Polizeieinsatz Betrunkene Jugendliche aus Elbe gerettet

Flussströmungen können schnell zur tödlichen Gefahr werden. Immer wieder warnen DLRG und Polizei davor, in Fließgewässern baden zu gehen. Auf eine ziemlich schlechte Idee kamen zwei offenbar angheiterte junge Frauen in Dresden - ihr Rettungsschwimmer trägt eigentlich Uniform und behielt bei der Rettungsaktion einen kühlen Kopf.

Altstadtsilhouette von der Marienbrücke aus zur Blauen Stunde mit Elbe, Augutstusbrücke, Kunstakademie, Sekundogenitur, Frauenkirche, Ständehaus, Hofkirche, Rathausturm, Hausmannsturm, Turm der Kreuzkirche und Semperoper
Bildrechte: imago/Hanke

Ein Polizist hat in Dresden zwei Jugendliche aus der Elbe gerettet. Zuvor waren die beiden jungen Frauen offenbar im Alkoholrausch in den Fluss gestiegen. Die 15-Jährige und die 17-Jährige seien in der Nacht zum Dienstag an der Augustusbrücke in den Fluss gestiegen, teilte die Polizei mit. Sie seien in der Flussmitte bis zur Marienbrücke abgetrieben worden.

Polizist rettet die jungen Frauen

Ein Zeuge habe Hilferufe gehört und die Polizei gerufen. Einer der alarmierten Beamten sei daraufhin in der Elbe gesprungen. Der 25-Jährige habe beide Jugendliche retten können. Bei der Jüngeren wurde ein Alkoholwert von 1,2 Promille festgestellt, bei der Älteren waren es 1,5 Promille. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Warum die jungen Frauen in die Elbe stiegen, ist laut Polizei noch unklar.

DLRG: Kein Alkohol beim Baden

Allein im vergangenen Jahr ertranken nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft mindestens 335 Menschen in den deutschen Binnengewässern. Neben Übermut, mangelnden Schwimmfähigkeiten und Selbstüberschätzung führt der DLRG zufolge vor allem Alkohol immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

Vor allem in Flüssen lauern Gefahren

Außerdem raten die Rettungsschwimmer vom DLRG Untrainierten vom Schwimmen in Flüssen ab. Denn dort lauern viele Gefahren: überraschende Untiefen und Brückenpfeiler, die die Strömung verändern und dadurch Sogwirkungen auslösen können.

In Flüssen müsse man auch immer wieder mit Treibgut wie Ästen rechnen und Unterwasserhindernissen wie entsorgten Fahrrädern. In Flüssen mit Gezeitenströmung verstärkt diese die ohnehin bestehenden Flussströmungen noch zusätzlich.

Quelle: MDR/dpa/Thomas Tasler

MDR SACHSEN – Das Sachsenradio

Mehr aus der Region Dresden

Mehr aus Sachsen