100 Jahre nach Wiedererrichtung Bistum Dresden-Meißen feiert Festgottesdienst zum Jubiläum

Drei Bischöfe stehen auf dem Platz vor der Kathedrale in Dresden
Mit dem Festgottesdienst feierte das Bistum seine 100-jährige Wiedererrichtung. Bildrechte: MDR/Wolfram Nagel

Mit einem Festgottesdienst in der Dresdner Kathedrale hat das katholische Bistum Dresden-Meißen seine Wiedererrichtung vor 100 Jahren gefeiert. Bischof Heinrich Timmerevers sprach von einer "digitalen Gemeinschaft und einem feiernden Netzwerk aus über 50 Orten". Aufgrund der Corona-Beschränkungen waren Kirchengemeinden und Klöster aus Sachsen und Ostthüringen per Video zugeschaltet. Gegenwärtig gehören dem Bistum Dresden-Meißen rund 140.000 Katholiken an, etwa drei Prozent der Bevölkerung.

Predigt vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz

In seiner Predigt sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing, er schaue mit großem Respekt auf das Glaubenszeugnis der Sachsen und Thüringer. "Wir sind wirklich in einer schwierigen, kritischen Situation. Die Krisen, die wir in der Kirche haben, müssen wir bearbeiten." Die Missbrauchsskandale hätten eine "wahnsinnige Vertrauenskrise" ausgelöst, so der Bischof.

Bischof Georg Bätzing
Bischof Georg Bätzing mahnte in seiner Rede auch den Umgang mit Frauen in der katholischen Kirche an. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Es geht nicht um Schönheitsreparaturen. Es geht wirklich um systemische Veränderungen.

Georg Bätzing Vorsitzender der Bischofskonferenz

Vor allem die Fragen nach Macht, Gewalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche müssten beantwortet werden. Frauen würden das kirchliche Leben und die Glaubensvermittlung tragen, sagte Bätzing. Also müsse man sie in alle Entscheidungsprozesse einbinden.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 20. Juni 2021 | 13:00 Uhr

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