30 Jahre Sachsen Menschen und die Marktwirtschaft

Die Färberei, das Ingenieurbüro oder die Kompressoren-Fabrik: Orte in Sachsen, an denen Menschen arbeiten, als Teil von 30 Jahren Marktwirtschaft nach dem Ende der sozialistischen Produktionsweise der DDR. Die Arbeitswelt hat sich verändert. Der Druck ist für Einige nun größer. Arnd Groß hat Sachsen an ihrem Arbeitsplatz besucht und stellt ihre Geschichten vor.

Kathleen Hennig und Marko Riedel 47 min
Bildrechte: Arnd Groß

Die Färberei, das Ingenieurbüro oder die Kompressoren-Fabrik: Orte in Sachsen, an denen Menschen arbeiten. MDR SACHSEN-Reporter Arnd Groß hat sechs Sachsen an ihrem Arbeitsplatz besucht und stellt ihre Geschichten vor.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 07.10.2020 18:00Uhr 47:19 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/dreissig-jahre-wirtschaft-freistaat-sachsen-feature-104.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Was macht der Landwirt heute im Unterschied zu früher anders? Wie hat sich die Ansiedlungsstrategie der Politik in Sachsen bewährt, was hat ABM, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, gebracht und was ist eigentlich die Arbeit jedes Einzelnen wert? Das beantworten Menschen, die unser Reporter bei ihrer Arbeit besucht hat - von Nordsachsen bis in Vogtland.

Ich bin direkt an die Werkbank gefahren, zu den Menschen, die dort arbeiten. Kreuz und quer durch Sachsen.

Arnd Groß | Sachsenradio-Reporter

Vom Fließbandarbeiter zum Vorarbeiter

Arnd Groß hat unter anderem eine Färberin in einem Textilbetrieb in Aue getroffen. Sie arbeitet in einer der wenigen textilverarbeitenden Fabriken, die das große Firmen-Sterben überlebt hat. Spannend war das Gespräch mit einer Seilerin, die sich bewusst dafür entschieden hat, im ländlichen Raum zu bleiben und beeindruckt hat unseren Reporter ein Mann, der am Fließband gearbeitet hat und jetzt Vorarbeiter ist.

Bernd Friebel
Bernd Friedel Bildrechte: Arnd Groß

Ich kann von dem Geld leben, kann alle Rechnungen bezahlen, Miete, Strom und den ganzen Hickhack. Reicht zu. Arbeitslos zu sein ist eine schlimme Vorstellung. Das sage ich so, wie es ist. Das ist nicht mein Fall.

Bernd Friedel | arbeitet auf einer Putzmaschine im Pflegeheim

Quelle: MDR/ag/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.10.2020 | von 18:00 - 19:00 Uhr

1 Kommentar

THOMAS H vor 49 Wochen

Als erstes muss festgestellt werden, daß die "künstlerische Gestaltungsfreiheit" bei dem Beitrag wieder voll ausgenutzt und während dem Sprechen STÖRENDE
HINTERGRUNDMUSIK eingearbeitet wurde, so daß es teilweise schwierig ist, das Gesprochene zu verstehen (vor allem wenn noch Einschränkungen beim Hören bestehen).
Zum Beitrag selbst, ergibt sich für mich, das sechs Menschen zu 90 Prozent, mit ihrer jetzigen Situation zufrieden sind, was aber sicher nicht der Realität in ganz Sachsen entspricht, wobei m. E., Sachsens Weg von der Plan- zur Marktwirtschaft, aus dem Beitrag nicht hervorgeht. Das es in 30 Jahren, in einer anderen Gesellschaftsform (Kapitalismus) Veränderungen gegeben hat, müsste Allen einleuchten, aber der Beitrag zeigt keine Lösungen (die Ausführungen von H. Ragnitz empfinde ich schon länger, nur darauf bezogen, daß die Menschen an ihrer Situation selbst schuld sind) auf, wie die jetzige Situation zu meistern wäre.
Mit Niedriglöhnen und Altersarmut sicher nicht.

Mehr aus Sachsen