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In Sachsen treten ab kommendem Freitag (05.11.) verschärfte Beschränkungen in Kraft. Die Vorwarnstufe ist erreicht. Bildrechte: imago images/Christian Ohde

Corona-LageVorwarnstufe erreicht - Sachsen verschärft ab Freitag Regeln

von MDR SACHSEN

Stand: 03. November 2021, 13:52 Uhr

Die Bettenbelegung auf den Normalstationen in Sachsens Kliniken liegt den fünften Tag in Folge über dem Grenzwert für Covid-19-Patienten. Daher greift ab Freitag die Vorwarnstufe der Corona-Schutzverordnung und einige Regeln werden verschärft.

Ab Freitag treten in Sachsen verschärfte Corona-Regeln in Kraft. Hintergrund ist das Erreichen der Vorwarnstufe der Corona-Schutzverordnung. Fünf Tage in Folge liegt die Bettenbelegung der Normalstationen der sächsischen Kliniken über dem Grenzwert von 650 Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Laut Sozialministerium sind aktuell 920 Betten auf Normalstation belegt, bei den Intensivbetten sind es 224 (Stand 3. November 2021).

Die sächsische Corona-Schutzverordnung sieht eine sogenannte Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe als Indikatoren für die aktuelle Pandemie-Lage vor. Sie werden vom Gesundheitsministerium als Frühwarninstrument angesehen. Bildrechte: MDR/Sozialministerium Sachsen

Kontaktbeschränkungen und Regeln für Versammlungen

Deswegen gelten ab Freitag wieder Kontaktbeschränkungen. Es sind dann nur noch private Zusammenkünfte mit maximal zehn Personen aus verschiedenen Hausständen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene zählen dabei allerdings nicht mit. Die bisher geltenden Corona-Regeln wie 3G bleiben bestehen.

Auch bei Versammlungen gelten ab Freitag verschärfte Regeln. Es sind dann nur noch ortsfeste Versammlungen mit maximal 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erlaubt. Hierbei zählen alle Personen mit, auch Geimpfte und Genesene. Versammlungen mit mehr als der angegebenen Personenzahl können im Einzelfall genehmigt werden, wenn es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Gesundheitsministerin wirbt für Impfungen

"Das Infektionsgeschehen bereitet mir große Sorgen. Die Belegung der Normalbetten in unseren Krankenhäusern hat den ersten Schwellwert erreicht", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping. "Dies dient als Frühwarninstrument und ist ein wichtiger Indikator zum Ausmaß der Pandemie." Es bleibe wichtig, weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Außerdem wirbt die Ministerin für die Impfangebote im Freistaat. "Im gesamten Freistaat gibt es vielfältige Impfangebote, die unkompliziert in Anspruch genommen werden können", sagt sie. "Eine Impfung schützt zuverlässig vor schweren Verläufen."

Auch wenn ich eine gewisse Pandemiemüdigkeit der Menschen nachvollziehen kann, macht die Entwicklung deutlich, dass wir auch weiterhin sehr umsichtig sein müssen. Wir dürfen nicht leichtsinnig werden.

Petra Köpping | Gesundheitsministerin Sachsen

Neue Corona-Schutzverordnung ab Montag

Ab Montag tritt eine neue Verordnung in Kraft. Dann gilt zum Beispiel für Innengastronomie, Kulturveranstaltungen und Großveranstaltungen die 2G-Pflicht. Um eine schnellere Reaktion auf steigende Infektionszahlen zu ermöglichen, soll in der neuen Verordnung außerdem eine 3+2-Regel eingeführt werden. Das heißt: Wird der niedrigere Inzidenz-Schwellenwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen erreicht, treten am übernächsten Tag Lockerungen ein. Wird der höhere Inzidenz-Schwellenwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen erreicht, treten Verschärfungen am übernächsten Tag in Kraft. Bislang galt eine 5+2-Regel.

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Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 03. November 2021 | 19:00 Uhr