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HalbleiterfertigungBosch steckt 250 Millionen in Chipwerk in Dresden

13. Juli 2022, 12:45 Uhr

Weltweit und überall werden Mikrochips genutzt. Sie sind in Autos verbaut, stecken in Smartphones, Waschmaschinen, selbst in manchen Toastermodellen. Die Hersteller reagieren auf hohe Nachfrage den Chips und erweitern ihre Produktion - so auch Bosch in Dresden.

Erst voriges Jahr hatte Bosch in Dresden eine große Halbleiterfabrik fertiggestellt, nun steht die Erweiterung an. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, werden nächstes Jahr 250 Millionen Euro in die Ausweitung der Produktion von 300-Millimeter-Wafern investiert, aus denen Mikrochips gefertigt werden. Bosch begründet das mit der unvermindert wachsenden weltweiten Nachfrage nach Mikrochips, aber auch mit dem rasant gestiegenen Eigenbedarf in allen Geschäftsfeldern.

So sollen im kommenden Jahr die Flächen der sogenannten Reinräume im Chipwerk von 10.000 auf 13.000 Quadratmeter vergrößert werden, teilte der Konzern mit. Die Investition bei Bosch in Dresden wird von der EU und dem Bund gefördert. Genaue Summen nannte das Unternehmen nicht.

Wir wappnen uns für eine unvermindert wachsende Chip-Nachfrage.

Stefan Hartung | Bosch-Konzernchef

Des Weiteren sollen in Dresden und Reutlingen für zusammen mehr als 170 Millionen Euro neue Halbleiter-Entwicklungszentren entstehen. Bosch will bis 2026 drei Milliarden Euro in sein Halbleitergeschäft investieren. "Wir wappnen uns auch im Interesse unserer Kunden für eine unvermindert wachsende Chip-Nachfrage. Für uns steckt in den kleinsten Bauteilen großes Geschäft", sagte Konzernchef Stefan Hartung am Mittwoch in Dresden.

MDR (sth,ma)/dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 13. Juli 2022 | 11:00 Uhr