Zeichen für den Neuanfang TU Dresden zieht Strafanträge gegen Hörsaalbesetzer zurück

Blick in das Audimax der Technischen Universität Dresden
Blick in das Audimax der TU Dresden während einer Lehrveranstaltung. Hier hatten im November 2019 Klimaaktivisten protestiert. Bildrechte: TU Dresden/Michael Kretzschmar

Die TU Dresden hat die Strafanträge gegen mehrere Besetzer des Hörsaalzentrums im vergangenen Jahr zurückgezogen. Wie das Rekorat mitteilte, habe man sich nach eingehender Beratung entschieden, ein Zeichen für einen Neuanfang zu setzen und die Strafanträge wegen Hausfriedensbruchs im Umfeld der Besetzung des Audimax während der Klimawoche im November 2019 nicht aufrecht zu erhalten. Der Kampf gegen den Klimawandel sei wichtig. Deshalb wolle man mit allen Personengruppen lieber diskutieren als prozessieren.

Diese Entscheidung ist keine Wertung der Vergangenheit. Sie ist ein Signal für die Zukunft und die Einladung zu einer offenen und respektvollen Diskussion.

Prof. Ursula M. Staudinger Rektorin der TU Dresden

Während der Klimawoche Ende 2019 hatten etwa 50 Umweltschützer für mehrere Tage das Audimax besetzt, unter anderem um die TU zu mehr Nachhaltigkeit zu zwingen. Zuvor hatte es Absprachen mit der Unileitung gegeben. So durfte das Audimax nur zwischen 9 und 20 Uhr besetzt werden. Allerdings seien mindestens zwei Teilnehmer über Nacht geblieben. Über das Strafmaß wegen Hausfriedensbruchs hätte am Montag das Dresdner Amtsgericht entscheiden sollen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.09.2020 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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