Staatsanwaltschaft Beschuldigter nach Messerangriff in Dresden in U-Haft

Blutspuren führten am Mittwochabend vom Gehweg bis in den Hauseingang in der Dürerstraße. Dort war ein Mann niedergestochen worden. Der Beschuldigte wurde einen Tag später gefasst und sitzt seit Freitag in U-Haft. Die Ermittler werfen dem Syrer versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.

Ein Polizist mit einem stichfesten Kettenanzug.
Polizisten einer Spezialeinheit nahmen am 20. Mai einen Syrer fest, der in Dresden tags zuvor einen 33-Jährigen niedergestochen haben soll. Bildrechte: xcitepress

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 20 Jahre alten Syrer wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Sie werfen dem Beschuldigten vor, am 19. Mai gegen 22:40 Uhr einen Ungarn auf dem Balkon von dessen Wohnung in der Dürerstraße "überraschend mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt zu haben. Der Beschuldigte soll dem 33 Jahre alten Geschädigten mehrere Messerstiche in den Oberkörper versetzt und dabei auch tödliche Verletzungen zumindest billigend in Kauf genommen haben", teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit.

Beschuldigter schweigt

Am Freitag hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Syrer erlassen, nachdem der am Donnerstag, 20. Mai, vorläufig festgenommen wurde. Der Mann sei bislang nicht vorbestraft und habe keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht. Das Opfer musste in einem Krankenhaus notoperiert werden und liege derzeit noch auf Intensivstation, so die Staatsanwaltschaft.

Tat-Hintergründ noch unklar

Zu den Hintergründen und Motiven der Tat, äußerte sich Staatsanwaltschaftssprecher Jürgen Schmidt auf Nachfrage von MDR SACHSEN nicht. Derzeit würden Zeugen vernommen, sagte er. Die BILD-Zeitung hatte am Freitag berichtet, bei dem Opfer soll es sich um einen Transvestit gehandelt haben, der im Kleid niedergestochen worden sein soll. Oberstaatsanwaltschaft Schmidt dazu: "Opfer und Beschuldigter kannten sich. Sie haben den Abend in der Wohnung des Geschädigten verbracht. Alles weitere muss erst ermittelt werden."

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 20. Mai 2021 | 10:30 Uhr

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen

Polizist beschaut sich den beschädigten "Superblitzer" in Chemnitz 1 min
Farbanschlag auf "Superblitzer" in Chemnitz Bildrechte: Audiovision