Justiz Staatsanwaltschaft Dresden: Anklage gegen mutmaßlichen Immobilien-Betrüger

Ein 61 Jahre alter Mann soll sich im August 2020 eine Villa im Wert von 830.000 Euro erschwindelt haben. Auch einen Makler und Handwerker soll er betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nun Anklage erhoben.

Eine Bronzestatue der römischen Göttin Justitia mit Waage und Richtschwert in der Hand
Der Tatverdächtige ist den Angaben zufolge mehrfach einschlägig vorbestraft. Bildrechte: dpa

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Betrüger erhoben. Sie wirft einem 61 Jahre alten Mann vor, sich im August 2020 eine Immobilie im Wert von 830.000 Euro erschwindelt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem soll der Mann den mit der Vermittlung der Villa beauftragten Makler um die vereinbarte Maklergebühr von 48.000 Euro betrogen haben.

Im Zusammenhang mit dem betrügerischen Kauf der Villa, die er nie habe bezahlen können und wollen, gab der Mann den Angaben zufolge bei Handwerkern Arbeiten in Auftrag. Die für die Sanierung des Objekts erledigten Elektrikerleistungen im Wert von etwa 8.700 Euro und Malerarbeiten im Wert von rund 14.000 Euro sei er schuldig geblieben.

Auch Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt

Außerdem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, in Hannover einen Kaufvertrag über ein Auto zum Preis von 100.000 Euro geschlossen zu haben. Zur vereinbarten Übergabe an den Beschuldigten kam es aber nicht mehr, weil er bereits festgenommen worden war.

Der Tatverdächtige ist den Angaben zufolge mehrfach einschlägig vorbestraft. Er sitzt in Untersuchungshaft und hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht geäußert. Das Landgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

Quelle: MDR/jn/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 07. Mai 2021 | 05:00 Uhr

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