Sächsisch-Böhmische Schweiz Schleuse in Kirnitzsch-Klamm soll befahrbar bleiben

Die für den Tourismus wichtige Obere Schleuse der Kirnitzsch-Klamm in der Sächsischen Schweiz soll weiterhin befahrbar bleiben. Bis zum Januar wolle man gemeinsam mit Tschechien eine Lösung für die Beseitigung abgestorbener Fichten finden, sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag nach einem Treffen mit dem tschechischen Vize-Umweltminister Vladislav Smrž in Prag.

Obere Schleuse
Die Obere Schleuse in der Kirnitzsch-Klamm soll auch künftig befahrbar sein. Bildrechte: Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V./Frank Richter

Auf deutscher Seite mehr als 200.000 Euro notwendig

In der Klamm sind - wie in weiten Teilen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz - nach einem Borkenkäferbefall zahlreiche Bäume abgestorben. In diesem Jahr hat die Stadt Sebnitz die Schleuse so gesichert, dass Flussfahrten zwischen Juni und Oktober möglich sind. Die Kosten trägt der Freistaat.

Die Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse ist ein touristisches Highlight und führt über den deutsch-tschechischen Grenzfluss Kirnitzsch. Um den Betrieb auch in den nächsten Jahren zu ermöglichen, sind laut Ministerium entsprechende Sicherungsmaßnahmen auf deutscher und tschechischer Seite notwendig. Wegen des unwegsamen Geländes muss für das Fällen und den Transport auf den Einsatz von Helikoptern zurückgegriffen werden. Die Kosten werden auf deutscher Seite wegen der vielen abgestorbenen Fichten auf rund 220.000 Euro geschätzt, auf tschechischer Seite auf mindestens rund 40.000 Euro. "Ich freue mich, dass wir Bewegung in die Situation bringen konnten", so Günther. Man habe sich nun darauf verständigt, eine Lösung für die grenzüberschreitenden Punkte zu entwickeln, was den Naturschutz und den Haushalt betreffe.

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Quelle: MDR/dk/dpa

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