Böhmische Schweiz Helikopter trägt neuen Aussichtspavillon auf Marienfels

Ein Hubschrauber stellt eine Ausflugslaube auf dem Marienfels in der Böhmischen Schweiz ab
Die Laube im Stück per Hubschrauber auf den Felsen zu fliegen, war für die Nationalparkverwaltung die einfachere und umweltfreundlichere Aufbauvariante. Bildrechte: Václav Sojka

Einer der schönsten Aussichtspunkte der Böhmischen Schweiz hat wieder einen Pavillon. In einer Aufsehen erregenden Aktion hat ein Helikopter in der vergangenen Woche eine Laubenkonstruktion auf die Spitze des Marienfels bei Jetrichovice geflogen. Der neue Aussichtspunkt ähnle der allerersten Laube, die Fürst Ferdinand Kinsky im Jahr 1856 auf dem Stein errichten ließ, berichtet Thomas Salov vom Nationalpark Böhmische Schweiz. "Es war damals ein sehr romantisches Hochzeitsgeschenk für seine Frau."

Letzte Schutzhütte brannte ab

Mit den Jahren veränderten sich die kleinen Häuschen auf dem Marienfels. Mal seien es touristische Aussichtspunkte, mal Schutzhütten, mal Unterstände für die Brandwache gewesen, erklärt Salov. Die letzte Schutzhütte brannte im Jahr 2005 ab. Zwei jungen Männern, die dort übernachteten, sei eine Kerze umgekippt und das Gebälk fing Feuer, so der Nationalparkmitarbeiter. Im Anschluss wurde eine Holzlaube aufgestellt. Wegen fauliger Trägerbalken musste sie jedoch 2018 gesperrt werden.

Konstruktion aus Stahl und Lärchenholz

Jetzt hat sich die Nationalparkverwaltung für eine standfestere Stahlkonstruktion entschieden. "Sie ist mit Lärchenholz verkleidet, in Handarbeit, wie Salov betont. Der Pavillon bietet für die Wanderer, die den steilen Aufstieg auf den Felsen gemeistert haben, eine Sitzgelegenheit und einen kleinen Tisch. Salov hofft bald wieder auf sächsische Ausflügler, wenn sich die Corona-Lage entspannt hat. Im Moment befindet sich der Marienfels im tschechischen Risikogebiet.

Ein Hubschrauber stellt eine Ausflugslaube auf dem Marienfels in der Böhmischen Schweiz ab
Etwa 100.000 Ausflügler erklettern jedes Jahr den Marienfels bei Jetrichovice. Bildrechte: Dagmar Rebickova

Quelle: MDR/ma

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