Auftragsmord Prozessauftakt: Dresdnerin soll Mord in Auftrag gegeben haben

Eine Dresdnerin soll einen Auftragsmörder für die neue Partnerin ihres Noch-Ehemannes gesucht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft der 41-Jährigen versuchte Anstiftung zum Mord vor.

Bitcoin-Münzen, 2013
Laut der Anklage soll die Frau 0,2 Bitcoin für den Auftragsmord bezahlt haben. Bildrechte: dpa

Am Landgericht Dresden hat ein Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft der 41-Jährigen versuchte Anstiftung zum Mord vor, wie aus der zum Prozessauftakt am Dienstag am Landgericht Dresden verlesenen Anklage hervorgeht. Sie habe sich ab Ende 2020 im Darknet an den Betreiber einer Seite gewandt, auf der Mord als Dienstleistung angeboten worden sei. Laut Anklage hat die Frau aus übersteigerter Eifersucht und Wut gegenüber einer 23-jährigen Frau gehandelt. Sie habe zudem verhindern wollen, dass diese Ansprüche auf das Vermögen ihres Mannes erhalten könne.

Bezahlung in Bitcoin

Laut Anklage sollte die Tat wie ein Unfall aussehen und nicht zu nah am Wohnort der schwangeren 23-Jährigen verübt werden. Der Lohn von 0,2 Bitcoin, zu jener Zeit etwa 10.000 Euro, sei vermutlich am 21. Februar bezahlt worden. Fünf Tage später wurde sie in ihrem Elternhaus, wo sie wieder lebte, gefasst und kam in Untersuchungshaft. Bei der 23-Jährigen handelt es sich offenbar um die neue Partnerin des getrennt lebenden Mannes der Angeklagten.

Der Verteidiger der Angeklagten kündigte ein "umfassendes Geständnis" seiner Mandantin für Donnerstag an. Der Prozess ist bis zum 12. November terminiert.

Quelle: MDR/dpa/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 19. Oktober 2021 | 10:30 Uhr

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