Schneller Prozess Angriff auf Polizisten: Beschleunigtes Verfahren gegen Dresdner Fußball-Randalierer

Schneller Prozess: Weil er einen Polizisten verletzt hat, muss sich ein 34-Jähriger in einem beschleunigten Verfahren verantworten. Er war an den Ausschreitungen am Rande eines Dynamo-Spiels am 16. Mai in Dresden beteiligt. Die Verhandlung findet Mitte Juli statt. Der Dresdner soll auch versucht haben, noch zwei weitere Beamte zu verletzen.

Dynamo-Fans randalieren vor dem Stadion in Dresden
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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beim Amtsgericht Dresden beantragt, gegen einen 34-Jährigen in einem sogenannten beschleunigten Verfahren zu verhandeln. Dem Beschuldigten aus Dresden legen die Ermittler tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in drei Fällen, Körperverletzung sowie versuchte Körperverletzung in zwei Fällen zur Last. Der Mann war an den Randalen in der Nähe des Rudolf-Harbig-Stadions beim Fußballspieles Dynamo Dresden gegen Türkgücü München am 16. Mai beteiligt. Im Stadion waren wegen der Corona-Beschränkungen keine Zuschauer zugelassen.

Unvermittelte Attacke von hinten auf Polizisten

Eine Bereitschaftseinheit der Polizei aus Leipzig hatte an diesem Tag eine Gruppe von 500 Personen begleitet, die sich von der Hauptallee im Großen Garten in Richtung altes Dynamo-Trainingsgelände in Bewegung gesetzt hatten. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Bereich der Umzäunung des alten Trainingsgeländes hinter der Torwirtschaft aus vollem Lauf aus der Masse kommend, "wuchtig und ohne rechtfertigenden Grund unvermittelt einen Polizeibeamten mit dem rechten Fuß in dessen Rücken getreten zu haben". Der Polizeibeamte erlitt hierdurch ein Schleudertrauma mit Thoraxprellung. Laut Staatsanwaltschaft litt der Polizist vier Tage unter starken Schmerzen und war zwei Wochen arbeitsunfähig.

Widerstand bei vorläufiger Festnahme

Der Angreifer wurde vorläufigen festgenommen und dabei durch zwei weitere Polizeibeamte fixiert. "Dem versuchte sich der Beschuldigte fortwährend zu widersetzen, indem er in Richtung der Polizeibeamten austrat und den Polizeibeamten Kopfstöße gegen deren Helm versetzte." Diese beiden Beamten blieben unverletzt.

Das Amtsgericht Dresden hat den Termin zur Hauptverhandlung im beschleunigten Verfahren auf den 21. Juli festgelegt.

Quelle: MDR/lam

11 Kommentare

knarf2 vor 15 Wochen

Steffen-Das Original:Die Dresdner einfach feiern lassen,
es wäre nichts passiert?Bei solchem Unsinn verschlägt es einem fast die Sprache.Leben Sie etwa in der Wolke Kuckucksheim?

knarf2 vor 15 Wochen

muellerchen:Haben Sie absichtlich die rechten Gewalttaten vergessen zu erwähnen?Rechte,linke und sogenannte Fußballfangewalt wurde in der Vergangenheit viel zu wenig geahndet und bestraft!

knarf2 vor 15 Wochen

Harka2:Die Profi-Clubs müßten eben zumindest an den Kosten für Polizeieinsätze
mit zur Kasse gebeten werden.Vielleicht könnte das helfen die Situation zu verbessern.Diese Forderungen gibt's schon seit Jahren.Dafür müssten aber zur Zeit geltende Gesetze geändert werden.Das wiederum getraut sich die Politik aus welchen Gründen auch immer nicht!

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