Meldungen am Sonntag Corona-Ticker Sachsen am 07.02.: 316 Neuinfektionen am Sonntag gemeldet

Täglich halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein verhüllter Arzt hält Papiere mit Corona-Statistiken in den Händen.
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Meldungen vom Folgetag

20:15 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir sind am Montag an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und wenden uns dem aktuellen ARD-Tatort aus Dresden zu. Bleiben Sie gesund!

20:00 Uhr | Corona-Kontrollen in Reitzenhain

Weil es zuletzt wieder mehr Verstöße gegen die Corona-Einreiseregeln an der tschechischen Grenze gab, hat die Bundespolizei am Sonntag reagiert. Rund zwei Dutzend Beamte kontrollierten bis in den Abend an der Bundesstraße 174 in Reitzenhain und in der unmittelbaren Umgebung auf Waldwegen die Einreisenden. "Es wurde einige Verstöße festgestellt, die Auswertung dauert an", hieß es von der Bundespolizei in Chemnitz. Beanstandet wurden demnach auch fehlende Corona-Testergebnisse. Außerdem sollen mehrere Deutsche und EU-Bürger den Grenzverkehr zum Tanken und Zigarettenkauf in Tschechien genutzt haben, hieß es.

Mehrere Bundespolizisten stehen auf vereister Straße und kontrollieren Autos, die in einer Schlage an der tschechiscen BGrenze stehen. Trotz des kalten Winterwetters fanden auch am 8.2.2021 Kontrollen in Reitzenhain statt.
Nachwuchskräfte und Stammbesetzung der Bundespolizei kontrollieren am Sonntag schwerpunktmäßig in Reitzenhain an der tschechischen Grenze. Dort hatte es laut Bundespolizei in den vergangenen Tagen immer mehr Verstöße gegen die Einreisebestimmungen und Corona-Regeln gegeben. Bildrechte: Harry Härtel

19:46 Uhr | Sozial Benachteiligte wieder benachteiligt

Die Corona-Pandemie macht auch den Straßenzeitungen in Sachsens Großstädten zu schaffen. Deren Verkäuferinnen und Verkäufer verdienen sich mit dem Verkauf ein paar Euro dazu. Aber in menschenleeren Innenstädten und bei geschlossenen Läden haben auch die Obdachlosenzeitungen keine Chance. In Leipzig ist der Verkauf solcher Zeitungen zur Zeit ganz untersagt. In Dresden hat die Straßenzeitung "Drops" mit spürbaren Absatzeinbrüchen zu kämpfen.

18:06 Uhr | 316 neue Corona-Infektionen gemeldet

Am Sonntag sind in Sachsen 316 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Allerdings hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heute keine Zahlen gemeldet. Somit sind aktuell schätzungsweise 10.700 Menschen im Freistaat infiziert. 

Weiterhin teilten die Landkreise, Großstädte und das Sächsische Sozialministerium mit, dass die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona um 30 auf 6.834 gestiegen ist. Einen großen Anstieg gab es im Landkreis Bautzen, weil noch zwölf Todesfälle aus zurückliegenden Wochen nachgemeldet wurden.

17:46 Uhr | Bürgertalk zu Lockdown-Auswegen

Sachsens Regierung will am Montag mit Bürgern und Experten über die Corona-Krise diskutieren. Dafür laden Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und mehrere Minister ab 16 Uhr zur digitalen Bürger- und Expertenkonferenz. Titel: "Perspektiven - Leben mit dem Virus - welche Optionen haben wir?" Dabei soll es laut Staatskanzlei erst um eine Bestandsaufnahme und wissenschaftliche Einordnung gehen. Anschließend soll über Wege aus dem Lockdown diskutiert werden.

Mit dabei sind auch Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Die digitale Debatte ist auf Facebook und Youtube zu sehen.

15:30 Uhr | Sachsens Gesundheitsämter immer noch ohne übergreifende Corona-Software

Bundesweit nutzen 151 der 376 Gesundheitsämter die Corona-Software "Sormas". Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium. Doch nach Angaben der "Wirtschaftswoche" ist kein einziges Gesundheitsamt aus Sachsen darunter. Das System soll den Behörden den Austausch untereinander im Kampf gegen die Pandemie erleichtern. Die Software soll es möglich machen, Kontakte von Corona-Infizierten effizienter zu identifizieren und nachverfolgen zu können.

Bund und Länder hatten die bundesweite Einführung der Software in allen Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. Doch es ist fraglich, ob dieses Ziel erreicht werden kann. Denn wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will etwa Sachsen die Software zunächst in zwei Gesundheitsämtern in Pilotprojekten testen und später gegebenenfalls weitere Ämter anschließen.

13:57 Uhr | Neuer Austragungsort für Champions League-Spiel steht fest

Ferenc-Puskas-Arena Budapest
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Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool wird am 16. Februar in Budapest ausgetragen. Das gab die Europäische Fußball-Union UEFA bekannt. Ursprünglich sollte das Hinspiel in Leipzig stattfinden. Wegen der Corona-Beschränkungen hatte die Bundespolizei einen Antrag auf eine Sondergenehmigung für die Einreise des englischen Fußball-Meisters abgelehnt. Grund dafür ist die Coronavirus-Mutation in Großbritannien.

Das Land zählt als Hochrisikoland, aus denen eine Einreise nach Deutschland zunächst bis 17. Februar untersagt ist. Die deutschen Behörden machen keine Ausnahmen für Profisportler.

12:38 Uhr | Kretschmer hält Lockerungen für verantwortbar

Michael Kretschmer spricht im Landtag
Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte der LVZ: "Ich teile nicht die Meinung,
dass wir überhaupt nichts lockern können".
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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf Lockerungen der Corona-Regeln widersprochen. Kretschmer sagte der Leipziger Volkszeitung: "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können. So werden wir es in Sachsen organisieren und so halte ich es auch für ganz Deutschland für richtig." Neben dem Bildungsbereich könnten erste Erleichterungen im Einzelhandel - etwa für die Abholung bestellter Ware in bestimmten Zeitfenstern - und auch die Öffnung der Friseure erfolgen. Die Kanzlerin hingegen hatte zuletzt die Hoffnungen auf Lockdown-Lockerungen gedämpft.

Am Mittwoch findet die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten mit Merkel zu den Corona-Regeln statt. Die aktuelle Schutzverordnung in Sachsen ist bis 14. Februar gültig. Bei der Runde mit Merkel müssten auch kritische Punkte angesprochen werden, sagte Kretschmer: "Die Wirtschaftshilfe III gehört dazu. Seit dem 14. Dezember 2020 sind Friseure und Einzelhandel geschlossen, aber Anträge auf Unterstützung konnten sie bisher nicht stellen, geschweige denn, dass Geld geflossen ist." Deshalb sei der Unmut "groß und berechtigt".

12:25 Uhr | Virtueller Mahngang in Dresden

Mit einem Mahngang soll am Nachmittag in Dresden an die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadtgesellschaft erinnert werden. Er findet traditionell in der Woche vor dem Gedenken an die Zerstörung Dresdens statt, in diesem Jahr jedoch virtuell. Das Bündnis Dresden Nazifrei will bei dem "Mahngang Täter*innenspuren 2021" den Schwerpunkt auf nationalsozialistischer Propaganda in der Stadt Dresden setzen. Dafür sollen vier ehemalige Schauplätze besucht werden, an denen es während der NS-Diktatur volksverhetzende Massenveranstaltungen gab. Dort werden Vorträge gehalten, deren Texte Geschichtsstudenten der Technischen Universität geschrieben haben. Aufgrund der Coronapandemie findet der Mahngang nicht wie sonst als Demonstration statt, sondern wird stattdessen ab 14 Uhr online übertragen.

12:17 Uhr | Astra-Zeneca hilft anscheinend nur bedingt gegen Virus-Mutation

Der Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca wirkt offenbar nur begrenzt gegen die in Südafrika entdeckte Virus-Mutation. Das erklärten Forscher der Universitäten im südafrikanischen Witwatersrand und im britischen Oxford. Demnach schützt das Serum von Astra-Zeneca wahrscheinlich nur eingeschränkt vor einer Infektion mit der Mutation, kann aber einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Den Forschern zufolge besteht beim ursprünglichen Virus und der britischen Mutation dagegen eine gute Schutzwirkung. Auch andere Impfstoff-Hersteller hatten berichtet, dass die Südafrika-Variante widerstandsfähiger ist.

AstraZeneca-Impfstoff liegt in einer Dose.
Die ersten Impfdosen des Pharmaunternehmen Astra-Zeneca sind inzwischen in Sachsen eingetroffen. Doch anscheinend hilft er nur bedingt gegen die südafrikanische Virus-Mutation. Bildrechte: dpa

12:06 Uhr | Bürgermeisterwahl unter Pandemie-Bedingungen

In Brand-Erbisdorf im Landkreis Mittelsachsen wird heute ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Rund 7.800 Einwohner sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Drei Kandidaten stehen zur Wahl: der parteilose Amtsinhaber Martin Antonow, CDU-Mitglied Mirko Espig und der ebenfalls parteilose Michel Franz. Als Herausforderung gilt die Stimmabgabe unter Pandemiebedingungen. Laut Wahlleitung wird es in den acht Lokalen jeweils nur eine Wahlkabine geben. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, soll am 28. Februar erneut gewählt werden.

11:33 Uhr | Corona-Test positiv bei US-Kombinierer im Vogtland

Beim Kombinierer-Weltcup in Klingenthal ist ein Teammitglied der US-Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Ski-Weltverband Fis am Sonntagmorgen mit. Welches Teammitglied betroffen ist, ist bisher nicht bekannt. Die Person habe sich umgehend isoliert, hieß es. Alle weiteren Mitglieder der Mannschaft seien negativ getestet worden und bereit, im Vogtland auch beim zweiten Einzel an diesem Sonntag an den Start zu gehen.

11:20 Uhr | Chemnitz: Anzeigen nach mehreren Partys im Stadtgebiet

Die Polizeidriektion Chemnitz hat bis zum frühen Sonntagmorgen rund 60 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. Zu den Verstößen sei es überwiegend im Stadtgebiet Chemnitz gekommen. Die Polizei war in der Nacht in den Stadtteil Schloßchemnitz wegen einer Lärmbelästigung gerufen worden. Dort hatten sich 19 Menschen zu einer Party getroffen, die die Polizei beendete.

Fast zeitgleich lösten Beamte in Reichenbrand eine Party mit sieben Personen auf. Im Stadtteil Sonnenberg traf die Polizei acht Personen in einer Wohnung an. Gegen alle 34 Personen wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt, hieß es. Zusätzlich hatte es gestern noch weitere 24 Verstöße rund um die Versammlung unter dem Motto "Chemnitz steht auf" gegeben.

08:40 Uhr | Schwere Zeiten für Instrumentenbauer im Vogtland

Die Instrumentenbauer im Vogtland sorgen sich um ihre Existenz. Das sagte der Obermeister der Innung des Vogtländischen Musikinstrumentenhandwerks Markneukirchen, Steffen Meinel. Sollten einzelne der 120 Betriebe rund um Markneukirchen und Klingenthal wegbrechen, hätte das Folgen auf die gesamte Branche. Allerdings seien die Handwerker sehr unterschiedlich betroffen: Einige kämpften mit Umsatzrückgängen von bis zu 70 Prozent. Der derzeit schwierige internationale Warenverkehr und die Zwangspause vieler Berufsmusiker hätten die Aufträge einbrechen lassen. Zudem wollten Kunden der hochpreisigen Instrumente diese vor einem Kauf erst einmal ausprobieren. Das sei momentan unmöglich.

Der Musikinstrumentenbau im Vogtland steht seit 2014 auf der Bundesliste für das immaterielle Weltkulturerbe der Unesco.

08:07 Uhr | Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

In Sachsen hat es am Sonnabend erneut Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Laut Polizei fuhren bei einem Autokorso auf der B96 bei Görlitz rund 230 plakatierte Fahrzeuge in Richtung Bautzen. In Chemnitz demonstrierten rund 1.000 Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Mehrere Gruppen aus dem rechtsextremen Umfeld hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Die Kundgebung stand unter dem Titel "Chemnitz steht auf". Die Polizei teilte mit, dass die Veranstaltung friedlich, aber nicht störungsfrei verlaufen sei. So hätten die Beamten mehrfach darauf hinweisen müssen, dass Gesichtsmasken zu tragen und die Mindestabstände einzuhalten seien. Insgesamt wurden 24 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung erstattet.

Zudem seien drei Straftaten erfasst worden. Zu der Kundgebung waren auch Autokorsos aus dem Umland nach Chemnitz gekommen, vor allem aus dem Vogtland und dem Landkreis Zwickau.

07:37 Uhr | Erste Astra-Zeneca-Impfdosen aus Großbritannien eingetroffen

In Sachsen sind die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca eingetroffen. Das bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums MDR SACHSEN. Die rund 16.800 Einheiten würden an Personen verimpft, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehörten und jünger als 65 Jahre sind. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums erhält Sachsen bis Anfang März rund 141.000 weitere Impfdosen von Astra-Zeneca. Das Präparat des britisch-schwedischen Herstellers ist der dritte Impfstoff, der in Deutschland zur Verfügung steht.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.02.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 07.02.2021 | 19:00 Uhr

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