Unachtsamkeit Löscharbeiten nach Waldbrand in der Sächsischen Schweiz beendet

In der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz gelten besonders strenge Schutzmaßnahmen. So sind Camping und das Freiübernachten ebenso verboten wie Feuer machen und Rauchen. Was der Verstoß gegen diese Regeln bedeuten kann, hat sich an diesem Wochenende erneut gezeigt. Eine vermutlich illegale Feuerstelle hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Feuerwehrleute löschen Waldbrand
Auch am Sonntag mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Glutnester ausmachen und löschen, damit der Brand nicht erneut entfacht. Bildrechte: Marko Förster

Der Waldbrand in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz ist gelöscht. Das teilte die zuständige Rettungsleitstelle am Sonntag mit. Am Sonnabend hatten Anwohner und Wanderer den Brand unterhalb der Kipphornaussicht entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. 70 Feuerwehrleute waren bis zum Abend im Einsatz. Sorgen bereiteten den Einsatzkräften die unter der Oberfläche befindlichen Glutnester. Deshalb rückten am Sonntag noch einmal 80 Feuerwehrleute mehrerer Wehren der Umgebung aus, um den Brand endgültig einzudämmen. Zwölf Einsatzfahrzeuge waren vor Ort.

Feuerwehrleute löschen Waldbrand
Bei der Brandbekämpfung kamen auch Hacken zum Einsatz. Bildrechte: Marko Förster

Wind hat Ausbreitung des Feuers begünstigt

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen am Winterberg unterhalb der Kipphornaussicht ausgebrochen und hatte sich auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern ausgebreitet. Der Wind hat die Ausbreitung des Feuers begünstigt. Die Nationalparkverwaltung geht davon aus, dass der Brand von einer illegalen Feuerstelle ausging. Bei der Polizeidirektion Dresden liegt bisher keine Anzeige vor, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Ob die Nationalparkverwaltung juristische Schritte einleitet, bleibt abzuwarten. Sie war am Sonntag nicht erreichbar.

Nationalpark Sächsische Schweiz hat immer mehr Schäden zu beklagen

In der Sächsischen Schweiz kommt es immer wieder zu Waldbränden, weil Besucher illegale Feuerstellen legen. Besonders verheerend war der Brand im Hitzesommer 2018. Damals stand eine Fläche von 15.000 Quadratmetern in Flammen. Das Wandergebiet rund um die berühmte Bastei hat derzeit ohnehin hohe Schäden zu beklagen. Der Borkenkäfer frisst sich immer tiefer in die Waldgebiete hinein. Zudem hat der jüngste Herbststurm viele Bäume umknicken lassen. Die Aufräumarbeiten dauerten in dieser Woche an. Im Sommer beklagte die Nationalparkverwaltung zudem das Verhalten vieler Besucher. Weil diese sich quasi rund um die Uhr im Nationalpark aufhielten, komme die Natur kaum noch zur Ruhe.

Quelle: MDR/kh/dk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Sachsenspiegel | 31. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

pellet49 vor 29 Wochen

Wie unvernünftig können manche Zeitgenossen sein?! Ob es denen gefallen würde, wenn das eigene Zuhause abgefackelt wird, weil man im Wohnzimmer ein Lagerfeuer anzündet?
Einfach nur traurig...

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