DRK-Aufruf Versorgungslage mit Blutspenden in Sachsen kritisch

Ein Maskottchen vor einem Blutspendezentrum
Sachsens Sozialministerium und das DRK rufen zur Blutspende auf. Das würde nicht nur Maskottchen "Tröpfli" freuen, sondern vor allem die Kliniken, die zur Zeit ein Viertel mehr Blutspenden brauchen, als üblich in der Sommerzeit. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Deutsche Rot Kreuz hat die Versorgungslage mit Blutpräparaten im Bereich des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost als kritisch beschrieben. Die Lage sei "äußerst angespannt", hieß es am Montag. Die Menschen seien in den Sommerferien, genießen die gelockerten Pandemiebestimmungen bei anhaltend warmem Sommerwetter. All das trage dazu bei, "dass die Prioritäten in der Freizeitgestaltung auf Spenderseite derzeit nicht bei der Blutspende liegen", urteilte das DRK. Die Kliniken im Land benötigten zur Zeit viel mehr Spenderblut, weil jetzt Operationen und Behandlungen nachgeholt würden, die während des Lockdowns verschoben worden waren.

Ein Viertel mehr Bedarf an Blutspenden

Nach Angaben des DRK liegt der Bedarf an Blutspenden aktuell 25 Prozent über dem üblichen Durchschnitt von 650 täglichen Blutspenden in Sachsen. Blutpräparate halten sich nur zwischen fünf Tagen und fünf Wochen. Blut könne nicht synthetisch gewonnen werden, betonte die Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (SPD) in Dresden. Zum Blutspenden gebe es daher keine Alternative. Sie rief zum Blutspenden auf.

Eine Ärztin hält einen Beutel mit Erythrozyten-Konzentrat.
Bildrechte: dpa

Neues Blutspende-Zentrum in Prager Straße

Am Montag wurde in Dresden ein neues DRK-Blutspendezentrum in der Centrumgalerie eröffnet. Es dient als Außenstelle des Dresdner Instituts für Transfusionsmedizin und lädt zum Spenden an zentralem Ort in der Innenstadt ein.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 02. August 2021 | 19:30 Uhr

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