Löscharbeiten Feuerwehreinsatz nach Großbrand in Dresden beendet

Vier Tage war die Feuerwehr in Dresden damit beschäftigt, den Brand in einem Industrie- und Veranstaltungsgebäude im Dresdner Norden zu löschen. Seit Dienstagnachmittag ist der Einsatz beendet. Derzeit laufen Abrissarbeiten. Was das Feuer alles zerstört hat ist weiter unklar.

verbogene Stahlträger und Ziegel in einer gestürtzten halle
Laut Feuerwehr sind alle Glutnester in der niedergebrannten Halle in Dresden gelöscht. Nun beginnen die Aufräumarbeiten. Bildrechte: Christian Essler

Vier Tage nach dem Großbrand auf einem Industrie- und Veranstaltungsgelände in Dresden hat die Feuerwehr ihren Einsatz beendet. Nach derzeitigem Stand sei das Feuer aus, sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre am Dienstagnachmittag. Allerdings liefen auf dem Gelände noch weitere Abrissarbeiten. Sollten dabei neue Glutnester entdeckt werden, würden die Einsatzkräfte erneut alarmiert.

Feuer am Freitag ausgebrochen

Das Feuer war am Freitagabend im Bereich einer Abfallsortieranlage ausgebrochen. Die Ursache sei nach wie vor unklar, teilte die Polizei mit. Die Auswertung der Spuren, die ein Brandspezialist auf dem Gelände gesichert habe, werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Auf dem Areal sind neben der Abfallsortieranlage Büroräume, Probenräume von Bands und der Club «Sektor Evolution» untergebracht. Sie waren laut Feuerwehr unterschiedlich stark von dem Großbrand betroffen. Wie hoch der Schaden ist, ist weiterhin unklar.

Situation für Kulturschaffende weiter unsicher

Die Situation für zahlreiche vom Feuer betroffene Kulturschaffende ist weiter unsicher. Im hinteren Teil des abgebrannten Gebäudes waren Proberäume sowie ein Club eingerichtet. Die Mietverträge dafür müssen wohl aufgelöst werden.

Musiker wie Friedemann Spindler von der Band Alice Rodger suchen jetzt nach Alternativen. Spindler sagte MDR SACHSEN, in den Probenräumen lagerten Instrumente und Tontechnik im Wert von rund 40.000 Euro. Inwieweit diese durch Feuer, Ruß oder Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen wurden, wissen die Musiker weiterhin nicht. Drohnenaufnahmen des Gebäudes würden allerdings Hoffnung machen, dass noch etwas vom Equipment zu retten sei.

MDR (bj)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten Studio Dresden | 28. Juni 2022 | 18:30 Uhr

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