Gesundheitsämter der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte heute 763 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Todesfälle wurden keine vermeldet.

17:55 Uhr | Europäische Städte planen Schweigeminute

In vielen Städten Europas soll es am 24. März um 12 Uhr eine gemeinsame Schweigeminute für die Opfer der Pandemie geben. Wie der Präsident des Verbandes Eurocities und Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, mitteilte, braucht Europa einen gemeinsamen Augenblick des Gedenkens. Mit der Schweigeminute solle auch unterstrichen werden, dass die Pandemie eine grenzüberschreitende Krise ausgelöst habe.

Dem Verband gehören 200 Städte aus 40 Ländern an. Aus Deutschland sind u.a. Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Hamburg, München und Stuttgart dabei.

17:31 Uhr | Landkreis Mittelsachsen muss Lockerungen zurücknehmen

Nach der geltenden sächsischen Corona-Schutzverordnung muss der Landkreis Mittelsachsen seine Corona-Maßnahmen verschärfen. Grund: Der Landkreis hat nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auch am dritten Tag in Folge den Inzidenzwert von 100 überschritten. Am Freitag lag der Wert bei 101,9, am Sonnabend bei 115,8 und heute bei 128,6.

Die Stadt Chemnitz musste bereits am 17. März die Lockerungen zurücknehmen. Der Landkreis Görlitz verschärft seine Corona-Maßnahmen ab dem 23. März. In anderen Landkreisen schließen ab dem kommenden Montag wieder Schulen und Kitas.

16:30 Uhr | Corona-Testpflicht für Unternehmer ab kommender Woche

Ab Montag sind die Unternehmer in Sachsen verpflichtet, allen Arbeitnehmern, die mindestens einen Tag am Arbeitsplatz präsent sind, einen Corona-Test pro Woche anzubieten. Ausnahmen für Unternehmer gibt es nur, wenn sie nachweisen können, dass sie trotz intensiver Bemühungen keine Tests erwerben konnten. Kontrollen soll es laut Sozialministerium aber derzeit nicht geben.

Eine generelle Pflicht sich testen zu lassen, besteht für den Arbeitnehmer nicht. Nur wer direkten Kundenkontakt hat, ist verpflichtet sich einmal in der Woche testen zu lassen.

15:46 Uhr | Elternproteste im Erzgebirge

Nach Protestaktionen gegen die Schulschließungen in erzgebirgischen Städten wollen die Bürgermeister die Proteste nach Dresden tragen. Am Sonnabend hatten Eltern Kinderschuhe mit Botschaften vor die Rathäuser gestellt.

15:30 Uhr | Kassenärzte-Chef für mehr Impfungen in Arztpraxen

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Klaus Heckemann, befürwortet mehr Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen. Voraussetzung sei jedoch eine bessere Verfügbarkeit von Impfstoffen. Die 20 Impfdosen pro Woche, die laut Bund-Länder-Beschluss nach Ostern zunächst in den Praxen ankommen sollen, seien nicht ausreichend. Niedergelassene Ärzte könnten problemlos 200 Impfungen pro Woche schaffen. Denkbar sei laut Heckemann zum Beispiel die Einführung einer Samstagssprechstunde, in der ausschließlich geimpft werde.

Klaus Heckemann
Wenn es nach Klaus Heckemann geht, muss das Impfen auch nicht auf die Hausärzte beschränkt bleiben. Auch Orthopäden, Urologen oder Chirurgen könnten impfen. Bildrechte: Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

14:53 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer gegen weitere Lockerungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich angesichts steigender Infektionszahlen gegen weitere Lockerungen ausgesprochen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter sagte er, die Mobilität und die Kontakte der Menschen müssten reduziert werden. Zudem machte er sich erneut für eine Teststrategie stark.

14:44 Uhr | Pandemie als Preis für Ausbeutung der Natur

Die Corona-Pandemie ist auch der Preis für die Ausbeutung der Natur. Wird sie zu sehr gestresst, sinkt ihre Widerstandskraft und steigt das Risiko für Zoonosen. Massentierhaltung, die Zerstörung der Wälder, Wildtierhandel und die weltweite Urbanisierung fördern das Risiko der Übertragung von Keimen zwischen Tieren und Menschen – mit bislang nicht absehbaren Folgen.

14:29 Uhr | Lockdown bis April im Gespräch

Die SPD-geführten Bundesländer wollen offenbar, dass der Corona-Lockdown bis in den April hinein verlängert wird. Mehrere Nachrichtenagenturen berichten übereinstimmend über einen Entwurf, der bei den morgigen Bund-Länder-Beratungen diskutiert werden soll. Zunächst hieß es, es handele sich um eine Vorlage des Bundeskanzleramtes. Dies wies Kanzleramtschef Helge Braun via Twitter zurück.

In dem Papier ist auch von einem Konzept des "kontaktarmen Urlaubs" die Rede. Danach solle Urlaub im eigenen Bundesland erlaubt sein, wenn Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen eingehalten werden und es ein Testregimes gebe.

14:03 Uhr | Uniklinikbesuch nur noch mit negativem Test

Besuche am Universitätsklinikum in Leipzig sind ab Montag nur noch mit dem Nachweis eines negativen Corona-Tests möglich. Um das Prozedere zu beschleunigen, können sich Angehörige vorab online registrieren.

13:19 Uhr | Deutsches Kinderhilfswerk kritisiert deutsche Corona-Politik

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Corona-Politik der Bundesregierung kritisiert. Vize-Präsidentin Anne Lütkes sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, parlamentarische und exekutive Unfähigkeit werde auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen. Bund und Länder würden sich derzeit auf Zuständigkeiten und Verwaltungsabläufe konzentrieren, anstatt pragmatische Lösungen zu finden. Der Umgang mit Corona sei ein einziges Desaster. Lütkes verwies auf dramatische Berichte von Kinderärzten und Kliniken, denen zufolge Ängste, Vereinsamung und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sowie familiäre Konflikte in der Pandemie deutlich zugenommen haben.

12:36 Uhr | Polens Grenzpendler fordern finanzielle Hilfe von Deutschland

Polnische Grenzpendler fordern von der Bundesregierung finanzielle Unterstützung. Diese solle nach der Einstufung des Nachbarlandes als Hochinzidenzgebiet zumindest die Testkosten abdecken. Die Testpflicht sei eine zusätzliche Belastung für Berufspendler. Diese müssen ab sofort bei jedem Grenzübertritt ein maximal 48 Stunden altes negatives Testergebnis vorweisen.

12:15 Uhr | Sachsens Lehrkräfte fordern mehr Rückhalt und klare Regeln

Der Sächsische Lehrerverband hat einen Brandbrief an das Kultusministerium, das Sozialministerium und das Landesamt für Schule und Bildung geschickt. Darin werden ein katastrophales Bildungsmanagement in der Corona-Krise und unhaltbare Ankündigungen zur Schulpolitik kritisiert. Stattdessen müsse den Schulen in der Pandemie Sicherheit gegeben werden, fordert der Verband. Kernpunkt ist die Schaffung von Mindestvoraussetzungen für Schulöffnungen, um die Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zu sichern und alle Beteiligten vor Überforderung zu schützen. Einige der Forderungen des Lehrerverbandes sind:

  • verpflichtende Corona-Tests von der ersten bis zur zwölften Klasse
  • ausnahmslose Umsetzung der Testpflicht
  • kurzfristige Impfangebote für alle Beschäftigten
  • Schutz von Lehrkräften vor Überlastung und Wochenendarbeit, aber auch vor Beleidigungen und Bedrohungen
  • alleinige Verantwortung der Lehrer für ihre Unterrichtsmethoden und -gestaltung
  • stabile und störungsfreie Lernplattformen im Internet

11:49 Uhr | Oberwiesenthal setzt auf Tourismus trotz Corona

Der Corona-Lockdown hat der sächsischen Wintersporthochburg Oberwiesenthal eine katastrophale Saisonbilanz beschert. Die Stadt am Fichtelberg und die meisten ihrer Einwohner leben vom Tourismus. Damit es in Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel kein Massensterben von Einrichtungen gibt, setzen deren Vertreter auf das Projekt "Covid.Ex". Damit soll trotz sehr hoher Inzidenzwerte wieder Tourismus in Oberwiesnthal ermöglicht werden. Kristin Becker vom ARD-Hauptstadtstudio hat sich in Deutschlands höchstgelegener Stadt umgesehen.

11:12 Uhr | Biontech-Gründer: Lockdown-Maßnahmen enden im Herbst

Der Gründer des deutschen Corona-Impfstoffherstellers Biontech geht davon aus, dass die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland spätestens im Herbst enden. Er sagte der "Welt am Sonntag", das Virus werde zwar nicht verschwinden, doch sobald rund 70 Prozent der Bürger geimpft seien, werde die Lage beherrschbarer. Lokale Ausbrüche und Mutationen würden dann mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Schrecken verbreiten.

Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin waren vor kurzem für ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Sie hatten gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer den ersten in Deutschland und der EU zugelassenen Corona-Impfstoff entwickelt.

10:58 Uhr | Dialysepatienten und Nierentransplantierte vollständig geimpft

In Sachsen verfügen nahezu alle rund 8.000 Patientinnen und Patienten sowie die Beschäftigten der 40 Dialysezentren über einen vollständigen Impfschutz gegen Corona. Das teilte das Sozialministerium heute mit. Demnach war die Risikogruppe der Dialysepatienten und Nierentransplantierten seit dem 22. Januar mit dem Wirkstoff des Herstellers Moderna geimpft worden. In dieser Woche erhielten die letzten von ihnen ihre Zweitimpfung. Die Betroffenen gehörten zur höchsten Priorisierungsgruppe der Impfkampagne in Deutschland.

10:35 Uhr | Keine Züge mehr zwischen Sachsen und Polen

Die Länderbahn hat den grenzüberschreitenden Zugverkehr zwischen Sachsen und Polen vorübergehend eingestellt. Wie das Unternehmen mitteilte, sind davon alle trilex-Verbindungen zwischen Görlitz und Zgorzelec betroffen. Sie starten und enden auf deutscher Seite in Görlitz. Ein Schienenersatzverkehr ist nicht möglich. Als Grund für ihre Entscheidung gab die Länderbahn die Einstufung Polens als Hochinzidenzgebiet an.

10:01 Uhr | Jung: Akzeptanz von Corona-Maßnahmen schwindet

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung, hat vor einer schwindenden Akzeptanz der Corona-Maßnahmen in den Kommunen gewarnt. "Ich mache mir Sorgen, dass die Corona-Politik von Bund und Ländern die Unterstützung vor Ort verliert - auch bei den Oberbürgermeistern, sagte das Leipziger Stadtoberhaupt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Geschlossenheit werde brüchig.

Besonders nach der letzten Bund-Länder-Runde habe es viel Frust gegeben, sagte der SPD-Politiker - vor allem, weil die Kommunen vor Entscheidungen nicht einmal gefragt würden. Jung forderte, künftig nicht nur auf Grundlage der Inzidenzwerte zu entscheiden. Er schlug einen neuen Corona-Indikator vor, der auch die Impfquote, die Belastung der Intensivstationen und die Fallsterblichkeit berücksichtigt. Zudem sprach er sich für einen europaweiten Impfpass aus.

Ich habe wirklich die gesamte Entwicklung immer mitgetragen. Aber wenn ich mir dieses Durcheinander anschaue, werde ich wütend.

Burkhard Jung Oberbürgermeister von Leipzig

09:35 Uhr | Zu viele Teilnehmer - Demo in Aue aufgelöst

Die Polizei hat in Aue-Bad Schlema eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen aufgelöst. Nach Angaben der Behörde war die Versammlung mit einer angemeldeten Teilnehmerzahl von 350 genehmigt worden. Tatsächlich seien im Bereich des Auer Marktplatzes gestern Nachmittag rund 1.000 Teilnehmer zusammengekommen. Viele von ihnen hielten sich demnach nicht an die Abstandsregeln und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

Die Demonstranten blieben laut Polizei auch nach der Auflösung der Veranstaltung vor Ort und zogen schließlich durch die Innenstadt. Erst nach zwei Stunden hätten sich die Menschen zerstreut. Die Polizei ermittelt gegen den Versammlungsleiter wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Schutzverordnung sowie gegen einen 15-Jährigen und einen noch Unbekannten wegen tätlicher Angriffe auf Polizisten. Insgesamt waren 165 Einsatzkräfte vor Ort.

09:04 Uhr | Inzidenz bundes- und landesweit weiter gestiegen

Die Zahl der wöchentlich nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat bundesweit wieder den Grenzwert von 100 überschritten. Das Robert-Koch-Institut gab die Inzidenz am Morgen mit 103,9 an.

Auch in Sachsen setzt sich der Anstieg unvermindert fort. Hier liegt die Wocheninzidenz inzwischen über 145 - der zweithöchste Wert nach Thüringen. Spitzenreiter im Freistaat ist weiter der Vogtlandkreis mit mittlerweile 376, die Kreise Nordsachsen und Zwickau liegen über 200. Unter der wichtigen Marke von 100 befinden sich nur noch die Städte Leipzig und Dresden.

08:10 Uhr | Jetzt strengere Regeln für Einreise aus Polen

Wegen eines starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen in Polen gilt das Nachbarland seit Mitternacht als Hochinzidenzgebiet. Damit ist eine Einreise nach Deutschland nur noch mit einem aktuellen negativen Corona-Test erlaubt. Grenzpendler nach Sachsen müssen zudem zwei Mal pro Woche einen Corona-Test machen, um einer Quarantäne zu entgehen.

Deutschland stuft Länder und Regionen dann als Hochinzidenzgebiet ein, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche dort über 200 liegt.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.03.2021 | ab 07:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 21.03.2021 | 19:00 Uhr

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