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Mit dem neuen Weg müssen Wanderer nicht mehr die Bundesstraße 172 entlanglaufen. Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL

Sächsische SchweizNeuer Wanderweg verbindet Bad Schandau und Gohrisch

von MDR SACHSEN

Stand: 15. September 2022, 13:17 Uhr

Die helle Treppe leuchtet den Wanderern schon von Weitem entgegen - auch bei Regenwetter. Ihre Stufen führen den Hang hinauf auf den neuesten Wanderweg in der Sächsischen Schweiz. Der "René-Prokoph-Weg" macht die Tour von Gohrisch nach Bad Schandau deutlich sicherer.

Ein neuer Wanderweg ist in der Sächsischen Schweiz zwischen Gohrisch und der Bad Schandau eingeweiht worden. Mit ihm sind Ausflügler nicht mehr gezwungen, für bestimmte Touren an der Bundesstraße B172 entlangzulaufen.

Früher risikoreich auf der B172 unterwegs

Bisher mussten Wanderer immer etwa 800 Meter auf der B172 laufen, um über die Anbindung Hörnelweg nach Gohrisch zu gelangen, wie Jörg Weber von der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz erklärt. Nur gibt es entlang der Bundesstraße für Fußgänger gar keinen Weg und auch keinen Platz. Eine Straßenbeleuchtung ist ebenfalls nicht installiert. "Das war mehr als gefährlich", so Weber.

Schon vor Jahren hatte sich René Prokoph, damals Vorsitzender des Gebirgsverein Gohrisch, für diesen Lückenschluss im Wandernetz stark gemacht. Der Gohrischer engagierte sich Zeit seines Lebens für die Heimatpflege und den Naturschutz, bis er vor 2014 mit nur 47 Jahren bei einem Arbeitsunfall starb. Die Einwohner von Gohrisch und Bad Schandau kämpften nach seinem Tod weiter um die Verbindung zwischen ihren Orten.

Die Bürgermeister von Gohrisch, Christian Neumann, und Bad Schandau, Thomas Kunack (v.li.) schneiden das Band am neuen Wanderweg durch. Bildrechte: Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz

Gefahrlos über den "René-Prokoph-Weg"

Nun trägt der neue Pfad Prokophs Namen. Eine hohe Treppe führt zu ihm hinauf und dann geht es oberhalb der B172 entlang. Stützmauern geben dem Pfad die nötige Stabilität. Mit dem "René-Prokoph-Weg" bestehe nun eine sichere Verbindung, freut sich der Bürgermeister von Bad Schandau, Thomas Kunack.

Mit der EU-Leaderförderung, Eigenanteilen der Gemeinden, Spenden und vielen beteiligten Ehrenamtlichen konnten wir das Projekt jetzt endlich umsetzen.

Thomas Kunack | Bürgermeister von Bad Schandau

Das Projekt hat laut Kunack rund 96.000 Euro gekostet. "Mit der EU-Leaderförderung, Eigenanteilen der Gemeinden, Spenden und vielen beteiligten Ehrenamtlichen konnten wir das Projekt jetzt endlich umsetzen", so Kunack.

MDR (ama)

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 14. September 2022 | 19:00 Uhr