Tückische Straßenverhältnisse Glätte sorgt für Unfälle in der Region Dresden

Feuchte Luft und Minusgrade haben auf den Überlandstraßen rund um Dresden für gefährlich glatte Straßen und Unfälle gesorgt. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Auch in den Folgetagen müssen Autofahrer in Sachsen verbreitet mit Reifglätte rechnen.

Ein Unfallauto lehnt halb auf dem Dach liegend an einem Baum neben der Bundesstraße 6 bei Dresden.
Die Autofahrerin wurde bei dem Glätteunfall auf der Bundesstraße 6 schwer verletzt. Bildrechte: Xcitepress

Bei Unfällen im Hochland von Dresden und im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind am Freitagmorgen zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei MDR SACHSEN sagte, war in allen Fällen wahrscheinlich Straßenglätte mitverantwortlich.

Gegen Baum geschleudert

Im sogenannten Schönfelder Hochland war demnach gegen 8 Uhr eine Frau bei Dresden-Weißig in einer Linkskurve von der überfrorenen Bundesstraße 6 abgekommen. Ihr Auto überschlug sich und stieß gegen einen Baum. Die 26-Jährige erlitt laut Polizei schwere Verletzungen, konnte sich aber noch selbst aus dem Wrack befreien. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Bundesstraße war zwischen Dresden-Weißig und Dresden-Rossendorf zwei Stunden komplett gesperrt.

Von Straße gerutscht

Gut eine Stunde zuvor hatte laut Polizei gut zehn Kilometer entfernt ein 29 Jahre alter Autofahrer ebenfalls schwere Verletzungen erlitten. Nach MDR-Informationen war er auf der Staatsstraße 159 zwischen Rennersdorf-Neudörfel und Stolpen unterwegs. Dort kam sein Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab, fuhr eine Böschung hinab überschlug sich und blieb kopfüber auf der angrenzenden Wiese liegen. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. Am Auto entstand Totalschaden. Glimpflicher verlief ein Glätteunfall bei Langenwolmsdorf.

Ein Unfallauto liegt auf dem Dach auf einer Wiese neben einer Staatsstraße bei Stolpen.
Der Abschleppdienst musst das Unfall mit einem Seil von der Wiese ziehen. Bildrechte: Marko Förster

Straßen bleiben glatt

In der Region war es Dem MDR-Wetterstudio zufolge zum Zeitpunkt der Unfälle neblig-trüb und es fiel leichter Schneegriesel. Auch in anderen Teilen Sachsens sorgt demnach verbreitet feuchte Luft für Dunst oder leichten Nebel, der bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt vor allem in der Nacht und am Morgen für gefährliche Reifglätte auf den Straßen sorgt. Diese Wetterlage bleibe Sachsen zunächst erhalten, eine Änderung sei erst Mitte kommender Woche zu erwarten, erklärten die MDR-Meteorologen.

MDR (stt)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 04. März 2022 | 10:30 Uhr

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