Corona Sachsen plant kein 2G-Optionsmodell für den Einzelhandel

Nächsten Dienstag will Sachsens Regierung eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschließen. Bereits im Vorfeld sorgt dabei die sogenannte 2G-Regel für Aufregung. Das Sozialministerium stellt deshalb klar, dass sie im Einzelhandel keine Rolle spielen wird.

Ein Kunde steht in einem Supermarkt vor einem Regal, und trägt dabei einen Mundschutz.
Auch in Zukunft soll jeder Zugang zum Supermarkt haben - nicht nur Geimpfte und Genesene. Bildrechte: dpa

In Sachsen soll es in der nächsten Corona-Schutzverordnung kein generelles 2G-Optionsmodell geben, wonach nur Genesene und Geimpfte Zugang zu bestimmten Einrichtungen und Angeboten bekommen. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Demnach gelten für den Zugang zu Geschäften des Einzelhandels, Supermärkten und Einkaufszentren weiterhin die jeweiligen Hygienekonzepte mit der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung.

Diskutiert wird die optionale 2G-Regelung, bei der sich Veranstalter oder Inhaber bewusst dafür entscheiden können, allerdings unter anderem für den Zugang zur Innengastronomie, Veranstaltungen und Festen in Innenräumen sowie körpernahe Dienstleistungen und Prostitution. Auch bei Großveranstaltungen bis zu einer maximalen Besucherzahl von 5.000 Personen soll das Optionsmodell wählbar sein. Einrichtungen, die darauf setzen, müssen Beschränkungen wie die Maskenpflicht sowie das Abstandsgebot nicht mehr beachten, sofern es eine Einlasskontrolle gibt.

Weitere Bereiche für die die 2G-Regel diskutiert wird:

  • Sport im Innenbereich
  • Hallenbäder und Saunen aller Art
  • Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Innenbereich
  • Zugang zu Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen im Innenbereich
  • Teilnahme an touristischen Bahn- und Busfahrten, auch im Gelegenheits- und Linienverkehr
  • Zugang zu Diskotheken, Clubs und Bars im Innenbereich

Anhörungsverfahren noch nicht abgeschlossen

Bisher ist in diesen Bereichen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 35 ein Impf-, Genesenen- oder negativer Testnachweis notwendig, um Zugang zu erhalten. Laut Ministerium ist das Anhörungsverfahren zur neuen Corona-Schutzverordnung noch nicht abgeschlossen. Die endgültigen Regelungen werden nach dem Beschluss der Staatsregierung am Dienstag im Anschluss an die Kabinettssitzung in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 16. September 2021 | 15:00 Uhr

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