Jahresbilanz Umsatzeinbrüche für Tourismusbranche in Dresden und Elbland

Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hängt auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden
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Die Corona-Krise hat der Tourismusbranche in Dresden und dem Elbland im vergangenen Jahr einen Umsatzverlust von rund 500 Millionen Euro beschert. Allein in Dresden gab es rund zweieinhalb Millionen weniger Übernachtungen, teilte die Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) mit. Demnach hatte Dresden zwar im vergangenen Jahr das geringste Übernachtungsminus aller deutschen Großstädte zu verzeichnen. Trotzdem sei es eine Krise von historischem Ausmaß, sagt DMG-Chefin Corinne Miseer.

Hälfte des Umsatzes eingebrochen

Nach Angaben der DMG hätten Hotels und Gastronomiebetriebe Umsatzverluste von rund 50 Prozent hinnehmen müssen. "1,3 Millionen weniger Gäste und 2,6 Millionen weniger Übernachtungen für die Stadt Dresden und die Region Elbland zeigen deutlich, dass die Situation für die gesamte Tourismusbranche extrem herausfordernd und schwierig ist", so Miseer.

Impulse schaffen

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sagte, man arbeite gemeinsam mit der DMG an einer Tourismusstrategie für Dresden. "Anknüpfend an die Dresdner Kulturinseln des letzten Sommers möchten wir mit einem Dresdner Kultursommer 2021 open air zusätzliche Impulse für Dresden schaffen", so Klepsch. Basis für die Vermarktungsstrategie in diesem Jahr seien unter anderem Erfahrungswerte aus dem letzten Corona-Jahr sowie aktuelle Prognosen.

Die mit Stühlen gebildeten Buchstaben «SOS» stehen während einer Aktion, mit der die sächsische Gastronomie-, Hotel- und Eventbranche auf ihre Probleme durch die Auswirkungen der Coronavisus-Pandemie aufmerksam machen möchte, auf dem Neumarkt zwischen der Frauenkirche und dem Denkmal von Martin Luther.
Schon im Sommer hatte die Tourismusbranche auf drohende Umsatzeinbrüche aufmerksam gemacht. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Klare Perspektiven gefordert

Kritik an fehlenden Konzepten von Bund und Land gab es von Johannes Lohmeyer vom Tourismusverband Dresden. Es fehlten nach wie vor klare Perspektiven. "Sicherheit steht an erster Stelle mit einem reibungslos funktionierenden Hygienekonzept und flexiblen Buchungsmodalitäten", so Lohmeyer. Jetzt brauche man aber dringend das Signal der Politik für eine zeitnahe und dauerhafte Öffnung im Tourismus. Eine Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus geht davon aus, dass die Branche frühestens in drei Jahren wieder an das Vorkrisenniveau herankommt.

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.02.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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